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Schweiz
Winter

Schwere Lawinenunglücke seit 1999 in der Schweiz: Karte

Schon wieder das Wallis: Hier forderten die schweren Lawinen mehrere Todesopfer

Der Lawinenwinter 1999 ist in vielen Köpfen noch präsent: Doch welche schweren Unglücke gab es seither? Wir werfen einen Blick auf die letzten 20 Jahre.
20.02.2019, 18:4621.02.2019, 08:48
Lea Senn
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Am Dienstagnachmittag hat im Skigebiet Crans-Montana im Wallis eine Lawine auf einer Fläche von mehreren hundert Metern eine Skipiste begraben. Mehrere Personen wurden verschüttet, ein 34-jähriger Mann erlag seinen Verletzungen.

Immer wieder kommt es zu tragischen Lawinenunglücken. Seit 1936 erfasst das Schweizerische Lawinenforschungsinstitut SLF die Todesopfer. Im Mittel starben über diese Periode jährlich 25 Personen durch Lawinen.

Ein Blick auf die Karte der schwersten Lawinenunglücke seit 1999 zeigt: Schwere Unglücke mit mindestens drei Toten häufen sich im Kanton Wallis.

Die interaktive Karte
Mit einem Klick auf einen Eintrag in der Karte erhältst du mehr Informationen zum entsprechenden Lawinenunglück. Vermerkt sind nur Lawinen, die drei oder mehr Todesopfer forderten, daher erscheint das Unglück vom Dienstag in Crans-Montana – es forderte bisher ein Todesopfer – nicht auf der Karte.

Werfen wir noch einen genaueren Blick auf das Unterwallis:

17 Lawinenunglücke forderten in den letzten 20 Jahren drei oder mehr Tote:

  • 31. März 2018: Im Gebiet Obers Tälli bei Fiesch VS trifft eine Lawine eine fünfköpfige Tourenski-Gruppe aus Spanien. Zwei Männer im Alter von 37 und 48 Jahren, darunter der Bergführer, sowie eine 38-jährige Frau kommen ums Leben.
  • 16. März 2018: Bei einem Lawinenunglück ausserhalb markierter Pisten im Vallon d'Arbi bei Riddes VS werden ein 57-jähriger Waadtländer sowie drei Franzosen im Alter von 20, 25 und 32 Jahren tödlich verletzt.
  • 21. Februar 2015: Im Gebiet des Grossen Sankt Bernhard im Wallis geraten fünf italienische Skitourenfahrer in eine Lawine. Obwohl zunächst alle Verschütteten gerettet werden können, sterben vier von ihnen später im Spital.
  • 31. Januar 2015: An der Ostflanke des Piz Vilan in Graubünden werden acht Mitglieder einer Skitourengruppe des SAC von einer Lawine verschüttet. Fünf der Tourengänger kommen ums Leben.
  • 5. Januar 2014: Beim Abstieg von der Pointe de Masserey im Val d'Hérens im Kanton Wallis werden drei Mitglieder einer Gruppe von Tourengängern und ein Bergführer von einer Lawine verschüttet. Alle vier Verschütteten erliegen ihren Verletzungen im Spital.
  • 1. April 2011: Bei einem Lawinenniedergang im Val d'Anniviers oberhalb von Ayer VS kommen drei deutsche Tourenfahrer ums Leben.
  • 26. März 2011: An der Croix de la Tsousse in der Region des Grossen St.Bernhard VS werden fünf Mitglieder einer elfköpfigen Tourengruppe von einer Lawine getötet. Fünf weitere Personen werden verletzt.
  • 19. März 2011: Von vier deutschen Skitourenfahrern, die im Gebiet Gorigrad am Flüelapass von einer Lawine verschüttet werden, können drei nur noch tot geborgen werden.
  • 3. Januar 2010: Im bernischen Diemtigtal kommen sieben Personen ums Leben, als auf dem Lawinenkegel einer zuvor abgegangenen Lawine 15 Retter und Helfer von einer zweiten Lawine verschüttet werden.
  • Am 14. Juni 2009 sterben zwei Männer und eine Frau am Piz Palü GR in einem Schneebrett.
  • Am 11. Februar 2009 kommen drei Seminaristen aus Ecône bei einem Lawinenunglück in Nendaz VS ums Leben.
  • Am 12. Juli 2007 kommen fünf Rekruten und ein Wachtmeister der Schweizer Armee in einer Lawine an der Jungfrau BE ums Leben.
  • Am 20. Februar 2006 werden drei Variantenskifahrer aus Bayern im Val Acletta in Disentis GR von einer Lawine getötet.
  • Am 5. Feb. 2003 kommen bei einem Lawinenabgang in Champex VS vier Wintersportler ums Leben.
  • Am 8. Januar 2003 tötet eine Lawine oberhalb der Walliser Gemeinde Bourg-St-Pierre drei französische Wanderer.
  • Am 5. März 2002 sterben drei Menschen am Piz Vallatscha im Unterengadin.
  • Am 11. Februar 2001 kommen drei Menschen am Pizzo Rotondo im Bedrettotal TI ums Leben.
  • Am 21. Februar 1999 fordert eine Lawine in Evolène 12 Todesopfer. Ausserdem wurden 8 Wohnhäuser, 5 Scheunen, 4 Chalets und mehrere Alphütten zerstört und 2 Wohnhäuser, 8 Chalets beschädigt.

(Mit Material der Nachrichtenagentur SDA)

Suche nach Lawinen-Verschütteten in Crans-Montana läuft

Video: srf/SDA SRF

Der Lawinenwinter 1999 in Bildern

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Lawinenwinter1999
quelle: keystone / edi engeler
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15 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Zauggovia
20.02.2019 19:41registriert April 2018
Schon wieder das Wallis? Wo denn sonst? In Züri?
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Butzdi
20.02.2019 21:16registriert April 2016
Vielleicht hängt das mit den höchsten Bergen und den schönsten Tourenskigebieten zusammen? 🤔
Das muss es sein...
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Naraffer
20.02.2019 19:57registriert März 2014
Schon wieder das Wallis. Die sollen mal in den Kanton Solothurn kommen, wir hatten auf dem Balmberg noch nie einen Lawinentoten. Allerdings soll am Weissenstein mal eine kleine Föhre durch ein Schneebretchen angeknickt worden sein. Wurde vom Werkhof geflickt. 👌
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