Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Luzerner Polizisten mussten Pässe abgeben: Fiasko bei Ausschaffung eines Asylbewerbers

Die Ausschaffung eines abgewiesenen Asylbewerbers aus Algerien wurde für sechs Luzerner Polizisten zum Fiasko.

Christian Glaus / Schweiz am Wochenende



ZUR MELDUNG, DASS DAS UMSETZUNGSGESETZ ZUR AUSSCHAFFUNGSINITIATIVE PER 1. OKTOBER 2016 IN KRAFT  TRITT, STELLEN WIR IHNEN AM FREITAG, 4. MAERZ 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  A Polish citizen who had been sentenced for theft in the canton of Berne is led by two policeman to the airplane which will bring him back to Poland, pictured on August 23, 2006 at the airport of Zurich in Kloten in the canton of Zurich, Switzerland. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Zwei Polizisten begleiten am 23. August 2006 auf dem Flughafen Zuerich-Kloten einen wegen Diebstahls im Kanton Bern verurteilten Polen zum Flugzeug, welches ihn nach Polen zurueckschafft. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Sechs Luzerner Polizisten begleiten den mit Handschellen gefesselt Algerier zum Flughafen Genf. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE

Sie wurden im August aufgeboten den renitenten und mehrfach straffällig gewordenen Mann auf einem Zwangsaussschaffungsflug zu überwachen. Zuvor waren niederschwelligere Ausschaffungsversuche gescheitert.

Sie begleiten den mit Handschellen gefesselt Algerier zum Flughafen Genf. Auch im Flieger kann er sich nicht frei bewegen. Die Maschine landet an einem Freitagabend um 20.30 Uhr in Algier. Die Polizisten können den Mann den lokalen Behörden übergeben. Auftrag erfüllt. Doch die Mission ist nicht zu Ende. Die Luzerner sitzen am Flughafen fest, verpassen den für 0.40 Uhr geplanten Rückflug. Grund: Sie mussten bei der Ankunft in Algier ihre Pässe abgeben – und haben diese von den Zollbeamten nicht rechtzeitig zurückerhalten.

Ein Versehen? Oder die eigenwillige Art eines launischen Beamten, ein Zeichen gegen die umstrittenen Ausschaffungsflüge zu setzen? Ein Sprecher des Staatssekretariates für Migration SEM wiegelt ab und spricht von einem administrativen Problem. Dass die Polizisten ihre Pässe bei der Ankunft abgeben müssen, sei in Algier üblich. Sie müssen im Transit-Bereich auf ihren Rückflug warten und bekommen die Dokumente vor dem Boarding zurück. Das hat gemäss SEM bisher auch immer reibungslos funktioniert.

Weil es in diesem Fall aber Probleme gab, musste die Schweizer Botschaft in Algerien intervenieren. Mit Erfolg. Die Polizisten konnten den Rückflug allerdings erst am Samstagabend um 18 Uhr antreten.  (aargauerzeitung.ch)

Das könnte dich auch interessieren:

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

22
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • News ohne blabla #haha 27.10.2018 21:13
    Highlight Highlight Danke für die Info bzw News, spannend mit den Ausweisen zu wissen
  • Pontifex 27.10.2018 17:58
    Highlight Highlight Fliegen sie nicht wie das foto vermuten lässt mit dem Privatjet?
    • flying kid 27.10.2018 21:05
      Highlight Highlight Das ist ein Embraer 145 von LOT (Polnische Fluglinie).
      Die kamen früher damit regelmässig nach ZRH, also nichts mit Privatflieger...
  • Töfflifahrer 27.10.2018 16:45
    Highlight Highlight Fiasko? Wo? Ziel erreicht, die Ausschaffung ist erfolgt. Dass Schweizer eben auch Willkür und "lokale Sitten" erfahren schadet wohl auch nicht. Dann weiss man wenigstens mal wieder wie es in "sicheren" Ländern zugeht.
  • RAZZORBACK 27.10.2018 16:35
    Highlight Highlight Ich bin vor etwa einem Jahr von 20 Minuten zu Watson gewechselt, da ich der Meinung war Watson betreibt seriöseren Journalismus.

    Weit gefehlt, mittlerweile häufen sich leider die seichten Sensationsberichte. Schade!

    • Magnum44 27.10.2018 17:40
      Highlight Highlight Dafür hat die Community noch ein gewisses Niveau ;)
    • weachauimmo 28.10.2018 12:40
      Highlight Highlight @Magnum44: Größtenteils, ja.
      @Razzorback: Dieser Artikel wird zwar auf Watson veröffentlicht, stammt jedoch aus der Redaktion der Aargauer Zeitung.
  • piatnik 27.10.2018 16:24
    Highlight Highlight gibt es keine news bei watson über die 18 jährige welche von 8 männer in freiburg vergewaltigt wurde? oder ist das neben sache?
    • Ruffy 27.10.2018 18:46
      Highlight Highlight Passt nicht so ins Watson Weltbild..
    • weachauimmo 28.10.2018 12:41
      Highlight Highlight @Ruffy: 🙈
    • weachauimmo 28.10.2018 12:48
      Highlight Highlight Diesbezüglich übrigens äußerst lesenswert das Interview kürzlich im Beobachter mit Frank Urbaniok über die Ursachen von zunehmendem Misstrauen und Wut unter sogenannt „abgehängten Bürgern“:

      https://www.beobachter.ch/gesellschaft/wutburger-frust-und-wut-entstehen-aus-ungesagtem

      Wäre idealerweise Pflichtlektüre für jede Journalistin bzw. jeden Journalisten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ruffy 27.10.2018 15:26
    Highlight Highlight Wo ist das Fiasko?
  • banda69 27.10.2018 15:17
    Highlight Highlight Fiasko.. 🤔
  • Barracuda 27.10.2018 15:09
    Highlight Highlight Willkommen in der Clickbait Hölle. Wo ist genau das Fiasko??
  • Judge Dredd 27.10.2018 14:25
    Highlight Highlight Das ist eine Geschichte, in der überhaupt nichts passiert ist. Das ist doch kein Artikel. Was kommt denn als nächstes?

    "Lesen sie morgen bei uns, wie eine Schulklasse den Bus verpasste und auf den nächsten warten mußte."
    • Töfflifahrer 27.10.2018 16:46
      Highlight Highlight War Trump schuld daran, oder besser, wir Trump daran schuld gewesen sein?
    • hansdampfinallengassen 27.10.2018 18:37
      Highlight Highlight :)))
  • Pisti 27.10.2018 14:24
    Highlight Highlight Ein Fiasko ist dass man so viele Algerier ins Land lässt und kaum einen Ausschaffen kann/will.
  • Pax Mauer 27.10.2018 14:08
    Highlight Highlight Zum Thema Fiasko:

    „Fiasco bezeichnet im Italienischen ursprünglich und auch heute noch eine dickbauchige Weinflasche. Das Wort ist mit dem deutschen Wort „Flasche“ (althochdeutsch flazkâ[1]) verwandt. Die Bedeutung „Misserfolg“ ist seit dem 18. Jahrhundert nachweisbar und entstammt dem Fachjargon des Theaters: fiasco nannten Schauspieler und ihre Kritiker ein Stück, das dem Publikum nicht gefiel oder eine missratene Aufführung.“
    • Binnennomade 27.10.2018 21:19
      Highlight Highlight Danke! Jetzt hab ich wenigstens nicht für nichts auf den Artikel geklickt.
  • Oh Dae-su 27.10.2018 13:52
    Highlight Highlight Wegen eines administrativen Problems und einem späteren Rückflug spricht man bereits von einem Fiasko? Klingt schon etwas reisserisch.
    Ein Fiasko wäre es gewesen, wenn sie den Algerier wieder hätten mitnehmen müssen ;)

«Es tut mir wirklich leid» – SVP-Glarner entschuldigt sich für sein Fehlverhalten

Andreas Glarner krebst also doch noch zurück. Der SVP-Nationalrat hatte diese Woche eine Zürcher Lehrerin öffentlich an den Pranger gestellt, weil diese – korrekterweise – die Eltern von muslimischen Kindern darauf hingewiesen hatte, dass ihre Kinder für das Bayram-Fest schulfrei erhalten.

Glarner legte dann auch grossen Wert darauf, zu verdeutlichen, dass er davon ausgegangen sei, dass es ein Schulhandy gewesen sei – dieses könne man nach 17 Uhr ausschalten. Bei einem privaten Handy würde …

Artikel lesen
Link zum Artikel