Schweiz
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ARCHIVBILD ZUR MK DER STIFTUNG KURT IMHOF ZUR MEDIENQUALITAET, AM MONTAG, 23. OKTOBER 2017 - ACHTUNG REDAKTIONEN: Altes Zentralschweiz am Sonntag-Logo - Die Schweizer Sonntagszeitungen NZZ am Sonntag, SonntagsZeitung, Schweiz am Sonntag, Zentralschweiz am Sonntag und SonntagsBlick liegen auf einem Tisch, aufgenommen am 5. Mai 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Schlagzeilen der Sonntagspresse. Bild: KEYSTONE

Sex-Übergriffe in der Kirche, weniger TV-Junkies und Burka-Initiative: Die Sonntags-Storys



Bischofskonferenz zählt hunderte Sex-Übergriffe

Bei der Bischofskonferenz sind laut Meldungen der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» bis heute rund 250 sexuelle Übergriffe gemeldet worden. Sie ereigneten sich zwischen 1950 und heute. Betroffen seien über 140 Kinder und Jugendliche sowie 88 Erwachsene. Zehn Prozent der Vorfälle passierten erst in jüngster Zeit. Die Bischofskonferenz versichert den Zeitungen, dass es sich bei den Opfern aktueller Vorfälle durchwegs um Erwachsene handle. Die Kirche untersuche die Fälle teilweise intern und schalte die Justiz nicht ein – aus Rücksicht auf die Opfer, die keine Anzeige bei der Polizei wollten, wie es kirchenintern heisst. Strafverfolger warnten daher vor unsachgemässen Untersuchungen.

TV-Konsum im Sturzflug

Die Vorherrschaft des Fernsehens geht laut dem «SonntagsBlick» zu Ende. In den Nuller-Jahren schaute der Durchschnittsschweizer noch 145 Minuten pro Tag in die Röhre, wie Zahlen des Instituts Mediapulse belegen. Seit 2009 geht es steil bergab und zuletzt waren es noch 124 Minuten. Allerdings bleibe die Altersgruppe 60+ dem Fernsehen treu. Sie sitze an Wochenenden fast vier Stunden pro Tag vor dem Bildschirm. Die 15- bis 29-Jährigen schauen dagegen nicht einmal mehr eine Stunde pro Tag fern. Den Niedergang des Fernsehens spüren gemäss «SonntagsBlick» auch die Elektronik-Märkte: 2008 betrug der Umsatz mit TV-Geräten in der Schweiz noch über eine Milliarde Franken. Inzwischen habe er sich nahezu halbiert.

Führt die Schweiz HIV-Selbsttest ein?

Bundesbehörden werden laut Meldungen der «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» dieses Jahr über die Zulassung von HIV-Selbsttests befinden. In Staaten wie Frankreich, Grossbritannien oder Italien sind diese Tests bereits verwendbar. «Der Test könnte dazu beitragen, dass es die Schweiz schafft, das Virus mittelfristig zu eliminieren», sagt der Präsident der eidgenössischen Kommission für sexuelle Gesundheit, Marcel Tanner, zu den Zeitungen. Mit dem Schnelltest könnte rund 3000 Trägern des Hi-Virus geholfen werden, die allerdings von diesem Umstand keine Kenntnis haben und weitere Ansteckungen verursachten.

5000 Soldaten beschützen im Notfall Flughafen Zürich

Der seit rund einem Jahr amtierende Armeechef Philippe Rebord äussert sich in einem Interview mit dem «SonntagsBlick» zur Milizarmee und zu den Bedrohungen, für welche die Armee gewappnet sein muss. Zu den grössten Gefahren zählt Rebord den Terror und Naturgefahren. «Mit der Klimaveränderung wird sich das weiter zuspitzen, besonders im alpinen Gebiet», sagte er der Zeitung. Bei Ereignissen will Rebord schnell Tausende von Soldaten mobilisieren können – etwa um den Flughafen Zürich nach einem Attentat zu schützen. «In unseren Szenarien braucht es 5000 Mann, um den Flughafen für längere Zeit zu schützen», erklärte der Armeechef.

65 Flüge für Zwangsausschaffungen

Der Bund hat vergangenes Jahr laut einer Meldung der «NZZ am Sonntag» 287 abgewiesene Asylsuchende, die sich gegen ihre Ausschaffung wehrten, auf Sonderflügen aus der Schweiz ausgeschafft. Das teilte das Staatssekretariat für Migration der Zeitung mit. Für die Zwangsausschaffungen seien 64 Sonderflüge nötig gewesen. Die Kosten für alle Zwangsausschaffungen beliefen sich auf 3,7 Millionen Franken. 2016 waren noch 345 abgewiesene Asylsuchende auf 67 Sonderflüge aus der Schweiz ausgeschafft worden. Das hatte 3,8 Millionen Franken gekostet.

Grosse Mehrheit angeblich für Burka-Initiative

Rund 76 Prozent der Schweizer sind laut Meldungen der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» für die Burkainitiative. Dies ergab eine repräsentative Umfrage. Mit der Initiative soll die Verhüllung des Gesichts im öffentlichen Raum verboten werden. Eine Mehrheit der Schweizer würde an Schulen sogar das blosse Tragen von Kopftüchern verbieten. Paradoxerweise sind aber die Schweizer gegenüber dem Islam gut gesinnt: Eine Mehrheit der Schweizer befürwortet laut derselben Umfrage, dass gemässigte Islamgemeinden staatlich anerkannt werden. (sda)

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 07.01.2018 13:35
    Highlight Highlight Gemäss dem Bericht wäre es also zwingend, dass die jungen Wähler, welche kaum mehr fernsehen und sich ob der überrissenen Billag-Zwangsgebühren ärgern, sich für einmal aufraffen und dieses Mal (in ihrem Sinne) abstimmen sollten 🤔!

    Und beim anderen Titel, der da lautet:

    "Grosse Mehrheit angeblich für Burka-Initiative" kann man das Wort "angeblich" als durchaus lässlich streichen, weil heute schon heute Jeder Vorausblickende sehr genau wissen müsste, dass diese Initiative vom Volk haushoch angenommen wird 😉.

    Facts...
  • Stichelei 07.01.2018 09:44
    Highlight Highlight Sex-Übergriffe in der Kirche: Kann mir mal jemand den grundsätzlichen Unterschied aufzeigen, wenn die Kirche ohne Staat nach ihrem eigenen kanonischen Recht vorgeht zu den Forderungen der Muslime, Rechtsfälle ebenfalls intern nach der Scharia regeln zu dürfen? Meiner Meinung hat beides in einem Rechtsstaat wie der Schweiz keine Existenzberechtigung.
    • Samurai Gra 07.01.2018 14:01
      Highlight Highlight Ich bin auch dafür das es nur das Strafrecht des Staates geben darf, unabhängig von Religion etc.
    • chäsli 08.01.2018 08:49
      Highlight Highlight Es unglaublich was sich die kath. Kirche erlaubt und das mit offensichtlicher Duldung unserer Politiker/innen.
  • andrew1 07.01.2018 09:22
    Highlight Highlight Eine frage der zeit: wenn die no-billag initiative nicht dieses jahr angenommen wird wiederholt man das ganze in 5 und gegebenenfalls 10 jahren da die bedeutung des fernsehens je länger je mehr verschwindet bei den 90er / 00er / '10er usw generationen.

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