Schweiz
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ARCHIVBILD ZUR MK DER STIFTUNG KURT IMHOF ZUR MEDIENQUALITAET, AM MONTAG, 23. OKTOBER 2017 - ACHTUNG REDAKTIONEN: Altes Zentralschweiz am Sonntag-Logo - Die Schweizer Sonntagszeitungen NZZ am Sonntag, SonntagsZeitung, Schweiz am Sonntag, Zentralschweiz am Sonntag und SonntagsBlick liegen auf einem Tisch, aufgenommen am 5. Mai 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Storys der Sonntagszeitungen.  Bild: KEYSTONE

Schweizer Waffengeschäfte für IS, SBB-Pannensoftware und Nachtarbeit: Die Sonntags-Storys



Bund zeigt Basler Firma wegen IS-Munition an

Eine Firma aus Basel soll laut der «SonntagsZeitung» in illegale Waffengeschäfte verwickelt sein. Die Zeitung beruft sich dabei auf den Bericht «Weapons of the Islamic State». In diesem taucht die Tradewell AG aus Basel auf. Konkret sei es um den Verkauf von fünf Millionen Patronen von Serbien an irakische Sicherheitskräfte gegangen. Den Deal soll unter anderem die Tradewell AG eingefädelt haben. Der Fall sei doppelt problematisch: Einerseits landeten Teile der Munition in den Händen des IS. Andererseits bräuchte es laut Kriegsmaterialgesetz für «den Handel mit Kriegsmaterial» und «die Vermittlung von Kriegsmaterial» zwingend eine Bewilligung des Staatssekretariat für Wirtschaft Seco. Eine solche hatte die Tradewell AG aber nicht, wie ein Seco-Sprecher der Zeitung bestätigte. Er kündigte zudem an, dass das Seco den Sachverhalt bei der Bundesanwaltschaft anzeigen werde.

Pannen-Software: SBB prüfen Notlösung

Das neue IT-System der SBB für die Dienstplanung der Lokführer funktioniert weiterhin nicht richtig. Nun erwägt man, das alte System zu reaktivieren, wie die NZZ am Sonntag berichtet. Sollten die Probleme bis am 8. Januar nicht behoben sein, könnte dieser Schritt nötig werden. Die alte Software war Ende Oktober ausgemustert worden. Laut einem Insider wird sich eine Arbeitsgruppe an einer Krisensitzung in zwei Wochen mit der Notlösung befassen. Es gelte, alle möglichen Optionen zu prüfen, sagt SBB-Sprecher Daniele Pallecchi. Geplant sei dieser Schritt aber nicht. Die seit einigen Wochen verwendete Software erfüllt vor allem bei Störungen die Anforderungen nicht. «Diese Einführung ist kein Glanzstück», räumt Pallecchi ein. Angestellte sprechen gar von einer «desaströsen» Situation. Angeschafft worden war die Software 2011 für knapp 19 Millionen Franken. Inzwischen verschlang die Weiterentwicklung zusätzlich einen zweistelligen Millionenbetrag.

Wegen Trump: Milliarden-Abschreiber bei der UBS

Die Grossbank UBS wird laut einer Meldung der «SonntagsZeitung» eine Abschreibung von 2.8 Milliarden Franken tätigen. Dies geschehe aufgrund der verabschiedeten Steuerreform in den USA. Die Wertberichtigung werde im vierten Quartal vorgenommen, bestätigte zudem ein Sprecher gegenüber der Zeitung. Der Jahresgewinn dürfte damit schmelzen. Mit der Senkung der Unternehmensgewinnsteuern in den USA von 35 auf 21 Prozent verlieren Steuergutschriften an Wert. Diese kamen durch Verluste in der Vergangenheit zustande. Am späten Freitagabend hatte bereits die Grossbank Credit Suisse bekanntgegeben, dass sie wegen der US-Steuerreform im vierten Quartal einen Abschreiber von 2.3 Milliarden Franken auf ihre Steuerguthaben tätigen werde.

Banker Vincenz räumt Fehler ein

Der ehemalige Chef von Raiffeisen Pierin Vincenz räumt in einem Interview mit dem «SonntagsBlick» zur Finma-Untersuchung gegen ihn aufgrund möglicher Interessenkonflikte ein, Fehler gemacht zu haben. Es sei durchaus möglich, dass einmal etwas im Grenzbereich war, sagte der Manager zu der Zeitung. Auch bezüglich Kontrollmechanismen bei Raiffeisen äusserte Vincenz gewisse Selbstkritik: Es habe innerhalb der Organisation immer kontrollierende Mechanismen gegeben - auch wenn diese früher vielleicht nicht so streng wie heute gewesen seien. Seinen Rücktritt als Verwaltungsratspräsident bei der Helvetia-Versicherung erklärte Vincenz in dem Interview damit, dass das mittlerweile fallengelassene Finma-Verfahren hätte viel länger dauern können und dies hätte die Helvetia belastet.

Immer mehr arbeiten ausserhalb der Bürozeiten

Immer mehr Menschen arbeiten laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» ausserhalb der regulären Bürozeiten - also spät am Abend, in der Nacht oder etwa an Sonntagen. Die Zahl der Erwerbstätigen, die normalerweise oder zumindest manchmal zwischen 19 Uhr und Mitternacht tätig sind, stieg gemäss dem Bundesamt für Statistik von 2010 bis 2016 um 12 Prozent auf über 1.8 Millionen Personen. Dies entspreche einem Anteil von 41 Prozent der rund 4.4 Millionen Erwerbstätigen der Schweiz. Auch in der Nacht packten immer mehr Menschen an. Fast 600'000 Personen arbeiteten 2016 zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens - rund 8 Prozent mehr als noch vor sieben Jahren. Der Arbeitsmarkt habe sich der Dienstleistungsgesellschaft angepasst, sagte Theo Wehner, emeritierter Professor für Arbeits- und Organisationspsychologie an der ETH Zürich diesbezüglich zur «NZZ am Sonntag». Die Berufswelt werde heterogener und eine Vielzahl von Varianten verdränge das bisherige Modell starrer Bürozeiten.

Nach Grounding: Verfahren gegen Darwin Airlines

Der Tessiner Staatsanwaltschaft hat laut der «SonntagsZeitung» im Konkursverfahren der Darwin Airlines ein Strafverfahren gegen Unbekannt eröffnet. Das zuständige Konkursamt Lugano hatte die Staatsanwaltschaft auf mögliche Unregelmässigkeiten aufmerksam gemacht. Laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft hegt die Konkursbehörde den Verdacht, dass es beim finanziellen Aus der Airline nicht mit rechten Dingen zugegangen sei.

Eine Million für Eritrea

Der Bund hat laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» einen Beitrag von einer Million Franken für ein Hilfsprojekt in Eritrea verabschiedet. Das Geld fliesse in das Projekt «Skills and Migration», das die Ausbildung im autokratisch regierten Land fördern soll. «Der entsprechende Vertrag ist am 7. Dezember unterzeichnet worden», bestätigte das Aussendepartement der Zeitung. Bereits im Oktober hatte der Bund beschlossen, eine Million Franken an zwei private Hilfsorganisationen zu zahlen, die in Eritrea Berufsbildungsprojekte betreiben.

(sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Posersalami 24.12.2017 11:14
    Highlight Highlight Jau, Geld verdienem geht immer, Flüchtlinge nehmen wie nimmer! In bester humanitärer Tradition der Schweiz!
  • Str ant (Darkling) 24.12.2017 10:15
    Highlight Highlight haha Bürozeiten ehrlich?
    In Zukunft hat die Gastronomie,Kinos,Hotels,Flughäfen und was ist nicht noch sonst noch so alles nur noch 9 to 5 offen oder wie jetzt?

    Wie jetz sie wollen etwas zu Essen bestellen das muss aber jemand dann zu der Zeit arbeiten schon oder ?

    Es wird höchste mit diesem Märchen aufzuräumen der Krankenwagen kann nicht kommen wir wollen doch nicht das Leute am Sonntag arbeiten sollen oder wie?
  • Herbert Anneler 24.12.2017 09:52
    Highlight Highlight À propos Darwin: Ein gewisser UBS-CEO namens Ermotti ist Mitbesitzer von Darwin...

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