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Adieu Halogenlampe – nach der Glühbirne kommt das nächste Aus



Eigentlich hätte dieses Licht schon vor zwei Jahren ausgehen sollen. Damals gab es für die Halogenlampe jedoch noch eine Gnadenfrist. Jetzt ist wirklich Schluss.

Vom 1. September an dürfen die meisten Halogenleuchten in der EU und der Schweiz nicht mehr verkauft werden – die letzte Stufe der EU-Lampenverordnung tritt in Kraft. Die Schweiz übernimmt diese und schreibt sie in der Energieverordnung fest. Wird der öffentliche Aufschrei ähnlich laut wie vor sechs Jahren, als die Glühlampe vom Markt verschwand?

halogenlampe

Der Letzte macht das Halogen-Licht aus. Bild: ZVG

Fünfmal mehr Energie als LED-Lampen

Hinter dem jetzigen Auslaufen der Halogenlampe steckt – wie schon 2012 – die sogenannte Ökodesign-Richtlinie der EU. Sie legt Anforderungen an die Energieeffizienz von Produkten fest. Nach und nach sollen vor allem jene Produkte vom Markt, die besonders viel Strom fressen – also schlecht für die Umwelt sind.

Bei der Glühlampe wurden nur etwa fünf Prozent der aufgenommenen Energie in Licht umgewandelt – ein Trauerspiel für jede Energiebilanz. Der Verbrauch einer Halogenlampe ist nach Angaben der EU-Kommission von 2015 immer noch fünf mal höher als der einer LED.

Nicht nur Lampen betroffen – Ausnahmen bleiben

Seit der Novellierung 2009 geht es bei der Ökodesign-Richtlinie zudem um Produkte, die den Energieverbrauch beeinflussen, etwa Duschköpfe oder Fenster. Der Stromverbrauch der Privathaushalte soll so gesenkt und stromsparenden Geräten zum Durchbruch verholfen werden.

Neben der Glühlampe mussten deshalb unter anderem schon bestimmte Staubsauger, Backöfen, Kochfelder, Dunstabzugshauben und Duschköpfe dran glauben. Dabei wird nach Angaben der EU-Kommission nur vom Markt genommen, wofür es einen vernünftigen Ersatz gibt.

Und es wird noch immer Ausnahmen geben: Für platte Spotlampen, wie sie bei Deckenstrahlern genutzt werden, sowie für jene Halogenlampen in Schreibtischlampen oder Flutlichtern ist noch kein Ende in Sicht. Stattdessen sind vor allem die meist birnen- oder kerzenförmigen Leuchten der Energieklasse D mit ungebündeltem Licht betroffen. Restbestände dürfen ab September zwar noch verkauft, aber keine neuen Lampen produziert werden.

LEDs sind die Zukunft

Die Zukunft gehört stattdessen den LED-Leuchten. Darüber waren sich Experten schon zum Ende der Glühlampe 2012 einig. Damals waren LEDs allerdings noch deutlich teurer als etwa Energiespar- oder Halogenlampen. Seitdem sind die Preise allerdings stark gesunken – der EU-Kommission zufolge von 2010 bis 2017 um 75 Prozent.

Die EU-Kommission prüft derzeit schon, wie es in Sachen Ökodesign weitergehen könnte. Studien sollen etwa das Einsparpotenzial von Wasserkochern, Handtrocknern, Hochdruckreinigern oder Aufzügen aufdecken. (whr/awp/sda/dpa)

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