DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Eveline Widmer-Schlumpf: «Dieses Paket ist nicht mehr dasselbe, das der Bundesrat vorgelegt hat.»
Eveline Widmer-Schlumpf: «Dieses Paket ist nicht mehr dasselbe, das der Bundesrat vorgelegt hat.»Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

USR III: Bei der «Entlastung für Firmen ist das Parlament sehr weit gegangen»

23.01.2017, 07:4723.01.2017, 08:18

Eine Unternehmenssteuerreform (USR) ist für alt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf unabdingbar. Eine Steuervorlage brauche aber stets eine Balance. Bei der USR III sei das Parlament nun sehr weit gegangen mit zusätzlichen Entlastungen für gewisse Firmen.

«Dieses Paket ist nicht mehr dasselbe, das der Bundesrat vorgelegt hat. Es gibt ein paar Punkte, welche die Reform aus der Balance gebracht haben», sagte Widmer-Schlumpf, die in ihrer Zeit als Finanzministerin die Reform aufgegleist hatte, in einem Interview mit dem «Blick» vom Montag.

Keine Gegenfinanzierung

Sie denke dabei an die zinsbereinigte Gewinnsteuer und den Verzicht, die Teilbesteuerung der Dividenden auf mindestens 70 Prozent, obligatorisch für die Kantone und den Bund, zu erhöhen. «Damit wäre eine teilweise Gegenfinanzierung möglich gewesen.» Mit der aktuellen Vorlage gebe es «nirgends mehr eine Gegenfinanzierung». Man müsse sich bewusst sein, dass es die Reform zu finanzieren gelte.

Die Pflege des Wirtschaftsstandortes sei wichtig. Im internationalen Vergleich stehe die Schweiz bei der steuerlichen Situation gut da. Bei der USR III gehe es darum, Privilegien abzuschaffen. Bei der zusätzlichen Entlastung für gewisse Firmen sei das Parlament «nun einfach sehr weit gegangen». «Es war schon für uns schwierig, die Auswirkungen der ursprünglichen Version zu berechnen.» Nun sei es noch viel schwieriger. «Die Ausfälle werden höher sein, als wir es bei unserer Vorlage berechnet haben.»

Über die Vorlage wird am 12. Februar abgestimmt. Widmer-Schlumpf wurde 2007 in den Bundesrat gewählt, im Oktober 2015 gab die BDP-Vertreterin bekannt, auf eine erneute Kandidatur zu verzichten. Die BDP hat für die USR III die Ja-Parole gefasst. (whr/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

5 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Calvin Whatison
23.01.2017 10:57registriert Juli 2015
Wenn sich schon eine alt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf (hatte ja das Finanzdepartement) davon distanziert, sagt das eigentlich schon alles.
466
Melden
Zum Kommentar
5
Der nächste Booster: Moderna stellt Zulassungsantrag für angepassten mRNA-Impfstoff
Die Arzneimittelbehörde Swissmedic prüft die Zulassung des bivalenten mRNA-Impfstoffs des Herstellers Moderna. Die Studien sind vielversprechend.

Wird im Herbst ein zweiter Booster nötig, sollte ein bivalenter Impfstoff gegen das Coronavirus gespritzt werden, der sowohl das Ursprungsvirus wie auch die Omikron-Variante bekämpft. Für einen solchen mRNA-Impfstoff hat die Firma Moderna nun einen Zulassungsantrag bei Swissmedic gestellt.

Zur Story