Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ARCHIV -- ZUR HAUSDURCHSUCHUNG IM HAUPTSITZ DER POST IN BERN AM MITTWOCH, 15. AUGUST 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Der Hauptsitz der Post, am Donnerstag, 31. Maerz 2011 in Bern. Die Post informierte bei der Bilanzmedienkonferenz ueber das Jahresergebnis. Die Schweizerische Post erzielte 2010 das beste Resultat aller Zeiten. Der Konzerngewinn stieg um 25 Prozent auf 910 Millionen Schweizer Franken. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Hauptsitz der Post in Bern. Bild: KEYSTONE

Postauto-Skandal: Bundespolizei führt Razzia bei der Post durch



Neue Entwicklung im Postauto-Skandal: Wegen des Verdachts auf allfällige Widerhandlungen gegen das eidgenössische Subventionsgesetz hat das Bundesamt für Polizei (Fedpol) am Mittwoch bei der Post eine Hausdurchsuchung durchgeführt.

Eine Fedpol-Sprecherin bestätigte gegenüber der Agentur Keystone-SDA eine Meldung von blick.ch. Die Durchsuchung finde sowohl in den Räumlichkeiten der Post wie von Postauto statt. Ziel sei es, potenzielles Beweismaterial sicherzustellen.

Gewinne umgebucht

Der Bundesrat hatte das Fedpol am vergangenen 27. Februar damit beauftragt, die Unregelmässigkeiten bei der Postauto AG in einem Verwaltungsstrafverfahren zu untersuchen und zu beurteilen.

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hatte im Rahmen einer ordentlichen Revision festgestellt, dass die Postauto Schweiz AG seit 2007 Gewinne im abgeltungsberechtigten regionalen Personenverkehr erzielt und diese zwischen 2007 und 2015 in andere Geschäftsfelder umgebucht hat.

Rücktritt der Postchefin

Im Juni war Postchefin Susanne Ruoff per sofort zurückgetreten. Es gebe zwar keine Beweise, dass Ruoff von den Tricksereien gewusst habe. Sie übernehme aber «selbstverständlich die Gesamtverantwortung», hiess es damals in einer Mitteilung.

Einen Tag später bewog der Subventionsskandal auch den Bundesrat zum Handeln. Er forderte die Kürzung der Post-Kaderlöhne, erteilte dem Verwaltungsrat keine vollumfängliche Décharge und wollte die Aufsicht extern überprüfen lassen.

Fedpol kann unbefangen arbeiten

Für die verwaltungsstrafrechtliche Untersuchung ist weder die Bundesanwaltschaft noch die Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern zuständig, wo die Anzeige des Bundesamtes für Verkehr (BAV) eingegangen war. Das Fedpol kann das Verfahren gemäss Bundesbehörden unbefangen und unabhängig führen.

Geleitet wird das Verwaltungsstrafverfahren gegen die Post vom ehemaligen Bundesrichter Hans Mathys. Die stellvertretende Leitung liegt beim Neuenburger Kantonsrichter Pierre Cornu.

Verfahren kann Jahre dauern

Je nach Ergebnis des Verfahrens und den ergriffenen Rechtmitteln kann es Jahre dauern, bis ein rechtskräftiger Entscheid in der Postauto-Affäre vorliegt.

Das Expertengremium, das die posteigene Untersuchung der Postauto-Affäre begleitet, wird von Wirtschaftsprüfer Stephan Bachmann geleitet. Dieser ersetzte Ende April Kurt Grüter, der das Mandat nach Anzweiflung seiner Unabhängigkeit niedergelegt hatte. (whr/sda)

Aktuelle Polizeibilder: Kollision zwischen Auto und E-Bike

Versicherung will mit Flugzeug Wetter beeinflussen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Erneut Erdbeben bei Elm im Glarnerland registriert

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

7 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7

Wegen Corona: Immer mehr Menschen haben eine Patientenverfügung

Wegen der Corona-Pandemie wollen in der Schweiz mehr Menschen eine Patientenverfügung haben. Ein Arzt erklärt, wieso es jetzt ein Zusatzblatt für Covid-19 gibt.

Aufgrund der Corona-Pandemie füllen immer mehr Leute eine Patientenverfügung aus. «Die Krise animierte dazu, sich mit der Vorsorge auseinanderzusetzen», teilt Annina Spirig von Pro Senectute mit. Die Organisation stellt fest, dass die Bestellungen von Vorsorgedossiers und Vorlagen zur Patientenverfügung seit Beginn der Pandemie zugenommen haben.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

In der Patientenverfügung hält man seine medizinischen Behandlungswünsche fest für den Fall einer …

Artikel lesen
Link zum Artikel