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In der Schweiz kämpfen Tier, Bird, Lime, Flash, Ride Conga und Voi um die User von E-Trottis. 
In der Schweiz kämpfen Tier, Bird, Lime, Flash, Ride Conga und Voi um die User von E-Trottis. bild: shutterstock/watson

Schon wieder ein neuer Anbieter: Darum drängen so viele E-Trotti-Start-ups in die Schweiz

Der Wettbewerb tobt: Mit dem Berliner Start-up Tier startet schon wieder ein neuer E-Trottinett-Verleiher in der Schweiz. Weitere stehen kurz vor dem Markteintritt. Das sind die Gründe für den Boom.  
08.02.2019, 15:01

Im Schweizer E-Trotti-Markt geht es Schlag auf Schlag. Das Berliner Start-up Tier hat diese Woche in Basel bis 200 Tretroller in den Strassen aufgestellt. 

Es ist bereits die zweite E-Scooter-Firma, die seit Anfang Jahr in die Schweiz drängt. Mitte Januar hat das deutsche Leihtrotti-Unternehmen Flash ihre Tretroller in Zürich ausgerollt – die Limmatstadt ist der weltweit erste Standort.

«Die Schweizer sind äusserst experimentierfreudig und sehr aufgeschlossen, was neue Mobilitätsformen betrifft», erklärt Torge Barkholtz  von Flash. Auch der schwedische E-Trotti-Anbieter Voi und das spanische Scooter-Start-up Ride Conga stehen laut watson-Informationen unmittelbar davor, ihre Trottis in die Schweiz zu bringen. Sie haben bereits bei den Basler Behörden vorgesprochen. 

Tier-Scooter warten in Basel auf Nutzer. 
Tier-Scooter warten in Basel auf Nutzer. 

Der Zeitpunkt für den Markteintritt scheint günstig: Die 500 E-Scooter von Branchenkrösus Lime stehen in Zürich und Basel nach wie vor in der Garage. Dies weil mehrere Personen wegen eines Brems-Defekts im Spital gelandet waren, wie watson aufdeckte. Es ist weiter ungewiss, wann die grünen Flitzer wieder durch Zürich und Basel rollen werden. Auch Bird, der zweite US-Anbieter in Zürich, hat seine Scooter wieder eingesammelt. Dies laut eigenen Angaben wegen des Winterwetters. 

Auf Anfrage verneint Tier-Sprecher Thöni, dass der Zeitpunkt des Launchs in Basel mit den Problemen der Konkurrenz zusammenhänge. 

Warum startet Tier aber zuerst am Rheinknie? «Die Basler Behörden sind flexibel und haben sich auf die Flagge geschrieben, die grüne Mobilität zu fördern», so Thöni weiter. Tatsächlich braucht es in Basel keine Bewilligung. Es reicht, seine Firma beim Amt für Mobilität zu registrieren.

Das ist längst nicht in allen Städten so. Es ist dennoch nur eine Frage der Zeit, bis die Tier-Scooter auch in Zürich anzutreffen sind. Aus «Wettbewerbsgründen» will Tier nicht verraten, in welcher Schweizer Stadt sie als Nächstes expandiert. 

Flash als Preisbrecher
Sowohl Tier und Lime als auch Bird verrechnen pro Minute 30 Rappen für die Nutzung der Scooter, dazu kommt eine Entriegelungsgebühr von einem Franken. Flash, welche in der Testphase in Zürich die Tretroller unter dem Brand «This is not a Scooter» vermarktet, verlangt dagegen nur 15 Rappen pro Minute.  «Das ist der Preis in der Open-Beta-Phase. Wir werden auch danach ein attraktives Angebot bieten», so Barkholtz.  Lime hatte den Preis einige Monate nach der Lancierung verdoppelt.

Das steckt hinter dem Trotti-Boom

Der Wettbewerb tobt weltweit um die Marktführerschaft: Amerikanische E-Scooter-Start-ups wie Lime und Bird haben schon hunderte Millionen Dollar von Investorengeldern eingesammelt und sind bereits Milliarden wert. Die Sharing-Giganten sind in Hunderten Städten rund um den Globus präsent. Jetzt nimmt der Hype auch in der europäischen Start-up-Szene Fahrt auf. So hat Flash erst kürzlich nicht weniger als 20'000 E-Scooter in China bestellt. 

Die Investoren hoffen, mit der neuen Mobilitätsform in Zukunft das grosse Geld zu machen. Denn die Nutzer fahren auf die flinken Roller ab. Lime verzeichnete seit Beginn über sechs Millionen Fahrten mit ihren E-Scootern. Laut einer Studie ersetzt jeder dritte Scooter-Trip eine Autofahrt. Die Unternehmer erhoffen sich darum nichts weniger, als den innerstädtischen Verkehr weltweit zu revolutionieren. Und zwar schon bald. 

Video: watson
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