Schweiz
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Gericht gibt grünes Licht für Wanderweg durch «Swiss Grand Canyon»



Blick von der Aussichtsplattform in Conn bei Flims (GR) auf die Rheinschlucht am Freitag, 30. Maerz 2007. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Im jahrelangen Kampf um einen durchgehenden Wanderweg durch die teilweise geschützte Vorderrheinschlucht haben die Befürworter einen wichtigen Sieg erzielt: Das Bündner Verwaltungsgericht wies eine Beschwerde von Umweltorganisationen gegen den Weg vollumfänglich ab.

Der erbitterte Streit dreht sich um ein knapp drei Kilometer langes Wanderwegstück entlang der Geleise der Rhätischen Bahn auf dem Gebiet der Gemeinde Trin. Es handelt sich um das letzte fehlende Teilstück für einen durchgehenden Wanderweg durch die rund 20 Kilometer lange Vorderrheinschlucht, die Ruinaulta.

Die letzten Sonnenstrahlen scheinen durch die Rheinschlucht auf herbstlich verfaerbte Baeume, am Dienstag, 3. Oktober 2017, bei Versam. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Bild: KEYSTONE

Vorangetrieben wird das Vorhaben vom Verein Die Rheinschlucht, dem alle anstössigen Gemeinden angehören. Ziel ist eine höhere touristische Wertschöpfung durch die Attraktivitätssteigerung des Weges durch den «Swiss Grand Canyon». Die Stimmberechtigten der Gemeinde Trin bewilligten die Erstellung des Richtweges im Juni 2016 mit der Anpassung des Richtplanes.

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Video: srf

Auswirkungen auf Auen und Vögel befürchtet

Die Umweltverbände Pro Natura, Schweizer Vogelschutz SVS und WWF Schweiz befürchten negative Auswirkungen auf eine Auenlandschaft im nationalen Naturmonument, die im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) verzeichnet ist. Auch befürchten sie eine Gefährdung der dort siedelnden Vögel, der vom Aussterben bedrohten Flussuferläufer.

Ich habe keine Angst vor Kühen. Sicher nicht

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Video: watson/Emily Engkent

Das Verwaltungsgericht teilt diese Ängste, wie zuvor schon die Bündner Regierung, in keinster Weise, wie dem am Mittwoch publizierten Urteil zu entnehmen ist. Der Weg verlaufe zwar in der Nähe des Augengebietes, aber nicht dadurch, schrieben die Richter. Und da ein 400 Meter langes Wegstück durch einen extra gebauten Tunnel geführt werde, könne der Schutz der Aue eingehalten werden.

Auch die Störung der Flussuferläufer hält das Gericht für nicht so ausgeprägt, wie von den Umweltorganisationen dargestellt. Die negativen Auswirkungen auf die bedrohten Zugvögel könnten mit Schutz- und Lenkungsmassnahmen in Grenzen gehalten werden.

Ob mit diesem Urteil das letzte Kapitel in der Auseinandersetzung um den Weg durch den «Swiss Grand Canyon» geschrieben wurde, ist noch völlig unklar. Wie von den Umweltorganisationen zu erfahren war, prüfen sie den Weiterzug des Urteils ans Bundesgericht. Auch könnten sie, wie dem aktuellen Urteil zu entnehmen ist, zu einem späteren Zeitpunkt Einsprache im Baubewilligungsverfahren erheben. (sda)

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Adremos 10.10.2018 17:44
    Highlight Highlight Kann man nicht wenigstens einmal ein ganz kleines Stück Natur frei von menschlicher Präsenz lassen......???
    • ReziprokparasitischerSymbiont 10.10.2018 22:11
      Highlight Highlight "Wanderwegstück entlang der Geleise der Rhätischen Bahn"
      Klingt nicht gerade nach fehlender menschlicher Präsenz...
  • Charlie B. 10.10.2018 15:16
    Highlight Highlight "Der Weg verlaufe zwar in der Nähe des *Augen*gebietes" ;-)
  • purzelifyable 10.10.2018 15:09
    Highlight Highlight "anstössige Gemeinden"
    • rokat 10.10.2018 17:02
      Highlight Highlight Das dachte ich mir auch... :-D
  • Lag93 10.10.2018 14:49
    Highlight Highlight Das Video über die nicht vorhandene Angst von Kühen, ist der wahnsinn!! :'D
  • Doktor Dosenbier 10.10.2018 13:44
    Highlight Highlight Ein unberürtes Stück Natur zu einer Touristenatraktion machen?


    HUUPETS EIGWNTLI?!?!?!
    • 7immi 10.10.2018 14:15
      Highlight Highlight ein wanderweg „entlang der geleise der rhätischen bahn“ dürfte wohl kaum durch die unberührte natur...
    • peeti 10.10.2018 14:30
      Highlight Highlight Wanderweg in unberührter Natur entlang der Geleise der Rhätischen Bahn...
      zudem geht es um einen Wanderweg und nicht um Rodelbahnen, Highflyer, Seilpark etc.
    • Peldar 10.10.2018 14:54
      Highlight Highlight Aber momentan steigen da keine Menschen aus. Und ein zug rattert durch, Menschen jedoch machen sich breit, wollen bräteln, baden, erkunden, bringen evtl. Noch Hunde mit, und und und. Daher kann ich die Bedenken der Umweltschutzorganisationen Nachvollziehen. Ausserdem ist die Schweiz schon bis in den letzten Winkel begehbar, braucht denn dieses kleine Stück unbedingt noch einem Weg?
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