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US-Tourist Chris Gursky Interlaken Deltasegler

2:14 Horror: Screenshot aus dem Video des ungesicherten Deltaflugs. Bild: youtube.com/Gursk3

Interview

Wie konnte das passieren?

Das Video des ungesicherten Flugs eines amerikanischen Touristen geht viral. Für den Direktor des Schweizerischen Hängegleiter-Verbands hat der Pilot zwar beim Sicherheitscheck einen «elementaren Fehler» begangen. Nachher habe er aber gut reagiert.



Bild

Christian Boppart (48) ist Direktor des Schweizerischen Hängegleiter-Verbands SHV.  Bild: zvg

Herr Boppart, wann haben Sie von diesem Vorfall erfahren?
Christian Boppart: Wir haben das Video zum ersten Mal gestern Abend gesehen.

Deltaflug-Panne: Zwei Minuten purer Horror

Video: watson

Wie konnte das passieren?
Hier ist ein elementarer Fehler passiert. Vor jedem Flug gibt es einen 7-Punkte-Check. Dabei überprüft der Instruktor auch, ob der Passagier ordnungsgemäss eingeklinkt ist. Dafür rüttelt er unter anderem an der Aufhängung. Das ging hier offensichtlich vergessen. Dabei ist das einer der wichtigsten Punkte der Ausbildung.

Ist Ihnen ein ähnlicher Vorfall aus der Vergangenheit bekannt?
Dass ein Tandem-Pilot mit einem nicht gesicherten Passagier losgeflogen ist, ist nach meinem Kenntnisstand in der Schweiz noch nie passiert. Es gab aber leider schon Solopiloten, welche ungesichert gestartet sind.

Wie schätzen Sie die Reaktion des Instruktors ein, nachdem er den Fehler bemerkt hat?
Wir haben uns das Video genau angeschaut. In meinen Augen hat der Pilot nach dem Start sehr gut reagiert. Er hat zunächst eine sofortige Hanglandung versucht. Als er merkte, dass das zu gefährlich wäre, hat er sich korrekterweise für den Flug in Richtung Talsohle entschieden. Dabei hielt er den Passagier mit einer Hand fest.

Muss der Tandem-Pilot nun mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen?
Das kann ich nicht sagen. Wir werden aber auf jeden Fall das Gespräch mit ihm suchen und den Vorfall besprechen.

Bisher keine Ermittlungen

Auf Anfrage von watson heisst es bei der Kantonspolizei Bern, dass man lediglich aus den Medien Kenntnis vom Vorfall habe. «Weil bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Anzeige eingegangen ist, sind auch keine Ermittlungen aufgenommen worden», erklärt Kapo-Sprecherin Ramona Mock am frühen Dienstagnachmittag. Derweil klärt man beim Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) den Sachverhalt ab. Unter gegebenen Umständen könnte das Bazl ein Administrativverfahren einleiten und dem Piloten die Lizenz entziehen. (cbe)

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