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ARCHIVBILD ZUR BILANZ DER SWISS IM ERSTEN QUARTAL 2017, AM DONNERSTAG, 27. APRIL 2017 - An aircraft of the Swiss International Air Lines runs on taxiway at the Geneva Airport, in Geneva, Switzerland, Sunday, August 21, 2016. The Swiss airline company evaluates its presence at the airport of Geneva, where its profitability targets have yet been achieved. A decision should fall in the next two to three years. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Maschine der Swiss in Genf. Bild: KEYSTONE

«Die Crew hat da keinen Zugang»: Swiss-Piloten warnen vor Brand an Bord

benjamin weinmann / schweiz am Wochenende



Müssen Passagiere von Flügen aus Europa in die USA bald ohne Laptops und Tablets auskommen? Die Frage steht weiterhin im Raum, da diese Woche Gespräche zwischen der EU und der USA ergebnislos blieben. Auf Flügen aus dem Nahen Osten haben die USA das Laptop-Verbot an Bord bereits verordnet. Zuletzt wurde über eine Ausweitung der Regel auf europäische Fluggesellschaften diskutiert.

Den Linienpiloten in der Schweiz würde eine solche Regel gar nicht gefallen. Lukas Meyer, Präsident von Aeropers, dem Verband der Swiss- und Edelweiss-Piloten, hat Bedenken, weil die Computer mit ihren Lithium-Ionen-Akkus in den Frachtraum müssten. «Die Sicherheit würde klar beeinträchtigt», sagt Meyer. Das Problem: «Ein Brand wegen eines überhitzten Akkus könnte im Frachtraum von der Besatzung kaum gelöscht werden, da die Crew keinen Zugang dazu hat.»

Zwar gibt es ein Feuerlöschsystem im Frachtraum, doch ist es für Meyer unwahrscheinlich, dass dieses einen Laptop-Brand in den Griff bekommen würde. «Somit ist es besser, den Akku in der Kabine zu haben, wo man wenigstens eine Chance hat, das Gerät zu kühlen, um ein Feuer zu vermeiden oder bei einem Brand zu löschen. «Darauf wird die Besatzung geschult.»

epa05862908 Passengers open their luggage and show their electronic equipment at security point at the Ataturk Airport, in Istanbul, Turkey, 2017. The United State and Britain have banned some electronic devices for passengers in their carry-on cabin lugguage on flights from some airports in Turkey, the Middle East and North Africa.  EPA/SEDAT SUNA

Laptops müssen in Zukunft vielleicht im Check-in-Koffer verstaut werden. Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

«Wenns ganz schlimm kommt ...»

Die Überhitzungsgefahr würde durch die Lagerung im Frachtraum erhöht, glaubt der für die Swiss fliegende Pilot. «Die Passagiere arbeiten oft bis kurz vor Reiseantritt noch am Computer und werden ihn dann kurzfristig vor der Gepäckaufgabe in den Check-in-Koffer legen.» Manche würden dann den Computer nicht ordnungsgemäss runterfahren, sondern im Stand-by-Modus belassen, in der er heisslaufen könnte. «Wenn es ganz schlimm kommt, liegt um den Laptop herum brennbares Material wie Papier oder Kleider», sagt Meyer.

Swiss-Sprecherin Karin Müller sagt, man habe in den letzten Tagen mit einer Umsetzung der Regel unmittelbaren rechnen müssen. «Deshalb haben wir präventiv für die ersten Stunden eines solchen Szenarios bereits entsprechende Behälter organisiert, um beim Gate die Handys und Laptops einsammeln zu können.» Heute ist es erlaubt, Geräte mit einer Akku-Leistung von bis zu maximal 100 Wattstunden einzuchecken. Seit März dürfen Computer auf Flügen von acht muslimischen Ländern in die USA nicht mehr an Bord genommen werden. Die USA befürchten, dass darin Sprengsätze versteckt werden könnten. Bei einem Verbot für alle EU-Länder wären mehr als 3250 Flüge pro Woche in die USA betroffen.

Nach den Gesprächen vom Mittwoch zwischen den USA und der EU soll kommende Woche in Washington weiterverhandelt werden. Laut dem Bundesamt für Zivilluftfahrt ist die Schweiz an den Gesprächen beteiligt, in Koordination mit den EU-Ländern. Auch Kontakte mit den US-Behörden würden gepflegt. Beim Flughafen Zürich heisst es, man habe zurzeit keine gesicherten Hinweise auf ein erweitertes Elektronik-Verbot. Zusammen mit den Partnern treffe man aber Vorbereitungen, um Abläufe rasch anpassen zu können.

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