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Sexism, Feminism

Können wir die Sexismus-Debatte endlich ernsthaft führen, bitte? Bild: Shutterstock

Kommentar

Liebe Männer, lasst euch von der Sexismus-Debatte nicht verunsichern. Benutzt euer Hirn.

Auf den Weinstein-Skandal in den USA folgt der Aufschrei. Auf den Aufschrei folgt die Sexismus-Debatte. Auf die Sexismus-Debatte folgt die Frage: Was darf man(n) denn noch? Diese Frage nervt.



Es läuft immer ähnlich ab. Am Anfang steht ein Skandal. So wie jetzt derjenige um Harvey Weinstein. Dem US-Filmproduzenten wird vorgeworfen, über Jahrzehnte Frauen sexuell belästigt zu haben. Anklage erheben unter anderem die Schauspielerinnen Léa Seydoux, Gwyneth Paltrow, Asia Argento, Angelina Jolie und das Topmodel Cara Delevingne.

Auf den Skandal folgt die Empörung. Erbarmungslos wird Weinstein daraufhin von Journalisten niedergeschrieben und von den Paparazzi unter Blitzlichtgewitter bis in die Sex-Entzugsklinik  verfolgt. Seine Ehefrau Georgina Chapman verlässt ihn und sein Filmstudio The Weinstein Company stellt ihn auf die Strasse. 

Dann kommt die Welle der Solidarisierung mit den Opfern. Die Schauspielerin Alyssa Milano lanciert eine Diskussion über sexuelle Belästigung. Auf Twitter fordert sie all jene, die schon einmal Opfer von sexueller Belästigung geworden sind, dazu auf, unter dem Hashtag #Metoo ihre Erfahrungen zu teilen.

Die Reaktionen sind gewaltig. Innerhalb von drei Tagen werden 1,2 Millionen Tweets unter dieser Verschlagwortung abgesetzt. Frauen berichten von Busengrapschern im Ausgang, davon, wie sie mit K.-o.-Tropfen betäubt wurden, von fremden Männern, die ihnen zwischen die Beine gefasst haben oder von noch Schlimmerem.

Innerhalb von drei Tagen werden 1,2 Millionen Tweets unter dem Hashtag #Metoo abgesetzt.

Die Debatte ist angestossen. Jetzt wollen alle mitreden. Eine Diskussion über Sexismus und über sexuelle Belästigung entbrennt. So weit, so gut. Denn diese ist auch bitter nötig, solange wir in einer Gesellschaft leben, in der Menschen wie Weinstein noch immer jahrzehntelang frivol Frauen belästigen. 

Der nächste Schritt wäre, aus dem Vorfall Lehren zu ziehen. Die Themen Sexismus, sexuelle Belästigung und Missbrauch mit einer Ernsthaftigkeit zu behandeln, so wie sie es tatsächlich verdient hätten. Opferhilfe zu institutionalisieren, die Gesellschaft mit Kampagnen zu sensibilisieren, Gesetze dort zu verschärfen, wo sie heute noch zu wenig greifen. Alles daran zu setzen, dass verhindert wird, dass Frauen weiterhin weltweit missbraucht, gedemütigt, unterdrückt, diskriminiert und ausgebeutet werden.

Der nächste Schritt wäre, aus dem Vorfall Lehren zu ziehen. Doch dem ist nicht so.

Doch dem ist nicht so. An diesem Punkt schlägt jeweils die Stimmung um.

Auf die Solidarisierung folgt die Entsolidarisierung. Männer melden sich zu Wort, die den Vorfall verharmlosen. Sie erzählen, dass ihnen auch schon mal in einer Bar an den Po gefasst wurde und sie das aber als Bestätigung aufgenommen hätten. Sie beklagen sich, inzwischen gelte schon jedes Kompliment als sexuelle Belästigung, jedes Nachpfeifen aus Jux als übergriffig und das Flirten im Club als aufdringlich.

Es kommt zur Verballhornung der Sexismus-Debatte. Wo beginnt Sexismus? Wo der sexuelle Übergriff? Verunsicherte Männer schreiben über ihre Unsicherheit. Sie fragen sich, was darf man(n) noch? Frauen schreiben über verunsicherte Männer, die zunehmend verweichlichen. Alles gerate durcheinander, heisst es. Alle seien verwirrt. Die Menschheit stehe am Abgrund.

Dabei wäre es doch so einfach. All die Verunsicherung müsste nicht sein, die Lösung läge so nahe: Benutzt euer Hirn! Tut ihr das, merkt ihr in den meisten Fällen, ob die Frau geküsst werden will oder nicht. Ihr merkt, ob sie zu betrunken für Sex ist. Auch, ob sie an der Bar zurückflirtet oder euch den Mittelfinger zustreckt. Und falls ihr trotz Benutzung eures Hirns noch immer unsicher seid, ob die Frau auch wirklich gut findet, was ihr gerade mit ihr macht, fragt doch zur Sicherheit nach. Kann nicht schaden.

All die Verunsicherung müsste nicht sein, die Lösung läge so nahe: Benutzt euer Hirn!

Es ist frustrierend. Eigentlich könnte man annehmen, dass wir inzwischen darin geübt sein müssten, Sexismus-Debatten reflektierter zu führen. Schliesslich lancierte die deutsche Bloggerin und Feministin Anne Wizorek schon 2013 das Hashtag #Aufschrei. In den USA twitterten ein Jahr später Tausende unter #YesAllWomen. Während Donald Trumps Präsidentschaftskandidatur gingen die Hashtags #ThePussyGrabsBack und #NotOkay viral und vor einem Jahr kam die Sexismus-Debatte auch unter #SchweizerAufschrei bei uns an.

Doch auch dort war das Schema dasselbe: Skandal, Empörung, Solidarisierung, Debatte, Entsolidarisierung. Was erfahrungsgemäss nach solchen Diskussionen zurückbleibt, ist gähnende Leere. Schlimmstenfalls werden wir noch mit einem Artikel der «Weltwoche» beglückt, in dem ein alternder Journalist über die «Bekenntnisse eines Unanständigen» berichtet. Schade.

Was also lernen wir dieses Mal aus der Sexismus-Debatte? Nichts. Das nervt.

Vier Beweise, dass Weinsteins Verhalten kein Geheimnis war

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Video: Angelina Graf

#Jegharopplevd – #Aufschrei in Norwegen

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    Alle Leser-Kommentare
  • 2fel 19.10.2017 11:15
    Highlight Highlight Wenn man überhaupt eine Lehre der präventiven Art für sich
    aus der Sache ziehen kann, dann wäre es wohl am ehesten diese: dass ein nicht unwesentlicher Teil
    des empörten Twittermobs und andere
    im Grunde redliche und aufrichtige Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenso auf die eine
    oder andere Art ihre Macht missbraucht hätten (und haben). Darüber sollte man nachdenken.
    Es wäre zielführender hier schlicht von Machtmissbrauch zu sprechen,
    denn dann müssten wir uns nicht in der biederen und niederen Gender Thematik bewegen.
  • Joshuuaa 19.10.2017 00:50
    Highlight Highlight In all den Debatten solidarisieren sich Frauen. So entwickelt sich ein öffentlicher Diskurs. Das ist wertvoll. Und ich meinte, schon vorhergehende Debatten hatten Wirkung. Ich selbst hinterfrage eigenes Verhalten stärker. Das Problem: Es wird nicht über Männer gesprochen. Es sind auch falsche (oder fehlende) Männlichkeitsideale und Ideale von Liebe, die zu Belästigungen führen. Wenn "Mann-Sein" "Macht haben" impliziert und "lieben" "besitzen", sind negative Konsequenzen vorprogrammiert. Um das zu ändern, ist es nötig übers "Mann-Sein" zu sprechen. Auch für uns Männer kann das eine Chance sein.
  • Kola 18.10.2017 20:26
    Highlight Highlight Als Mann muss ich sagen, dass ich dieses Geheule der Männer überhaupt nicht verstehe. Alle Männer werden in einen Topf geworfen, nur weil in den meisten Fälle, die geschildert werden, ein Mann der Täter war? Fühlt ihr euch auch alle angegriffen, wenn es heisst, dass es ein Mann war, der einen Tankstellenshop in irgend einem Dorf überfallen hat? Sollte man jetzt nicht auch bei jedem Attentat dazuschreiben, dass es auch vollverstörte Spinnerfrauen gibt? Ganz im Ernst, was ist euer Problem? Fühlt ihr euch denn allen Ernstes angegriffen? Ich versteh's nicht, sorry...
    • Turi 18.10.2017 23:36
      Highlight Highlight Kola, lies einfach den Titel
      "Liebe Männer, lasst euch von der Sexismus-Debatte nicht verunsichern. Benutzt euer Hirn."

      Explizit werden da alle Männer angesprochen.
      Gewollt, und die Reaktionen sind entsprechend.

      Wenn ihr Feministinnen und Feministen schon Genderkrieg provoziert, dann steht wenigstens dazu, und versucht nicht euch rauszulügen.
    • Ecoliat 19.10.2017 00:12
      Highlight Highlight Ich fühle mich nicht angegriffen von der ganze Diskussion.
      Nun:
      «Benutzt euer Hirn!»
      An verunsicherte Männer gerichtet.
      Das trägt mal garnicht zueiner sinnvollen Debatte bei...
    • Kola 19.10.2017 09:20
      Highlight Highlight Turi, dann lies vielleicht nicht einfach den Titel, sondern den Artikel auch noch dazu 🤗

      Genderkrieg? Sorry, mach dich doch nicht lächerlich...
      Wenn man schon ab so was beleidigt ist und eine Kriegserklärung in der Aufforderung sieht, das Hirn zu benutzen...

      Es ist eine klare Antwort auf diese saudummen "oh wir armen Männer, jetzt darf ich nicht mal mehr mit Frauen reden ohne gleich ein Vergewaltiger zu sein"-Kommentare, mit denen versucht wird, jede Diskussion im Keim zu ersticken. Mit überwältigender Mehrheit kommen diese Kommentare von (nicht beleidigt sein jetzt): uns Männern.
  • dorfne 18.10.2017 17:16
    Highlight Highlight Typen wie Harvey Weinstein haben einfach ihre Macht ausgenutzt. Die Frauen hat er sexuell genötigt und den Männern hat er wahrscheinlich (bildlich gesprochen) auf andere Art das Messer an den Hals gesetzt. Es geht um Macht und deren Missbrauch auf der einen Seite und Abhängigkeit und Ausgeliefertsein auf der andern Seite.
  • asdf asdf 18.10.2017 17:15
    Highlight Highlight Durch die Aussage "ein Mann hat mich..." werden alle Männer vielleicht auch unbewusst? in den gleichen Topf geworfen werden (oder es wird von den Männern so aufgefasst). Da ist es doch klar, dass sich die Männer dagegen wehren. Nennt die Täter beim Namen! Sagt "Herr Max Mustermann hat mich..." Bin mir sicher dann würden wir eine andere Diskussion zum Thema erleben.
    Fühlen sich aber alle Männer als potenzielle Täter dargestellt, ist es nur logisch das dem Populismus Tür und Tor geöffnet wird
    • Phrosch 18.10.2017 19:03
      Highlight Highlight Und was soll ich sagen, wenn es ein Mann war, den ich nicht kenne? Nur weil ich dann "ein Mann hat..." sage, werfe ich bestimmt nicht alle Männer in einen Topf! Im Gegenteil, ich freue mich sehr über all die tollen Männer, die ich kenne und bei denen ich mich wohl fühle.
    • Matti_St 18.10.2017 19:55
      Highlight Highlight Ich schaue diese Kommentare als Reaktion an. Und so weit ich das überblicken kann, bemühen sich die meisten um Argumente. Nix Populismus.
    • Mr_Burton 18.10.2017 20:51
      Highlight Highlight Nein, Internetpranger ist nicht das richtige Vorgehen. Aber eines ist Richtig; es wird wieder von den Opfern gesprochen. Dabei wäre eine Auseinandersetzung mit den Tätern wichtiger.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gummibär 18.10.2017 17:06
    Highlight Highlight Liebe Sarah.
    Leider bringt die Diskussion wenig Fortschritt weil Männer auf dem Power-Trip (um die geht es hier; es gibt auch prädatorische Frauen) und kranke Exhibitionisten und Stalker, welche Frauen als Freiwild sehen, sich durch Ueberzeugungsarbeit nicht ändern werden. Sie tragen ihr Hirn sozusagen in der Hose und glauben eh, dass sie nicht erwischt werden. Männer mit akzeptablen Verhaltensformen werden wie bis anhin die Zeichen zu deuten wissen ob ein Näherkommen erwünscht ist oder nicht. Im Zweifelsfall lässt man es sein. Es gibt Millionen möglicher Partner !
  • Ylene 18.10.2017 15:50
    Highlight Highlight Regel für die verunsicherten Hetero-Männer ;-)(verunsicherte Hetero-Frauen einfach Begriffe vertauschen). Persönlich bin ich ja der Meinung, die allermeisten Leute wissen sehr gut, was ok ist und was nicht im Umgang mit anderen - Täter(innen) ist das einfach nur scheissegal. Und ja, eine Entsolidarisierung könnte sehr einfach vermieden werden, wenn man die Tatsachen anerkennt, dass 1. ca. 20% der Missbrauchsopfer männlich, 2. die Täter zwar überwiegend männlich, aber die allermeisten Männer KEINE Täter sind und 3. Täter häufig sowohl von Männern wie von Frauen gedeckt werden (s. Weinstein).
    Benutzer Bild
    • 262d 18.10.2017 21:41
      Highlight Highlight ... und zu deinem Bild: die Tatsache, dass in dieser Analogie dir Welt, in der sich Frauen täglich bewegen, mit einem Gefängnis gleichgesetzt wird, sagt schon sehr viel über die herrschende Geschlechterordnung aus...
  • äti 18.10.2017 15:26
    Highlight Highlight "Benutzt euer Hirn" - wenn das bloss so einfach wäre.
    • Heilandsack 18.10.2017 23:19
      Highlight Highlight Üben!
  • Flexon 18.10.2017 14:32
    Highlight Highlight Die Lösung dieses Problems liegt ganz klar bei den Eltern:

    1.) Richtigen PartnerIn wählen
    2.) Kindern richtiges Verhalten vorleben, sowohl für Mädchen als auch für Jungs

    Punkt.
    • Toerpe Zwerg 18.10.2017 14:50
      Highlight Highlight Sie haben Kinder?
    • Flexon 18.10.2017 18:33
      Highlight Highlight @ rainbowWarrior
      Ein Frauenbelästiger ist einfacher als Kind zu erziehen als mit 50.

      Die Existenz unserer modernen Zivilisation beruht einerseits auf knallharter Konditionierung/Zwang/Erziehung,/"Programmierung" (Gesetze) und andererseits auf sehr starken Trieben. Siehst du das anders?
    • Flexon 18.10.2017 20:36
      Highlight Highlight @ rainbowWarrior
      Genau, und es ist viel einfacher einen 50 -jährigen Frauenbelästiger umzuerziehen, der ist noch so formbar..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stachanowist 18.10.2017 14:23
    Highlight Highlight Würde die Sexismusdebatte nicht so sexistisch geführt, wäre sie erfolgreicher.

    Sie propagiert ein messerscharf getrenntes Täter-Opfer-Schema entlang der Linie Mann-Frau: Mann potenzieller Täter, Frau Opfer. Liebe Männer, wir Frauen erklären es euch jetzt. Das ist eine populistische Vereinfachung.

    Unbestritten: Frauen erleben mehr sexuelle Übergriffe als Männer. Doch haben auch die meisten Männer in ihrem Leben sexuelle Gewalt oder Belästigung erlitten. Personen, die darauf hinweisen, relativieren die Übergriffe gegen Frauen nicht, sondern fügen der Debatte eine weitere Perspektive hinzu.
  • Follower 18.10.2017 14:11
    Highlight Highlight Ich finde den Artikel gut. Alles was wichtig ist, wurde gesagt.
  • TurnOver87 18.10.2017 13:47
    Highlight Highlight Moral und Ethik haben wir selber erfunden "was sich als richtig und falsch gehört", festgelegt.

    Man kann jetzt ewigs darüber diskutieren warum weshalb wieso etc. Anscheinend erachten es manche "Idioten" (Es gibt halt in unsere Gesellschaft Leute mit wenig Hirnschmalz) dies beim anderen Geschlecht mit Gewalt zu versuchen. Diese werden wir auch nie belehren können. Solch diskussionen können den Einen oder Anderen (egal ob Mann oder Frau) zum Nachdenken bringen. Diejenigen die es aber im eigentlichen Sinne treffen sollte, werden solche diskussionen sowieso kalt lassen.
  • Peter Pulverschnee 18.10.2017 13:37
    Highlight Highlight Es ist fragwürdig was das Ganze bringt. Je grösser die Gemeinschaft wird desto „kleiner“ wird das Delikt. Dies führt dazu, dass ein effektives Problem verharmlost wird, da tatsächlich die meisten von so einem Vorfall berichten können, der potenziell in die Kategorie fällt. Jetzt hat man einen kurzen Shitstorm, wobei die soz. Medien und Journalisten profitieren: A là „ich hau auch noch kurz ein Kommentar raus“ - mehr Klicks - mehr Ruhm - mehr Geld. Schlussendlich bleiben verunsicherte Menschen und Opfer denen nicht geholfen wird. Denn jedes soz. Wesen weiss was angebracht ist und was nicht.
  • Triumvir 18.10.2017 13:27
    Highlight Highlight Weshalb sollen nur Männer ihr Gehirn benützen..!? Ich fände es besser und sinnvoller, wenn alle Lebewesen primär ihr Gehirn nützen würden :-P
  • Therealmonti 18.10.2017 13:17
    Highlight Highlight In unserer Gesellschaft fehlt es vor allem an einem: Respekt! Dieser fehlt bei vielen nicht nur vor dem anderen Geschlecht. Sondern auch vor Mitmenschen, vor Tieren, vor der Natur. Respekt vor der Technik, Respekt vor... Es wäre um vieles besser bestellt in unserer Welt, wenn die Menschen mehr Respekt hätten.
  • Dogbone 18.10.2017 12:57
    Highlight Highlight Sarah, ist das alles, was Du dazu beitragen möchtest? Du hast diese Plattform hier und verlöffelst das mit der klischeehaften, komplett ausgelutschten und infantilen Aussage, dass Männer nebst ihrem schwanzgesteuerten Dasein auch mal das Hirn einschalten sollen?

    Du bist möglicherweise noch etwas jung und ich muss Dir sagen, damit erreichst Du gar nichts. Im Gegenteil, Du schadest der Sache, weil Du einige sehr gewichtige Dinge schlicht ausblendest und damit genau die Männer, welche das Thema ernsthaft interessiert, verlierst. Aber am Frauenstamm werden Dir sicher alle begeistert zuprosten.
    • 262d 18.10.2017 14:31
      Highlight Highlight ... und dir fällt nicht auf, dass es du bist, der sich der die Klischees bedient? Oder warum sollte der "Frauenstamm" begeistert sein und die "eigentlich interessierten Männer" das Interesse verlieren?
    • SaraSera 18.10.2017 14:37
      Highlight Highlight @Dogbone: Und das ist jetzt ein total reifer Kommentar. Merci, dass du mich belehrt hast.
    • Dogbone 18.10.2017 21:43
      Highlight Highlight @SaraSera: Naja, reif wohl kaum. Angepasst trifft es wohl eher.
      Schade, dass Du erneut Deine persönliche Befindlichkeit in der Vordergrund stellst, anstatt versuchen zu verstehen. Denn wenn Du lediglich eine Seite verstehst, dann hast Du einfach nichts beizutragen zu diesem Thema.
    Weitere Antworten anzeigen
  • road¦runner 18.10.2017 12:48
    Highlight Highlight Wurde hier auf Watson nicht einmal die Bezeichnung "Girl" und/oder Mädchen als Beleidigung für erwachsene Frauen eingestuft? Und nun prangert über diesem Beitrag ein Bild mit dem Text "C'mon Boys"...
    Watson, diesen Ball gebe ich zurück, bitte Hirn einschalten. Ihr arbeitet doch nicht etwa mit Doppelstandards? ;-)
  • Nuka Cola 18.10.2017 12:48
    Highlight Highlight Und jetzte liebe Autorin erklären sie mir bitte auch noch, warum es denn kein Sexismus ist, respektive keine Belästigung sein sollte.

    Warum soll es ok, und nicht sexistisch sein, wenn Frauen etwas machen, aber wenn Mann dies Täte Pfefferspray im Gesicht hätte.

    Ich für mich musste schon oft die Erfahrung machen, dass mir wildfremde Frauen, auch welchr im Rentneralter(/aussehen) einfach ins Haargriffen (lang, blond) und meinten mit diesen zu spielen. Wenn man dann sagt sie sollen das sein lassen, wird man angeguckt als wär man der Joker. Jetzt sagen sie mir mal, was das ist.
    • 262d 18.10.2017 14:26
      Highlight Highlight Natürlich ist das genauso Übergriffig. Behauptet aber die Autorin auch gar nicht anders, oder?
  • statistikus 18.10.2017 12:31
    Highlight Highlight In der Diskussion wäre etwas mehr Sachlichkeit gefragt. Wenn Islamismus thematisiert wird, wird sehr klar darauf hingewiesen, dass nicht pauschalisiert werden darf (nicht alle Muslime über einen Kamm scheren). Ist Sexismus das Thema, scheint es jedoch kein Problem zu sein, generell gegen Männer zu schiessen.
    • dorfne 18.10.2017 17:30
      Highlight Highlight Männer, fühlt Euch doch nicht immer persönlich angegriffen wenn wieder mal die Genderdiskussion geführt wird - geführt werden muss. Ihr wisst doch selber am besten, was für Menschen Ihr seit und wie Ihr mit Frauen und mit Euch selber umgeht. Herrgottnochmal.
    • Heilandsack 18.10.2017 23:50
      Highlight Highlight Ach Wölfli! Das ist reiner Opportunismus, der nicht wenige meiner XY-Kameraden antreibt. Das Recht, sich auch mal wie ungehobelter Gockel aufzuführen. Ich finde beim besten Willen keinen anderen Grund, weshalb sich diese Herren wie Halbstarke aus den 50ern gebärden.
  • Mss.Fork 18.10.2017 12:20
    Highlight Highlight Will das gar nicht verharmlosen, ist mir klar das es täglich üble belästigung gibt etc.
    Aber 1.2 mio.... Von ner userbase von über 300 mio... Also ca 0.3% der user...
    Hab das gefühl wird ähnlich aufgebauscht wie der veganer scheiss
    • Asmodeus 18.10.2017 14:51
      Highlight Highlight "Will das gar nicht verharmlosen, aber lass es mich mal verharmlosen"
  • Lowend 18.10.2017 12:14
    Highlight Highlight Bei triebgesteuerten Machos zu fordern, dass sie ihr Hirn benutzen sollen, erinnert mich glatt an diesen alten Witz:

    Frage, aber kann mir jemand sagen, warum die meisten Männer hübsche, aber naive Dummchen den schönen und intelligenten Frauen vorziehen?

    Die Antwort ist eigentlich ganz einfach; Weil schauen bedeutend einfacher ist als denken.
    • Asmodeus 18.10.2017 14:50
      Highlight Highlight "schöne und intelligente Frauen"

      Wieso muss sie schön sein? Oder wieso muss sie intelligent sein?

      Da fällst Du doch bereits selbst in die Casual Sexism-Falle. Wieso sollte der Wert einer Person durch Schönheit/Intelligenz gesteigert sein? Vielleicht ist das naive Dummchen auch einer der liebsten Menschen der Welt und die schöne/intelligente Frau ne arrogante blöde Kuh.
    • Lowend 18.10.2017 15:09
      Highlight Highlight Entschuldigung, aber ihr Kommentar strotzt nur so vor sexistischen Aussagen und dummen Unterstellungen und zeugt von einem sehr begrenzten Weltbild.

      Intelligenz macht alle Menschen schön! Das ist für mich als Menschenfreund ein Grundgesetz. Für wüste Menschen ist das aber verständlicherweise nur schwer nachvollziehbar.
    • dorfne 18.10.2017 17:34
      Highlight Highlight Find ich daneben die Männer aufzufordern, ihr Hirn zu benutzen, als würden sie das nicht ständig tun. Kein Wunder gerät die Diskussion dann auf die falsche Schiene, weil die Männer sich zu Recht blöd angemacht fühlen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • dääd 18.10.2017 12:00
    Highlight Highlight Ich mache seit 25 Jahren Bildungsarbeit für und mit Buben und Männern. Und mit mir in unserem Land eine Handvoll Männer. Bei diesem Engagement geht es genau ums Hirneinschalten. Wir erleben uns nicht im Mainstream, sehr viele machen das ehrenamtlich und sitzen in kleinen Gruppen in Hinterzimmern. (Man könnte auch ins Kino gehen.) Seitens von Politik und Gesellschaft reichen die Reaktionen von "nice" bis "diss".

    Es hat noch Platz in diesen Sitzungszimmern.

    #withoutme
  • Str ant (Darkling) 18.10.2017 11:56
    Highlight Highlight Die Lösung ist doch ganz einfach drehen wir den Spiess doch einfach um.

    Frauen erwartet die Quadratur des Kreises heutzutage
  • Alex_Steiner 18.10.2017 11:34
    Highlight Highlight "Auf die Sexismus-Debatte folgt die Frage: Was darf man(n) denn noch? Diese Frage nervt."

    Toll das Watson genau dazu ein Video gemacht hat.

    http://www.watson.ch/!747204247
    "Was ist noch erlaubt, was bereits sexuelle Belästigung?"
  • Der Tom 18.10.2017 11:31
    Highlight Highlight Einfach immer auf Abstand, kein Augenkontakt, sehr freundlich und zuvorkommend sein aber trotzdem distanziert.
  • Nick_ 18.10.2017 11:30
    Highlight Highlight Gähn... schon wieder ein Artikel über Sexismus in der Schweiz.

    Es gibt ein paar Arschlöcher auf Seiten der Männer, die übergriffig werden. Das geht gar nicht.
    Es gibt ein paar hypersensible Frauen die missglückte Sprüche bereits als Sexismus betrachten. Das geht auch nicht und verharmlost den Begriff.

    Der grosse Rest sind Männer und Frauen, welche respektvoll mit den Mitmenschen umgehen (sei es das andere oder gleiche Geschlecht). Wir sollten für mehr Verständnis auf beiden Seiten sein. Die wenigen Menschen die sich nicht im Griff haben, werden konsequent in die Schranken gewiesen.
  • Sensenmaa 18.10.2017 11:26
    Highlight Highlight Kindergarten...

    *No words*
    • Snowy 18.10.2017 12:09
      Highlight Highlight Ja, echt... ist doch nicht so schlimm der ganze Aufschrei wegen ein bisschen betatschen. Die Frauen wollen doch nur im Mittelpunkt stehen.

      NOT!

      Männer wie Du sind Teil des Problems. Zwar nicht als Täter aber als Verharmloser.

      Frag mal Deine Freundin, Schwester, Mutter sie sollen Dir von ihrer schlimmsten sexuellen Belästigung erzählen... Die Chancen stehen gut, dass Du noch nie davon gehört hast. Ging jedenfalls mir so...
      Und dann sag bitte Deiner Schwester nochmals ins Gesicht sie soll doch nicht so einen "Kindergarten" veranstalten.
  • 262d 18.10.2017 11:18
    Highlight Highlight Die ganze Problematik hat zwei Dimensionen, eine gesellschaftliche, und eine persönliche.

    Im Persönlichen ist es schon fast lächerlich einfach: Seid. Keine. Arschlöcher. Alle. Oder zumindest möglichst selten.

    Die Gesellschaftliche ist bedeutend komplexer - und hängt recht stark davon ab, wie man sich die Welt erklärt. Kann man, muss man diskutieren. Aber: in erster Linie können wir alle in unserem Umfeld sensibler auf jede Art von Unterdrückung - sei sie sexueller, rassistischer, etc. Natur - reagieren und dagegen ankämpfen. Ein bisschen weniger Arschloch sein. Alle.
  • seventhinkingsteps 18.10.2017 10:58
    Highlight Highlight Die Ironie ist eigentlich kaum zu überbieten:

    Titel: "Liebe Männer, lässt euch nicht verunsichern!"

    Die Kommentare: Voller verunsicherter Männer.

    Herrlich.
    • 262d 18.10.2017 11:49
      Highlight Highlight 😅 Danke.
    • Hand-Solo 18.10.2017 12:37
      Highlight Highlight Weiter so. Wir haben von dir noch zuwenig über Verunsicherte Männer gelesen. Nach dem du zum x-ten mal im Prinzip dieselben 3 Zeilen postest, bitte auch mal etwas konstruktives, nicht sexistisches beitragen, das fänd ich noch toll
    • Vio Valla 18.10.2017 13:08
      Highlight Highlight Haha jo mega luschtig... 🙄 Ich meine ja, es gibt natürlich Männer, die sich künstlich als verunsichert hinstellen. Ich sehe aber auch, dass viele tatsächlich verunsichert und auch hässig über die stetige Verallgemeinerungen sind. Einfach mal sagen; "Hey Jungs, stellt euch mal nicht so an" finde ich schon recht fragwürdig. Um in dieser Diskusion wirklich weiter zu kommen, muss man eben auch diesen Aspekt ernst nehmen und sich hinterfragen, was schief läuft, dass viele Männer es so sehen und darum nur noch in die Verteidigung gehen können...
  • Sapere Aude 18.10.2017 10:58
    Highlight Highlight Bitte schreib mir als Mann, der selbst schon Opfer von Sexueller Belästigung und einem Vergewaltigungsversuch wurde nicht vor, was er zu tun hat. Ich würde eine Sexismusdebatte nämlich extrem wichtig finden, nur nicht auf diese Art. Dein Kommentar machts nämlich nicht besser. Denn all den Männern die sich jetzt schon nicht getrauen sich bezüglich Sexismus zu äussern nimmst du damit die Stimme. Einfach Hirn einschalten und gut ist? Die Sache ist um einiges verzwickter. Vor allem wenn man mir und anderen schon das Recht nimmt auch Opfer sein zu dürfen nur weil wir einen Penis haben.
    • Snowy 18.10.2017 12:10
      Highlight Highlight Du wurdest von einer/mehreren Frauen sexuell belästigt?

      (Ernst gemeinte Frage).
    • Nuka Cola 18.10.2017 12:56
      Highlight Highlight Ich hab ab dem Artikel auch irgendwie das Gefühl, dass aus sicht der Autorin nur etwas geht:

      Naiver Mann belästigt weisse Frau.

      Dass es umgekehrt, auch passiert: fade out...

      Mir wurde mal von der immer gleichen älteren Dame in einem Kaufhaus in die Haare und an Po gefasst. Während ich an der Kasse anstand. Kassiererin und viele weitere habens gesehen, auch wie ich mehrfach die Dame aufforderte das sein zu lassen. Als ich dann nach einiger Zeit die Kassiererin ansprach, ob sie es der Frau nicht auch sagen könnte hiess es bloss, da müsse ich die Polizei rufen.
    • Sir Jonathan Ive 18.10.2017 13:39
      Highlight Highlight "wenn man mir und anderen schon das Recht nimmt auch Opfer sein zu dürfen"

      Niemand nimmt Ihnen diese Recht im Moment weg. Sollte aber eine Person die Meinung haben, Sie sollten dieses nicht haben, so ist das nicht eine Person mit der Sie sich sowieso nicht herumtreiben sollten.

      Hier wird Ihnen auch nicht vorgeschrieben was Sie zu tun haben, wie Ihr erster Satz es vermuten lassen würde. Sie werden hier nur kritisiert sofern Sie sich selbst wie ein Arschloch benehmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 2fel 18.10.2017 10:58
    Highlight Highlight Was für eine Bedeutung man diesem Geplapper doch beimisst. Glaubt hier auch nur eine einzige Person ernsthaft daran dass hier ein Vergewaltiger oder sonst eine übergriffige Persönlichkeit mitliest und sich auf einmal bewusst wird wie falsch es doch war wie er sich benommen hat. Da fiel es ihm wie Schuppen aus den Haaren.. die wollen ja gar nicht vergewaltigt werden. Die Lehre aus dem Fall Weinstein ist ein alter Hut. Als ob das jetzt was Neues wäre dass Menschen ihre Macht missbrauchen und sich andere für Geld und Ruhm verkaufen. Ich würde sagen - ein Perfect Match.
    • Citation Needed 18.10.2017 11:55
      Highlight Highlight Es geht nicht um den Vergewaltiger, den man zur Räson bringen will, es geht a) um das Ausmass, b) um den schweigenden oder die schweigende Komplizen/Komplizin. Wenn Du das nicht gerafft hast, kein Wunder hörst Du nur Geplapper. Und Verharmlost... 'ein Perfect Match'? du hast aber schon mitbekommen, dass bei weitem nicht alle, die von Weinstein belästigt wurden, zu Geld un Ruhm gekommen sind? Besonders die, die ihn zurückwiesen haben teils teuer dafür bezahlt. Ruf, Karriere und Selbstachtung futsch, no Match at all.
    • Lalela 18.10.2017 12:59
      Highlight Highlight Falls das geschieht dann wäre es selbstverständlich super, viel wichtiger ist jedoch genau diese Diskussion wieder und wieder zu halten, damit sich Menschen getrauen darüber zu sprechen und die Harvey Weinsteins dieser Welt nicht so lange so viele Opfer belästigen können bevor es an die Öffentlichkeit kommt!
    • Sir Jonathan Ive 18.10.2017 13:41
      Highlight Highlight Der Artikel hat nichts mit dem Vorfall zu tun, sondern damit, wie wir inkorrekt auf solche Vorfälle reagieren.
      Mit: "Das ist halt so..." helfen Sie dabei nicht gerade mit.
    Weitere Antworten anzeigen
  • efrain 18.10.2017 10:43
    Highlight Highlight Es ist ganz einfach:
    1. Anmachende müssen aufhören, wenn das Gegenüber zeigt, dass es die Avancen als unangenehm empfindet. Das heisst auch, dass Anmachende sensibel auf diese Signale reagieren müssen.
    2. Angemachte müssen klar zeigen, dass sie die Avancen als unangenehm empfinden.
    3. Es gibt einige Beispiele von Anmachverhalten, welche von 90% der Angemachten als unangenehm empfunden werden. Diese sollten gänzlich unterlassen werden, da damit ja so gut wie immer die Grenze zur Unangenehmheit überschritten wird.
    • Sir Jonathan Ive 18.10.2017 13:44
      Highlight Highlight Ich würde weiter gehen als Punkt 2.

      Zeichen geben bringt nichts. Zeichen können immer verschieden Interpretiert werden.
      In gewissen Themen ist offene Kommunikation wichtig. Dies ist eines dieser Themen. Fühlt man sich belästig sollte man dies in klaren Worten sagen.
      "Stop. Ich mag nicht was du gerade tust." oder "Halt. Ich bin nicht in der Stimmung dazu."

      Dabei ist aber auch vorgegeben, das die "abgelehnte" Person mit der Ablehnung umgehen kann und nicht auf dumme weise reagiert.
    • efrain 18.10.2017 17:40
      Highlight Highlight Ich weiss nicht. Ich glaube nicht, dass das Problem im Normalfall unklare Kommunikation auf Seiten der angemachten Person ist.
      In typischen Fällen sehe ich die Hauptschuld an der nicht funktionierenden Kommunikation auf Seite der offensiven Person. D.h. sie achtet nicht auf die Äusserungen des Gegenübers, bzw. werden diese nicht respektiert oder verstanden.

      Die Ursache ist in diesen Fällen dann halt schon ein fragwürdiges Frauenbild (Respekt) und fehlendes Empathievermögen (Unverständnis).
  • geisit 18.10.2017 10:43
    Highlight Highlight Das ist doch das allgemeine Phänomen. Irgendetwas zu "verhashtagen", dabeizusein und keine Lösungen zu suchen. Hauptsache man kann in ein paar Jahren auf die Facebook-Pinnwand schauen und sagen, "ich war dabei".
    Es besteht der Bedarf jegliche Art von Missbrauch zu diskutieren, aber hilft die digitale Solidarisierung wirklich? Ich bezweifle es. Missbrauchopfer sollten professionelle Hilfe suchen. Hinzukommt, dass den Tätern die #metoo-Aktion ziemlich egal sein wird. Markiert doch die Täter, sofern bekannt. Das wäre doch ein Lösungsansatz.
    • jimknopf 18.10.2017 12:21
      Highlight Highlight Verhashtagen! Klasse Wort!
    • geisit 18.10.2017 15:26
      Highlight Highlight @Rendel:
      Genauso stelle ich mir das vor. Digitaler Pranger. Strafen für Sexualdelikte sind doch eh lächerlich. Aber die Anzeige muss trotzdem gemacht werden. Da gebe ich Ihnen recht.
  • seventhinkingsteps 18.10.2017 10:41
    Highlight Highlight Man könnte meinen, die Männer hier sind alle leicht autistisch veranlagt, so wie sie eine haargenaue Anleitung verlangen wie denn jetzt genau Komplimente zu vergeben sind oder ein Protokoll an das man sich halten muss wenn man eine Frau anspricht.
    • poga 18.10.2017 12:21
      Highlight Highlight Wenn, wie in diesem Aufruf davon ausgegangen wird, dass der Mann alles richtig machen muss, finde ich eine klare Reglementierung etwas nötiges.
    • Sir Jonathan Ive 18.10.2017 14:18
      Highlight Highlight Nein. Vielen ist es einfach zu aufwendig das Gehirn einzuschalten und zu merken, dass nicht jede Frau das selbe mag.

      Dass aber direkte mündliche Kommunikation mit dem anderen Geschlecht eine Möglichkeit darstellen würde um Fragen zu stellen und individuelle Informationen zu bekommen ist irgendwie nicht so ganz selbstverständlich für viele.

      Das geht aber nicht nur den Männern so. Vielen fällt heutzutage bei diesen Themen offene Kommunikation schwer.
    • Asmodeus 18.10.2017 15:24
      Highlight Highlight Jemand der Autisten als Schimpfwort benutzt sollte wirklich mehr nachdenken was er schreibt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • McBeans 18.10.2017 10:34
    Highlight Highlight Teil 1
    Als Mann bekommt man in den letzten Tagen acht ein schlechtes Gewissen, weil man durch die ganze Disskusion das Gefühl bekommt, einen Teil des Problem zu sein. Dies obwohl ich von mir bauhaupten kann, dass ich noch nie eine Frau sexuell belästigt habe. Trotzdem wird nur noch über diese Männer gesprochen! Dass zu 90% anständige Männer in der Schweiz herum laufen, wird in der Disskusion total vergessen.
    Und natürlich, jegliche Art von sexuellem Übergriff oder Belästigung ist eine Schande!!
    • seventhinkingsteps 18.10.2017 10:56
      Highlight Highlight Rassismus ist auch ein Problem, obwohl du (hoffentlich) kein Rassist bist.
    • Asmodeus 18.10.2017 11:11
      Highlight Highlight "Dies obwohl ich von mir bauhaupten kann, dass ich noch nie eine Frau sexuell belästigt habe. "

      Ganz ehrlich? Ich kann es nicht. Ich bin mir sogar 100% sicher, dass ich mal ein Mädchen oder eine Frau sexuell belästigt habe oder zumindest unfreiwillig Mittäter war.

      Mir fallen bei genauem Nachdenken sogar exakte Beispiele ein bei denen ich mir nachträglich sage "wieso hast Du da nichts unternommen?" oder "Gott war ich ein Arschloch/Idiot".

      Und ich denke wenn man wirklich in sich geht, wird es der Mehrheit aller Menschen so gehen. Wenn sie sich dazu überwinden können.
    • Citation Needed 18.10.2017 11:17
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass wenige Grüsel sehr viel Schaden anrichten. Ich finde (als Frau) die Debatte gut, obwohl ich manchmal genau das befürchte, was Du ansprichst.. Dass eigtl. gute, respektvolle Männer davon verunsichtert werden. Ich reagiere schon deshalb nie negativ auf faire Avancen; die lehne zwar ab (in Beziehung), aber fair, auch wenn einer null mein Typ ist oder sich ungeschickt anstellt. Ausnahme: unterirdische, herabsetzende Avancen, das geht nie.
      Männer müssen wissen, wie häufig unfaire, herabsetzende Belästigungen sind, dann ist schon viel erreicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • McBeans 18.10.2017 10:34
    Highlight Highlight Teil 2
    Aber auch Frauen befummeln ihre männlichen Kollegen, aber sexuelle Belästigung von Frau zu Mann ist noch ein grösseres Tabu in der Gesellschaft.
    • Citation Needed 18.10.2017 11:20
      Highlight Highlight Wenn Frauen männer befummeln, dann haben die doch auch das Recht, sich zu wehren. Oder man macht der betr. Frau (als Kollege/Kollegin) mal klar, dass sowas unerwünscht ist und fordert, es zu unterlassen. Tabu hin oder her.
      Dass es Frauen gibt, die Männer belästigen, ändert ja nichts daran, dass Männer keine Frauen belästigen sollten.
    • Qui-Gon 18.10.2017 11:27
      Highlight Highlight Jetzt mal ehrlich: Wann fühlt sich Mann denn durch "befummelnde Frauen" belästigt? Doch nur, wenn sie ihm nicht gefällt, ihr Heuchler.
      Bei Machtgefälle sieht es natürlich generell anders aus.
    • Frausowieso 18.10.2017 12:21
      Highlight Highlight @Qui-Gon sag mal gehts noch? Dein Kommentar ist etwas vom sexististen, dass ich je gelesen hab. Meinst Du ein Mann lässt sich von jeder Frau gerne befummeln, nur weil er sie hübsch findet? Männer sind also hirnlose Sexmaschinen, die auf jede draufspringen..... tolle Einstellung hast Du da. Du beschämst Deinen Nickname
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ylene 18.10.2017 10:31
    Highlight Highlight Grundsätzlich ist der Artikel ja wirklich gut, ABER... 1. Täter wie Weinstein benutzen ihr Hirn sehr wohl und suchen sich ihr Opfer sorgfältig aus. 2. Vergessen wir die männlichen Opfer nicht!!! Laut Wikipedia (ja, sorry) werden weltweit 13% aller Frauen und 3% aller Männer vergewaltigt. Ja ok, das sind 4x mehr Frauen aber trotzdem... MILLIONEN von Männern werden durch andere Männer und Frauen vergewaltigt. Es würde auch sehr helfen, wenn Boulevardmedien aufhören würden, einen Missbrauch eines Mannes durch eine Frau brutal zu verharmlosen, im Sinn von 'schöne Sex-Lehrerin vernascht Schüler'.
    • Tikvaw 18.10.2017 10:52
      Highlight Highlight Es sind nicht die Boulevardmedien, die dies Verharmlosen. Es sind die Männer selber.
      Schaue doch mal die unterschiedlichen Kommentare bei einem Artikel "Lehrer vergreift sich an Schülerin" und "Lehrerin hatte Sex mit Schüler".
      Im ersten kommen Dinge wie "ich würde ihn kastrieren usw."

      Beim zweiten sieht man Kommentare wie "So eine Lehrerin hätte ich auch gerne gehabt"
    • Qui-Gon 18.10.2017 11:30
      Highlight Highlight Wie hoch ist denn bei diesen 3% der Männeranteil bei den Tätern? Ich nehme an >90%.
      Ein Mann als Täter sexueller Übergriffe ist nun mal das Hauptproblem. Da nützt der ganze whataboutistmus nichts.
    • Ylene 18.10.2017 12:31
      Highlight Highlight @ Tikvaw: Können wir statt 'die Männer' 'viele oder manche Männer' sagen? Dann gebe ich dir 100% recht. @ Qui-Gon: Ja, Männer missbrauchen die meisten Frauen und andere Männer. Trotzdem denke ich, dass es viel weniger zu einer Entsolidarisierung kommen würde, wenn auf folgende Fakten von Anfang an darauf hingewiesen würde: 1. Opfer sind Frauen und Männer. 2. Täter sind mit grosser Mehrheit männlich, ABER nur die allerwenigsten Männer sind Täter. 3. Täter sind praktisch immer Serientäter. 4. Viele Männer UND Frauen schützen Täter und nehmen die Opfer nicht ernst - besonders wenn männlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 18.10.2017 10:26
    Highlight Highlight Ich habe halt Mühe damit, dass man hier so verallgemeinert. Ich habe - mindestens mit Wissen - noch nie jemand sexuell belästigt. Es ist auch überhaupt nicht meine Art, abschätzig über Frauen zu reden, ihnen nach zu pfeifen oder ihnen an den Ar**** zu fassen. Ich habe sehr viele Frauen in meinem Freundeskreis, die mich offenbar schätzen. Wenn ich im Ausgang bin und ich sehe, dass eine Frau sich belästigt fühlt, mache ich den Typen auch darauf aufmerksam. So wie ich bin, sind unglaublich viele Männer. Wenn man dann so Sachen wie #metoo sieht, könnte man meinen wir seien alles Grüsel... unschön!
    • pun 18.10.2017 10:55
      Highlight Highlight Cooler Siech! Trotzdem braucht es bei dem Ausmass an Problem auch von uns reflektierten Typen nochmals selbstreflexion. Wo hab ich den Männlichkeits-Kult selbst unterstützt, wo weggeschaut, wo hab ich vielleicht selbst daneben gehandelt? Ich würde mich als Feminist bezeichnen, aber klar bin ich auch nicht frei von gesellschaftlich erlernten Mustern. Ich glaube es ist eine wichtige Erkenntnis, dass nicht alle Männer Grüsel sind, sondern eine bestimmte Kultur nunmal Grüsel-Dasein erleichtert und die richtigen Grüsel zu wenig in die Schranken weist.
    • Asmodeus 18.10.2017 11:00
      Highlight Highlight Wenn Du das #metoo als Angriff auf Dich selber siehst, dann hast Du ein Problem.

      Ich betrachte Beiträge wie diesen als generellen Angriff auf die Männer, weil es gezielt so aufgebaut wurde (Liebe Männer als Titel und ein "Hey Boys" als Bild).

      Das #MeToo allerdings ist eher ein Zeichen dafür, dass es fast keine Frau und fast kein Mädchen gibt, welches nicht früher oder später ein Opfer von sexuellen Übergriffen oder sexueller Belästigung wird.
      Und dass auch nicht wenige Männer ebenfalls darunter leiden.

      Die Dunkelziffer der Opfer wurde hier ans Licht gebracht und sie ist erschreckend.
    • ShadowSoul 18.10.2017 11:04
      Highlight Highlight Ihr seid nicht alle Grüsel! Aber glaub mir wenn ich dir sage, dass ich im Ausgang schon unzählige Male am Arsch begrabscht worden bin. Und nein, nicht "ausversehen" beim vorbei gehen sondern gezielt zugedrückt! Egal ob mit Jeans oder im Rock. Einmal hat sogar eine Frau mir in den Arsch gekniffen, obwohl ich mit meinem Freund war! Es sind nicht nur Männer, aber meistens eben doch. Ich muss selbst immer aufpassen, dass ich bei all den #metoo Geschichten nicht zur Männerhasserin werde...obwohl ich weiss, dass nicht alle so sind. Es ist einfach sehr schwer...
    Weitere Antworten anzeigen
  • rudolf_k 18.10.2017 10:25
    Highlight Highlight Die Victimology-Bewegung kommt auch in der Schweiz in die höchsten Gänge. Frauen, dunkelhäutige, Islamis und Homos streiten sich darum, wer das grösste Opfer des bösen weissen Mannes ist. Die Presse schiebt täglich Futter nach, Tribalismus ist die Folge in einer Zeit wo wir eigentlich längst gelernt hätten müssen jede Person als Individuum zu behandeln. Und dann ist man verwundert, wenn es einen politischen Backlash a la Trump gibt...
    • pun 18.10.2017 10:57
      Highlight Highlight Als weisser Mann ist es leicht zu behaupten, wir hätten kein Problem mehr mit Minderheitenschutz, weil mann ja selbst nicht (mehr) diskriminiert. ;-)
    • BananaJoe 18.10.2017 12:47
      Highlight Highlight Weisse heterosexuelle Männer sind eben das Problem allen Übels.
      Ohne sie wäre die Welt ein besserer Ort.🤔
      Ich gehe mich mal schämen, für Meinesgleichen.
    • pun 18.10.2017 14:12
      Highlight Highlight @BananaJoe: Es ist nicht deine Schuld dass die Welt ist wie sie ist, es ist nur deine Schuld wenn sie so bleibt. 😘
    Weitere Antworten anzeigen
  • just sayin' 18.10.2017 10:17
    Highlight Highlight es ist seit geraumer zeit sehr schwierig über dieses thema eine debatte zu führen. meiner meinung nach wird zu "schwarz/weiss" diskutiert und wird ein punkt hinterfragt wird mann gleich als "verharmloser" ans kreuz genagelt.

    das ist sehr schade und schadet einer konstruktiven diskussion und im endeffekt auch einer lösung.

    "Benutzt euer Hirn" ist immer ein guter ratschlag - für beide geschlechter!
    • seventhinkingsteps 18.10.2017 10:36
      Highlight Highlight Ist dass der Trumpsche "Both Sides" Ansatz?
    • AllIP 18.10.2017 11:34
      Highlight Highlight @seventhinkingsteps
      Jemanden Wörter in den Mund legen...
  • P. Saulus 18.10.2017 10:17
    Highlight Highlight Wieso verharmlosen wir die Blästigungen,bitte schön, wenn Männer darauf hinweisen dass auch wir sexuelle Uebergriffe von Frauen erleben ?
    Wer will uns den das Recht absprecht, das anzusprechen, und gleicher Weise bewertet zu sehen ?
    Da gibt es wohl einige, die gerne weiterhin ungestört kollektive Schuldzuweisungen aussprechen um ganz pauschal Täter- und Opfer - Geschlechter zuteilen zu können ...
    • seventhinkingsteps 18.10.2017 10:37
      Highlight Highlight Es geht darum, dass viele Männer in einen "Whataboutismus" verfallen, aus Verteidigung, weil sie sich persönlich angegriffen fühlen
    • Tikvaw 18.10.2017 10:46
      Highlight Highlight Weil dieses "Ansprechen" immer nur zum Vorschein kommt, wenn es um die Übergriffe auf Frauen geht. Auch hier kamen (viele) Männer erst hervor als eine grosse Menge von Frauen ihr Leid klagten. Ist doch komisch?

      Warum hört man von Männern die von Frauen belästigt werden sonst nie etwas? Die Männer die sich auch zu anderer Zeit melden, sind interessanterweise meistens solche die ebenfalls von Männern belästigt wurden.

      Dann muss man sich nicht wundern, wenn es so aussieht als würde man sagen: "wir sind auch Opfer, ihr Frauen sollt nicht so jammern"
    • Citation Needed 18.10.2017 11:28
      Highlight Highlight Es geht in der Aktuellen Debatte um die Fälle, in denen vorwiegend Männer Machtpositionen ausnutzen, um Frauen gefügig zu machen. Dies ist u.a. so weit verbreitet, weil Männer und Frauen dies als normal betrachten und wegsehen.
      Logisch, es gibt auch männliche Opfer, auch von weiblichen Täterinnen. Das ist aber eine andere Debatte und passt nicht zum Fall Weinstein und der Dynamik, die in diesem Fall zu Tage tritt.
      Es wird auch nicht pauschalisiert. Es ist doch klar, dass die Mehrheit der Männer (oder auch Frauen) sich zu benehmen weiss.
  • zolipei 18.10.2017 10:16
    Highlight Highlight Finde den Artikel sehr gut. Das ironische ist, dass viele Kommentare hier die Kritik der Autorin genau bestätigen.
    In allen diesen Debatten kommt es
    mir immer so vor, als würden sich Männer sehr persönlich angegriffen fühlen und automatisch Gegenpositionen einnehmen. Da ich selbst einer bin, verstehe ich das nicht. „Was darf man denn noch?“ - so eine blöde Frage. Wie die Autorin schön schreibt, haben alle ein Hirn, welches zu gebrauchen ist und ganz so unnütz ist das Ding schon nicht.
    • Tilman Fliegel 18.10.2017 10:29
      Highlight Highlight Sehe ich genauso. Ich bin sogar froh darum, wenn sich Frauen lautstark zu Wort melden oder wehren. Im Zweifelsfall sehe ich das als ein Feedback, welches mir hilft, die Position der Frauen besser zu verstehen. Sonst heisst es doch immer, die Frauen sollen vermehrt sagen, was sie wollen. Jetzt tun sie es und die Männer jammern rum.
    • Matti_St 18.10.2017 10:32
      Highlight Highlight Stimmt leider nicht so ganz. Denn wie was ankommt, ist bei jedem Charakter anders. Nicht immer kommt es so zurück, wie man in den Wald ruft.
      Ich verstehe das Problem der Frauen. Ich verstehe aber auch die verschiedenen Probleme der Männer. Werden sie belästigt, werden sie nicht ernst genommen. Sprechen sie eine Frau an, besteht die Gefahr, dass der Schuss nach hinten geht.
    • Alex_Steiner 18.10.2017 11:03
      Highlight Highlight Wie soll ich mich nicht angesprochen fühlen? Im Titel steht ja "Liebe Männer [...] Benutzt euer Hirn".

      Ich bin ein Mann - benutze mein Hirn - und werde hier trotzdem in einem Topf geworfen mit Höhlenmenschen die es nicht machen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • steSch 18.10.2017 10:14
    Highlight Highlight Mein Komentar zu diesem Artikel: Ich bin 100 % einverstanden mit dem Geschriebenen ausser mit der letzten Zeile. Das nervt nicht nur, sondern ist eigentlich himmeltraurig!
  • m:k: 18.10.2017 10:10
    Highlight Highlight Ich gehe mit meinem Gegenüber - ob männlich oder weiblich - einfach so um, wie ich es auch gerne hätte, das man mit mir umgeht. Bis jetzt klappte das ziemlich gut. Und wenn man sein Gespür für andere Menschen nicht ignoriert, merkt man auch, wenn jemandem etwas nicht gefällt.
    • atomschlaf 18.10.2017 11:00
      Highlight Highlight Bloss nützt das nicht viel, wenn sich jemand schon nach dem ersten Satz oder durch einen Blick belästigt fühlt. (Und nein, ich meine nicht plumpe Anmachsprüche unter der Gürtellinie.)
  • StealthPanda 18.10.2017 10:10
    Highlight Highlight Die Schweiz sollte mal eine "Frauen sprechen Männer an" Projektwoche unternehmen natürlich mit den selben Regeln wie wir Männer einhalten müssen(T-Shirt Hoch und Mops zeigen gilt nicht das ist zu einfach). Wir Männer hingegen nehmen die Rolle der Frau an mit Sprüchen wie: Ich bin vergeben, oder herablassender blick, ignorieren und auslachen. Vielleicht sehen sie dann wie schwer es ist jemanden korrekt anzusprechen. Wie viel Mut, Überwindung, Selbstsicherheit und Glück das ganze braucht. Oder wie es meine Verlobte so schön sagte: "Zum Glück muss man als Frau diesen Sch*** nicht machen"
    • phreko 18.10.2017 10:24
      Highlight Highlight Was verstehst du denn bei "ich bin vergeben" nicht?

      Wenn Frauen zu mühsam sind: sein lassen. Es finden sich noch immer bessere. Wenn Mann verzweifelt auf der Suche ist, sollte er wohl zuerst an sich selber arbeiten.
    • Asmodeus 18.10.2017 10:49
      Highlight Highlight "(T-Shirt Hoch und Mops zeigen gilt nicht das ist zu einfach)"

      Allein dieser Satz zeigt bereits, dass Du nicht einmal kapierst worum es geht :)

      Deine arme Verlobte.
    • StealthPanda 18.10.2017 10:52
      Highlight Highlight Er: Hallo
      Sie: Ich bin vergeben
      Findest du also völlig Legitim? Ich nicht. Wie wäre es z.b mit: Hallo. Sorry ich habe einen Freund. Massiv freundlicher und weniger Arrogant. Und warum sollte das Problem nur beim Mann liegen? Willst du etwa behaupten das Männer die keine Frau finden Probleme haben? Oberflächlich...fängt also das Bodyshaming wieder an? Oder kennt Frau den Charakter eines Mann schon anhand des Hallo?

      Wie gesagt es ist einfach zu sagen ihr solltet dies und jenes machen wenn man nicht selber in dieser Situation steck. Und leider wurde nicht jeder als Adonis geboren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menel 18.10.2017 10:05
    Highlight Highlight Die Grenzen einer anderen Person geht nie. Da ist es egal ob Mann->Frau, Frau->Frau, Mann->Mann oder Frau->Mann.

    Was ich aber aus Gesprächen mit männlichen Freunden gemerkt habe ist, dass Männern oft nicht bewusst ist, wie bedrohlich für uns Frauen ein aufdringlicher Mann oder eine Männergruppe zusätzlich wirkt. Wird einem Mann von einer Frau an den Po gefasst und er findet das nicht toll, ist er ihr trotzdem in den meisten Fällen körperlich überlegen. Er kann sie, wenn es zu heftig wird, einfach auf die Seite schieben.
    Bei uns Frauen sieht das anders aus. Das macht zusätzlich Angst.
    • Dmnk 18.10.2017 10:40
      Highlight Highlight Gut erklärt. Das ist genau der Punkt den leider viele Männer unterschätzen. Belästigung oder Uebergriffe sind neben dem Sexuellen eben oft auch ein Machtding. Ich glaube viele Sprüche oder Anmachen würden gar nicht erst gemacht, wenn man sich vorher fragen würde wie man auf dieselbe von einem fremdem Mann der womöglich noch einen Kopf grösser ist, reagieren würde. Ich glaube auch das es generell viel weniger Missverständnisse zwischen den Geschlechtern gäbe wenn man mit mehr Einfühlungsvermögen aufeinander zuginge.
    • Asmodeus 18.10.2017 10:48
      Highlight Highlight Schiebe als Mann mal eine Frau einfach so zur Seite die Dir zu Nahe rückt.

      Gerade weil Du ja körperlich überlegen bist darfst Du das gar nicht. Du könntest ja als Schläger/Vergewaltiger betrachtet werden.

      Beide Seiten haben Angst vor der anderen. Nur aus anderen Gründen.
    • Matti_St 18.10.2017 10:57
      Highlight Highlight @Menel, oft bin ich mit ihnen einverstanden. Hier nicht.
      Was das Verhalten betrifft, darf das Argument, körperlich überlegen, nie eine Rolle spielen. Denn auch Frauen können in einer Machtposition sein und diese ausnützen. Dazu gehören auch Aussagen, er hat mir an den Po gefasst, ohne Wahrheitsgehalt, zur Kündigung vom Mann kommen.
      Das Dilemma existiert.
      Nebenbei, schiebt ein Mann um sich zu wehren, eine Frau zur Seite, wird er tätlich. Keine bessere Ausgangssituation.
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  • sheshe 18.10.2017 10:04
    Highlight Highlight Das Problem sind doch fehlende Lösungsansätze. Überall wird aufgeschrien, aber keine Lösung präsentiert. Das ist der Zeitgeist.

    In dem Artikel wurden einige Sachen genannt (Kampagnen, etc.). ABER VON WEM WERDEN SIE UMGESETZT??? Nicht einfach nur aufschreien, sondern handeln. Es ist immer einfach, mit dem Finger auf andere zu zeigen, jetzt bedarf es aber weiteren Schritten. Ich kann auch nicht erwarten, dass ein Kind mit 2000 likes auf fb vom Krebs befreit wird, ohne dass ein Doc seine Hände anlegt. Sensibilisierung ok, aber der nächste Schritt muss kommen.
  • seventhinkingsteps 18.10.2017 10:02
    Highlight Highlight Wusste schon beim lesen des Titels dass die Kommentare voll sein werden mit getriggerten Männern
    • Hand-Solo 18.10.2017 10:22
      Highlight Highlight Naja, Mann wird ja mit "Liebe Männer..." ja auch direkt angesprochen, also getriggert. Wo ist also das Problem? Wenn mich jemand anspricht gebe ich Antwort, das nennt sich Anstand...
    • Asmodeus 18.10.2017 10:46
      Highlight Highlight Der Beitrag zielte auch in erster Linie nur darauf ab.
      Ansonsten hätten man weder diesen Titel noch dieses Bild benutzt.
    • seventhinkingsteps 18.10.2017 10:58
      Highlight Highlight @Hand-Solo

      Ich meinte nicht so getriggert.

      Die Ironie ist eigentlich unüberbietbar:

      Im Titel steht "Liebe Männer, lässt euch nicht verunsichern"

      In den Kommentaren findet man lauter verunsicherte Männer.
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  • Hand-Solo 18.10.2017 10:01
    Highlight Highlight Wie soll Mann bei solchen Artikeln hier: http://www.20min.ch/schweiz/news/story/-Jetzt-muessen-Maenner-mit-ihren-Soehnen-reden--29239404

    Um mal ein Beispiel zu nennen, nicht auf die Sexismusdebatte kommen? Genau mit solcher Berichterstattung wird jeder Mann, welcher noch nie einer Frau nachgepfiffen, geschweige an den Po gefasst hat, mitverantwortlich gemacht, nur weil er eben ein Mann ist. "Jetzt müssen Männer mit ihren Söhnen reden" Schon die Überschrift suggeriert: Das Problem sind A: Alle Söhne, und B: Die Fehler welche Väter in der Erziehung machen. Das ist nun mal Sexismus, sorry. http://""
    • Citation Needed 18.10.2017 11:43
      Highlight Highlight Hast Du den Artikel gelesen oder nur den Titel? Der ist gar nicht mal schlecht, v.A. ist er ausgewogen. Es wird mehrfach auf die guten Männer hingewiesen. Es heisst, Väter sollten mit den Söhnen reden (davon ausgehend, dass sie die guten sind, die es wissen), um ihnen den korrekten Umgang mit Frauen zu lehren. Statt nur mit Mädchen zu reden, wie sie sich schützen können, steht da auch noch. Kein Sexismus meines Erachtens, ganz und gar nicht! Lies den Artikel.
    • Citation Needed 18.10.2017 18:27
      Highlight Highlight Aldo meine Mum (Vater verstorben) hat mit meinem Bruder drüber geredet, wie man mit Frauen umgeht. Schlicht deshalb, weil noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. Ist ein Vater da, ist von Mann zu Mann sicher besser. Du hast den Artikel auch nicht gelesen, oder? Man muss schon fast böseillig sein, um Generalverdacht gegen Männer reinzuinterpretieren. 🙄
  • Bruno Wüthrich 18.10.2017 10:00
    Highlight Highlight Sexismus ist ein Problem zwischen einer Minderheit von Männern und einer von mir nicht einzuschätzenden Anzahl von Frauen (es wird geschrieben, dass jede fünfte Frau belästigt wird. Dies heisst aber auch, dass vier Fünftel der Frauen keine derartigen Erfahrungen machen mussten. Da wäre wohl aber noch eine Dunkelziffer zu berücksichtigen).

    Müssen wir darüber sprechen? Ja, schon. Aber bitte mit etwas Differenziertheit. 1.) Es sind nicht «die Männer». 2.) Frauen sind verschieden. 3.) Übergriffige Männer wissen, dass ihr Tun nicht ok ist. Sie tun es trotzdem. Da nützt alles reden nichts!
    • phreko 18.10.2017 10:27
      Highlight Highlight Belästigung wird sich kaum auf bloss 1/5 beschränken. Das ist wohl die monatliche Quote.

      1/5 sind wohl eher ernsthafte Zwischenfälle.
    • atomschlaf 18.10.2017 11:02
      Highlight Highlight @phreko: Quelle?
    • Elfranone 18.10.2017 11:11
      Highlight Highlight DANKE!
      Fühle mich als mann iergendwie passiv angegriffen durch alle diese headlines obwohl ich mir sehr sicher bin nochnie eine frau belästigt zu haben.
      allerdings kenne ich männer die am wochenende in die clubs gehen nur um heimlich und feige frauen begrabsxhen zu können und da bin ich derselben meinung wie wahrscheinlich der grösste teil der frauen aber das ist reiner Menschenverstand. das kann man schwer belehren
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  • raues Endoplasmatisches Retikulum 18.10.2017 09:54
    Highlight Highlight "Schliesslich lancierte die deutsche Bloggerin und Feministin Anne Wizorek schon 2013 den Hashtag #Aufschrei."
    Aber der Autorin ist schon klar, dass in der Schweiz weniger als 10% aller Menschen Twitter nutzen? Ich wohne in Zürich und kenne kaum 5 Menschen die Twitter haben. (Diese Aussage hat natürlich nur anektotische Bedeutung.)
    Twitter ist in sich schon die schlimmere Blase als eine durchschnittliche Facebookblase.
    Benutzer Bild
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 18.10.2017 09:48
    Highlight Highlight Leider muss ich der Autorin teilweise wiedersprechen. "Benutzt euer Hirn" schreibt sich zwar gut und ja, in vielen Fällen reicht das (Welche Person steht wohl darauf, plötzlich von hinten in den Schritt gefasst zu werden?). Nur gibt es auch genügend Situationen, in denen das nicht funktioniert. Ich mache meinen Mitmenschen Komplimente für ihr Aussehen. Bis jetzt hat sich noch kein Mann daran gestört und auch die meisten Frauen fassen es positiv auf. Es ab aber auch Frauen, die sich dadurch auf ihre Äusseres reduziert verstanden. Wie soll man nun vorgehen?
    • SusiBlue 18.10.2017 10:31
      Highlight Highlight Wenn Frau sich wegen eines anständig vorgebrachten Kompliments (sei hier mal angenommen, Retikulum) "nur auf ihr Äusseres reduziert fühlt", hat sie wohl ein Problem mit sich selbst. Mit ihrem eigenen Selbstwertgefühl.

      Und bevor jetzt andere Artgenossinnen aufschreien, genau diese "Stutenbissigkeit" (meinerseits) sei Teil des Problems...denkt mal in Ruhe drüber nach.
      Wenn ich zufrieden und im reinen mit mir bin, wenn ICH SELBST weiss, dass ich wegen vielerlei Dingen toll bin und mich selbst nicht nur über Äusserliches definiere, dann beleidigt mich ein Kompliment auch nicht.
    • Vio Valla 18.10.2017 10:38
      Highlight Highlight @rER Wie du vorgehen sollst? Nun, du machst gerne Komplimente und meistens kommen sie ja gut an. In der zwischenmenschlichen Kommunikation kann es natürlich auch mal nicht aufgehen, das ist einfach normal und wenn eine Frau damit Probleme hat, dann kann man sich einfach entschuldigen und sagen, so wollte man es nicht wirken lassen. Ansonsten mach ruhig weiter Komplimente. Das sollte schon erlaubt sein. :)
  • BennyG 18.10.2017 09:43
    Highlight Highlight Ich denke es wäre ganz gut wenn beide Seiten ihre Gehirne einschalten würden.

  • Theor 18.10.2017 09:38
    Highlight Highlight Eine qualitative Debatte ist immer erst ab dem Punkt möglich, wo die Polarisierung aufhört. Das gilt auf beiden Seiten.
  • Carl Gustav 18.10.2017 09:33
    Highlight Highlight Männer die sexuelle Belästigung verharmlosen gibts leider viele.
    Frauen gegen ihren Willen zu nahe zu treten, sei es auch nur verbal, ist sooo was von armseelig und sagt ziemlich viel über einen Mann aus.
  • gnp286 18.10.2017 09:31
    Highlight Highlight Jeder Mensch ist anders, was bei den einen Okay ist, ist bei anderen #NotOkay oder #Aufschrei. Manchmal ist es nicht so einfach zu Unterscheiden und beim einen Mann ist es Okay und beim anderen ist es #NotOkay. Auch haben nicht alle das soziale Gespür um es richtig zu deuten. Also ist "Hirn einschalten" eventuell ein etwas kurzsichtiger Rat.

    Anyway: Es darf natürlich nicht passieren, dass Leute wie Weinstein jahrelang Frauen sexuell belästigen. Wobei ich hier doch auch sagen muss, dass es anscheinend vielen bekannt war aber doch nicht verhindert wurde. Wer schützt so jemanden?
    • Asmodeus 18.10.2017 10:44
      Highlight Highlight Hast Du die ganzen Beiträge zum Thema nicht gelesen?

      Wer jemanden wie Weinstein schützt?

      Die ganzen Kerle die es nicht so schlimm fanden (Matt Damon, George Clooney).
      Die Medienvertreter die von ihm wirtschaftlich abhängig waren.
      Die ganzen Schauspieler die von ihm Rollen bekamen.

      Der Kerl hatte Macht und Einfluss bis zum Gehtnichtmehr.
  • Tropfnase 18.10.2017 09:31
    Highlight Highlight Solange es der Karriere nutzte wirde geschwiegen, aber jetzt wo das Schwin am Boden liegt wird kräftig zugetreten gibt ja auch wider publisity 😏
  • Matthias Ott 18.10.2017 09:31
    Highlight Highlight Guter Artikel. Eine Bitte zurück: Frauen, benutzt eure Stimme! Sagt es nett, aber deutlich und vor allem sofort, sollten wir etwas tun, was euch nicht passt. Die Grenzen sind bei euch z.T. sehr unterschiedlich. Das ist OK, verlangt aber auch, dass man auch einmal langsam und sachte etwas probieren darf und entsprechend ein Feedback bekommt.
    Und benutzt eure Stimme auch, wenn ihr von anderen belästigt werdet. Viele von uns Männer mischen sich dann schon auf eurer Seite ein, wenn sie wissen, dass die Frau das will.
    • Ylene 18.10.2017 10:10
      Highlight Highlight Ich finde deine Ratschläge an sich wirklich gut. Allerdings ist es halt so, dass Typen häufig verdammt bedrohlich wirken können und du als Frau normalerweise körperlich unterlegen bist. Auch brachte es meiner Erfahrung nach leider (bisher) überhaupt nichts, wenn du einen Typen anbrüllst, der dir gerade zwischen die Beine gegrapscht hat - was ich definitiv als Belästigung anschauen würde. Habe das schon ein paar mal erlebt - die lieben Mitmenschen (Frauen und Männer) gucken dann einfach peinlich berührt auf den Boden und machen gar nichts.
    • Vio Valla 18.10.2017 10:30
      Highlight Highlight @Ylene Ja, dass wegschauen kann je nach Umfeld leider passieren, weil viele übervordert sind und eben auch nicht wissen, ob sie eingreifen dürfen/sollen. Darum ein Tip von mir. Wenn dir einer arg auf die Pelle rückt und du keine Freunde oder sonst in der Nähe hast, dann stell dich zu einem Grüppchen und sag sowas wie; "Hey sorry, kann ich kurz bei euch stehen. Da ist einer, der mir unangenehm auf die Pelle rückt und mich begrabscht hat." Das hat bei mir immer funktioniert und man hat mir dann auch geholfen.
    • NotWhatYouExpect 18.10.2017 10:40
      Highlight Highlight Leider ist es so, dass viele Mitmenschen wegschauen,d enn Sie haben selber angst, dass Sie danach noch zusammen geschlagen werden.

      Jedoch verzichte bitte nicht darauf, dass du Lautstark verkündest, dass das nicht Okey ist. Es ist auch noch besser, wenn du direkt eine andere Person ansprichst damit Sie dir hilft.

      Ist natürlich für alle gemeint.

      Ich helfe gerne jedoch ist es ab und zu wirklich nicht Offensichtlich, wenn man Kopfhörer anhat und auf dem Smartphone gerade die News liest.
  • ManuelSeiz 18.10.2017 09:30
    Highlight Highlight Zeit für einen Hashtag für Männer #ManToo
    • Asmodeus 18.10.2017 10:42
      Highlight Highlight Ich habe mich bei #metoo schon gemeldet.

      #Mentoo würde nur von Typen missbraucht werden, die Drama schieben wollen.

      Hier sollte nicht unterschieden werden ob die Opfer einen Penis haben oder nicht. Das Problem ist, dass sexuelle Belästigung und sexuelle Gewalt so extrem stark verbreitet sind, dass sie quasi zur Norm gehören.
  • walsi 18.10.2017 09:30
    Highlight Highlight Das Problem ist, dass man darüber nicht normal sprechen kann. Will man das, dann würde das Verhalten der Frauen auch ein Thema, nicht nur das Verhalten der Männer. In diesem Moment wird die Diskussion aber hysterisch und es kommen Vorwürfe man wolle den Opfern die Schuld geben.
  • aglio e olio 18.10.2017 09:28
    Highlight Highlight "Was also lernen wir dieses Mal aus der Sexismus-Debatte? Nichts. Das nervt."

    Leider.
    Und nicht nur bei diesem Thema.
    Danke für den Artikel, und Sorry für dessen Notwendigkeit.
  • Theor 18.10.2017 09:27
    Highlight Highlight Der Titel ist m.E. missglückt. Ich dachte es kommt nun eine Tirade gegen das Männerverhalten im Alltag, aber stattdessen bezieht sich der Artikel eigentlich auf die Sexismusdebatte. Dem hier geschriebenen kann ich schon zustimmen. Zwar ist das Paarungsverhalten für den Mann des 21. Jh verwirrend und sogar ziemlich oft sehr frustrierend, aber das gibt einem noch lange kein Recht, zwischenmenschliche Interaktionen zu generalisieren. Niemand sollte sexuelle Gewalt verharmlosen oder relativieren. Das tun doch nur Loser. Und mit ein bisschen Hirnschmalz erkennt man die Grenzen immer sehr deutlich.
  • stadtzuercher 18.10.2017 09:23
    Highlight Highlight Und nach jedem Skandal das Gleiche: Feministinnen, die glauben, sie müssen die Männer erziehen.
    Wie kommt die Autorin auf die Idee, Männer mit anderer Meinung seien verunsichert? Sie würden das Hirn nicht gebrauchen? Nein, diese Männer haben einfach eine andere Meinung, und Feminismus haben sie längst als Instrument der Frauenprivilegierung, aber nicht der Gleichstellung entlarvt.

    Vor einigen Tagen hat unsere SP-Bundesrätin (!) in einer Rede Männer gar mit 'Nieten' gleichgestellt, und verkündet, fortan sei die SP 100% feministisch.

    Nein, diesen Feminismus will und braucht niemand.
  • Madison Pierce 18.10.2017 09:22
    Highlight Highlight Gut geschrieben! Was ich mir wünsche, ist generell mehr Zurückhaltung. Einerseits von den Männern. Nur weil einem mal eine Frau an den Hintern gefasst hat, ist das noch kein Grund für ein Drama. Ebenso von den Frauen: ein Kompliment ist noch keine Belästigung. Man muss sich nicht wichtig machen mit solchen Sache, nur weil sie gerade "trending" sind auf Twitter.

    Aber zuallererst von den Medien: Man muss bedenken, dass Weinstein noch nicht verurteilt wurde. Die Unschuldsvermutung gilt auch für mutmassliche Vergewaltiger.
    • Turi 18.10.2017 10:07
      Highlight Highlight "Nur weil einem mal eine Frau an den Hintern gefasst hat, ist das noch kein Grund für ein Drama. Ebenso von den Frauen: ein Kompliment ist noch keine Belästigung."

      Ah, aber wenn der Frau an den Hintern gefasst wird, ist es natürlich Belästigung. Dieses Messen mit 2 verschiedenen Ellen entlarvt die (feministische) Schlagseite dieser ganzen Diskussion.
    • Hand-Solo 18.10.2017 10:17
      Highlight Highlight Voila, da ist der Sexismus. "Männer" fassen Frauen nicht an den Po, sondern Arschlöcher tun das.
      Nicht die "Männer" sind das Problem, Arschlöcher sind das Problem. Ich habe noch nie einer Frau ungefragt an den Po gefasst oder nachgepfiffen oder sonnst wie blöd angemacht. Wie soll ich mich also bitte als "Mann" zurückhalten?
  • nick11 18.10.2017 09:22
    Highlight Highlight Damit sagst du, eine solche Debatte würde nichts bringen. Aber alleine das Thema wieder aufzurufen bringt doch schon was, betroffene Frauen kriegen Rückenhalt, Männer denken einmal mehr darüber nach das was sie tun, ganz egal wie wir Männer "Unsicherheit" zeigen.

    Übrigens gibt es auch noch eine andere Lösung als das wir unser Hirn einschalten sollten: Würden Frauen mehr auf Männer zugehen, den ersten Schritt machen, müssten Männer auch nicht mehr so unsicher sein ;)
  • SuicidalSheep 18.10.2017 09:20
    Highlight Highlight Sexismus ist ein Problem auf der Welt, keine Frage. Dazu gehören Männer, die solche Vorfälle verharmlosen, wie auch Frauen, die es nicht für möglich halten dass Männer belästigt werden können.
    • Tilman Fliegel 18.10.2017 09:50
      Highlight Highlight Dazu gehören auch Frauen, die sich nicht wehren. Von denen gibt es mehr, als Männer, die auch belästigt werden.
      Deshalb finde diese lautstarken Aktionen auch gut: hoffentlich führen sie dazu, dass Frauen sich öfter wehren. Und genau deshalb finde ich es mies von Männern, das jetzt klein zu reden. Gerade eine deutliche Reaktion des Gegenübers erleichtert einem doch, Empathie zu lernen. Wenn immer nur geschwiegen und hingenommen wird, passiert genau gar nichts.
  • AllIP 18.10.2017 09:15
    Highlight Highlight Die Sexismus-Debatte. Ein warhaftig interessantes Phänomen. Die eine extreme Hälfte schreit um sich her, während die andere extreme Seite alles abstreitet. Man teilt sich erneut in Gruppen auf und erklährt den anderen den Krieg. Eine sogenannte Schlamschlacht im Internet und es passiert nichts. Ein Hashtag (oder mehrere) wird gesendet, welcher nach einem neuen Ereigniss wieder begraben wird. Die Medien diskutieren einige Tage später den Vorfall aber es passiert wieder nichts, da irgend ein anderer, aktuellerer Fall mehr Kohle einbringt. Und das Spiel beginnt erneut.


    • PrivatePyle 18.10.2017 09:57
      Highlight Highlight Durch SocialMedia heute leider ein Problem bei fast allen politischen und gesellschaftlichen Debatten. Nur noch die pointiertesten und polarisierendsten Beiträge werden wahrgenommen. Eine pragmatische Mitte ist praktisch unsichtbar, genauso wie die 95%+ der Männer, welche sich anständig gegenüber Frauen verhalten....
    • Asmodeus 18.10.2017 10:56
      Highlight Highlight @durrr

      ich stimme Dir zu. Ich denke die 95% sind aber viel zu optimistisch.

      Ich behaupte sogar, dass eine Minderheit der Männer niemals in ihrem Leben eine Frau sexuell belästigt, genötigt oder sonst wie zum Ziel von Sexismus gemacht hat.

      Uns wurden viele Verhaltensweisen anerzogen die wir als "normal" oder "nicht so schlimm" erachten.
      Wenn der IT-Supporter die Lehrtochter anlächelt und 1-2 blöde Sprüche macht, glaubt er selber er wäre nett und charmant.

      Sie betrachtet ihn als notgeilen Creep. Und da sie Lehrtochter ist, besteht erst noch ein Machtgefälle.
    • AllIP 18.10.2017 11:00
      Highlight Highlight @durrrr Sehr erfreut zu sehen, dass es immer noch Menschen gibt die eine offene Sicht auf das ganze haben. Hut ab.
  • Bruno Wüthrich 18.10.2017 09:14
    Highlight Highlight So einfach, wie es die Autorin schreibt, ist es nicht. Kein Zweifel: Es gibt Dinge, die dürfen nicht passieren! Doch dies weiss jede/r, auch diejenigen, die es trotzdem tun. Und dann gibt es Dinge, die stören die Einen, andere sehen dies jedoch anders. So weit, so gut. Hier hat die Autorin recht. Hirn einschalten.

    Die Frage ist aber, ob es nicht auch ein wenig übergriffig ist, wenn Feministinnen so tun, als würden sie für alle Frauen reden? Als wären sie allein es, die das Sagen haben darüber, was geht (allgemein gültig) und was nicht?

    Wir sind alle verschieden. Auch die Frauen.
    • Vio Valla 18.10.2017 09:59
      Highlight Highlight Wir sind alle verschieden, auch die Feministinnen. 😉 Ein Problem das mich immer wieder nerft, wenn der Feminismus als einheitliches Ding dargestellt wird. Dem ist nicht so. Es ist halt wie so oft nur so, dass die mit der lautesten und vorallem provokantesten Stimme, mehr Gehör bekommen, als andere gemässigtere. Mit Vernunft und Normalität lässt sich medial einfach kein Geld mehr verdienen... dessen muss man sich immer bewusst sein.
    • AllIP 18.10.2017 11:02
      Highlight Highlight @Vio Valla
      Ich sehe das ebenso. Respekt gegenüber den Damen und Herren die gute Absichten haben und auch bereit sind offen miteinander zu diskutieren. Lang lebe die Grauzone.
    • Bruno Wüthrich 18.10.2017 11:51
      Highlight Highlight Da gebe ich Ihnen recht. Da wird vieles provokativ dargestellt. Darauf ausgerichtet, dass sich die grosse Mehrheit dazu befleissigt fühlt, sich zu wehren. Sich zu wehren gegen Personen, die glauben, sie sprächen für alle, wenn sie ihre persönliche Meinung kund tun.

      Es stellt sich ja nicht nur die Frage nach dem «zu viel», sondern auch nach dem «zu wenig». Zum Beispiel, wenn jemand Jahre später erfährt, dass er halt «mehr Gas geben», oder «nicht gleich aufgeben», oder «sich deutlicher hätte äussern sollen». Früher wollten Frauen erobert werden und liessen Männer oft erstmals abblitzen.
  • Vio Valla 18.10.2017 09:12
    Highlight Highlight Teil 2
    Diese Männer sollten in der Debatte auch mal mehr Platz bekommen und nicht nur den Arschlöchern solchen enormen Raum geben, die es ganz klar auch gibt. Auch dieser Artikel zielt wieder generell auf die Männer ab und das diese doch mal ihr Hirn einschalten sollen. Meine Erfahrung, die meisten Männer machen das schon von sich aus und können das ohne Probleme.
    • Tomtom64 18.10.2017 11:59
      Highlight Highlight ... und diejenigen, die SaraSera aufruft, ihr Hirn zu gebrauchen, gehören wahrscheinlich nicht zu den Watson-Lesern.
  • Vio Valla 18.10.2017 09:11
    Highlight Highlight Teil 1
    Vielen Dank für den Artikel. Es ist wirklich so, die ganze Sexusmusdebatte ist mehr als nur ermüdend. Aber ich verstehe die Männer, die mitlerweile nur noch auf Abwehrmodus schalten auch. Schliesslich könnte man durch diese ganze Debatte das Gefhl bekommen, da drausen laufen nur noch sexbessesene Männer rum, die sich nicht imGriff haben und Frauen, die nur ständig Opfer wurden. Aber sind wir ehrlich, die Realität bei uns ist eine andere. Ich erlebe die meisten Männer als sehr anständig und respektvoll.
  • Amboss 18.10.2017 09:10
    Highlight Highlight Find ich ein sehr treffender Artikel.

    Und dennoch finde ich, ein Punkt sollte man schon noch erwähnen: Was mich an diesen Skandalen so stört ist, dass da nach Jahren alles zusammen ans Licht kommt. Plötzlich erinnern sich alle daran, dass Trump, Polanski oder Weinstein sie mal vor fünf, zehn, zwanzig Jahren begrapscht hat...
    Es bleibt dieses ungute Gefühl, die Karriere, Geld, der kurzfristige Vorteil seien halt schon wichtiger.

    Belästigung ist doch etwas, das muss für den Täter direkt, gleich jetzt Konsequenzen haben. Wenn alle schweigen machen hat der Täter ja Erfolg...
    • Walter Sahli 18.10.2017 09:48
      Highlight Highlight Yup, und alle haben's eigentlich schon lange gewusst...ausser natürlich die Ehefrau nicht.
    • Asmodeus 18.10.2017 10:02
      Highlight Highlight Trump. Polanski. Weinstein.

      Diese Leute haben Geld, Macht und Einfluss. Würdest Du Dein gesamtes Leben aufs Spiel setzen, um sie zurück zu weisen?

      Nie mehr in dem Bereich arbeiten?
      Bis ans Lebensende verklagt werden?
      Dich und Deine ganze Familie in den Medien zerrissen werden sehen?

      Unterschätze nicht die Macht von solchen Leuten.
    • Ylene 18.10.2017 10:18
      Highlight Highlight Das Problem ist nicht nur Karriere. Das Problem ist, dass du zur Polizei oder wo auch immer rennst und dir keinen glauben will , weil der Täter oder die Täterin halt am längeren Hebel hockt. Dann wirst du erneut zum Opfer. Eine Kollegin von mir wurde mal ziemlich übel missbraucht - Aussage gegen Aussage. Darauf folgte eine ziemlich peinliche Untersuchung im Spital, Psychiater und am Schluss wurde sie vor Gericht auseinander gekommen vom Gegenanwalt. Der Typ hat dann am Schluss ein paar Monate gekriegt, aber die Kollegin fand den Missbrauch fast weniger traumatisch als alles andere.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pulcherrima* 18.10.2017 09:06
    Highlight Highlight Sehr guter Input! Es steht, dass Mechanismen zur Verhinderung von Missbräuchen bei gegenüber Frauen verbessert werden sollten. Dem stimme ich zu. Allerdings finde ich, dass es gerade in der Sexismusdiskussion nicht fehlen darf, auch auf Sexismus gegenüber Männer zu sprechen zu kommen. Dieser bleibt in der offiziellen Diskussion oftmals unerwähnt und wird dann, wie geschildert, als Antwort und Verharmlosung gebraucht. Dabei wird das männliche Sexismusopfer wohl eher im Schweigen bestätigen, als sie zum Aufschrei zu ermutigen.
  • little.saurus 18.10.2017 09:03
    Highlight Highlight "Männer melden sich zu Wort, die den Vorfall verharmlosen. Sie erzählen, dass ihnen auch schon mal in einer Bar an den Po gefasst wurde und sie das aber als Bestätigung aufgenommen hätten. Sie beklagen sich, inzwischen gelte schon jedes Kompliment als sexuelle Belästigung, jedes Nachpfeifen aus Jux als übergriffig und das Flirten im Club als aufdringlich."

    Jetzt Ernsthaft? Guess what, Männer müessen Übergriffe als Komplimente aufnehmen da sie sonst belächlet und ausgelacht werden. Und ja, mitlerweile braucht es seeehr wenig um einen Belästigungsaufschrei zu bekommen!!
    • 262d 18.10.2017 10:08
      Highlight Highlight Das ist ja genau einer der tragischen Punkte, dass die Männer auch unter der herrschenden Geschlechterordnung leiden - und sie (wie viele Frauen übrigens auch) trotzdem reproduzieren.

      Andererseits ist die Aussage "Ich fasse es als Kompliment auf, wenn man mir an den Po fasst, du solltest das auch" effektiv ziemlich hanebüchen, aus diversen Gründen; und wer (als heterosexueller Mann) dass jetzt nicht versteht, der gehe doch bitte mal in engen Jeans in eine bekannte Schwulenkneipe und überlege sich, wie wohl er sich in dieser Atmosphäre fühlt und wo wohl die Analogie ist...
    • just sayin' 18.10.2017 13:16
      Highlight Highlight @262d

      ich gehe auch nicht in engen jeans (bauchfrei etc) in eine schwulenkneipe (ausser ich will etwas)
    • Cybot 20.10.2017 12:11
      Highlight Highlight 262d: Jezt kommen wir zum Knackepunkt, der ja in der Diskussion auch immer wieder als nichtig dargestellt wird.
      Es gibt Schweine. Sie sind auch immer wieder in den selben Läden anzutreffen. Fakt. Nun zu deinem Beispiel: Just sayin' hat recht. Mir würde es nie in den Sinn kommen, Bauchfrei oder mit Jeans in eine Schwulenbar zu hocken. Nicht weil ich Schwule nicht mag oder so, sondern weil ich nicht will, dass ich etwas signalisiere, was ich gar nicht möchte. Leuchtet irgendwie ein, oder nicht?

      -----
      ... und nein, ich verurteile jedwede Art von sexueller Belästigung! Signed: Cybot
  • poga 18.10.2017 09:03
    Highlight Highlight Der Artikel hat sehr gut begonnen. Doch dann: "Liebe Männer benutzt euer Hirn" Ja ich weiss dass die Männer da weggelassen wurden. Der Artikel schlägt aber in diese Kerbe. Dies suggeriert, dass der Mann das alleinige Problem ist. Nur im Falle einer sexuellen Belästigung gibt es aber mindestens zwei Personen und Ansichten. Vom Mann zu erwarten die Situation immer richtig einzuschätzen, und die Deutungshoheit der Frau zu überlassen kann sehr wohl zu Verunsicherungen führen.
  • Asmodeus 18.10.2017 09:03
    Highlight Highlight Ein grosses Problem bei solchen Diskussionen ist, dass bei den Solidaritätsbekundungen auch direkt die Generalisierungskeule geschwungen wird.

    Opfer sind weiblich.
    Täter sind männlich.

    Die männlichen Opfer und die weiblichen Täter werden marginalisiert/ignoriert.

    In diesem Beitrag auch. Es geht um MÄNNER wie Weinstein die sich an FRAUEN vergreifen.

    #MeToo wäre ein eindrückliches Mittel um zu zeigen wie extrem weit verbreitet sexuelle Belästigung und sexueller Missbrauch sind. Auf Allen Seiten.

    Bloss wurde die Debatte wieder von Leuten gekapert die teilen statt vereinen wollen.
    • Asmodeus 18.10.2017 09:43
      Highlight Highlight Da der Kommentar nun Online ist geht's weiter.

      Die Thematik ist unendlich komplex und gleichzeitig simpel.

      Sexismus ist in unserer Welt dermassen verbreitet, dass er nicht einmal auffällt.

      Diverse Männer betrachten es ernsthaft als Kompliment, wenn eine Frau als "Fickbar" eingestuft wird. Sie realisieren nicht einmal, dass der Wert einer Frau nicht in einem "Diä würd ich au no" besteht.

      Und das muss absolut aufhören.

      Auch muss aufhören, dass man Frauen bedrängt, bloss weil man glaubt, dass man nur hartnäckig sein müsse.

      Hier sind aber auch die Frauen im Zugzwang......
    • Asmodeus 18.10.2017 09:45
      Highlight Highlight ...wenn in "Romantikkomödien" so getan wird als wäre Stalking romantisch.

      Wenn es Frauen gibt die darauf stehen umworben zu werden und es den Männern schwierig zu machen.

      Wenn billigste Anmachen und antanzen (oder trockenvögeln wie es für mich immer aussieht) in Ordnung sind, solange der Kerl geil genug aussieht...

      Dann sendet es die falschen Signale und verwirrt nur. Man(n) weiss, dass man Frauen weder bedrängen noch billig anmachen soll, aber seltsamerweise scheint es zu funktionieren.

      Fortsetzung folgt:
    • Asmodeus 18.10.2017 09:47
      Highlight Highlight Ich hatte auch Freundinnen die steif und fest der Ansicht waren, dass sie gefälligst zu Drinks eingeladen werden sollen, wenn sie sich schon extra schminken.

      Aber bitte nur von den gutaussehenden Kerlen, die anderen seien eklig.

      Das hier sind alles Beispiele dafür, wieso "benutzt Euer Gehirn" nicht funktioniert. (ausser dem als Fickbar einstufen... ernsthaft Jungs?)

      Ein anderes Problem ist aber durchaus die Anzahl von Arschlöchern die das Gefühl haben eine Frau irgendwo im Zug bedrängen/begrabschen zu können. Diese Typen haben weder Hirn NOCH Anstand.
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  • fiodra 18.10.2017 08:59
    Highlight Highlight Das hat auch damit zu tun, dass die Medien (soziale Medien und boulvardisierte reguläre Medien) von Aufregung zu Aufregung hetzten und an einer vertieften Diskussion gar nicht interessiert sind. Es ist die Aufregung, die Aufmerksameit auf sich zieht, und damit Geld. Nicht nur die soziale Debatte, auch die politische Debatte verludert so.
  • Perwoll 18.10.2017 08:57
    Highlight Highlight Und falls ihr unsicher seid, ob die Frau auch wirklich gut findet, was ihr gerade mit ihr macht, fragt doch zur Sicherheit nach...bitte? Wurden Frauen ohne Sprache geboren? Wie wärs denn wenn die Frau einfach was sagen würde wenns ihr nicht passt? Sonst kann ja davon ausgegangen werden dass alles ok ist.
    • Asmodeus 18.10.2017 09:56
      Highlight Highlight Ich stimme zu. Ich habe allerdings auch schon von Frauen gehört, dass Männer nicht so viele blöde Fragen stellen sollen. Es wäre ja sooo offensichtlich.

      Im Gegenzug gibt es viele Frauen die Angst haben Stop zu sagen. Da spielen Gedanken mit wie "ich bin schon so weit gegangen, ich kann nicht stop sagen" "Was wenn er wütend wird?" "Will ich es nicht eigentlich doch?" etc.

      Das Ganze ist nicht so einfach. Leider.
    • Menel 18.10.2017 09:59
      Highlight Highlight Aus meiner Erfahrung hilft das aber nicht viel. Entweder es wird ignoriert und weiter gemacht oder man wird danach beschimpft. Das einzige, was bei mir geholfen hat, wenn ich belästigt wurde ist, einen männlichen Freund einzuschalten, der sich dann zwischen mich und den anderen Typen gestellt hat. Das Problem dabei ist aber, dass man nicht immer einen solchen Freund dabei hat.
    • NotWhatYouExpect 18.10.2017 10:59
      Highlight Highlight @Menel: Gib einem anderen Mann die chance ein Held zu sein.

      Es gibt genügend Anständige Männer da draussen die einem Helfen, wenn man Sie direkt anspricht.
  • Lightning makes you Impotent (LMYI) 18.10.2017 08:57
    Highlight Highlight Die Männer die Grenzen überschreiten, wissen das meist selber und inszenieren sich dann einfach als Opfer... Sie sollen sich nur fragen, will ich das ein Mann mit meiner Tochter/ Schwester/ Mutter so umgehen würde... folgt dann kein überzeugtes Ja, dann lasst es bleiben.
  • Papierli-Tschingg 18.10.2017 08:54
    Highlight Highlight Die Verantwortung nur an uns Männer abzuschieben geht eben auch nicht. Klar ob eine Frau geküsst werden will oder nicht, das erkannt man noch gut. Ob sie zu betrunken für Sex ist.... da sind die Grenzen schon sehr fliessend. Und beim Flirten muss Mann manchmal etwas hartnäckig sein weil das teils Frauen so erwarten und auch damit spielen. Da braucht es mehr als nur Hirn sondern auch jede Menge Fingerspitzengefühl. Und das wiederum ist eine Eigenschaft die vielen Männern zu fehlen scheint, das sehe ich immer wieder, oft z.B. im Ausgang. Warum das so ist, ist eine andere Diskussion...
    • ChiliForever 18.10.2017 09:38
      Highlight Highlight Die Antwort hast du selbst gegeben: "...weil das teils Frauen so erwarten und auch damit spielen..."

      Frauen mögen das so erwarten. Auch untereinander (sorry für das Klische, aber das Gezicke vieler Frauen untereinander kommt nicht von ungefähr sondern genau davon, daß Frauen "A" sagen, aber eigentlich "B" meinen).
      Männer sind aber meist mehr für direkte Aussagen (bei "A" meinen sie meist auch "A").

      Also müssen Männer in deinem Flirt-Beispiel wieder interpretieren, daß ist aber A) nicht wirklich ihre Art und B) geht deshalb leider auch mal schief.

    • 262d 18.10.2017 10:11
      Highlight Highlight ...oder man öffnet einfach seinen Mund und fragt.

      Und mal ehrlich: falls jetzt einem eine Frau wirklich dermassen vermischte Signale gibt und man überhaupt nicht weiss, ob man der jetzt die Hand auf den Po legen darf oder dafür gleich ne Ohrfeige kassiert - was genau gibt einem dann genau das Gefühl, dass sei jetzt genau die Frau, die man mit nach Hause nehmen möchte?
    • ChiliForever 18.10.2017 11:42
      Highlight Highlight @262d: Also beimm Flirten kommt bei mir nicht gleich das "Hand auf den Po legen", mag aber insoweit natürlich bei dir anders sein...
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  • Wilhelm Dingo 18.10.2017 08:53
    Highlight Highlight "Benutzt euer Hirn!" triffts leider nicht ganz. Wichtiger sind die Werte dahinter. Wenn einer den Wert vertritt, dass Frauen an der Herd gehören dann nützt auch das benutzen des Gehinrns nicht weiter.
  • Alex_Steiner 18.10.2017 08:47
    Highlight Highlight Moment... sagst du das wenn Frauen Männer an den Po fassen das nicht so schlimm ist? Oder warum sollte das eine Verharmlosung sein?
    • SaraSera 18.10.2017 09:27
      Highlight Highlight @Alex_Steiner: Nein. Wenn die körperliche Integrität verletzt wird, ist das immer schlimm. Aber in der aktuellen Debatte und auch in den vorherigen geht es darum, dass Frauen von Männern sexuell belästigt werden. Das mit System und seit Jahrhunderten. Darüber müssen wir mit einer Ernsthaftigkeit sprechen und das Problem lösen.
    • Turi 18.10.2017 09:30
      Highlight Highlight Sara, das ist nicht korrekt. Es geht um Machtmissbrauch. In den Beispielen tauchen viele junge Männer auf, Lernende zum Beispiel, die von teils doppelt so alten Vorgesetzten (Frauen) und Mitarbeiterinnen belästigt wurden. Wer diese Belästigungen toleriert und versucht wie bisher unter dem Teppich zu halten, ist kein Bisschen besser als Weinstein und hat nichts gelernt.
    • Perwoll 18.10.2017 09:31
      Highlight Highlight Dann muss sich auch die Einstellung bei vielen Frauen ändern. Es gibt halt viele, welche für einwenig Fame alles mitmachen.
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  • Wehrli 18.10.2017 08:47
    Highlight Highlight Wer lässt sich verunsichern? Wir Jungs wissen haargenau wenn wir uns daneben benehmen, keine Ausreden, hinstehen.

    Wir wissen aber auch, wenns nur das verletzte Ego der Kleinen ist ....
    • ChiliForever 18.10.2017 09:48
      Highlight Highlight Beim Begrapschen und eindeutigen sexuellen Aussagen mag das so sein.

      Aber wann fängt sexuelle Belästigung an? Das ist ja das Problem, manch eine Frau findet das angebaggert werden schon als Belästigung (das ist ja subjektiv) und das, obwohl der Mann ihr Verhalten ganz anders interpretiert hat. Die Grenzen sind da schon schwierig.

    • ChiliForever 18.10.2017 09:52
      Highlight Highlight Und fast jede Frau die ich kenne kam schon mit Aussagen rüber wie "Der Typ hat mich die ganze Zeit in der Kneipe angstarrt" (er war auch nicht ihr Typ von Mann).

      Ebenso wie mit Aussagen "Oh, der war echt süß und hat die ganze Zeit zu mir rübergeschaut" (voll ihr Typ!).

      In beiden Fällen hat der Mann (vielleicht) etwas gemacht, die Frau aber nix. Mal passte es ihr, mal nicht.

      Das ist also nicht so ganz einfach zu interpretieren. Und für mache fängt aber dort schon die Belästigung an.
    • deez nuts 18.10.2017 10:02
      Highlight Highlight treffender kommentar!
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  • Duscholux 18.10.2017 08:40
    Highlight Highlight "Liebe Männer" da schaltet es mir schon ab. Bin in keinem Verein oder Community nur weil da etwas zwischen meinen Beinen hängt.
    • Asmodeus 18.10.2017 09:37
      Highlight Highlight Das Problem ist durchaus die Wortwahl.

      Wenn ein Satz beginnt mit "liebe Männer" wird automatisch in einen Topf geworfen.
      Genauso wie wenn man einen Satz mit "liebe Frauen, liebe Türken, liebe Weisse, liebe Schwarze" oder sonst einer Verallgemeinerung beginnt.

      Es ist einer der einfachsten Wege um sicher zu gehen, dass die angesprochene Seite sich angegriffen fühlt.

      Es gäbe Wege die Thematik sachlich und objektiv anzugehen. Aber das gelingt nicht, indem man zuerst die Gegenseite unterschwellig angreift.
    • Grigor 18.10.2017 10:02
      Highlight Highlight "Liebe Männer" wird also Problem empfunden und der ganze Text nicht ernst genommen? Und ihr fragt euch warum Frauen ein Problem haben wenn sie sexuell belästigt werden. Und es gibt auch noch Herzchen ohne Ende. Ich verstehe echt die Welt nicht mehr. Hat niemand mehr einen Spiegel zu Hause?
    • Duscholux 18.10.2017 10:27
      Highlight Highlight "Und ihr fragt euch" Wer ist wir? Alle Männer?

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