DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Eifersüchtige 37-Jährige gab Mord an ihrem Ehemann in Auftrag – nun steht sie vor Gericht



Aus Wut und Eifersucht soll eine heute 37-jährige Frau Ende 2016 zwei Männer mit der Tötung ihres Ehemanns beauftragt haben. Am Dienstagmorgen hat der Prozess vor dem Kreisgericht in Mels SG begonnen. Der Frau wird mehrfach versuchte Anstiftung zu Mord vorgeworfen.

Der Frau, einer Italienerin, drohen eine mehrjährige Freiheitsstrafe sowie eine Landesverweisung. Die genauen Anträge werden erst während der Hauptverhandlung vor dem Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland bekannt gegeben.

Sie werde mindestens fünf Jahre Freiheitsentzug fordern, schreibt die Staatsanwältin in der Anklageschrift. Gemäss Schweizerischem Strafgesetzbuch droht dem Auftraggeber einer Straftat die gleiche Strafe, wie dem Täter selbst.

Missglückte Ehe

Hintergrund der Tat ist eine missglückte Ehe. Im August 2016 zog der Ehemann der Beschuldigten aus der gemeinsamen Wohnung aus, wie es in der Anklageschrift heisst. Die Frau argwöhnte, dass der drei Jahre Jüngere eine andere Beziehung habe. Sie beauftragte einen Privatdetektiv damit, ihn observieren zu lassen.

Ausser hohen Kosten brachte ihr das allerdings nichts: Der Detektiv fand weder Anzeichen einer Untreue, noch konnte er herausfinden, wo der Mann jetzt wohnte. Die Beschuldigte wollte sich damit aber nicht zufriedengeben. Sie engagierte einen anderen Privatdetektiv.

Der fand heraus, dass der abtrünnige Ehemann bei einer Arbeitskollegin Unterschlupf gefunden hatte. Die Frau passte ihren Ehemann ab und stellte ihn zur Rede, als er das Haus verliess. Bei dieser Gelegenheit habe er ihr erklärt, dass er die Scheidung wünsche, schreibt die Staatsanwältin.

Mann soll sterben

Dies brachte für die Frau das Fass zum Überlaufen. Sie forderte den Privatdetektiv mehrmals auf, ihren Mann gegen Bezahlung zu töten. Dabei sollte das Ganze wie ein Unfall wirken. Als er ablehnte, wandte sie sich mit dem gleichen Vorschlag an den ersten Privatdetektiv.

Die beiden vereinbarten ein Treffen, das die Frau jedoch kurzfristig absagte. Tags darauf wurde sie festgenommen. Die Ermittler stiessen auf zahlreiche Kurznachrichten an beide Detektive, in denen die Frau verschlüsselt auf Annahme des Auftrags drang. (whr/sda)

Aktuelle Polizeibilder

1 / 95
Aktuelle Polizeibilder: Lagergebäude durch Brand beschädigt
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Zwei frühere Genfer IS-Anhänger stehen vor dem Bundesstrafgericht

Vor dem Bundesstrafgericht in Bellinzona müssen sich seit Mittwochmorgen zwei Genfer wegen Widerhandlungen gegen das IS-Gesetz verantworten. Ihnen wird unter anderem Unterstützung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgeworfen.

Die beiden heute fast 35 und 26 Jahre alten Angeklagten distanzierten sich bei der Befragung durch die vorsitzende Richterin der Strafkammer vom radikalen Islam und der Ideologie des IS. Der 26-Jährige war im Juni 2016 am Flughafen Zürich festgenommen worden. Auch …

Artikel lesen
Link zum Artikel