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5,3 Prozent weniger Asylgesuche im Oktober – im Vergleich zum Vorjahr

13.11.2018, 12:5813.11.2018, 18:33

Die Zahl der Asylgesuche in der Schweiz hat im Oktober im Vergleich zum Vormonat um 31,9 Prozent zugenommen. Nimmt man den Oktober 2017 zum Massstab, gingen die Gesuche um 5,3 Prozent zurück. Die meisten Gesuche wurden von Menschen aus Eritrea und Syrien gestellt.

1447 Personen stellten im Oktober 2018 einen Asylantrag, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Dienstag mitteilte. Das sind 350 Gesuche mehr als im September 2018. Im Vergleich zum Oktober 2017 waren es jedoch 81 Gesuche weniger.

Die Ziele des Uno-Migrationspakts

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Die Ziele des Uno-Migrationspakts
quelle: epa/efe / esteban biba
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254 Asylgesuche stammten im Oktober von Menschen aus Eritrea. Es folgen Syrien mit 160 Gesuchen, die Türkei mit 145, Afghanistan mit 100 und Georgien mit 74.

Die Schweiz ist laut SEM nicht das primäre Zielland der Migranten, die über Spanien, Italien oder Griechenland nach Europa gelangen. In Spanien gingen im Oktober 2018 rund 10'000 Flüchtlinge und Migranten an Land, in Italien rund 1000. Die zentrale Mittelmeerroute spiele keine Rolle bei der Zunahme, erklärte SEM-Sprecher Jonas Schmid auf Anfrage der Agentur Keystone-SDA.

Geburten und Familienzusammenführungen

Gründe für die Zunahme um fast 32 Prozent gegenüber dem Vormonat gibt es laut Schmid mehrere: So kam es zu mehr Geburten und Familienzusammenführungen; die Zunahme bei Eritrea sei fast ausschliesslich darauf zurückzuführen.

Zudem seien die Gesuche aus Georgien vorübergehend wieder angestiegen, nachdem sie in den letzten Monaten rückläufig gewesen waren. Auch die Zahl der Asylgesuche aus der Türkei habe weiter zugenommen.

Die Erfahrung zeigt gemäss Schmid zudem, dass die Weiterwanderung innerhalb Europas im Herbst noch einmal zunimmt, weil die Leute noch vor Einbruch des Winters im Zielland sein wollen. Auch die Asylmigration aus dem Westbalkan steige in dieser Jahreszeit meist etwas an.

Über 13'000 hängige Fälle

1946 Asylgesuche erledigte das SEM im Oktober in erster Instanz. Dabei fällte es 284 Nichteintretensentscheide, 428 Personen erhielten Asyl und 753 Personen wurden vorläufig aufgenommen. Hängig waren im Oktober 13'152 Fälle, 332 weniger als im Vormonat.

Die Schweiz konnte zudem 149 Personen in den zuständigen Dublin-Staat überführen, gleichzeitig übernahm sie 130 Personen von anderen Dublin-Staaten.

Bis Ende Oktober sind 1435 syrische Staatsangehörige im Rahmen des Resettlement-Programms des Uno-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) angekommen. Die Schweiz hat sich verpflichtet, 2000 Opfer des Syrienkonflikts aufzunehmen. (sda)

Deshalb will Portugal mehr Migranten

Video: srf
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