Schweiz
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Duschen (Bild: Shutterstock)

Feines Plastikgranulat finde sich in Peelings, Duschgelen oder Zahnpasta. Bild: Shutterstock

Mikroplastik in Kosmetika wird in der Schweiz nicht verboten



Der Nationalrat will kleinste Kunststoffpartikel in Kosmetikprodukten nicht verbieten. Er hat am Dienstag einen entsprechenden Vorstoss von Balthasar Glättli (Grüne/ZH) mit 119 zu 62 Stimmen bei 3 Enthaltungen abgelehnt. Damit ist der Vorstoss vom Tisch.

Glättli forderte ein Verbot aus Umweltgründen. Feines Plastikgranulat finde sich in Peelings, Duschgelen oder Zahnpasta. Derzeit sei eine Filterung in Klärwerken noch nicht möglich, sagte er zur Begründung seiner Motion im Nationalrat. Die Mikroplastik gelange deshalb ins Meer, wo sie aufgrund der wasserabweisenden Oberfläche Schadstoffe anziehe.

Mikroplastik bei Meerestieren nachgewiesen

Die Partikel würden dann samt Schadstoffen von den Meeresorganismen aufgenommen. Mikroplastik sei in Seehunden, Fischen und Muscheln nachgewiesen worden, gab Glättli zu bedenken. Da es ökologisch abbaubare Alternative gebe, sei ein Verbot unproblematisch.

Die Mehrheit im Nationalrat wollte aber nichts davon wissen und folgte dem Bundesrat. Umweltministerin Doris Leuthard räumte zwar ein, dass auch in Schweizer Gewässern Mikroplastikteilchen nachgewiesen worden seien. Zur Herkunft der Partikel und deren Auswirkungen auf Wasserlebewesen lägen aber noch keine gefestigten Erkenntnisse vor.

Freiwilliger Verzicht

Die Gefahr für die menschliche Gesundheit stuft der Bundesrat als vergleichsweise gering ein, entsprechend erachtet er die betreffenden Bestimmungen als ausreichend. Sollten neue Erkenntnisse vorliegen, würden die notwendigen Massnahmen eingeleitet, sagte Leuthard.

Der Bundesrat begrüsse es, dass einige Hersteller von Körperpflegeprodukten freiwillig auf die Verwendung von Mikroplastikteilchen in ihren Produkten verzichten wollten. Erst wenn im Gespräch mit der Branche keine Fortschritte erzielt würden, prüfe der Bundesrat eine Anpassung der rechtlichen Bestimmungen. (whr/sda)

Plastikmüll im Meer

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Trajane 13.06.2017 14:49
    Highlight Highlight Wie erkenne ich Körperpflegeprodukte ohne Mikroplastik? Bzw. solche mit?
    • Me, my shelf and I 13.06.2017 15:34
      Highlight Highlight Sie haben Mikrogranulat drin'.
    • boeserkeinohrhase 13.06.2017 16:03
      Highlight Highlight oder du scannst die Produkte mit der Codecheck app. oder fragst beim Personal nach.
    • Martiis 13.06.2017 16:16
      Highlight Highlight Pflegeprodukte mit Mikroplastik erkennt man an den Inhaltsstoffen Polyethylen (PE), Nylon-12, Acrylates Copolymer oder Acrylate Crosspolymer. Mikroplastik kann sich aber auch hinter vielen anderen Bezeichnungen verstecken. Deswegen googelt man wohl am besten nach offiziell mikroplastikfreien Produkten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • chnobli1896 13.06.2017 14:41
    Highlight Highlight [...]Die Gefahr für die menschliche Gesundheit stuft der Bundesrat als vergleichsweise gering ein, entsprechend erachtet er die betreffenden Bestimmungen als ausreichend.[...]

    Und die Umwelt? Und die Tiere? Egoismus pur.
  • ShadowSoul 13.06.2017 14:04
    Highlight Highlight Schade, dass so was überhaupt debattiert werden muss...
  • Wilhelm Dingo 13.06.2017 14:03
    Highlight Highlight Der ganze Plastikmüll welcher nicht in Verbrennungsanlagen verbrannt wird ist ein Risenproblem. Dazu gehören leider NICHT die Migros Säckli...
  • trio 13.06.2017 12:48
    Highlight Highlight WTF?!? Wie kann das nur erlaubt bleiben. Plastikteilchen, welche sich praktisch nie zersetzen, einfach in unsere Gewässer fliessen lassen. Schon heute können diese Teilchen praktisch überall auf der Welt nachgewiesen werden. Für unser Parlament aber kein Grund, etwas zu ändern!

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