Schweiz
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Konkurs Rolf Erb: Das Traumschloss Eugensberg im Thurgau ist verkauft worden



Das Schloss Eugensberg in Salenstein TG ist verkauft: Das Thurgauer Konkursamt hat das Anwesen an den Meistbietenden, den Innerschweizer IT-Unternehmer Christian Schmid, veräussert. Der Erlös fliesst in die Konkursmasse Rolf Erb und kommt den Gläubigern zugute.

Als «Luxus-Residenz mit englischem Landschaftsgarten», war das Schloss Eugensberg in Salenstein im letzten April unter anderem beschrieben worden. Damals startete der freie Verkauf.

Über den Verkaufspreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart, wie die Thurgauer Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Der Käufer hat das Schloss samt Inventar und allen zugehörigen Liegenschaften – mit Ausnahme von zwei landwirtschaftlichen Grundstücken am Rand – per 1. März übernommen.

Ein Schloss für 35 Millionen – so lebte Pleitier Rolf Erb

Wohnsitz für die nächsten Jahrzehnte

Der 38-jährige Christian Schmid wolle zusammen mit seiner Ehefrau für die nächsten Jahrzehnte im Schloss Wohnsitz nehmen, heisst es. Das Ehepaar Schmid wohnt zurzeit in der Innerschweiz und ist vorwiegend im IT-Bereich tätig. Laut Communiqué will Schmid das Schloss samt Inventar erhalten und unterhalten.

Sie hätten sehr lange nach dem zukünftigen Wohnort gesucht, erklärte er auf Anfrage von Keystone-SDA. Nach der ersten Besichtigung sei schnell festgestanden, dass das Schloss «für uns nahezu perfekt ist». Grosse Änderungen seien nicht geplant, es brauche nur einige Sanierungsmassnahmen.

Er habe in den letzten 20 Jahren mehrere IT-Projekte in Deutschland und der Schweiz entwickelt, gibt Schmid Auskunft. Am bekanntesten sei der Cloud-Dienstleister RapidShare. Derzeit beschäftige er sich «hobbymässig mit Elektronik und Mikroprozessoren».

Erlös fliesst in die Konkursmasse

Der Erlös aus dem Verkauf des Schlosses fliesst, wie dies gerichtlich zugesprochen wurde, in die Konkursmasse des verstorbenen Pleitiers Rolf Erb und kommt den Gläubigern zugute. An einer Medienkonferenz der Erb-Gläubiger im April 2018 wurde der Wert des gesamten Anwesens auf mindestens 35 Millionen Franken beziffert.

Das Schloss wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von Eugène de Beauharnais gebaut, dem Stiefsohn Napoleons. 1916 kaufte der Thurgauer Industrielle Hippolyt Saurer das Schloss und erneuerte es. Bevor Rolf Erb die Anlage 1990 kaufte, diente das Schloss als Museum und später als Erholungsheim. (whr/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ökonometriker 06.03.2019 14:03
    Highlight Highlight Ist das nicht der RapidShare-Gründer?
  • Der Rückbauer 06.03.2019 13:04
    Highlight Highlight Das sind die Neo-Feudalisten. Gehören noch die Weissen Westen der Finanzindustrie dazu. Hier eher im positiven Sinn. Besser jedenfalls als "Investitionen" in einen FC mit seinen goldenen Aerschchen. Oder in Neureichenbunker mit Seesicht der Bänkster.
    Wohl bekomm's. Dem Schloss, das als Kulturgut gut unterhalten werden will. Blocher hat ja auch Schloss Rhäzüns gekauft. Dieses Schloss wird gut unterhalten. Blocher und dem Schloss geht es gut.
  • LaktoseintoleranterVeganerLGBT 06.03.2019 11:55
    Highlight Highlight Mögen ihnen die Schlossgeister wohlgesinnt sein!

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