Schweiz
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Die Co-Praesidentinnen Laura Zimmermann, rechts, und Flavia Kleiner von der Operation Libero, vom Nein-Buendnis zur Selbstbestimmungsinitiative, freuen sich am am Sonntag, 25. November 2018, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Flavia Kleiner (rosa Jacke) und Laura Zimmermann freuen sich über den Sieg gegen die Selbstbestimmungs-Initiative der SVP.  Bild: KEYSTONE

Mit Frauenpower in Richtung Europa: Das sind die Zukunftspläne der Operation Libero

Flavia Kleiner und Laura Zimmermann haben an vorderster Front einen Sieg gegen die Selbstbestimmungs-Initiative der SVP errungen. watson hat die Köpfe der Operation Libero getroffen und sie gefragt, wie es nun weitergeht und ob die beiden bei den Wahlen 2019 antreten werden.



Die Operation Libero ist nicht zu bremsen. Als Teil einer breiten Allianz gegen die Selbstbestimmungs-Initiative gewinnt sie erneut gegen die SVP. Mit 66,2 Prozent schmetterte die Bevölkerung das Anliegen der Schweizer Volkspartei ab. Wesentlich daran beteiligt: Die beiden Libero-Co-Präsidentinnen Laura Zimmermann und Flavia Kleiner.

Als «aggressiv und diffamierend» bezeichnet SVP-Präsident Albert Rösti am Sonntag den Abstimmungskampf der Gegner. Die Reaktion im Berner Restaurant Grosse Schanze, dort wo sich die SBI-Gegner versammelt haben, folgt prompt: lautes Lachen. Es kommt aus der ersten Reihe. Dort sitzen Flavia Kleiner und Laura Zimmermann.

Einige Stunden später, als der grosse Medienrummel vorbei ist und alle Stimmzettel gezählt, sitzt Flavia Kleiner mit Kuchen und Kaffee allein an einem Tisch. Sie müsse sich auf ein einstündiges Interview mit einem holländischen Fernseh-Team vorbereiten, antwortet sie. Darin gehe es um die Zukunft Europas und den Aufstand der Zivilgesellschaften. Zeit für einen kurzen Blick in die Zukunft hat sie dennoch.

«Die Operation Libero soll in Zukunft auch die politische Agenda beeinflussen und selbst Themen setzen.»

Flavia Kleiner

«Die Operation Libero muss sich weiterentwickeln. Bislang kamen wir immer zum letztmöglichen Zeitpunkt ins Spiel. Dann, wenn es darum ging, das Schlimmste abzuwenden», sagt Kleiner ohne Umschweife. Es fehle das konstruktive Arbeiten. «Die Liberos sollen in Zukunft auch die politische Agenda beeinflussen und selbst Themen setzen.»

Flavia Kleiner, Co-Praesidentin der

Die Wochenzeitung «Politico Europe» zählt die 28-jährige Flavia Kleiner zu den 28 einflussreichsten Persönlichkeiten Europas.  Bild: KEYSTONE

Eine überparteiliche Organisation wird die Operation Libero auch weiterhin sein. «Wir bleiben unseren Anfängen treu», sagt die 28-Jährige bestimmt. In diesem Moment tritt Heinz Karrer, Präsident des Wirtschaftsverbands Economiesuisse, an den Tisch. Mit den Worten «bis bald» verabschiedet sich Karrer von Kleiner. Diese lächelt etwas müde, aber voller Tatendrang zum Abschied – und wendet sich sofort wieder dem Gespräch zu.

Klar habe sie sich überlegt, an den nationalen Wahlen 2019 anzutreten. «Verantwortung zu übernehmen, etwas bewegen – das ist genau das, wofür ich einstehe», so Kleiner. Das Parlament wäre für sie der richtige Ort – vor allem als junge Frau. Doch Kleiner zögert. «Ehrlich gesagt, weiss ich nicht, auf welcher Parteiliste ich antreten würde.» Ob die Parteien sie dennnoch umwerben könnten? «Vielleicht», antwortet Kleiner mit einem schelmischen Lächeln.

«Das zivilgesellschaftliche Engagement in anderen Ländern ist unglaublich hoch. Vielleicht ist es an der Zeit, aus dem kleinen Gärtchen der Schweiz auszubrechen und grösser zu denken.»

Flavia Kleiner

Doch es ist nicht nur die fehlende Parteimitgliedschaft, die Kleiners Parlamentskarriere im Wege stehen könnte. Es ist noch etwas anderes, das ihr auf der Zunge brennt. «Ich habe in den letzten Monaten sehr viele, sehr spannende Kontakte geknüpft.» Kontakte wie kein geringerer als der ehemalige US-Präsident Barack Obama zum Beispiel, den Kleiner im Oktober dieses Jahres in Amsterdam traf.

Kleiner spielt mit dem Gedanken, die Operation Libero auf eine internationale Ebene zu heben. «Das zivilgesellschaftliche Engagement in anderen Ländern ist unglaublich hoch. Vielleicht ist es an der Zeit, aus dem kleinen Gärtchen der Schweiz auszubrechen und grösser zu denken», sagt Kleiner. Kämpfen für ein funktionierendes und chancenreiches Europa möchte sie, sagt Kleiner zum Abschied. Sie muss weiter. Das holländische Filmteam wartet.

Laura Zimmermann, Co-Praesidentin Operation Libero, lanciert den Abstimmungskampf gegen die No Billag Volksinitiative mit einer Fahne, am Dienstag, 5. Dezember 2017, in Bern. Die Volksabstimmung ueber die No Billag Initiative  findet am 4. Maerz 2018 statt. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Die 27-jährige Jura-Absolventin Laura Zimmermann kämpfte an vorderster Front gegen die Selbstbestimmungs-Initiative.  Bild: KEYSTONE

Unweit von Kleiner entfernt wuselt auch Laura Zimmermann noch immer durch die sich lichtende Menge. Die 27-Jährige blieb als eines der spannendsten Gesichter der No-Billag-Debatte in Erinnerung und auch beim Kampf gegen die SBI scheute sie keinerlei Konfrontationen.

Doch Zimmermanns Zukunftspläne unterscheiden sich von denen Kleiners. Ins Parlament wolle sie derzeit nicht. «Für mich ist die Operation Libero meine politische Heimat. Unser Baby ist jetzt vier Jahre alt, es braucht auch weiterhin noch Begleitung», sagt Zimmermann bestimmt und fügt kampfeslustig hinzu: «Der Sieg heute war ein Richtungsentscheid. Wir sind aber noch lange nicht fertig, das ist erst der Anfang.» Die Abstimmung zur Verschärfung des Waffenrechts, die Kündigungs-Initiative – das alles stehe noch bevor.

«Natürlich braucht es Leute der Operation Libero im Parlament. Das wäre die richtige und wichtige Weiterentwicklung.»

Laura Zimmermann

Zimmermann sieht jedoch ein, dass man im Parlament an den Schalthebeln der Politik sitzt. Auch sie will nicht mehr nur Initiativen abwehren, sondern selber Debatten prägen. «Natürlich braucht es Leute der Operation Libero im Parlament. Das wäre die richtige und wichtige Weiterentwicklung.»

Sie selbst könne sich nur schwer einer Partei zuordnen. «Ich komme wie Flavia aus einem FDP-Haushalt.» Doch der fehlende Mut der Partei und die Angst anzuecken, enttäuschen Zimmermann. «Ich sage das nicht, weil ich der Partei eins auswischen will, sondern weil ich sie eine extrem wichtige Kraft finde.» Sie wünsche sich klare Positionen in der Europapolitik und bei gesellschafts-liberalen Themen.

«Wir schauen mit Freude auf das Wahljahr 2019. Es werden spannende Dinge auf uns zukommen.»

Laura Zimmermann

So ganz nimmt man es ihr nicht ab, dass sie nicht doch mit einem Sitz im Parlament liebäugelt. Die Nachfrage lächelt Zimmermann weg. «Wir schauen mit Freude auf das Wahljahr 2019. Es werden spannende Dinge auf uns zukommen», sagt sie und steht auf. Es geht weiter an die Afterparty. Und morgen? «Da muss ich arbeiten», schmunzelt Zimmermann und zieht sich den dunkelblauen Mantel über.

Albert Rösti über Simonetta Sommaruga

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Video: watson/Christoph Bernet

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153Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • .ch 27.11.2018 22:18
    Highlight Highlight Die Verlierer der SBI können es nicht verputzen, dass zwei junge und intelligente Frauen dem Herrliberger Milliardärsclub die Show gestohlen haben. Der Leser sei vorgewarnt: anders sind die zum Teil bizarren Kommentare auf dieser Seite nicht zu erklären.
  • Joe Frangelico 27.11.2018 13:43
    Highlight Highlight Von wem finanziert ?
    • sheimers 27.11.2018 16:43
      Highlight Highlight z.B. von mir, ich habe Op.Lib. einen Tausender spendiert. SP und Schutzfaktor M haben auch noch was bekommen.
  • Joe Frangelico 27.11.2018 13:16
    Highlight Highlight Frage .

    Von wem wird Operation Libero finanziert ?
  • Roterriese 27.11.2018 09:48
    Highlight Highlight Die Operation Libero ist gegen das Verhüllungsverbot, mal schauen, ob sie auch diese Abstimmung gewinnen, oder ihre erste Schlappe einfahren. Ich tippe auf letzteres.


    https://www.operation-libero.ch/de/kleiderfreiheit
    • Troxi 27.11.2018 14:20
      Highlight Highlight Ich frage mich nach wie vor, was der Vorteil einer Kleidervorschrift sein soll. Ausser einem Beschäftigungsprogramm für die sonst schon überlastete Justiz sehe ich keine Veränderung.
    • .ch 27.11.2018 22:21
      Highlight Highlight Immerhin standen sie beim Burka-Verbot im Kanton Glarus auf der Gewinnerseite.
  • Mister Fanky Fanky 27.11.2018 01:19
    Highlight Highlight Alle Parteien haben verloren, es gibt keine Sieger, nicht mal die Dummschwätzer haben gewonnen und Träumer und Träumerinnen schon gar nicht. Was noch ganz wichtig ist, als die Grenzen noch geschlossen waren, hatten wir Hochkonjunktur, was heute nicht mehr der Fall ist.
    • Fritz N 27.11.2018 11:12
      Highlight Highlight Du hast ja richtig viel Ahnung von allem
    • Dr. oec. 27.11.2018 13:35
      Highlight Highlight Bloss war damals überall Hochkonjunktur. Und bevor wir die Bilateralen hatten, ging's unserer Wirtschaft schlechter als nachher.
  • FrancoL 27.11.2018 00:03
    Highlight Highlight Wenn man heute Abend Roger Köppel im talk täglich bei Gilli gehört hat dann muss man erst recht ALLEN und damit auch OL dankbar sein, dass ein so klares Verdikt resultierte, denn selbst eine klare Niederlage versuchte Köppel doch noch als Sieg umzumünzen, mit der üblichen Begründung die Gegner hätte es wieder einmal nicht verstanden, was die SVP tolles anzetteln wollte.
    Darum ist der Einsatz von OL mehr als nur wichtig denn er half den Sieg so hoch zu gestalten, dass die SVP nicht übermorgen sich noch als Siegerin gebärden kann.
  • Barracuda 26.11.2018 23:54
    Highlight Highlight Das war ja alles in meinem Sinn am Wochenende. Aber die Operation Libero habe ich nicht wahrgenommen. Das wird hier so dargestellt, als wäre das der Sieg von Libero. Und wie zur Hölle bildet sich diese Gruppierung ein, das Sprachrohr der Zivilgesellschaft zu sein.
  • Wolfgang A. Haas 26.11.2018 23:37
    Highlight Highlight Ich fände es schade, wenn diese engagierten Frauen ins Parlament wechseln würden. Für mich war OL bisher eine wichtiges Korrektiv und diese Kraft würde im Parlamentsbetrieb verblassen.
  • p4trick 26.11.2018 23:26
    Highlight Highlight Wer gewonnen hat? Mein Verstand. Es gibt die, welche sich nicht beeinflussen lassen und einfach nur die Gesetzesänderung lesen und dann entscheiden. Punkt und aus.
    Aber ja die Mehrheit lässt sich von Wahlmachern beeinflussen und genau da liegt die Gefahr. Die Leute denken nicht mehr selbständig, sondern lassen sich leiten. Lesen Zeitungen und Meinungen von irgendwelchen, die bezahlt werden, um eine Meinung und Fakten zu streuen. Gute Nacht, Verstand.
    • Dr. oec. 27.11.2018 13:36
      Highlight Highlight Danke für Deine Stimme. Die hat den Ausschlag gebracht.
  • Paul P. Herrmann 26.11.2018 22:55
    Highlight Highlight Warum muss denn OPERATION LIBERO unbedingt eine Partei werden, oder deren KämpferINNEN einer Partei angehören? Ich weiss, ich weiss, Fraktionitis heisst das Übel, das zwickt und plagt.
    Und für welchen Lobbyist lohnt es die Mühe einzelne KämpferINNEN "auszurichten".
    Liberas hütet euch vor dem "divide et impera".
  • Matti_St 26.11.2018 21:17
    Highlight Highlight Meine Kritik an Operation Libero.
    Auf der Webseite schreiben sie, was alles erreicht werden sollte. Mit vielen Ideen stimme ich überein. Aber wenn es bei einer Abstimmung um solche Themen geht, hört man nichts. In diesen Fall ging es um die Gesetzesvorlage für das neue Sozialversicherungsgesetz. Erst zwei Wochen vor der Abstimmung kommt ein Tweet, in dem sie ihre Position beziehen.
    Ich sag mal so. Es hätte dringend ihre Unterstützung gebraucht. Für eine liberale Gesellschaft.
    Man kann sich nicht immer nur die Rosinen pflücken und dabei gut aussehen. Politik geht in der Schweiz anders.
    • Silent_Revolution 26.11.2018 22:34
      Highlight Highlight Auch beim, gerade für liberale Werte
      wichtigen Geldspielgesetz kam da nichts. Ein Eintrag auf der Webseite und zwei-drei Posts auf ihren Social Media Kanälen die unkommentiert und kaum beachtet blieben.

      Es scheint, als ob diese Truppe gerade dann aus der Versenkung kommt, wenn es bei sicherem Ausgang die Lorbeeren einzusammeln gilt. Bei allen anderen Themen; nur nicht zuviel Aufwand, sonst könnte man noch als Verlierer dargestellt werden.

      Opportunismus at its best...
    • FrancoL 26.11.2018 23:27
      Highlight Highlight Wieso geht Politik in der Schweiz anders? Ist nicht gerade in der Schweiz immer der Run auf die Rosinen an vorderster Front? Und dies bei allen Parteien.
    • Matti_St 27.11.2018 00:17
      Highlight Highlight Kommt auf den Blickwinkel an. Die Bürgerlichen picken schon die nächsten Rosinen in dem sie den KK Selbstbehalt erhöhen wollen und wenn die Gesundheitskosten die Franchise um 12 x höher ist, die um 50 Franken zusätzlich berechnen.

      Politische Leistung ist, sich auch für Sachen einzusetzen, die nicht gegen die SVP aber gegen die bürgerliche Mehrheit im Parlament entgegen zu setzen. Man muss sich schon bewusst sein, 66% der Schweizer wählen nicht SVP. Demzufolge ist es nicht unbedingt eine Leistung gegen eine Initiative zu gewinnen, die wirklich schlecht formuliert ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 26.11.2018 20:45
    Highlight Highlight Dass sich die beiden Damen engagieren ist löblich. Dass sie sich als Sprecher der Zivilgesellschaft hervortun, ist aber eher wie wenn sich der Captain des FC Bauma 2 zum Sprecher des SFV hochstilisiert. Was ist denn die Zivilgesellschaft überhaupt? Die OL ist m.E wenig liberal, gewinnt Abstimmungen die der Bundesrat wohl auch ohne sie gewonnen hätte und spielt sich dann als Sieger auf. Für mich ist das die neue Generatin EU-Turbos, die auf die gutbezahlten Jöbbli in Brüssel schielt...
    • FrancoL 26.11.2018 21:32
      Highlight Highlight Oh ich sehe wie der BR diese Abstimmungen gewinnt. Schon die MEI vergessen? Da war die Konstellation ähnlich wie bei Abstimmungen die mit Hilfe der OL gewonnen wurden.
    • Mutzli 26.11.2018 22:37
      Highlight Highlight @Ohniznachtisbett

      Was ist denn an der Op. Libero nicht liberal? Bin jetzt auch nicht komplett überzeugt von der Organisation, aber ihr Profil ist gemäss Positionen und Verhalten ja ziemlich eindeutig liberal. Klar kann man dann Bauchnabelschau betreiben was "liberal" denn nun genau heisst, aber abgesehen von eher semantischen Diskussionen...
    • FrancoL 26.11.2018 23:31
      Highlight Highlight Ich kann mich nur wundern wie Du auf die Idee mit den Jobs in Brüssel kommst. Du schreibst doch sonst ganz vernünftige Kommentare! Ueberiges wer in die EU möchte schielt nicht unbedingt auf Posten in Brüssel oder bist Du der Meinung, dass die die nicht in die EU wollen einen Posten in Bern ergattern wollen?
  • FrancoL 26.11.2018 20:41
    Highlight Highlight Höchst interessant! Wer heute sich auf die Seite von Libero stellt und es wagt der Organisation eine mitentscheidende Rolle zuzugestehen wird abgekanzelt.
    Allerdings ohne grosse Begründungen, irgend wie befremdend was da abläuft, aber war ja auch zu erwarten, man klopft sich lieber selbst auf die Brust.
    • Silent_Revolution 26.11.2018 22:20
      Highlight Highlight Hier meine Begründung. Es heisst ja, OL sei hauptsächlich auf Social Media aktiv.

      Blöderweise haben sie überschaubare Kanäle und kaum Reichweite. Es werden wohl hauptsächlich die paar Leute erreicht, die sowieso zum Nein tendieren. Bestenfalls konnte man noch einige Unschlüssige oder Nichtwähler motivieren.
    • Dr. oec. 27.11.2018 13:43
      Highlight Highlight Ich verstehe es auch nicht. Offenbar wollen die schlechten Verlierer nicht zugeben, dass die OL eine Rolle gespielt hat. Junge Damen können gar nicht eine Vorlage bodigen, welche von einem so gestandenen und verdienstvollen gnädigen Herrn wie Dr. iur. Christoph Blocher von und zu Herrliberg zur wichtigsten Abstimmung seit dem EWR-Nein hochstilisiert wurde. Oder nur, wenn der böse Soros im Spiel ist.
    • FrancoL 27.11.2018 15:27
      Highlight Highlight @Silent; Deine ist wohl auch als Teilsicht zu betrachten, ich kenne einen ganze Menge die sich mitunter an OL orientieren. es ist richtig dass diese eher zum Nein tendieren, was aber viel entscheidender ist, ist die Tatsache dass sie wählen gegangen sind. Es kommt nicht nur auf die Tendenz an sondern auf die Mobilisation an die Urne zu gehen.
      Zudem ist es bekannt, dass bei hohen Beteiligungen eher die SVP davon profitiert und dieses mal scheint das anders gelaufen zu sein.
      ich denke dass da "ein par Leute" der falsche Ausdruck ist.
  • Juliet Bravo 26.11.2018 20:20
    Highlight Highlight Heute hier ja ein auffallend grosses Engagement gerade bei diesem Thema und klare Verhältnisse rechts konservativ und entgegen des klaren gestrigen Abstimmungsergebnisses.
    • FrancoL 26.11.2018 20:38
      Highlight Highlight Wundert es Dich?
    • Juliet Bravo 26.11.2018 20:45
      Highlight Highlight Nein. Wundenlecken und gemeinsam Leiden.
    • Juliet Bravo 26.11.2018 20:47
      Highlight Highlight Dazu zwei unabhängige, erfolgreiche, junge engagierte Frauen. Betonung auf Frauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MeinStern 26.11.2018 20:15
    Highlight Highlight Nun wird die Schweiz von der EU geschlachtet. Zuerst eine Mini-Rahmenvertrag,wo alle kritischen Elemente vorerst ausgeklammert sind. Das Volk wird diesem als harmlos verkauften Verträgli natürlich wieder zustimmen. Dann ist der EU-Trojaner gesetzt....natürlich mit Guillotine-Klausel. Mit den Jahren wird dann der Vertrag Schritt für Schritt erweitert...Erhöhung Mehrwertsteuer auf EU-Niveau, 60-Tönner über den Gotthard, Steuererhöhungen für Unternehmungen etc. etc. Was binnenmarktrelevant ist,lässt sich von der EU beliebig erweitern und die Schweiz darf dann diese Rechtserweiterungen übernehmen.
    • who cares? 27.11.2018 07:20
      Highlight Highlight Mag sein. Eher unwahrscheinlich. Aber unabhängig davon, die SBI hatte damit gar nichts zu tun. Dir müsste der Vertrag eigentlich gefallen. Die Guillotineklausel ist ja die SBI in der Praxis, wenn etwas nicht eingehalten wird, wird nicht der Ast abgesägt, sondern der ganze Baum gefällt. Kündigungsautomatismus. Den wollte der SBI-Trojaner ja in die Verfassung schreiben.
      P.s.: auch mit SBI hätten noch Verträge mit der EU unterschrieben werden können. Da ändert sich gar nix, ausser das es der EU in die Hand gespielt hätte, weil sie so die Guillotineklausel begründen könnten.
    • Dr. oec. 27.11.2018 13:45
      Highlight Highlight Du hast noch die Minarette vergessen. Bald wird man in der Schweiz mehr Minarette sehen als Kirchen.
    • Alex_Steiner 27.11.2018 15:54
      Highlight Highlight @_Christoph_: Ja, genau! So wie in Deutschland! Da gibts etwa 180 Minarette! Und nur etwa 45'000 Kirchen.

      Was 45'000 ist mehr als 180? Von einem Eidgenossen kann man ja nicht erwarten das er rechnen kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The M 26.11.2018 19:42
    Highlight Highlight Wer gelesen hat, wie die Kampagne der SBI-Gegner funktioniert hat, weiss auch, dass die Operation Libero tatsächlich eine entscheidende Rolle inne hatte - halt einfach für ihre Zielgruppe. Wenn also jmd meint, sie waren nicht auf dem Radar, war das Teil der Strategie.

    Trotzdem liebe Liberos: Schliesst euch keiner Partei an, sondern geht als Parteilose nach Bern! Ihr schöpft eure Glaubwürdigkeit zum grössten Teil aus eurer Unabhängigkeit. Bitte. Bitte. Bitte!
    • Mutzli 26.11.2018 22:34
      Highlight Highlight @The M

      Was war denn ihre Zielgruppe? Aufrichtige Frage, denn ich hätt gedacht als liberaler Millenial auf Social Media etc. hätt ich z.B. auch dazugehören müssen, aber nie was mitgekriegt.

      Zum EIntritt in die Politik: Wenn sie Parteilos ins Parlament wechseln würden, wären sie ja dennoch faktisch eine Partei. Da sie ja über Op. Libero bekannt wurden und sich organisieren, da ists dann relativ egal wie man sich effektiv nennt.
    • The M 28.11.2018 10:22
      Highlight Highlight @Mutzli

      Was genau ihre definierte Zielgruppe war, weiss ich nicht. Ich bin selber kein Mitglied von OL... aber bei mir war der Facebook- und Instagram-Feed ziemlich pink.

      Zum Eintritt ins Parlament: Ja, da muss ich dir Recht geben. Sie wären dann faktisch auch eine Partei.
  • Cédric Wermutstropfen 26.11.2018 19:40
    Highlight Highlight Inwieweit dieser Sieg Operation Libero zuzuschreiben ist, ist fraglich. Wahrscheinlich kaum. Nur weil sie wie Navy Seals sind (gemäss Kleiner 😂) heisst das nicht, dass sie tatsächlich eine relevante Kraft sind. Auf mich wirken sie wie abgehobene Schnösel.
    • äti 26.11.2018 23:54
      Highlight Highlight Ich hab eine NZZ-Sendung gesehen mit u.A. SVP-Matter und OL-Zimmermann. Da war allerdings Hr Matter der überhebliche, abgehobene, mimosige Schnösel. Seine Kenntnisse beschränkten sich auf den Initiativtext und eben Behauptungen. Da tat die klare Sachlichkeit der Frau Zimmermann gut.
  • Juliet Bravo 26.11.2018 19:19
    Highlight Highlight In der FDP ist dieser Flügel weggebrochen. Diese Lücke könnten die zwei bestens wieder füllen. Liberal und progressiv.
  • chara 26.11.2018 19:18
    Highlight Highlight Operation Libero? Sorry, what?? Noch nie gehört und dennoch klar gegen Initiative gestimmt...
    • Juliet Bravo 26.11.2018 20:26
      Highlight Highlight Was liest du denn für Zeitungen?
    • Juliet Bravo 26.11.2018 22:21
      Highlight Highlight War sogar beim Blick und 20min.
      Nicht zu sagen NZZ, TA, WoZ - Bin sicher, sogar die Weltwoche konnte Operation Libero nicht gänzlich ignorieren über die letzten Jahre.
  • Patamat 26.11.2018 19:13
    Highlight Highlight Ich bin verwirrt. Heute morgen stand hier doch, dass Frau BR Sommaruga die Abstimmung fast ganz alleine gewonnen hat. Ist sie etwa der heimliche Kopf bei Operation Libero? Oder haben in Wirklichkeit die Echsenmenschen den Sieg errungen?
    • äti 26.11.2018 23:56
      Highlight Highlight .. das Schweizer Volk hats getan.
    • Dr. oec. 27.11.2018 13:48
      Highlight Highlight 66 Prozent um genau zu sein. Mehr Nein-Stimmen als die Hornkuh-Initiative.
  • estrella5 26.11.2018 19:11
    Highlight Highlight Ich sehe Operation Libero eher als "Meinungsmacher" bei jüngeren Stimmbürgern. Wobei nun natürlich die Stimmbeteiligung in diesem Altersegement interessant zu wissen wäre.
    • äti 26.11.2018 23:59
      Highlight Highlight .. nein, OL ist bei Älteren bestens bekannt, sofern man sich für das Geschehen interessiert.
  • Ürsu 26.11.2018 19:07
    Highlight Highlight Ich habe auch nein gestimmt, deswegen befürworte ich aber nicht einen EU-Beitritt
    • Juliet Bravo 26.11.2018 20:31
      Highlight Highlight Ich glaub’ du hast den Beitrag gar nicht gelesen? - das ist Überhaupt nicht das Thema.

      Die Exponentinnen der Operation können sich gemäss Bericht vorstellen, sich über die Grenzen der Schweiz zu vernetzen und in anderen Europäischen Ländern zu engagieren.
    • Neruda 26.11.2018 21:47
      Highlight Highlight @Bravo Habe mich vor einiger Zeit mal über die Operation Libero informiert. Gesellschaftspolitisch bin ich sehr oft gleicher Meinung, aber wirtschaftspolitisch sind sie einfach neoliberale EU-Fans. Und was für "Fortschritte" uns der Neoliberalismus gebracht hat, weiss man ja...
    • Dr. oec. 27.11.2018 13:49
      Highlight Highlight Richtig. Wir haben ja auch nicht über einen EU-Beitritt abgestimmt.
  • thompson 26.11.2018 18:52
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
  • m. benedetti 26.11.2018 18:14
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
  • Walti Rüdisüli 26.11.2018 18:12
    Highlight Highlight Kamen neulich an die UZH. Haben sich als politisch „neutrales“ Medium bezeichnet. Naja. Hat für mich keinen Platz an einer Bildungsinstitution.
    • weachauimmo 26.11.2018 22:51
      Highlight Highlight Hätten sie lieber solche, die sich als politisch nicht neutral bezeichnen? Von denen gibt es bestimmt auch genügend freiwillige Gastredner.
    • Blair 27.11.2018 00:08
      Highlight Highlight Ein hans-ueli vogt hat für mich noch weniger platz da.
    • Walti Rüdisüli 27.11.2018 17:18
      Highlight Highlight Mich stört mehr der Umstand, dass sich die Aktion Libero selbst nicht dem politischen Links-Rechts-Spektrum zuordnet. Die Linie der Organisation war klar nachzuvollziehen, der Gastredner wies Einwände bezüglich der politischen Orientierung jedoch entschieden von sich. Diesen Umstand finde ich schade.
  • Triumvir 26.11.2018 18:03
    Highlight Highlight Ich fände es toll, wenn aus der Operation Libero eine richtige Partei werden würde, denn bislang habe ich noch selten mit einer politischen Bewegung, derart viele Übereinstimmungen mit meinen eigenen politischen Überzeugungen feststellen können! Und Flavia Kleiner als künftige Bundesrätin wäre ein Traum für die Schweiz!
  • Gubbe 26.11.2018 17:57
    Highlight Highlight Mir graut, ob den verzückten Gesichtern. Jetzt wollen sie in die EU. Sicher sind intelligente Frauen darunter. Leider vergassen diese, die EU-Müden Länder am Rande des Bankrotts mal aufzuzählen. Es ist wie Weihnachten, etwas für's Gemüt, aber absolut nichts Konkretes dahinter.
    • Sauäschnörrli 26.11.2018 19:23
      Highlight Highlight „«Das zivilgesellschaftliche Engagement in anderen Ländern ist unglaublich hoch. Vielleicht ist es an der Zeit, aus dem kleinen Gärtchen der Schweiz auszubrechen und grösser zu denken», sagt Kleiner. Kämpfen für ein funktionierendes und chancenreiches Europa möchte sie, sagt Kleiner zum Abschied.“ = EU-Beitritt?

      Ich verstehe da etwas anderes.
    • Neruda 26.11.2018 21:52
      Highlight Highlight "für ein funktionierendes und chancenreiches Europa" und ich wünsche viel Glück mit Italien, Ungarn, Polen, Rumänien und vielen anderen tadellos funktionierenden Ländern Europas 😂
    • weachauimmo 26.11.2018 22:54
      Highlight Highlight @Sauäschnörrli: die zitierte Stelle ist rhetorisch geschickt mehrdeutig genug, sodass sie nicht (allzu) auf- und abschreckend wirken soll. Kritischere Geister finden darin jedoch trotzdem ihr Futter.
  • Muselbert Qrate 26.11.2018 17:54
    Highlight Highlight Ich habe ausserhalb von watson dieses Komitee nicht wahrgenommen. Scheint hier etwas von einer übereifrigen Journalistin gehypt zu werden?

    „In grossen Schritten Richtung Europa“... ?? Was hab ich verpasst? Warum?
    • sheimers 26.11.2018 18:13
      Highlight Highlight Hast Du keine Werbeanzeigen für ein NEIN zu dieser Initiative gesehen? Die meisten kamen von diesem Komitee, die Mitteparteien haben sich kaum engagiert. Ohne Libero und Schutzfaktor M wäre diese Initiative angenommen worden, und vieler anderer Mist die letzten Jahre (DSI, NoBillag) auch.
    • max power 26.11.2018 20:45
      Highlight Highlight Ich würde den Einflus auf die Abstimmung auch nicht überschätzen.

      Aber ich frage mich, wo hast du dich dann informiert? Von Polittalk der BaZ, Blick, Watson und 20Min, SRF Arena war die OL vertreten. In Berichten aller Zeitungen doch zumindest bei passenden Gelegenheit mit einem kurzen Argument erwähnt.

      Oder wer hast du sonst als besonders aktiv erlebt in dieser Kampagne?
  • Lowend 26.11.2018 17:52
    Highlight Highlight Diesen Hass der rechtsnationalen Schweizhasser muss man sich erst mal verdienen! Gut gemacht Flavia und Laura und ich freue mich schon auf den nächsten Kampf gegen die selbstbeschränkende Beschränktheit der selbstsüchtigen rechten Selbstentrechter!
    • RedWing19 26.11.2018 18:44
      Highlight Highlight „rechtsnationale Schweizhasser“ wie geht denn das?^^
    • Lauv 26.11.2018 18:55
      Highlight Highlight Und dein Motto ist: Man bekämpfe Hass mit Gegenhass oder wie soll man deinen (wirren) Kommentar genau verstehen?
    • Roterriese 26.11.2018 19:00
      Highlight Highlight Eins muss man Lowend lassen, er ist sehr kreativ in der Schaffung neuer Wortschöpfungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kampfhamster 26.11.2018 17:33
    Highlight Highlight Für die Zukunft stellt sich aber auch die Frage ob Operation Libero auch wirklich liberal ist, oder ob sie einfach nur ein Gegenpol zur SVP sind.

    Bin mal auf das Waffenrecht-Thema gespannt.
    • Zauggovia 26.11.2018 19:07
      Highlight Highlight Liberal ist wohl im amerikanischen Sinne gemeint, und hat wenig mit Freiheit zu tun.
    • Platon 26.11.2018 20:09
      Highlight Highlight @Kampfhamster
      Willst du uns gerade weismachen, dass das EU-Waffenrecht illiberal ist?
    • who cares? 27.11.2018 07:28
      Highlight Highlight @Kampfhamster: ich und viele andere fühlen sich freier (liberaler) in einer Gesellschaft, in der nicht jeder eine Waffe trägt und das Erwerben einer stark eingeschrãnkt ist. Am Abend alleine nach Hause, ohne Angst vor Amoklauf in die Schule etc. Halt einfach kein Wilder Westem.
  • John Henry Eden 26.11.2018 17:27
    Highlight Highlight Warum trägt man Libero im Namen, wenn man mehr Gesetze und Verpflichtungen fordert? Das wäre noch interessant zu wissen.

    Über Sinn und Grenzen der Freiheit soll man diskutieren. Doch ihre Definition an sich ist unantastbar. Jede neue Pflicht, Vorschrift und Klausel schränkt die Freiheit weiter ein.

    • Platon 26.11.2018 20:08
      Highlight Highlight @John
      Hmm da hast du mich jetzt zum Nachdenken gebracht. Meinst du die OL ist in wirklichkeit gar kein Anhänger des liberalen Freiheitsbefriffs, sondern des republikanischen?🙊

      Der zweite Absatz stimmt nicht, ausser du hast wirklich das Gefühl, dass du ohne Staat freier bist. Dies ist ziemlich unwahrscheinlich, da dir deine Freiheit niemand garantieren kann.

      Aber danke für den philosophischen Anstoss!
    • paddyh 26.11.2018 20:13
      Highlight Highlight Oh wow. Deine Welt ist wirklich simpel gestrickt. Liberal heisst nicht keine Gesetze zu wollen. Bsp. Gleichstellung von Männern und Frauen oder homosexuellen durch Antidiskriminierungsgesetze. Es gibt auch zB Liberale die eine hohe Erbschaftssteuer befürworten, da jeder die gleichen Chancen haben soll und nicht einfach die Familie, in die man hineingeboren wird dein Glück bestimmen soll. Es gibt da tolle Lektüren. Ein besonders guter Geheimtip heisst zB Wikipedia.
    • Dr. oec. 27.11.2018 13:53
      Highlight Highlight Stimmt nicht. Keine Freiheit ohne Sicherheit. Und Sicherheit ist ohne Gesetze nicht zu haben.
  • Imnon 26.11.2018 17:17
    Highlight Highlight Operation Libero war in Socialmedia quasi omnipräsent. Da haben sie vieles bewegt.
    Und auch falls sie nicht signifikant gewesen wären, warum muss man jetzt auf ihnen rumhacken? Sollten wir nicht für jeden Unterstützer der Menschlichkeit dankbar sein? Was soll das blinde Rumgehaue?
    • Graviton 26.11.2018 17:28
      Highlight Highlight Es geht doch nicht um ein blindes Rumgehaue. Ich selbst finde die Operation Libero durchaus gut und bin auch dankbar für die Arbeit, die sie gegen die MEI geleistet haben. Hier geht es vielmehr darum, dass es sich so anhört als hätte die Operation Libero den grössten Beitrag gegen die SBI geleistet. Und das stimmt nicht. Es geht darum, dass man falsches Lob ausspricht - und das ist unangenehm für den Lobenden als auch den Gelobten.
    • olmabrotwurschtmitbürli #käluscht 26.11.2018 17:44
      Highlight Highlight Ich vermute Missgunst - warum auch immer.
    • Max Dick 26.11.2018 17:50
      Highlight Highlight Was hatte diese Abstimmung mit Menschlichkeit zu tun? Hier ging es vielmehr um Rechtssicherheit und Abschottungspolitik.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mutzli 26.11.2018 17:06
    Highlight Highlight Na ja, zumindest hier in der Region Bern hat man so ziemlich gar nix von Operation Libero gemerkt (ausser wen man Watson liest). Auch alle Nein-Plakate die ich gesehen habe, waren entweder von Parteienübergreifenden Komitees oder der SP, gleiches gilt für Flyer etc.

    Nicht das ich das Engagement von O. Libero nicht zu schätzen weiss, aber scheint mir mehr wenn schon ein Züriphänomen zu sein. Finde deshalb auch den Fokus auf diese Gruppe in den Medien relativ unverhältnismässig.

    Bzgl. FDP: Die haben schon klare Positionen bei gesell.-liberalen Themen, nämlich klar dagegen. Von Hanf zu LGBT.
    • The Writer Formerly Known as Peter 26.11.2018 18:23
      Highlight Highlight Nein, nix Zürich. Auch hier in Zürich hat man von Libero nichts bemerkt. Die schreiben sich den Sieg nun einfach auf die eigene Fahne.
    • sheimers 26.11.2018 18:27
      Highlight Highlight Aha, von parteienübergreifenden Komitees. Und welche Komitees waren das? Das mit den "Worthalten"-Plakaten war Operation Libero. Die hingen sicher auch in Bern.
    • The Writer Formerly Known as Peter 26.11.2018 18:36
      Highlight Highlight @Sheimers: Da denke ich doch, war der kleinste Teil von Libero. Gemäss ihrer eigenen Webseite haben Sie gerade mal 8000.- für die Kampagne an Spenden eingenommen. Wie viele Plakate kriegt man da? Ansonsten würde ich ich mich dann sowieso fragen, wer Libero noch so finanziert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Platon 26.11.2018 17:01
    Highlight Highlight Man kann die Operation Libero noch so hypen wie man will, aber schlussendlich macht die OL nichts Spezielles. DSI, NoBillag und SBI waren schlicht drei der dümmsten und schädlichsten Initiativen der CH Geschichte. Die OL musste da gänzlich wenig beitragen, um so einen Nonsens zu bodigen.
    • supremewash 27.11.2018 12:16
      Highlight Highlight Ich denke deren Einfluss ist schwierig zu beurteilen. Dumme Initiativen gabs ja schon früher.
      Auf jeden Fall freut es mich, dass OL und andere NGOs versuchen, da Gegensteuer zu geben.
      Nützts nüt, so schadts nüt.
    • .ch 27.11.2018 22:34
      Highlight Highlight Bevor die OL eingestiegen ist, hatte die DSI eine hohe Zustimmung.
  • Joe Frangelico 26.11.2018 16:57
    Highlight Highlight Ich würde den Damen empfehlen zu beobachten was wirklich in Europa abgeht.
    Scheint Ihnen wahrscheinlich egal zu sein.
    Hat nichts mit der SVP zu tun
    Weltverbesserer viel Glück.
    Die Geschichte der letzten 6000 Jahre schrieb eine andere Geschichte.
    Ok.Sie werden sie verändern.
    Ironie Off
    • Mutzli 26.11.2018 20:09
      Highlight Highlight @Frangelico

      Sorry, aber da verstehe ich den Zusammenhang und Inhalt jetzt nicht wirklich. Was hat z.B. die Neolithische Revolution (bzgl. 6000 Jahre) mit der SVP, Europa und Operation Libero zu tun?
    • sheimers 27.11.2018 09:36
      Highlight Highlight Ja, ich sehe auch mit Sorge wie sich einzelne Länder in Europa mehr und mehr vom Rechtsstaat verabschieden. Da werden Zeitungen verboten, Richter entmachtet, Opositionelle weggesperrt, .... Eben genau dagegen kämpft Operation Libero.
    • .ch 27.11.2018 22:35
      Highlight Highlight @sheimers
      Da sieht man, was passiert, wenn Rechtspopulisten zuviel Macht bekommen.
  • MeinSenf 26.11.2018 16:54
    Highlight Highlight Kann sein, das nicht alle von ihr gehört haben, muss auch nicht sein. Die Aufgabe der OL sehe ich hauptsächlich darin, den Lügnern und Verhinderern keck den Kopf enttgegenzuhalten, um sie in Grabenkämpfe zu verwickeln. Dadurch werden andere Mitstreiter automatisch weniger angegriffen und können mit eigenen Positionen eher punkten. Früher wären sie ob dem Lärm der SVP untergegangen. Daher erachte ich den Beitrag von OL als zentral, wenn es auch korrekt ist, dass viele andere am Erfolg mitbeteiligt sind.
  • bcZcity 26.11.2018 16:52
    Highlight Highlight Hmm, da schmückt sich jemand mit fremden Federn. Für mich riecht das immer etwas nach Cüpli-Eliten-Arroganz. Oder "Oberer-Letten Politiker", wie man es nun nennen mag.

    Den Obama treffen reicht eben nicht um in der Politik erfolgreich zu sein. Für die rechten Wähler dürfte dies genau das gefundenes Fressen sein. Frauen - die anscheinend nur Studium und Politik kennen, aber noch nie gearbeitet haben.

    Nun, da die Polit-Elite auf dieser Welt so tickt wie es der "Arbeiter" nie verstehen kann, braucht es evtl. solche überparteilichen Clubs wo man sich gegenseitig auf die Schulter klopft.

  • Blissox 26.11.2018 16:48
    Highlight Highlight Das Engagement der Operation Libero ist doch lobenswert. Auch wenn sie vielleicht nicht die entscheidende Rolle gespielt haben.
    Umso mehr sich gegen solche Initiativen wehren, umso besser.
  • Füdlifingerfritz 26.11.2018 16:47
    Highlight Highlight Erkenne bis heute keinen Unterschied zwischen der Operation Libero und der SP. Ausser das die federführenden Person bei erstgenannter jünger sind. Und halt das "libero" im Namen, damit es so klingt, als wären sie in irgendeiner Weise liberal. Was sie nicht sind.
    • Platon 26.11.2018 18:19
      Highlight Highlight @Füdlifingerfritz
      Unsinn! Die Operation Neoliberal ist wohl irgendwo zwischen FDP und GLP einzuordnen. Du erkennst bloss keinen Unterschied, weil sie bis jetzt keine Wirtschaftsthemen aufgriff.
    • Füdlifingerfritz 26.11.2018 20:12
      Highlight Highlight @Platon
      Allein die Tatsache, dass das mit den Wirtschaftsthemen bis jetzt noch nicht passiert ist, ist für eine gemäss Ihnen ach so liberale Bewegung ziemlich komisch, nicht?
    • Mutzli 26.11.2018 20:13
      Highlight Highlight @Fü...

      Da sie nicht eine Partei sind haben sie auch nicht eigentliche Positionspapiere, aber SP sind sie definitv nicht. Sie haben sich in dem Bereich bis jetzt halt weniger stark (oder medienwirksam) engagiert, aber z.B. ihre Vorstellungen bzgl. Wirtschaftsordnung sind ziemlich genau FDP. Von der Website:"Wir stellen uns den Abschottern, Nationalchauvinisten, Planwirtschaftern und Komplexitätsverweigerern entgegen. " Betonung "Planwirtschaftern".

      Allenfalls wären sie wohl noch am ehesten der inzwischen praktisch nichtexistente gesellschaftliberale Flügel der FDP.
    Weitere Antworten anzeigen
  • simiimi 26.11.2018 16:41
    Highlight Highlight Dafür brauchts dann aber mehr, als sich die einfachen Abstimmungen rauspicken , die Behördenmeinung wiedergeben und sich dann als Sieger feiern lassen.
  • DieFremde 26.11.2018 16:39
    Highlight Highlight Vielen Dank Watson für das Interview. Habe mich schon gefragt wo die Operation Libero politisch steht und fand diesbezüglich auf der Website keine Info. War aber iergendwie klar, dass die weder rechts noch links stehen und es iergendwie wie immer bei FDP Geschwurbel am Ende ums Geld geht.
  • Lucculus 26.11.2018 16:26
    Highlight Highlight Ich bin Mitglied des Libero-Tarifverbundes. Und ich habe mich an der letzten Abstimmung ebenfalls beteiligt und gehöre, wie mehr als 50% der Stimmenden, zu den Siegern. Bin ich jetzt auch wichtig?
    • Christian Mueller (1) 26.11.2018 17:29
      Highlight Highlight Ja, jeder Mensch ist wichtig!
  • Graviton 26.11.2018 16:23
    Highlight Highlight Ich denke nicht, dass die Ablehnung der SBI etwas mit der Operation Libero zu tun hat (habe im ganzen Wahlkampf nichts von denen gehört). Genauso denke ich nicht, dass das Fehlen von gewissen Leuten auf Wikipedia etwas mit ihrem Geschlecht zu tun hat (Präsidenten einer Polizeigewerkschaft haben keinen Wiki-Artikel, egal welches Geschlecht). Beides Artikel von Ihnen, Frau Obrist, in denen Sie Behauptungen aufstellen, die ich nicht nachvollziehen kann. Das soll jetzt keine respektlose Kritik sein - ich bin wirklich einfach der Ansicht, dass diese „Gründe“ ein bisschen gezwungen daher kommen.
  • Ratchet 26.11.2018 16:20
    Highlight Highlight Der ganze mediale Hype um Operation Libero nervt. Ich will den Engagement der beiden jungen fotogenen Frauen nicht schmälern, aber meine Güte! Wie schon bei den letzten SVP-Initiativen, waren alle grosse Partei waren und auch wichtige mächtige Verbände (wie economiesuisse) dagegen und stark politisch aktiv. Der Einfluss der "Liberos" war vernachlässigbar. Schlussendlich hat das Volk abgestimmt und bei den letzten SVP Vorstösse waren Pleiten schon vorauszusehen, so lächerlich oder radikal sie waren, selbst für regelmässige SVP-Wähler.
    • Gurgelhals 26.11.2018 17:39
      Highlight Highlight Ich würde den medialen Hype nicht unterschätzen. Die Liberos haben damit etwas erreicht, was kein polit. Komitee bislang geschafft hat: Die Journis dazu zu bringen, ihre Flutlichter anders auszurichten als immer nur auf die SVP.

      Die SVP hatte mit ihren ständigen Provokationen >20 Jahre lang die mediale Aufmerksamkeit auf sicher. Die Liberos konnten diesen Bann brechen, indem sie den Medien eine spektakulärere "Story" anboten, nämlich die von starken, politisch engagierten, intelligenten, jungen, attraktiven, für den Rechtsstaat kämpfende Frauen.

      Klingt doof, aber so funktionieren die Medien.
  • migi100 26.11.2018 16:19
    Highlight Highlight Operation Libero war eine von vielen. Eine Frechheit die so ins Rampenlicht zu stellen. Es gab viele die mehr machten als Diese
    • Fabio74 26.11.2018 16:56
      Highlight Highlight zum Beispiel wer`?
      Es sagt ja keiner, dass OL alleine kämpfte.
  • Max Dick 26.11.2018 16:12
    Highlight Highlight Ok beim bodigen der Durchsetzungsinitiative haben sie die Hauptrolle gespielt. Hier aber kaum. Die zahlreichen Nein-Stimmer sind wohl viel mehr durch das Theater nach dem MEI-Ja sowie der immer noch aktuellen Baustelle Rahmenabkommen zur Urne geströmt. Die Stimmbürger scheinen zu begreifen, dass wir mit der EU und Europa zusammenarbeiten müssen, und dass wir da nicht diejenigen sind, die die Shots bestellen.
  • rock-n-roll 26.11.2018 16:05
    Highlight Highlight Also ich mag der Aktion Libero ihren Erfolg ja gönnen. War das aber nicht ein wenig auch ein Selbstläufer?
    • Schlumpfinchen 26.11.2018 17:04
      Highlight Highlight Nein. Es hätte auch sein können, dass es wie bei der MEI gelaufen wäre und das wollte weder die OL noch alle anderen beteiligten Gruppen.
  • banda69 26.11.2018 16:01
    Highlight Highlight ...und warum nicht die Grnüdung einer eigenen Operation Libero Partei?
  • MacB 26.11.2018 16:01
    Highlight Highlight Kann mich mal einer aufklären? Ich war auch gegen die Initiative, zähle mich nun deswegen nicht zu den grossen Siegern gegen die SVP.

    Was hat denn die Operation Libero unternommen, das sie zu grossen SIegern werden lässt? Inwiefern waren sie "sesentlich beteiligt"? Mir sind sie zumindest nicht erschienen.

    • Tomsen2 26.11.2018 16:09
      Highlight Highlight Habe gerade das Selbe gedacht. War auch gegen die SBI. Die Operation Libero hatte gar nichts damit zu tun. Während dem Abstimmungskampf habe ich ausserhalb von Watson gar nichts von denen gehört.
    • Fussballfan1999 26.11.2018 16:35
      Highlight Highlight Oftmals war es eine Kampagne gegen die SVP und es ging nicht primär um die Initiative als solches.
    • Füdlifingerfritz 26.11.2018 16:49
      Highlight Highlight Sehr gute Frage. Viel mehr als die Affinität der Watson-Journis zu dieser Bewegung lässt sich wohl nicht vorbringen.
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