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«Mach's gut Spidi»: Circus Knie nimmt Abschied von Peter Wetzel



In einer schlichten und bewegenden Feier hat der Circus Knie am Montagmorgen Abschied von Peter Wetzel alias Clown Spidi genommen. Am öffentlichen Gottesdienst im Zirkuszelt auf der Berner Allmend nahmen mehrere hundert Personen teil.

Zirkuspfarrer Ernst Heller entzündete in der Manege mehrere Kerzen als Symbol für das «Erhellende» in der Dunkelheit. Für Spidi, der sich Ende Juli das Leben genommen hatte, sei das Dunkle so stark geworden, «dass er sich selber in dieses Dunkel stürzte». Sein Tod «soll uns hellsichtiger machen für die Not der Menschen um uns.»

Die Urne waehrend der Abschiedsfeier von Peter Wetzel, dem langjaehrigen Zirkus Knie Clown

Der Gottesdienst für Peter «Spidi» Wetzel fand auf der Berner Allmend statt. Bild: KEYSTONE

Als Clown habe Peter Wetzel viele Menschen erfreut, doch er habe zwei Gesichter gehabt, sagte der Zirkuspfarrer weiter. «Das tieftraurige Gesicht hat er uns verborgen.» Wetzel habe sich ihm nicht anvertrauen wollen. «Du wolltest deinen Weg gehen und zwar ganz allein.»

Circus-Chef Fredy Knie jun. zeigte sich vor der Trauergemeinde «fassungslos über diesen Verlust.» Spidi, der 24 Jahre zum Circus Knie gehörte, sei ein treuer Gefährte, loyaler Mitarbeiter und aussergewöhnlicher Mensch gewesen. Seine Kleinwüchsigkeit sei nie als Manko angesehen worden.

10 Millionen Besucher begrüsst

Für das Publikum sei Spidi in all den Jahren zu einem alten Bekannten geworden. Als Programmverkäufer begrüsste er in 8000 Vorstellungen 10 Millionen Besucher. «Mach's gut Spidi», rief der Circus-Chef in die Manege – auf diese Art und Weise habe sich Spidi jeweils zu Saisonende von ihm verabschiedet.

Franco Knie sprach seinerseits von «wunderschönen Erinnerungen» – etwa daran, als sich ein Elefant in der Manege erst dann hinlegen wollte, als Spidi mit einem Kissen erschienen sei.

Das war Spidi, der Clown des Circus Knie

Géraldine Knie verzichtete auf eine Rede, weil ihr die «richtigen Worte» fehlten. Sie würdigte den Verstorbenen stattdessen mit einer Bildercollage samt einem Lied von Andreas Gabalier («Amoi seg'ma uns wieder»).

Mit per Video eingeblendeten Statements gedachten weitere Artisten und Zirkusmitarbeiter ihrem früheren Kollegen, der mit 51 Jahren aus dem Leben geschieden war. Zum Abschluss der Feier ertönte «Time to say Goodbye» von Andrea Bocelli und Sarah Brightman aus den Lautsprechern. (sda)

Lass dir helfen!

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.Die Dargebotene Hand: Tel.: 143, www.143.chBeratung + Hilfe 147 für Jugendliche: Tel.: 147, www.147.ch, Reden kann retten: www.reden-kann-retten.ch

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