Schweiz
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Bild: Keystone

Betrunken, ohne Helm und ohne Licht – was Velofahrer gefährlich finden und trotzdem machen



Die Zahl der Velounfälle in der Schweiz nimmt zu. Wie eine repräsentative Umfrage der AXA nun zeigt, sind zahlreiche Velofahrer im Dunkeln teils ohne Licht unterwegs. Weit verbreitet ist auch das Fahren ohne Helm und unter Alkoholeinwirkung.

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Ohne Licht

Rund 40 Prozent der Velofahrerinnen und Velofahrer fahren in der Dämmerung oder in der Nacht manchmal ohne Licht, obschon 90 Prozent der Befragten angaben, dass sie dies gefährlich oder sehr gefährlich finden.

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Ohne Helm

Auch das Fahren ohne Helm ist weit verbreitet. Dies finden nur gerade 57 Prozent der Befragten gefährlich, entsprechend hoch ist auch die Quote derer, die manchmal ohne Helm unterwegs anzutreffen ist. Nur 27 Prozent der Befragten tragen praktisch immer einen Helm, 34 Prozent nur manchmal und 38 Prozent selten bis nie. Das Tragen eines Velohelms ist nach wie vor nicht obligatorisch.

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Mit Alkohol

Verbreitet ist auch das Velofahren unter Alkoholeinfluss. Zwar sagten 72 Prozent der Velofahrer, dass sie es gefährlich finden, nach dem Genuss von alkoholischen Getränken Fahrrad zu fahren, rund die Hälfte der Befragten macht dies aber trotzdem ab und an: 44 Prozent gaben an, dies manchmal zu tun, weitere 6 Prozent sogar oft. Auf der anderen Seite verzichtet jedoch rund die Hälfte der Velofahrer konsequent darauf, nach alkoholischen Getränken Velo zu fahren.

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Auf dem Trottoir

Das Bundesamt für Strassen (ASTRA) plant, einige Verkehrsregeln anzupassen. Unter anderem sollen Kinder bis zehn Jahre künftig auf dem Trottoir Velo fahren dürfen. Bisher ist dies nur Kindern bis sechs Jahren erlaubt, sofern kein Radweg oder Fahrstreifen vorhanden ist.

Obschon verboten, ist das Velofahren auf dem Trottoir auch bei Erwachsenen weit verbreitet. Insgesamt 80 Prozent der Befragten gaben an, teils auf dem Trottoir zu fahren: 61 Prozent ab und zu, 19 Prozent sogar oft oder sehr oft. Für Erwachsene ist jedoch keine Änderung der Regeln vorgesehen – damit gilt das Verbot auch weiterhin.

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Bei Rot rechts abbiegen

Eine weitere Änderung des Bundesamts für Strassen sieht vor, dass Velofahrer künftig bei Rot rechts abbiegen dürfen. Dies ist unter Velofahrern heute schon keine seltene Praxis: 11 Prozent der befragten Velofahrer gaben an, dass sie oft/sehr oft bei Rot rechts abbiegen, 26 Prozent sagten, sie würden dies manchmal tun. 60 Prozent der Befragten halten sich hingegen an die heute geltende Regel, bei Rot nicht abzubiegen.

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(whr/Quelle: Axa)

Bei Regenwetter Velo fahren? Unterirdisch geht das

Video: watson

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • John Galt 28.11.2017 19:12
    Highlight Highlight Bei den Radfahrern ist es wie mit den meisten anderen Gruppen von Verkehrsteilnehmern. Es gibt immer gute und schlechte Beispiele. Das wichtigste ist der gesunde Menschenverstand. Fahren auf dem Trottoir; im angemessenen Tempo, wenn ich niemanden störe, ok (ist besser als ohne Licht auf der Strasse, wenn der Akku mal wieder schlapp macht). Right on Red? Ja, wenn ich gerade auf einen Radstreiffen einbiegen kann (wenn ich nicht Aufpasse sehe ich selber alt aus). Solange man Rücksicht nimmt, und niemanden gefährdet, sehe ich da kein Problem (man darf aber nicht jammern wenn es eine Busse gibt)
  • Weberin 28.11.2017 16:05
    Highlight Highlight Oh, hab noch vergessen zu sagen… die Polizei ist nirgendwo und die Gemeinde und Schulleitung interessiertes nicht. Bemerkung: Arbeit der Polizei. Da beisst der Fuchs doch in den Schwanz, liebe Zentrumsgemeinde Schöftland!
  • Weberin 28.11.2017 16:02
    Highlight Highlight In unserem Dorf wurden zahlreiche Strassen mit einem Velostreifen nachgerüstet. Toll, wenn diese auch genützt würden. Vor und nach der Schule sind Heerscharen von Kindern und Jugendlichen auf der Strasse. Eigentlich wäre es das Bild das ich erwarten würde. Nöööö.... das Trottoir ist voll von Velohelden, mit Kopfhörern im Ohr oder im intensiven Austausch mit dem(r) Kollegen(in)… am Liebsten nebeneinander… auf dem Trottoir. Bei schwieriger Einsicht in die Strasse aus einem Nebenweg, erfasst man noch einen Spaziergänger mit dem Blick, aber solche Trottoirfahrer halt erst mit der Kühlerhaube.
  • Caturix⸮ 28.11.2017 15:42
    Highlight Highlight Ich fahre Fahrrad. Nur mit Helm. Nie am abend und wenn mal nur mit Licht. So weit es geht nicht in der Stadt bin doch nicht lebensmüde. Auf Fussgängerstreifen wird geschoben und auf dem Trottoir fahre ich nur wenn es erlaubt ist, was es ja an einigen Orten gibt.
    Aber was man da in der freien Wildbahn für Wilde sieht, dass ist eine Katastrophe.
  • mike2s 28.11.2017 15:37
    Highlight Highlight Auch wenn nebenbei erwähnt wird das der Helm nicht obligatorisch ist gehört er nicht in die Liste.
    Denn alles andere sind klar Verstösse gegen die Verkehrsregeln.
    Wir doch der Helm von den Autofahrern überkompensiert in dem sie knapper überholen.

    Mein passiv aggressives verhalten äussert sich so, dass ich hinten und vorne die stärkste LED Lampe habe die ich mir leisten kann.
  • Zwerg Zwack 28.11.2017 13:54
    Highlight Highlight Diejenigen, welche bei allen Fragen "nie" angeben, sind dann wohl die Oberbünzlis, welche den betrunkenen Falschfahrern ohne Licht auf dem Trottoir hinterherfluchen.
    • jjjj 28.11.2017 15:12
      Highlight Highlight Zurecht!
  • andrew1 28.11.2017 13:37
    Highlight Highlight Man könnte ja ein via secura für fahrradfahrer machen. Kein licht: 2000 fr busse im Wiederholungsfall unbedingt. Bei alkohol über 1.6 promille ebenfalls via secura usw. Bei den autofahrern ist ja die opferzahl seit 40 jahren rücklaufig und dennoch hatte man das gefühl 2006 noch einen draufsetzen zu müssen.
    • bokl 28.11.2017 18:12
      Highlight Highlight @andrew
      Promilliegrenzwerte sind für Fahrradfahrer identisch zu Autofahrer
  • Raffaele Merminod 28.11.2017 13:10
    Highlight Highlight Mir hat der Helm vor einem Jahr das Leben gerettet!
    Weder jetzt noch vor dem Unfall bin ich je ohne gefahren.
    • Sarkasmusdetektor 28.11.2017 15:33
      Highlight Highlight Ich fahre seit bald 40 Jahren Velo und bin schon x Mal gestürzt, aber den Kopf hab ich mir nie verletzt. Und ich kenne auch niemanden, dem das je passiert wäre. Aber das ist natürlich ebenso nicht repräsentativ wie der Einzelfall des erwähnten Unfalls. Interessant wäre mal eine Statistik, wieviele solche Unfälle es tatsächlich gibt. Vielleicht würde mich die überzeugen, gefühlt sind die nämlich seltener als ein Lottogewinn. Aber wahrscheinlich gibt es eben keine Zahlen dazu.
    • Raffaele Merminod 28.11.2017 19:15
      Highlight Highlight @ Tigerlispirit:
      Ich bin ab so viel Intelligenz, echt sprachlos!
      Vielleicht liegt es daran das du 10 Jahre vor mir angefangen hast Velo zu fahren und das war definitiv die Generation die Helme gar nicht kannte, da sie nicht existierten.
      Schnallst du dich im Auto auch nicht an? Hast du keine Hausratsversicherung? Bist du sicher das du bei deinen Stürzen nicht auf den Kopf gefallen bist? Vielleicht erinnerst du dich nicht mehr daran?
      Es gibt über 4000 (registrierte) Velounfälle pro Jahr...
      Gründe keinen Helm zu tragen, gibt es jedenfalls wirklich keine. Ich kenne jedenfalls keinen.
  • Joseph Dredd 28.11.2017 12:57
    Highlight Highlight Wir wollen jene Velofahrer nicht vergessen, die mit übersetzter Geschwindigkeit (Flyer & sonstige eBikes lassen grüssen), mit Studiokopfhörern auf den Ohren, mit - wenn überhaupt - nur blinkenden Front- & Rücklichtern (obwohl ein ruhendes Licht gesetzlich vorgeschrieben ist) und bei Minustemperaturen/einem halben Meter Pflotsch, dafür mitten auf der Fahrbahn, unterwegs sind und jegliche roten Ampeln geflissentlich ignorieren, nur um bei jeder sich bietenden Gelegenheit über die Asi-Autofahrer abzulästern, die notabene die Einzigen auf der Strasse sind, die gefälligst Rücksicht zu nehmen haben.
    • Saul_Goodman 28.11.2017 14:47
      Highlight Highlight 1. Für velofahrer gelten
      Tempobegrenzungen nicht, da sie keine tempoanzeige haben. Das eine velofahrer aber einfach so mal massiv die tempo 50 grenze knackt ist wohl absurd.
      2. Autofahrer hören auch musik.
      3.wenn der veloweg nicht gepflegt wird, sogar ganz im gegenteil der schnee der strassen darauf landet, ist es nur richtig in der mitte der strasse zu fahren. Ein autofahrer ist meist alleine unterwegs, warum sollte der mehr platz beanspruchen dürfen als ein velofahrer?
    • Joseph Dredd 28.11.2017 15:19
      Highlight Highlight @Saul_Goodman: 1. Ich rede nicht von der signalisierten Höchstgeschwindigkeit, sondern von 'übersetzter Geschwindigkeit': ein eBiker mit 35-40 km/h ist meines Erachtens mit übersetzter Geschwindigkeit unterwegs und überdies ein Risiko, wenn er entsprechend schneller überholt werden muss. 2. Autofahrer tragen beim Musikhören keine noise-cancelling-Hartplastikschalen auf den Ohren, die jegliche Umweltgeräusche ausblenden. 3. Warum? Weil es gesetzlich vorgeschrieben ist, wo Velofahrer hingehören: an den rechten Rand der Fahrbahn und nicht in deren Mitte (Verkehrsregelnverordnung Art 8, Abs. 4).
    • Saul_Goodman 28.11.2017 15:41
      Highlight Highlight 1. Genau. Schnelle e-bikes verfügen auch über tacho und nummernschild. Aber nach wie vor nicht für fahrräder.
      2.Haha ein auto ist eingeschlossenes fahrzeug, die sogar darauf ootimiert werden einen möglichst ruhigen und somit abgedichteten fahrgastraum zu haben. sogar ohne musik hörst du da bei laufendem motor sozusagen nichts was draussen abläuft. Was für ein schwachsinn!!!
      3. Ja ein auto ist grösser, dass hast du scharf erkannt. Also ist es durchaus sinnvoll zum eigenschutz die fahrbahnmitte zu nutzen, damit auch der autofahrer merkt, dass es zu eng ist zum überholen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • marcog 28.11.2017 12:29
    Highlight Highlight Es gibt einige Lichtsignale, die sind nur gemacht, um den Verkehrsfluss der Autos zu kontrollieren und machen für Radfahrer keinen Sinn. Rechts abbiegen bei Rot soll ja auch bald legalisiert werden, man muss einfach aufpassen. Andererseits gibt es ja auch Fussgänger, die einfach zwischen stehenden Autos hindurchlaufen. Auch hier muss man aufpassen.
    • LordEdgar 28.11.2017 14:45
      Highlight Highlight Und jetzt soll ich als Fussgänger oder Autofahrer auch missachten was meines Erachtens keinen Sinn macht?
  • Magnum 28.11.2017 12:23
    Highlight Highlight Wichtige Feststellung: Es besteht KEINE Helmpflicht.

    Der Fahrrad-Helm ist eine Kapitulation vor dem Wettrüsten auf der Strasse. Eine sichere Infrstruktur für Velofahrende verhindert weit mehr Verletzungen Tote als 250 Gramm Placebo-Sicherheit auf dem Kopf. Aber klar: Eine Versicherung wie AXA lobbyiert für die Helmpflicht - und damit gegen das Velo als Verkehrsträger. Denn der einzige verbürgte Effekt einer Helmpflicht ist eine abnehmende Nutzung des Velos.

    Dass Watson diese Zusammenhänge unterschlägt, sehe ich als glatte journalistische Fehlleistung.
    • Der_kleine_Teufel 28.11.2017 14:32
      Highlight Highlight Also ich sehe ihre ganze Argumentation als populistischen Schwachsinn. Begriffe wie: Kapitulation, Wettrüsten zeigen das. Die Straße ist kein Schlachtfeld und jeder Verkehrsteilnehmer sollte alles mögliche tun, um im Ernstfall unbeschadet aus einem Unfall zu gehen. Hierzu gehört der Fahrradhelm, genau wie der Airbag beim Auto.
    • Sarkasmusdetektor 28.11.2017 15:44
      Highlight Highlight Nein, sorry, das ist eben auch falsch. Möglich ist nämlich noch beliebig viel mehr. Man könnte auch mit Airbag-Rucksack und Töffkombi Velo fahren, dass wäre noch sicherer. Aber das will ja auch keiner. Letztlich ist Sicherheit immer ein Abwägen zwischen einem vernünftigen Aufwand und dem Restrisiko. Je kleiner das Risiko, desto höher die Kosten. Risiko null = Kosten unendlich.
    • Tomtom64 28.11.2017 16:27
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