DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Mord-Urteil abgewendet – Genfer Türsteher wegen tödlicher Schläge verurteilt

02.02.2017, 17:0402.02.2017, 17:14

Das Genfer Strafgericht hat den Türsteher einer Bar wegen fahrlässiger Tötung eines Barbesuchers zu einer teilbedingten Haftstrafe von drei Jahren verurteilt. Der Staatsanwalt hatte zehn Jahre Gefängnis wegen Mordes gefordert.

Das Genfer Strafgericht sah von einem Mord-Schuldspruch ab.
Das Genfer Strafgericht sah von einem Mord-Schuldspruch ab.Bild: KEYSTONE

Die Richter sprachen den 59-jährigen Türsteher - einen ehemaligen Weltmeister im Kickboxen - wegen fahrlässiger Tötung und schwerer Körperverletzung schuldig. Der Verurteilte muss anderthalb Jahre ins Gefängnis, der Rest der Strafe wurde auf Bewährung ausgesprochen.

Staatsanwalt wollte zehn Jahre Haft

Weil der Verurteilte seit Herbst 2015 in Untersuchungshaft sass, wird er das Gefängnis bereits in sechs Wochen verlassen können. Der Staatsanwalt hatte zehn Jahre Gefängnis wegen Mordes gefordert.

Für die Richter stand fest, dass der Rausschmeisser keine Tötungsabsicht hatte. Sie warfen ihm jedoch vor, dass er das Vorsichtsgebot missachtet und seine Wut nicht unter Kontrolle hatte.

Der Türsteher hatte am 25. September 2015 einem alkoholisierten Barbesucher drei Schläge auf den Kopf verpasst. Dieser hatte den Rausschmeisser zuvor beschimpft, weil er nicht verstehen konnte, weshalb er aufgefordert worden war, das Szenelokal zu verlassen.

Er schlug mit der schwächeren Linken

Obwohl der Türsteher nur seine schwächerer Hand benutzt hatte, fiel der 43-jährige Barbesucher rückwärts zu Boden und schlug sich dabei den Kopf so schwer an, dass er irreversible Hirnverletzungen erlitt. Der Mann erwachte nicht mehr aus dem Koma. Er starb neun Monate nach der Auseinandersetzung.

Der Türsteher muss nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis eine Psychotherapie machen. Ausserdem wurde er dazu verurteilt, der Witwe des Opfers 60'000 Franken und den beiden Töchtern je 40'000 Franken als Genugtuungssumme zu entrichten.

(sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2
77-Jährige bei Badeunfall im Zugersee bei Cham ums Leben gekommen

Eine 77-jährige Frau ist am Sonntagnachmittag in Cham im Kanton Zug beim Baden ums Leben gekommen. Zuerst entdeckten Schwimmer rund 200 Meter vom Ufer entfernt eine leblose Frau im Zugersee, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Trotz Reanimationsversuchen an Land verstarb die Frau nach kurzer Zeit. (sda)

Zur Story