Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Syrische Familie darf in der Schweiz bleiben – dank der UNO

14.06.18, 04:01 14.06.18, 06:53


Eine syrische Familie aus dem Tessin muss die Schweiz vorerst nicht verlassen, wie der Tagesanzeiger berichtet. Die UNO hat das Staatssekretariat für Migration (SEM) aufgefordert, die Ausschaffung auszusetzten.

Das SEM hatte zuvor entschieden, dass die Familie nach Griechenland zurückkehren müsse. Und das, obwohl alle fünf Kinder Italienisch sprechen und der Vater an psychischen Problemen leidet. Zudem sind die Verhältnisse für Flüchtlinge in Griechenland alles andere als gut.

epa06744389 Refugees are seen detained in the Identification Center for Refugees in Fylakio, a village near the Evros River at the Turkish border, northern Greece, 11 May 2018 (issued 17 May 2018). Refugees remain detained in the camp until their identification is completed, approximately 20 days, and then they are going to be transferred to hot spots all over Greece.  As opposed to April when migrant inflows were too high (3,627), May shows a decrease of migrants (808) arriving in Greek mainland crossing the river Evros.  EPA/ORESTIS PANAGIOTOU

Die Umstände für Flüchtlinge in Griechenland sind prekär. Die syrische Familie aus dem Tessin darf nach der Intervention der UNO vorerst in der Schweiz bleiben und muss nicht zurück nach Griechenland. (Symbolbild)   Bild: EPA/ANA-MPA

Amnesty International ist durch das Medienecho auf die bevorstehende Ausschaffung aufmerksam geworden und hat den Fall dem UNO-Ausschuss für die Rechte des Kindes vorgetragen. Das Hilfswerk argumentiert, dass eine Rückschaffung nach Griechenland das Recht der Kinder auf Gesundheit und Bildung verletzt. Zudem ist ungewiss, ob die Familie in Griechenland ein Dach über dem Kopf erhält. Da es für Flüchtlinge in Griechenland kein Recht auf Unterkunft gibt, leben viele in prekären Verhältnissen.

Auch wenn das Urteil der UNO rechtlich unverbindlich ist, muss sich das SEM binnen sechs Monaten zu dieser Angelegenheit äussern, da eine Rückschaffung die Kinderrechtskonvention verletzen würde. Das SEM hat bestätigt, dass die Ausschaffung ausgesetzt wird – mehr Angaben können zum laufenden Verfahren nicht gemacht werden, wie der «Tagesanzeiger» weiter berichtet.

Die syrische Familie floh 2015 wegen dem Vormarsch der Terrorgruppe «Islamischer Staat» aus der Stadt Afrin. Über die Türkei gelangte sie nach Griechenland, wo die Familie nach drei Monaten einen Asylantrag an die Schweiz stellte. (vom)

Das könnte dich auch interessieren:

«Die Avocado ist keineswegs böse» – Experte räumt mit Mythen um die Teufelsfrucht auf

Simuliertes Wohnen – die Influencer-Welt ist um eine bizarre Geschäftsidee reicher

Schweizer Gerichte, die die Welt nicht versteht

So verteidigt der Vater der Selbstbestimmungs-Initiative sein «Kind»

Der Küsche, der in den Tee pisste – und andere Militärerlebnisse der watson-User

Das musst du über die von Russland finanzierten Propaganda-Kanäle Redfish und Co. wissen

Mit dem Laser gegen Jugendsünden: Tattoo-Entfernung boomt – es gibt nur ein Problem

Willkommen im Dschungel der Weltpolitik

Mann beleidigt schwarze Frau im Ryanair-Flieger rassistisch – Airline sinkt in PR-Krise

Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Norilsk no fun? «Im Gegenteil», sagt Fotografin Elena Chernyshova

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

41
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
41Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Roterriese 14.06.2018 11:58
    Highlight Echte Flüchtlinge werden abgeschoben und Eritreäer dürfen bleiben.. toll
    10 5 Melden
    • Fabio74 14.06.2018 13:36
      Highlight Toll ist dein plattes Weltbild
      4 12 Melden
    • Roterriese 14.06.2018 14:21
      Highlight Tolle Argumente 🤦
      9 3 Melden
    • Comota 14.06.2018 15:42
      Highlight Dein pauschales Argument ist toll.
      Logisch sagst Du folgendes:
      Eritreer sind keine echten Flüchtlinge.
      Alle anderen schon.
      3 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • mogad 14.06.2018 10:46
    Highlight Gut: Schengel muss wohl eingehalten werden, obwohl es in bezug auf die Migration völlig untauglich ist - und ungerecht. Begründung: Schläger, Drogendealer, islamistische Hassprediger usw. dürfen hier bleiben, aber diese kriegsgebeutelte Familie muss raus, weil sie sich halt dummerweise schon in Griechenland registrieren liess. Und das überforderte, überfüllte Griechenland kann die Familie nicht versorgen, wir schon. Es sollte auch in Bezug auf Schengen eine Härtefallklausel geben.
    11 7 Melden
    • Comota 14.06.2018 15:43
      Highlight Fakten: Griechenland hat 4.5 mal WENIGER Asylgesuche pro 1000 Einwohner als die CH.
      Quelle: EUSTAT Datenbank
      5 1 Melden
  • Domino 14.06.2018 09:14
    Highlight Der Krieg in Syrien ist vorbei und die syrische Regierung hat längst alle Staatsbürger aufgefordert ins Land zurückzukommen.
    46 24 Melden
    • mogad 14.06.2018 10:31
      Highlight Innerhalb eines sehr engen Zeitrahmens, um ihre z.T. zerbombten Häuser zurückzufordern, weil ihr Grund und Boden sonst vom Regime konfisziert wird. Es gibt soviel ich weiss kein Kataster und kein Grundbuch in grossen Teilen Syriens. Die Leute werden nicht beweisen können dass die Grundstücke ihnen gehören. Sie werden unter einem Vorwand nach hause gelockt, wo sie dann wahrsch. Wegen ihrer Flucht als Ländesverräter verfolgt werden.
      9 14 Melden
    • Domino 14.06.2018 12:23
      Highlight Bisher haben sich deine Vermutungen nicht bewahrheitet.
      7 4 Melden
    • Fabio74 14.06.2018 13:38
      Highlight Der Krieg ist vorbei? Wo denn genau? Im Norden führen die Türken den Krieg weiter.
      Der Terrorfürst hockt in Damaskus an der Macht.
      4 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caturix 14.06.2018 08:50
    Highlight Geht doch wieder nur ums Geld. Die Familie könnte der Schweiz etwas kosten darum weg so schnell wie möglich. Kommt einer mit risem Bankkonto darf er bleiben besser er kommt gestern als Morgen.
    26 56 Melden
    • dding (@ sahra) 14.06.2018 12:47
      Highlight Ja Cautrix
      Ihr Geld, welches ihnen jeden Monat zur Verfügung steht, sei es selbstverdient oder von Staat ausbezahlt, wächst nun mal nicht an den Bäumen.
      Haben sie sich dies schon einmal überlegt?

      Oder wohnen sie unte der Brücke und ernähren sich von Sonnenlicht?
      14 5 Melden
    • Fabio74 14.06.2018 13:39
      Highlight @dding Wer Waffen liefert ernter Flüchtlinge
      7 12 Melden
    • Comota 14.06.2018 15:46
      Highlight Na dann spenden Sie doch ihr ganzes Vermögen und Einkommen bis aufs Existenzminimum.
      Ansonsten plappern Sie nur dahin.
      5 2 Melden
  • andrew1 14.06.2018 08:09
    Highlight Griechenland. Ist. Ein. Sicheres. Land. Ganz ohne krieg und lebensgefahr. Klar in der schweiz gibts etwas mehr geld und wohlstand aber das sollte ja eben gerade kein kriterium sein. Nur die sicherheit und die ist in griechenland zweifelsfrei gegeben
    84 22 Melden
  • Macto 14.06.2018 08:00
    Highlight Alle die hier Dublin verschreien:
    1. Die Schweiz hat ebenfalls die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert. Ich persönlich werte Menschenrechte höher als intereuropäische Vereinbarungen.
    2. Dublin hat noch nie richtig funktioniert und seit 3 Jahren hält sich kaum ein Staat mehr an die Regeln. Auch ein Verteilschlüssel hat nie funktioniert. Griechenland wird sich zudem kaum stabilisieren, wenn es weiterhin als Flüchtlingstonne herhalten muss.
    3. Wer seid ihr, dass ihr aus euren sicheren Einfamilienhäusern entscheiden wollt, Kinder in die Obdachlosigkeit zu schicken? Wo bleibt die Menschlichkeit?
    57 65 Melden
    • mogad 14.06.2018 08:27
      Highlight Ich bin sehr migrationskritisch. Aber da muss ich ihnen voll zustimmen. Wir brauchen endlich einen Verteilschlüssel für die EU. Was bringt es denn die Leute unter Berufung auf Schengel innerhalb Europas ständig hin und her zu schieben?
      34 4 Melden
    • dding (@ sahra) 14.06.2018 08:38
      Highlight Mir wäre es trotzdem lieber, wenn Leute wie sie, mit gutem Beispiel vorangingen und ihr Heim und ihr Hab und Gut, den Migranten zur Verfügung stellen würden.

      Wie gesagt: gut sein ohne die Konsequenzen zu tragen, ist keine Leistung.
      Und auch nicht wirklich gut.
      46 26 Melden
    • Slavoj Žižek 14.06.2018 09:48
      Highlight Dann sei dann bitte auch Still wenn eine rechte Regierung Ausschaffungen tätigt ohne Rechtsgrundlage.
      13 15 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • G. Schmidt 14.06.2018 07:41
    Highlight Hmmm aber für Griechen selber ist es kein Problem in Griechenland zu leben?

    Schade, dass sich das SEM von der Öffentlichkeit unter Druck setzen lässt...
    58 25 Melden
  • dding (@ sahra) 14.06.2018 05:11
    Highlight Laut Schengen Dublin ist Griechenland für diese Familie zuständig.
    Hier wird einmal mehr gegen geltendes Recht verstossen.
    153 35 Melden
    • sigma2 14.06.2018 06:48
      Highlight Die EU hält sich schon lange nicht mehr an Schengen Dublin. Hier sieht man gut, wie viel ein Vertrag mit der EU Wert ist: Nichts.
      70 14 Melden
    • kebabverkaufer 14.06.2018 07:18
      Highlight uno = eu? ach hauptsache gegen was geschossen...

      zitat: "Auch wenn das Urteil der UNO rechtlich unverbindlich ist, muss sich das SEM binnen sechs Monaten zu dieser Angelegenheit äussern, da eine Rückschaffung die Kinderrechtskonvention verletzen würde."
      es liegt also immernoch an unseren richtern, erstmal durchatmen hm?
      19 25 Melden
    • Fabio74 14.06.2018 08:37
      Highlight @sigma Wenn Not herrscht dann rät der gesunde Menschenverstand, dass man von Abmachungen abweicht. Dass in dieser Situstion GR und I allein überfordert sind sollte selbst einrm SVPler auffallen.
      Da Solidarität aber nicht existiert sondern nur Abgrenzung und Hass, löst keiner das Problem und die Mensxhen bleiben Opfer
      18 27 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

So wenig Asylgesuche wie seit dem Jahr 2010 nicht mehr

Zwischen Anfang Januar und Ende September 2018 wurden in der Schweiz 11'484 Asylgesuche eingereicht, was im Vergleich zur Vorjahresperiode einem Rückgang von 17,5 Prozent entspricht. Dies ist der tiefste Wert für die ersten neun Monate seit dem Jahr 2010, wie das Staatssekretariat für Migration am Dienstag mitteilt.

Diese Entwicklung sei darauf zurückzuführen, dass sich die Migration über das zentrale Mittelmeer stark reduziert hat. Gleichzeitig sei die Schweiz nicht primäres Zielland der …

Artikel lesen