Schweiz
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Flavia Kleiner (im gelben Mantel) von der Operation Libero posiert neben Barack Obama. screenshot twitter.com/BarackObama

Interview

«Er ist sehr bodenständig» – Operation-Libero-Chefin Kleiner über ihr Treffen mit Obama

Grosse Ehre für Flavia Kleiner: Die Co-Präsidentin der liberalen Schweizer Polit-Organisation Operation Libero wurde am Samstag zu einem Treffen mit dem Ex-US-Präsidenten eingeladen. Im Interview spricht sie über Obamas Botschaft, seine Ausstrahlung und eine Einladung in die Schweizer Berge.



Frau Kleiner, am Samstag haben Sie Barack Obama in Amsterdam getroffen. Wie kam es dazu?
Flavia Kleiner:
Ich wurde von der Obama Foundation persönlich dazu eingeladen, mit zehn anderen zivilgesellschaftlich engagierten Persönlichkeiten aus ganz Europa in Amsterdam mit dem früheren US-Präsidenten zu diskutieren.

Worüber haben Sie gesprochen?
Der genaue Inhalt der Gespräche bleibt vertraulich. Aber grundsätzlich ging es Obama und seiner Stiftung darum, uns zuzuhören. Sie wollen wissen, wie sie zivilgesellschaftliche Akteure, welche die grossen Probleme unserer Zeit anpacken wollen, am besten unterstützen können. Die Obama Foundation überlegt sich derzeit, wie sie ihr Engagement in der ganzen Welt gestalten will.

«Obama ist auf der einen Seite sehr bodenständig, auf der anderen Seite strahlt er Weitsicht und Umsicht aus.»

Weshalb kam die Obama Foundation auf Sie zu?
Darüber kann ich nur spekulieren. Doch werte ich das als eine Anerkennung der Pionierarbeit, welche die Operation Libero seit nun bald schon vier Jahren leistet.

Auf der Website der Obama Foundation heisst es, Sie würden Obama gerne auf eine Schweizer Bergspitze mitnehmen. Hat er die Einladung angenommen?
Ich befürchte, das wird in nächster Zeit nicht passieren (lacht). Es gab leider keine Gelegenheit, Barack Obama in die Schweiz einzuladen. Als Vorbereitung auf das Treffen haben wir für die Stiftung einen Fragebogen ausgefüllt. Eine Frage war, welchen Ort in seinem Heimatland man Obama zeigen würde. Da habe ich mich für die Alpen entschieden.

Flavia Kleiner, NGO Operation Libero, postuliert im Namen eines

Flavia Kleiner ist Co-Präsidentin und Geschäftsleiterin der Operation Libero. Bild: KEYSTONE

Wie viel Zeit hat sich Barack Obama genommen?
Das Treffen dauerte rund 90 Minuten. Obama sprach von den wahnsinnig vielen Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind. Gleichzeitig zählte er die vielen Lösungsansätze auf, die eigentlich vorhanden wären. Wir haben dann diskutiert, was man tun muss, um diesen Lösungen zum Durchbruch zu verhelfen.

Was war ihr Eindruck von Obama?
Ich war sehr beeindruckt von seiner Besonnenheit, Ausstrahlung und Fähigkeit, uns zuzuhören und gleichzeitig seine Botschaft mitzugeben. Er ist auf der einen Seite sehr bodenständig, auf der anderen Seite strahlt er Weitsicht und Umsicht aus. Die Amerikaner würden dem wohl «Gravitas» sagen.

«Man muss fest von der Sache überzeugt sein – auch wenn man für die eigenen Überzeugungen mal im Gegenwind steht.»

Was war seine zentrale Botschaft?
Er hat uns vor allem darin ermutigt, weiterhin dafür zu kämpfen, dass sich junge Leute für das engagieren, woran sie glauben. Dafür muss man fest von der Sache überzeugt sein – auch wenn man für die eigenen Überzeugungen mal im Gegenwind steht. (cbe)

Giacobbodcast mit Flavia Kleiner

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Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • Soli Dar 02.10.2018 15:15
    Highlight Highlight Ein "bodenständiger" Drohnenkönig mit "Weitsicht" also. Wenn es nicht so traurig wäre könnte man darüber lachen.

    Fakt ist, dass Obama (mit-)verantwortlich ist für tausende von getöteten Menschen per US-Drohnen- und Bombenangriffen rund um den Globus, v.a. in Jemen, Pakistan, Somalia, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, Somalia. Allein 2016 warf USA unter Obama über 26'172 Bomben ab.

    Seit 2004 töteten US-Drohnen (also v.a. unter Obama) allein in Jemen, Afghanistan, Pakistan & Somalia nach konservativer Schätzung 8'059-11'482 Menschen (vgl. Bureau of Investigative Journalism).
    Benutzer Bild
    • Fabio74 02.10.2018 17:57
      Highlight Highlight Fakt ist dass jeder Staat der mit diesen Staaten Geschäftet Blut an den händen hat. Auch die saubere Schweiz
    • Soli Dar 03.10.2018 13:08
      Highlight Highlight Klar hat CH (& andere Länder) AUCH Blut an den Händen. Umso wichtiger sind Initiativen gegen Kriegsgeschäfte & Rüstungsexporte (vgl. GSoA), + die Aufhebung von Embargos & wirtschaftl. Sanktionen, die v. a. die leidenden Zivilbevölkerungen treffen.

      Auch wenn viele Staaten Blut an den Händen haben, so waren es halt doch v.a. die USA (& deren Verbündete), die den Nahen Osten ins Chaos stürzten, bzw. deren "War on Terror" über 2 Mio. Tote forderte (allein im Nahen Osten & allein nach 9/11)!

      P.S. Kein anderes Land besitzt & exportiert mehr Waffen, bzw. hat höheren Rüstungsetat als die USA!

  • Spooky 01.10.2018 22:23
    Highlight Highlight Ach, diese Promis!
    • Sebultikon 02.10.2018 01:44
      Highlight Highlight Danke, besser kann man es nicht zusammenfassen ^^
  • glointhegreat 01.10.2018 21:41
    Highlight Highlight Da habt ihr aber die richtigen gefragt was bodenständig sei.... 🤦
  • let,s go 01.10.2018 21:03
    Highlight Highlight OMG, Obama fragt diese Frau nach den Problemen unserer Zeit...
    • Fabio74 02.10.2018 06:59
      Highlight Highlight Erzähl mal deine Probleme.
      Aktuelle Probleme sind die Braunen und deren Hass.
      80 Jahre nach der Reichsprogromnacht
    • Soli Dar 02.10.2018 17:31
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte bleibe beim Thema und beachte die Kommentarregeln.
    • let,s go 02.10.2018 17:43
      Highlight Highlight Fabio
      Nein, dies sind glücklicherweise nicht die Probleme unserer Zeit. Dies sind die Probleme in Ihrem Kopf.

      Soli dar.
      Obama musste etwas gegen den Terrorismus und den starken IS machen. Dank dieser Bomben konnte der IS zurückgedrängt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • IchSageNichts 01.10.2018 18:04
    Highlight Highlight Habt ihr auch über die Stärkung der Zivilgesellschaft in Jemen, Somalia, Pakistan mittels Drohnenkrieg gesprochen? Das einzige was man liest ist das die Drohnenpiloten PTSD haben. Was aber ist mit all den Leute die immer das Summen am Himmel hören und wissen das es jeder Zeit zu Ende sein kann mit ihnen.
    Verstehe die Diskrepanz zwischen Bush jr. Ächtung und Obama Hype nicht.
    • let,s go 01.10.2018 21:06
      Highlight Highlight Verstehe Sie nicht. Seien Sie doch froh darüber, das mit Hilfe der Dronen, die Terroristen erfolgreich bekämpft werden.
    • Sebastian Wendelspiess 01.10.2018 21:40
      Highlight Highlight @pachnota dein Ernst?
    • mattissia 01.10.2018 22:25
      Highlight Highlight @pachnota: Klar, wir sind alle voll froh darüber, dass die USA aus tausenden Kilometern Entfernung Menschen abknallt, ohne Gerichtsverfahren, ohne Beweise, einfach, weil sie "Terroristen" seien... Und die Zivilisten, die dabei umkommen - selbst schuld, hätten ja nicht auf der Strasse rumlaufen müssen! Party, wie ist alles so toll und schön🎊🎉🙄💣
    Weitere Antworten anzeigen
  • bcZcity 01.10.2018 17:41
    Highlight Highlight Man tut immer so als ob man von solchen US-Politikern etwas lernen könnte. Dabei ist es doch umgekehrt, die US-Politik(er) könnte(n) von uns etwas lernen...nämlich was echte Demokratie bedeutet! Das haben die dort nicht ganz kapiert und dümpeln dazu noch mit einem völlig veralteten Wahlsystem herum.
    • Julian2001 01.10.2018 18:56
      Highlight Highlight Ich denke wir sollten von einander lernen.
    • überflüssig 01.10.2018 21:51
      Highlight Highlight im artikel geht es um eine stiftung, die junge engagierte menschen unterstützen will. und ein persönliches gespräch führt, um herauszufinden, in welcher form.

      was genau ist daran jetzt schlecht?
    • Norbert Riedi 02.10.2018 07:31
      Highlight Highlight @ überflüssig : informieren sie sich, wer hier wen unterstützen will und über die "operation libero" und erfahren sie hüben und drüben, das keine beteiligten so liberal sind, wie sich (gerne?) darstellen. das ist ja an sich nicht wirklich schlecht, aber schon ziemlich link(s).

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