Schweiz
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Frauen in Lausanne auf den Strich gezwungen: Rumänischer Zuhälterring ausgehoben



ARCHIV -- ZUM BERICHT DES ZUERCHER STADTRATES UEBER DIE ENTWICKLUNG DES PROSTITUTIONSGEWERBES AM DONNERSTAG, 19. JULI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Une prostituee attend des clients qui passent en voiture sur un trottoir du centre ville dans la nuit du jeudi 7 au vendredi 8 juillet 2014 a Lausanne. La scene de la prostitution est visible sur la rue de Geneve, et l'avenue de Sevelin dans le quartier de Sebeillon a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

In Lausanne auf den Strich gezwungen.  Bild: Keystone

Die Polizei von Lausanne hat in Zusammenarbeit mit den rumänischen Behörden einen in der Westschweiz und Europa aktiven Zuhälterring ausgehoben. Ein Ermittlerteam aus beiden Ländern nahm am vergangenen Mittwoch vier Verdächtige in Rumänien fest.

Die Inspektoren der Lausanner Kriminalpolizei starteten die entsprechenden Ermittlungen Ende 2016. Mehrere Rumänen, die als Zuhälter verdächtigt wurden, konnten identifiziert werden. Sie übten Druck auf Landsleute aus und zwangen diese zur Prostitution in den Strassen von Lausanne, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Die Untersuchung identifizierte neun Angeklagte und 15 Opfer von Menschenhandel in der Schweiz und in Rumänien. Die Frauen wurden im osteuropäischen Land rekrutiert und, sobald sie die Volljährigkeit erreicht hatten, in Lausanne unter Aufsicht des Clans «zum Anschaffen» auf die Strasse geschickt. Viele Frauen wurden auch in anderen europäischen Ländern wie Italien, Deutschland oder Norwegen ausgebeutet.

Das Schicksal einer 18-jährigen Frau ist besonders tragisch: Ende November 2016 von einem französischen Kunden in Sullens tätlich angegriffen. Sie wurde mit entstelltem Gesicht und einem mit 26 Stichwunden übersäten Körper in einem Wald im Departement Doubs gefunden.

Bedroht und geschlagen

Der Haupttäter, ein 34-jähriger Rumäne, steht im Verdacht, mehr als fünf Frauen als Prostituierte ausgebeutet zu haben. Junge Frauen mussten ihren gesamten Verdienst an die Zuhälter abgeben. Sie wurden mit dem Tode bedroht und geschlagen, wenn sie den Anweisungen der Zuhälter nicht folgten.

Das Geld wurde nach Rumänien geschickt, insbesondere über Geldtransferagenturen. Es wurde zum Kauf von Luxusautos verwendet und teilweise in Casinos verprasst.

Mehrere Millionen beschlagnahmt

Das Verfahren wurde von Eurojust geleitet, der Stelle für justizielle Zusammenarbeit der EU. Die Waadtländer Staatsanwaltschaft die rumänische Einheit gegen organisierte Kriminalität und Terrorismus bildeten ein gemeinsames Ermittlerteam. Es ist die erste derartige Kooperation zwischen den beiden Ländern.

Dank der guten Zusammenarbeit seien am 16. Januar elf Razzien in den Kreisen Arges und Maramures in Rumänien sowie in Lausanne durchgeführt worden, teilte die Polizei mit. Drei Schweizer Polizisten nahmen an der Operation teil, die zur Verhaftung von vier Rumänen führte. Für fünf weitere Verdächtige wurden europäische Haftbefehle erlassen.

Die Vermögenswerte des Zuhälterrings, die mehrere Millionen Franken und fünf Häuser umfassen, wurden beschlagnahmt. Alle Angeklagten werden sich vor rumänischen Gerichten verantworten müssen. (aeg/sda)

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Neonazi-Konzert im Wallis verhindert – Rechtsrock-Band Kraftschlag wich nach Luzern aus

Während das am Samstag im Raum Unterwallis geplante Neonazi-Konzert ins Wasser fiel, trafen sich Rechtsextreme im luzernischen Wolhusen. Die Polizei unterbrach dort einen Auftritt der deutschen Band Kraftschlag, die im Wallis hätte auftreten sollen.

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