Schweiz
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Messerstiche im Shoppi Tivoli und die ganze Schweiz die darüber redet: Gibt es sie wirklich, die Ghettokids aus Spreitenbach und Co.? (Symbolbild) bild: shutterstock

Auf der Suche nach den Schweizer Möchtegern-Ghettokids

Jugendbanden machen Stress in Klassenzimmern und prügeln sich in Einkaufszentren. Das löste diese Woche einen medialen Hype aus. Was steckt dahinter? Eine Spurensuche in der Welt der Teenager

samuel schumacher / ch media



Alain* stand daneben, als sich am Samstag rund 20 Jugendliche aus Spreitenbach AG und Dietikon ZH in der Eingangshalle des Einkaufszentrums Shoppi Tivoli prügelten. Der 16-Jährige kennt die Hintergründe des Streits. Er hat das Foto gesehen, mit dem ein Teenager aus Spreitenbach die Jugendlichen aus der Nachbarsgemeinde zur Weissglut trieb (siehe Box unten). Er hat mitverfolgt, wie der Streit in den sozialen Medien eskalierte, und miterlebt, was dann im Shoppi passierte: die Schläge, dann der Messerstich, der die Aufmerksamkeit des ganzen Landes auf sich zog. Von Jugendgangs war die Rede, von Gewalteskapaden berichteten die Sender, doch Alain schüttelt den Kopf. «Gangs gibts hier keine, und das mit dem Messer war eine Ausnahme», sagt er.

Alain lehnt an einer Säule wenige Meter neben jener Stelle, an der die Schlägerei stattfand. Hinter ihm verkaufen Fastfood-Bistros Donuts und Burger, Eltern setzen ihre Kleinkinder in blinkende Rüttelautos, Teenager fahren auf den Rolltreppen zwischen den Stockwerken rauf und runter, rauf und runter. Ja nicht gehen, einfach stehenbleiben, sehen und gesehen werden, das ist die Devise. Das Shoppi-Förderband ist der rollende Laufsteg der Agglo-Jugend, die Ladenpassage das Spielfeld der Vorstadt-Kids.

Ist Spreitenbach oder Dietikon eher wie die Bronx? Hier wird es jetzt entschieden!
genug gesagt;

Solche und ähnliche Memes sorgen für «beef» zwischen den Jugendlichen. Bild: comments://120715844/1722925

Das digitale Dilemma

Doch es sind nicht nur Konsumtempel wie das Shoppi Tivoli, die viele Jugendliche in die Vorstädte locken. Es sind auch die ausgebleichten Blockfassaden und die versprayten Hallen in den Industriezonen. Sie bieten perfekte Selfie-Hintergründe für das Getto-Image, mit dem sich Teenager gerne schmücken. Krass sein ist in. Das Gang-Leben wird in Netflix-Serien wie «Narcos» oder «Suburra» zum glamourösen Lifestyle hochstilisiert. Harte Rapper wie die Hamburger «187 Strassenbande» – benannt nach dem Paragrafen 187 des kalifornischen Gesetzbuches, der die Strafen für Mord festlegt – sind en vogue. Das amerikanische Phänomen des «postcode envy», das den Neid auf die Bewohner der nobleren Stadtquartiere umschreibt, wird ins Gegenteil verkehrt: je abgefuckter dein Wohnort, umso besser. In dieser popkulturell aufgeheizten Jugendkultur reicht zuweilen ein provokativer Social-Media-Post, um eine Massenschlägerei auszulösen.

Hört man sich bei Jugendarbeitern um, wird das zentrale Problem schnell klar: Jugendliche verziehen sich immer öfter in digitale Parallelwelten und verpassen sich über die sozialen Medien ein Image, das mit ihren Lebensumständen wenig zu tun hat. Die Chat-App Snapchat und die Foto-Plattform Instagram wirken als Verstärker von pubertären Aggressionen, die es immer schon gab, die aber erst über die sozialen Medien ihr Potenzial entfalten.

Wer sich krass gibt, kommt schnell zu digitaler Berühmtheit. Der «Insta-Fame» bestärkt Jugendliche darin, das aufgesetzte Image aufrechtzuhalten, wenn nötig mit Fäusten und Messern. Der Berliner Philosoph Byung-Chul Han vergleicht das Smartphone bereits mit dem Rosenkranz. Beide dienten der Selbstprüfung und Selbstkontrolle. Während aber der Rosenkranz zu Tugendhaftigkeit mahnt, hält einem das Handy konstant die eigene digitale Identität vor Augen. Kurz: Die eigenen Social-Media-Profile erinnern einen daran, wie man sich zu präsentieren hat, um dem eigenen digitalen Image zu entsprechen.

This image released by Netflix shows Wagner Moura as Pablo Escobar in the Netflix Original Series

Das Gang-Leben wird in Netflix-Serien wie «Narcos» oder «Suburra» zum glamourösen Lifestyle hochstilisiert. Bild: AP/Netflix

Experten haben die Ernsthaftigkeit dieses digitalen Dilemmas erkannt. Ein neuer Leitfaden, den der Dachverband der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Schweiz im Sommer erarbeitet hat, bringt die schwierige Lage von Eltern und Jugendarbeitern auf den Punkt: «Ermahnung kann moralisierend wirken, nicht einschreiten kann falsch sein.» Man will das Vertrauen der Jugendlichen nicht missbrauchen und den Zugang zu ihnen nicht verlieren. Deshalb lässt man ihnen den Raum zur digitalen Selbstinszenierung, mit dem Risiko, dass das heikle Spiel reale Konsequenzen hat: wie am Samstag in Spreitenbach.

Der Mythos der Migranten

Der Jugendpsychologe Allan Guggenbühl beobachtet die Situation mit Sorge. Diese «Dorfkriege» seien an sich zwar nichts Neues, sagt der 66-Jährige. Neu aber seien die bedrohlichen Zusammenrottungen von Dutzenden Jugendlichen, die sich über die sozialen Medien zu Schlägereien verabredeten. Dazu mische sich eine weitere Komponente: «Wir haben in der Schweiz grosse, nur halbwegs integrierte Gruppierungen jugendlicher Migranten, die weit weg von ihrer eigentlichen Heimat aufwachsen», sagt Guggenbühl. Diese Jugendlichen kreierten sich häufig einen eigenen Mythos, um sich eine Identität zu geben. «Und diesen Mythos spinnen sie nicht selten rund um ihre vermeintlich krassen Wohnorte.»

Guggenbühl sieht die Konsequenzen dieser Getto-Mythen bei seiner Arbeit. Er berät derzeit Gemeinden in den Kantonen Bern und Aargau, in denen Jugendbanden an Schulen für Probleme sorgen. Der Jugendpsychologe schildert drei Fälle.

Im ersten Fall bestimmt eine Gruppe von 13- bis 15-Jährigen, wer den Fussgängerstreifen vor dem Schulhaus benützen darf und wer die Strasse anderswo überqueren muss.

Im zweiten Fall klaut eine Bande die Portemonnaies der Mitschüler und gibt sie nur gegen Finderlohn zurück.

In einem dritten Fall findet das Getto-Getue sogar Eingang ins Klassenzimmer: Eine Gruppe Jugendlicher befiehlt den Mitschülern, dass alle drauflosreden müssen, sobald der Lehrer etwas sagen will.

Klare Organisationsstrukturen hätten diese Gruppen aber nicht, sagt Guggenbühl. Mit den mordenden Teenies der salvadorianischen «Mara Salvatrucha» oder den dealenden Gangs in Los Angeles, denen manche Jugendliche nacheiferten, hätten die hiesigen Banden nichts zu tun.

Revival der «Halbstarken»

Trotzdem: Auch das Möchtegern-Gang-Gehabe reicht aus, um den Schulalltag zu erschweren, wie Beat Zemp bestätigt. Statistisch zugenommen habe die Bandenaktivität an Schweizer Schulen zwar nicht, sagt der Präsident des Dachverbands der Lehrerinnen und Lehrer der Schweiz. Er wisse aber von Schulen, an denen Banden Geld von Mitschülern erpresst hätten. «Dazu kommen Fälle von kollektivem Vandalismus in den Schulen oder in der unmittelbaren Schulumgebung», sagt der 64-Jährige.

Marcus Casutt, Geschäftsleiter des Dachverbands der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, sagt, das sei alles halb so wild. «Einzelne Jugendliche verhalten sich in Gruppen auffällig. Das ist kein neues Phänomen und kommt im Jugendalter vor.» Casutt erinnert an die «Halbstarken», die in den 50er-Jahren mit ihrem aggressiven Auftreten viel Wirbel verursachten. Auch die Proteste der 68er- und die Jugendunruhen der 80er-Jahre hätten für Sorgenfalten auf der Stirn von Mutter Helvetia gesorgt. «In unserer Erfahrung betrifft das problematische Verhalten aber immer nur eine kleine Anzahl von Jugendlichen», sagt Casutt. Dank den sozialen Medien haben diese Problemfälle unverhofft ein mächtiges Sprachrohr erhalten.

MIT-Forscher haben endlich das Spaghetti-Rätsel gelöst

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82Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rabbi Jussuf 12.03.2019 13:37
    Highlight Highlight «Wir haben in der Schweiz grosse, nur halbwegs integrierte Gruppierungen jugendlicher Migranten, die weit weg von ihrer eigentlichen Heimat aufwachsen»

    Da steht so ein Satz halb verschämt und zusammenhangslos in der Gegend. Daraus schliesse ich, dass es sich bei den Banden um Migrantenkinder handelt. (Wenn das nicht so ist, warum wird es nicht deutlich erwähnt? Oder ist das immer noch tabu?)

    Wie der Satz oben deutlich macht, gibt es für die Ursachen und deren Bekämpfung tiefgreifende Unterschiede. Das lässt man aber lieber unter dem Deckel und verortet die Schuld allein im sozialen Milieu.
  • ujay 12.03.2019 05:22
    Highlight Highlight Bei immer mehr sinkender Jugendkriminalität müssen die Medien umso mehr Einzelfälle aufbauschen. Gilt auch für rassistische Hetzer hier.
  • Eh Doch 11.03.2019 10:05
    Highlight Highlight Möchtegang
  • loccodelcocco 11.03.2019 08:47
    Highlight Highlight Die Thematik ist so alt wie die Menschheit. Jesses Gott wird hier wieder ein Drama gemacht. Meine Generation hatte dank des Brandbeschleunigers Internet den Osman (erstes Schweizer Meme!) Und nochmal 10 Jahre vorher wars halt die Steine in Basel
    Play Icon
  • Safado 11.03.2019 08:39
    Highlight Highlight Das gabs so ca. ab den 50er denke ich schon immer. Nur die Stars haben sich logischerweise geändert.
    Kann mich noch an eine Abhandlung in der "Schweizer Familie" oder "Schweizer Illustrierten" in den 70er erinnern über die 'Teddy-boys' in ZH erinnern. Dann lief zeitgleich auf SRF: "Denn sie wissen nicht was sie tun" James Dean. Passte.
  • Mladjo86 10.03.2019 23:28
    Highlight Highlight „Im ersten Fall bestimmt eine Gruppe von 13- bis 15-Jährigen, wer den Fussgängerstreifen vor dem Schulhaus benützen darf und wer die Strasse anderswo überqueren muss“ 🤣

    Krass, Revier mittels Fussgängerstreifen markiert. 🚷🚸
    • Safado 11.03.2019 08:28
      Highlight Highlight Ist jedoch nicht zu verharmlosen (ins lächerliche zu ziehen).
      Und:
      Früh übt sich, wer Meister werden will.
  • Nik G. 10.03.2019 23:13
    Highlight Highlight Das, Achtung jetzt kommts, gabs schon zu meiner Zeit. Habt ihr alle Osman vergessen auf TV3?
    Ich hab wirklich den Satz zu meiner Zeit benutzt. Oje
    • ThePower 12.03.2019 00:22
      Highlight Highlight Ah chumm jetzt, was hesch du scho erlebt, du huere Banane?
  • Bratansauce 10.03.2019 21:43
    Highlight Highlight Spreitenbach oder Dietikon als Ghetto zu bezeichnen ist ja nahezu lächerlich. Die Käffer haben nicht mal 30'000 Einwohner insgesamt. Da ist ja Köniz noch grösser
    • Anna Landmann 10.03.2019 22:26
      Highlight Highlight Köniz ist teilweise auch „Ghetto“, aber im Sinne von „voll im Ghetto“, also Weiler, die voll abgelegen liegen (äh ja)
  • Cédric Wermutstropfen 10.03.2019 21:38
    Highlight Highlight «Wir haben in der Schweiz grosse, nur halbwegs integrierte Gruppierungen jugendlicher Migranten, die weit weg von ihrer eigentlichen Heimat aufwachsen»

    Danke, Herr Guggenbühl, für diese Worte.
    • Pryda 10.03.2019 23:48
      Highlight Highlight Und was soll mit "eigentlicher Heimat" genau gesagt sein?
    • Cédric Wermutstropfen 10.03.2019 23:53
      Highlight Highlight @Pryda: Das Herkunftsland. Das ist doch logisch.
    • MP5 11.03.2019 07:34
      Highlight Highlight Das Problem ist doch, dass sie Jugendlichen, die wahrscheinlich seit Geburt oder seit sie Kleinkind waren, hier gewohnt haben. Würdest du in der gleichen Situation deine Heimat noch als Heinat bezeichnen? Ich denke nicht, denn sie sind sich die Schweiz gewöhnt und kennen kaum ein anderes Land (vielleicht höchstens aus den Schulferien). Ich glaube, die Problematik entsteht hier eher aus einem noch nicht voll entwickelten präfrontalen Kortex (wie es bei Teenagern der Fall ist). Junge Leute sind nun mal rebellisch und machen Fehler, aber sie als fremde zu stigmatisieren, finde ich problematischer
    Weitere Antworten anzeigen
  • SINGA 10.03.2019 20:56
    Highlight Highlight Gangs...Ghettos in der Schweiz, ahja. Die sollen mal mit mir nach Metro-Manila kommen, mal sehen wie lange das gut geht...
    • SJ_California 10.03.2019 21:25
      Highlight Highlight Die würdens keine 5 min überleben 😉
  • Roboter 10.03.2019 20:12
    Highlight Highlight Lustig ist auch, dass die Einfamilienhaus Kids hier im Forum genau wissen, das Leben mit der Perspektive McDonalds Manager im "Scherbenviertel" ist voll easy.
    • Cédric Wermutstropfen 10.03.2019 22:00
      Highlight Highlight Da wir hier gute öffentliche Schulen haben, kommen die „Einfamilienhaus Kids“ oft auch mit den „Ghetto-Kids“ in Kontakt. Ich kann deshalb über dieses Ghetto-Gehabe nur lachen. Sonderlich schlecht ging es denen nämlich nicht und sie hätten auch dieselben Perspektiven wie ich gehabt, wenn sie sich mehr mit Bildung und weniger mit Gangstersein beschäftigt hätten. Wer es in der Schweiz verkackt, ist oft selbst schuld.
    • Avenarius 11.03.2019 01:18
      Highlight Highlight Eieiei, schon wieder ein Fauxpas. Sie vergessen das Wesentliche, Herr Wermutstropfen! Vor dem Interesse und Bewusstsein nach Bildung kommt die Erziehung der Eltern. Passen in der Wildnis die Eltern nicht auf ihre Jungen auf, werden sie getötet und gefressen. Das Rüstzeug für intelligentes Überleben fehlt dann einfach. Beim Menschen geschieht ähnliches - nur dass dann die Kiddies abdriften, weil sie keine echte Software für's echte Leben haben. Weil sie zuwenig Software von den Eltern erhalten haben, übernehmen diese Lücken dann hoffentlich echte Freunde und echte Vorbilder mit echter Liebe.
    • Cédric Wermutstropfen 11.03.2019 02:17
      Highlight Highlight @Avenarius: Ich bin ja ein Verfechter des Determinismus, bzw. bezweifle ich, dass der Mensch einen freien Willen hat oder noch extremer gesagt: Die gesamte Zukunft liesse sich aus der gesamten Vergangenheit ableiten. So wie ich Sie verstehe gehen Sie mit Ihrer Aussage in diese Richtung. Das Problem daran ist jetzt aber, dass so niemand mehr an irgendetwas wirklich „schuld“ sein kann, da alles determiniert ist. Ich beschränke mich daher auf für mich beobachtbare Zusammenhänge, um somit in meinen Augen eine Schuldfähigkeit zu erzeugen und greife sodann auf die kleinen Rotzlöffel zurück.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Triple A 10.03.2019 19:02
    Highlight Highlight Die Jugendkriminalität ist in den letzten Jahren gemäss Bundesamt für Statistik stark gesunken. Was wir hier sehen ist das mediale Ausschlachten von Einzelfällen.
  • Don Alejandro 10.03.2019 18:46
    Highlight Highlight Die Gangsta von Zürich Nord würden in den enstprechenden Vierteln von Caracas oder Panama City aber sowas von Mami und ich-wott-hei rufen...
  • passiver Überströmer 10.03.2019 18:40
    Highlight Highlight Das war doch schon vor 20 Jahren so. Gangsterfilme gabs auch (Menace II Society, reservoir dogs). Die welche damals im shopping center oder am Bahnhof rumhingen sind die Verlierer von heute.
    • passiver Überströmer 10.03.2019 18:55
      Highlight Highlight Wir hatten Respekt vor denen, heute nur noch Mitleid übrig. Ganz schlimm die die mit 37 noch um den Bahnhof kurven....
  • Arabra 10.03.2019 18:38
    Highlight Highlight Das grössten Ghettos, die ich kenne, sind die Zimmer meiner Töchter.
    • Avenarius 11.03.2019 01:25
      Highlight Highlight Meine Eltern haben mir klipp und klar gesagt, was passiert, wenn im Zimmer nicht aufgeräumt ist. "Du chasch denn Vorusse go schlafe, mer gäbet der denn no es Sandwich mit. Am 7ni bisch denn wieder da. Hesch das verstande!!?
      Ich falte heute noch jedes Kleiderteil - nein, ... nicht weil's mir riesen Spass macht. Weil ich meine Eltern liebe und ich das Falten immer mit einem Schmunzeln mache.
  • anundpfirsich 10.03.2019 18:36
    Highlight Highlight Warum gibt man solchen Bubis überhaupt eine Plattform in den Sozialenmedien? Das ja genau dass was sie wollen.
  • Gzuz187ers 10.03.2019 18:27
    Highlight Highlight Um meinen lieben Gangkollegen Sa4 zu zitieren: „Willst rein in die Gosse, digga jeder will nur raus hier.“ Das Lied heisst Ghettotourist und beschreibt die ganzen Möchtegerns ziemlich gut.
    • Alphagene 11.03.2019 09:14
      Highlight Highlight ... du rappst was du NICHT bist.
  • Simon Hirschhofer 10.03.2019 18:24
    Highlight Highlight Mal ehrlich, die Menschen wissen einfach nicht mehr, was wirkliche Probleme sind. Deswegen gibt es auch diese ganzen gesellschaftlichen Auswüchse. Leider ist es heute nicht mehr möglich, dass man sich einfach nur vertragen und sich gegenseitig helfen und einander akzeptieren kann. Immer muss wer der bessere, der stärkere oder von mir aus der krassere sein. So ein Schwachsinn!
    • Christian Mueller (1) 10.03.2019 22:22
      Highlight Highlight war das früher mal möglich? irgendwann?
    • Avenarius 11.03.2019 01:28
      Highlight Highlight Gesegnet und vom Glück geprägt sind die, deren Eltern guten Einfluss nehmen konnten.
      "Zu wenig Liebe ist der Treibstoff jedes Massenmörders" Jerry Lewis (Komiker + Schauspieler)
  • Gzuz187ers 10.03.2019 18:24
    Highlight Highlight Und sie sagen Gzuz du vergiftstest unsere Jugend, doch im Optimalfall hab ich nichts damit zu tun. Ich denke die ganze Thematik wird aufgebauscht. Natürlich gibt es die Möchtegerns, aber ich denke nicht dass die Schweiz ein Problem mit Jugendgangs hat. Und vorallem das Beispiel wo alle während der Stunde begonnen haben zu reden ist einfach nur lächerlich.
  • deedee 10.03.2019 18:24
    Highlight Highlight Mached nur witer so! Bin jetzt knapp 26 Jahre alt und alle die sich zu meiner Zeit in der Sek so benommen haben, haben bisher noch nichts erreicht im Leben, nicht mal für einen Lehrabschluss hats gereicht.

    Jetzt seit ihr krass und cool später arbeiteit ihr an einer 24h Stunden Tankstelle und füllt Regale auf. Und das kommt von einem „Jugo“, schämt euch!
    • hoffmann_15@hotmail.com 11.03.2019 15:23
      Highlight Highlight Balsam für meine Seele, Buraz. Meine Eltern hätten mich (zum Aufwärmen) windelweich geschlagen, wäre ich einer dieser jungendlichen Taugenichtse gewesen.
  • HerrLich 10.03.2019 18:15
    Highlight Highlight Man kanns auch kompliziert reden.
  • Ass 10.03.2019 17:45
    Highlight Highlight Die Ironie ist das sie in der Schweiz leben weil sie für das Ghetto zu schwach waren.
    • laco3 11.03.2019 09:40
      Highlight Highlight uf de punkt bracht.
  • manhunt 10.03.2019 17:32
    Highlight Highlight da fällt mir bloss das dazu ein:
    Benutzer Bild
  • Picker 10.03.2019 17:24
    Highlight Highlight "Das Gang-Leben wird in Netflix-Serien wie «Narcos» oder «Suburra» zum glamourösen Lifestyle hochstilisiert."

    Jeder, der so argumentiert, hat mMn solche Serien (Narcos, Suburra, Breaking Bad, Sopranos, etc.) nicht verstanden. Solche Serien können wahnsinning spannend sein, mir ist aber jederzeit klar, dass das "Gangsterleben" eben NICHT wirklich glamurös, sondern chaotisch, gewalttätig und absolut willkürlich sein kann (und sich eben genau daher Verbrechen verglichen mit dem bezahlten Preis meist nicht lohnen).

    Oder war damit gemeint, dass viele Jungendliche solche Serien hochstilisieren?
    • Rainbow Pony 10.03.2019 20:16
      Highlight Highlight Ausserdem wird das Gangsterleben ja auch nicht wirklich hochstilisiert - für mein Empfinden sogar ziemlich brutal dargestellt: Spadino der seinen Lover absticht um vor seiner Familie das Gesicht zu wahren? Die unzähligen Morde in Narcos? Ich weiss nicht, aber als hochstilisiert im Sinne einer positiven Konnotation finde ich das nicht.
    • Avenarius 11.03.2019 01:38
      Highlight Highlight Joggen durch den Wald im Regen ist spannender als jede dieser eben nicht spannenden Serien.
      Spannende Serien nach "Lost" oder "Twin Peaks" habe ich keine mehr gefunden. Darum renne ich durch den Wald :-)
    • Kalsarikännit 11.03.2019 08:12
      Highlight Highlight Zum Glück habe ich letzten Freitag das Finale von Suburra geschaut, sonst müsste ich Sie schelten, liebes Pony.
  • Me:ish 10.03.2019 17:12
    Highlight Highlight Sie haben meinen Respekt. Beim Grossverteiler Gestelle auffüllen muss auch gemacht werden und ist ehrliche Arbeit. Der Nachwuchs ist gesichert.
    • Mia_san_mia 10.03.2019 20:22
      Highlight Highlight Was ist daran schlimm?
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 10.03.2019 17:06
    Highlight Highlight 1. Es gibt in der Schweiz keine Ghettos.
    2. Das mit diesen Gangs ist nur heisse Luft.
    3. Das mit dem Messer war ein Einzelfall.
    4. Lasst den Jugendlichen ihr Smartphone, sie dürfen ja sonst nichts mehr tun und wollen sich von uns Erwachsenen abgrenzen. Das ist ihre Welt.
    5. Verurteilt sie weiterhin, das wollen sie ja, um krass zu wirken.
    6. Ich meine es ernst, nur weiter so.
    • Avenarius 11.03.2019 01:40
      Highlight Highlight Eltern ... erzieht eure Kinder mit viel Liebe und Respekt.. Sonst kommen sie später negativ in den Zeitungen!
  • Chrigi-B 10.03.2019 17:00
    Highlight Highlight Der Multikultitraum der SP hat letzte Woche ihr wahres Gesicht gezeigt....

    • ingmarbergman 10.03.2019 17:12
      Highlight Highlight So ein quatsch..die Billiglöhne werden von den SVPlern gezahlt..
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 10.03.2019 17:17
      Highlight Highlight Exklusiv hier und heute:
      Frischer geistiger Durchfall von Chrigi-B.
      Jetzt sofort zu schlagen, so lange er noch warm ist.
      Kostet nur etwas Bestätigung seiner Fake-News.
    • Dominik Treier 10.03.2019 17:31
      Highlight Highlight Der Multikultiraum hat ihr wahres gesicht gezeigt? Meinst du deinen post?
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Juice 10.03.2019 16:47
    Highlight Highlight
    Benutzer Bild
    • Bort? 11.03.2019 11:08
      Highlight Highlight Perscheid !! wie immer grossartig ! :-D
  • I bims 10.03.2019 16:46
    Highlight Highlight Toller Artikel👍
  • Lowend 10.03.2019 16:39
    Highlight Highlight Von diesen wohlstandsverwahrlosten «Gettokiddys» würde keiner auch nur einen Tag in der Bronx oder in Campten überleben!

    Die erinnern mich an die ganzen Gangsterrapper, mit denen ich früher zu tun hatte. Mein Lieblingssport war es damals zu fragen, wer denn ihre Wäsche so schön wäscht und 99% von denen antworteten stolz: «Meine Mami!»
    • Goon 10.03.2019 17:13
      Highlight Highlight Warst du den je in Comptom oder der Bronx um das zu beurteilen? Ich war schon in Comptom, Tenderloin (SF) und das eine und andere Problemviertel in Vegas. Und weisst du was? Es ist jeweils nicht viel passiert. Es hatte zwar schon schräge Gestalten und viel Seebären Armut und teilweise Elend, aber füllte mich im grossen und ganzen sicherer als manchem grösseren CH-Bahnhof nachts in der CH.
    • Lowend 10.03.2019 17:22
      Highlight Highlight Wer wäscht deine Wäsche so wunderschön weiss, Goony?
    • Goon 10.03.2019 17:23
      Highlight Highlight *sehbare 🤣🤣🤣

      Seebären hat es in SF am Hafen 😁
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Studie zeigt: So verbreitet ist Homophobie in der Schweiz wirklich

Eine neue Erhebung zeigt: Homophobie ist in der Schweiz bis heute verbreitet. Die Lesbenorganisation LOS fordert nun eine Veränderung in den Klassenzimmern – und dass Homosexualität dort nicht mehr als etwas Aussergewöhnliches präsentiert wird.

Schlechter als Montenegro, Albanien oder das erzkatholische Irland: Im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern haben Schwule und Lesben bei uns deutlich weniger Rechte. Bisher unveröffentlichte Erhebungen der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigen nun, dass auch Homophobie in Teilen der Schweizer Bevölkerung noch immer tief verwurzelt ist: Jeder zehnte Schweizer hält gleichgeschlechtliche Liebe für unmoralisch. Weiter sind 22,7 Prozent der Befragten gegen …

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