Schweiz
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Bewohner im Gespraech mit Regierungsrat Mario Cavigelli, zweiter von links, vor der Information fuer die Bevoelkerung von Bondo, am Dienstag, 29. August 2017, in Vicosoprano. Das Dorf Bondo war vergangenen Mittwoch nach einem Bergsturz von einem Murgang erreicht worden. Es ist seither evakuiert. Acht Wanderer wurden vermisst gemeldet. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Der Bündner Regierungsrat Mario Cavigelli (Mitte) im Gespräch mit Bewohnern von Bondo. Bild: KEYSTONE

«Nicht damit gerechnet»: Bündner Behörden geben in Bondo erstmals Fehler zu



Im bündnerischen Bondo können die Menschen weiterhin nicht in ihre Häuser zurück. Nach dem Murgang von vergangener Woche sind die Schäden zu gross. Acht Personen werden weiterhin vermisst, die Suche wurde jedoch eingestellt.

Nun geben die Bündner Behörden erstmals zu, dass sie die Lage falsch eingeschätzt haben. «Die Fachleute des Amtes für Wald und Naturgefahren haben nicht mit einer Entwicklung eines Murganges gerechnet», sagt Regierungsrat Mario Cavigelli gegenüber SRF.

Man habe zwar mit einem Abbruch gerechnet, aber nicht damit, dass sich gleichzeitig so viel Wasser bilde, das die trockene Masse bewegen könnte. Seit 2011 befasse man sich intensiv mit dem Piz Cengalo, man wisse aber noch nicht, weshalb der Murgang nicht vorausgesehen wurde, so Cavigelli weiter.

Der Bergsturz bei Bondo GR

Bei einem der grössten Bergstürze in der Schweiz seit über 100 Jahren waren am letzten Mittwochvormittag drei Millionen Kubikmeter vom Piz Cengalo abgebrochen. Eine Kombination von auftauendem Permafrost und Wasserdruck wird als Ursache vermutet.

Im Rahmen der Abklärungen zum Unglück wird unter anderem der Frage nachgegangen, ob im Gebiet seitens der Gemeinden ausreichend auf die Naturgefahr eines Bergsturzes hingewiesen wurde. Der Piz Cengalo stand unter Beobachtung seit dem Absturz von Ende 2011, als am gleichen Ort 1,5 Millionen Kubikmeter Fels wegbrachen. Dieser Bergsturz hatte sich damals weitgehend unbemerkt ereignet. (cma/sda)

Video der Woche: Rash, der sympathische Berner «Influencer», im Kreuzverhör.

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Video: watson/Nico Franzoni, Lya Saxer

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 31.08.2017 00:51
    Highlight Highlight Auf der Welt geschehen unvorstellbare Dinge. Wer von euch kann mir versichern, dass die Sonne auch morgen aufgeht?
  • Rumbel the Sumbel 30.08.2017 16:40
    Highlight Highlight Wie bei vielem anderem suchen die Medien den Fehler bei anderen und sorgen so von vorneweg für eine entsprechende Richtung. Auch wenn es tragisch ist, wollten die Wanderer trotz Warnungen, welche offensichtlich vorhanden waren und ihnen auch mitgeteilt wurden, durch die Gefahrenzone durchmarschieren. Die Natur kannst du nie genau einschätzen. Sind wir ehrlich, dass ist wie Schneesportler, welche die abgesperrten Schneehänge betreten. Wer ist da verantwortlich?
  • äti 30.08.2017 11:31
    Highlight Highlight Des Schweizers Lieblingsspiel: "Finde einen Schuldigen". Vielleicht passt sich die Natur bloss unserem Umgang mit ihr an.
  • Spiessvogel 30.08.2017 10:44
    Highlight Highlight Beim Betrachten des Ablaufs der Ereignisse haben sich die Behörden nichts vorzuwerfen. Sie haben die Gefahr frühzeitig erkannt. Als die Bedrohungslage stieg wurde ein Alarmsystem eingerichtet. Rechtzeitig wurde ein grosses Sammelbecken sogar gegen den Willen einiger Leute vom Dorf durchgesetzt. Die verschütteten Berwanderer durchschritten die signalisierte Höchstrisikozone auf eigene Gefahr. Dass mehr und zum Teil anderes herunterkam als erwartet, kann niemandem angelastet werden. Niemand muss dafür Verantwortung übernehmen. Die Natur hat am Berg ihre ganze Macht und Grösse demonstriert.
  • Töfflifahrer 30.08.2017 10:08
    Highlight Highlight Waren sie genügend vorbereitet oder nicht? Ich weiss es nicht. Sicher ist jedoch, dass solche Naturereignisse auch künftig wohl extremer ausfallen werden als es anhand der historischen Daten berechnet wurde. Dem Klimawandel sei dank. Ist ein solches Ereignis überhaupt in seiner möglichen Grösse vorhersehbar? Reichen die neuen Schutzbauten denn noch? Können wir es uns überhaupt leisten überall wo der Berg kommen kann Betreten-Verbote zu erlassen und wer soll das dann kontrollieren? Und, dürften wir dann überhaupt noch in die Berge bzw. müssten wir nicht ganze Täler vorsorglich Evakuieren?
  • Stichelei 30.08.2017 09:57
    Highlight Highlight Ich finde es bedenklich, wenn man nun bereits wieder von "Fehlern" spricht. Das Ganze war ein Ereignis, das so wahrscheinlich noch nie in der Schweiz aufgetreten ist. Dass nun wieder nach Schuldigen gesucht wird zeugt vom Wahn unserer Zeit, wonach alles berechenbar und somit voraussehbar sei. Dabei werden wir eigentlich täglich eines Besseren belehrt. Aber Hauptsache, man kann danach mit dem Finger auf jemanden zeigen.
    • Töfflifahrer 30.08.2017 11:32
      Highlight Highlight Was mich am meisten gestört hat, war dass bereits beim ersten Interview der SRF-Fragende (Journalist kann man ja dazu nicht sagen) zuerst mal wissen wollte ob Fehler begangen wurden!
      Es ist wohl einfach der Versuch mal wieder ein riesen grossen Headliner bringen zu können. Liesst man Boulvardzeitungen wird überall nur von möglichen Fehlern gesprochen. Eine Auseinandersetzung mit den Ursachen findet fast nicht statt.
    • Stefanie Hablützel 02.09.2017 20:07
      Highlight Highlight Einige Ihrer Behauptungen sind nicht korrekt 1) Die erste Frage im Interview bezog sich auf die Gefahrenanalyse im Vorfeld, es war also nicht die Frage nach einem Fehler: "Hatten Sie in Ihrer Gefahrenanalyse damit gerechnet, dass ein Murgang gleichzeitig mit dem Bergsturz stattfinden kann?" 2) Da hat nicht ein Mann gefragt. Machen Sie sich selbst ein Bild, ich freue mich, wenn Sie reinhören https://www.srf.ch/play/radio/popupaudioplayer?id=24bb4800-dcf2-4f7b-8061-62abb161977c Freundliche Grüsse, Stefanie Hablützel, Radio SRF
  • Berner 30.08.2017 09:26
    Highlight Highlight in diesem Zusammenhang von "Fehler" zu sprechen, finde ich ein bisschen hart. Hier spielen viele Faktoren (meteorologische und geologische) zusammen und die Beurteilung des Risikos ist davon abhängig, wie man diese gewichtet. Offenbar war die Zeit seit 2011 zu kurz, um genügend Wissen über die Prozesse am Piz Cengalo zu sammeln.
  • IbexIbex 30.08.2017 09:17
    Highlight Highlight Und wieso war ein Murgangwarnsystem installiert? Über die erwarteten Dimensionen des sich entwickelnden Murganges kann man wieder diskutieren, aber in dieser pauschalisierten Aussage ist die Aussage wohl nicht korrekt. Sonst wären die Opferzahlen wohl höher.
  • Olla 30.08.2017 09:08
    Highlight Highlight Die Aussage, dass man zwar mit einem Felssturz, nicht aber mit den daraus entstandenen Murgängen gerechnet habe, machten die Experten bereits vor einer Woche an der ersten Pressekonferenz vor Ort!
    Das jetzt als "Bündner Behörden geben erstmals Fehler zu" zu pushen ist lächerlich, liebes Watson...

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