Schweiz
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Eine junge Frau trinkt aus einem Trinkbrunnen beim Paradeplatz, fotografiert anlaesslich des Weltwassertag am Donnerstag, 22. Maerz 2018, in Zuerich. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Laut einer Studie trinken 42 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer mehrmals pro Tag Hahnenwasser. Der Grund: Der gute Geschmack. Bild: KEYSTONE

Wem gehört unser Wasser? Mögliche Privatisierung schlägt hohe Wellen

Die Angst vor der Privatisierung des Wassers geht um. Dabei ist die eigentliche Herausforderung im künftigen Umgang mit dem «blauen Gold» eine ganz andere.

Michel Burtscher / ch media



Bei der Linken läuten die Alarmglocken. Nichts weniger als die Grundrechte sieht die SP in Gefahr. Die Ursache für die Aufregung: das Hahnenwasser. Der Kanton Zürich soll ein neues Wassergesetz erhalten, mehr als hundert Paragrafen enthält es, am Sonntag stimmt die Bevölkerung darüber ab. Es geht um Hochwasserschutz und Renaturierungen, um Abwasserreinigung und Erholungsräume.

Gestritten wird aber vor allem über einen Passus: Paragraf 107. Dieser sieht vor, dass sich Private an der Wasserversorgung beteiligen können. Die Firmen dürfen aber nicht mehr als 49 Prozent besitzen und über maximal einen Drittel der Stimmrechte verfügen. Die Gegner des Gesetzes warnen trotzdem lautstark vor der «Privatisierung unseres Trinkwassers», vor einem «Tabubruch», der zu höheren Kosten oder schlechterer Qualität führe.

Diese Angst scheint angesichts der konkreten Ausgestaltung des Gesetzes übertrieben, doch die emotionale Diskussion zeigt, wie wichtig der Bevölkerung ihr Hahnenwasser ist. Im Kern geht es bei diesem Streit um eine Frage, die auf der ganzen Welt regelmässig diskutiert wird: Wem gehört das Wasser?

Schlagzeilen machen immer wieder Konzerne wie Nestlé, denen vorgeworfen wird, in Entwicklungsländern Wasserreservoirs auszubeuten, das Wasser abzufüllen und dann der Bevölkerung zu verkaufen. Von solchen Zuständen ist man in der Schweiz weit entfernt. Zwar mischen die Getränkemultis auch hierzulande im Wassergeschäft mit. So gehört die Mineralquelle im bündnerischen Vals bereits seit 2002 zum US-Konzern Coca-Cola, im Jahr 2008 kaufte Nestlé die Quellen in Henniez.

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Doch die Wasserversorgung selbst ist Sache der öffentlichen Hand – und sehr föderalistisch organisiert. Die Gemeinden können die Wasserversorgung zwar auch delegieren, beispielsweise an privatrechtliche Genossenschaften. Die Verantwortung bleibe aber bei den Gemeinden, betont Paul Sicher, Kommunikationschef des Trinkwasserverbandes SVGW.

Die Hoheit über die Nutzung des Wassers selbst liegt grundsätzlich bei den Kantonen. Das bedeutet auch, dass diese eine Quelle, die eigentlich einem privaten Grundeigentümer gehört, für öffentlich erklären können, sobald sie eine gewisse Schüttung hat, also eine gewisse Menge Wasser gefördert wird. «Damit will der Gesetzgeber wohl unterstreichen, dass Wasser ein existenzielles Gut ist», sagt Sicher.

Private Wasserversorgung seit 1878

Rund 2500 Wasserversorger gibt es im ganzen Land. Einige davon sind heute schon in privater Hand. Im Kanton Zürich etwa gibt es seit je Genossenschaften, die im öffentlichen Auftrag der Gemeinden die Bevölkerung mit Trinkwasser versorgen. Im Kanton Zug kümmert sich eine private Firma um die Wasserversorgung, seit 1878 schon. Die Wasserwerke Zug sind zu 70 Prozent in privater Hand und gehören 4400 heimischen Kleinaktionären.

Experten warnen trotzdem davor, diese Beispiele als Argument für Privatisierungen zu nehmen. Urs von Gunten, Professor an der ETH Lausanne und Projektleiter am Wasserforschungs-Institut des ETH-Bereichs (Eawag), sagt: «Die Situation in Zürich oder Zug ist historisch so entstanden.» Aus heutiger Sicht gibt es für ihn aber keinen Grund, die Wasserversorgung zu privatisieren.

«Sobald sich Private an der Wasserversorgung beteiligen, ist die ganzheitliche Betrachtungsweise des Wasserkreislaufs nicht mehr im gleichen Umfang gewährleistet», sagt von Gunten. Denn die öffentliche Hand sorge sich nicht nur um die Qualität des Trinkwassers, sondern kümmere sich beispielsweise gleichzeitig auch um den Gewässerschutz.

Er verweist zudem auf andere europäische Länder, die mit der Privatisierung schlechte Erfahrungen gemacht haben. Berlin beispielsweise hat seine Wasserbetriebe 2013 nach vierzehn Jahren wieder vollständig zurückgekauft, nachdem überhöhte Preise Unmut in der Bevölkerung ausgelöst hatten.

Mehr Konflikte wegen Klimawandel

Auch der Trinkwasserverband SVGW steht Privatisierungen kritisch gegenüber. Kommunikationschef Paul Sicher sagt: «In den 2000er-Jahren hat es in der Schweiz eine Liberalisierungswelle gegeben, als Elektrizitätswerke aus der Verwaltung ausgegliedert wurden.» Damals seien oft auch die Wasserwerke mitgegangen.

Doch die neu entstandenen Aktiengesellschaften seien weiterhin zu 100 Prozent im Besitz der öffentlichen Hand geblieben, sagt Sicher. «Das funktioniert gut, die Infrastruktur ist modern, die Finanzierung sichergestellt.» Fachlich gebe es keinen einzigen Grund, wieso der Einstieg von Privaten in die Wasserversorgung gefördert werden sollte. Das ist ausser im Kanton Zürich auch nirgends ein Thema. Privatisierungstendenzen sehen die Experten keine.

Die Frage, wem das Wasser gehört, wird in Zukunft trotzdem öfter gestellt werden – aber in einem anderen Kontext. Der Grund dafür ist der Klimawandel. Die Schweiz ist zwar in einer komfortablen Lage, sie ist das Wasserschloss Europas – und das wird sie auch bleiben. Trotzdem dürfte die Trockenheit saisonal und lokal zunehmen.

Langfristig werde die mittlere Niederschlagsmenge in den Sommermonaten abnehmen und die Verdunstung zunehmen, heisst es beim Bund. Nutzungskonflikte werden zunehmen wie ETH-Professor Urs von Gunten sagt: «Die Herausforderung wird sein, Wasser aus den riesigen erneuerbaren Wasserreserven der Schweiz in Gebiete mit saisonalem Wassermangel zu fördern», sagt er.

Apropos Wasser: So cool ist es WIRKLICH, im Januar auf Alkohol zu verzichten

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Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • Linksextremer Klima-Opportunist 08.02.2019 12:40
    Highlight Highlight Euer Titel sagts schon: "Unser Wasser"
  • Kritiker 2.0 08.02.2019 11:51
    Highlight Highlight Am Schluss sind wir soweit, wie bei „Spaceballs“ —> Luft in Dosen. 🤷‍♂️
  • Ad Sch 08.02.2019 11:50
    Highlight Highlight und deshalb merke: in latein bedeutet 'privare' nichts geringeres als 'enteignen'.
  • Dominik Treier 08.02.2019 10:55
    Highlight Highlight Natürlich wird es billiger wenn wir den Anbieter eines konkurrenzlosen Produktes privatisieren, sodass einige Reiche die Hände noch drinn Waschen können! Das muss einfach funktionieren und hat sicher nichts mit der Vermehrung des eigenen Vermögens und dem der eigenen Klientel auf Kosten der Allgemeinheit zu tun! Siehe tolle Erfahrungen mit Autobahnen in Italien, sowie der Eisenbahn und der Wasserversorgung in Grossbritannien und die ganz hartgesottenen können sich auch mal noch die grandiose Qualität der Infrastruktur in den USA anschauen, wo Strom noch sichtbar ist dank all der Wäscheleinen!
  • Bud Spencer 08.02.2019 09:57
    Highlight Highlight Ihr Wasser gesponseret durch Evian

    Ihre Luft gesponseret durch Febreze.
  • äti 08.02.2019 09:49
    Highlight Highlight Es ist schon ganz schlecht, dass man Land/Boden privatisiert. Beim Wasser dasselbe. Die Luft wird bestimmt auch noch kommen :)
  • WID 08.02.2019 09:36
    Highlight Highlight Das Wassergesetz ist eine Hyäne im Wolfspelz. Vordergründig geht um die schädliche Privatisierung, hintergründig geht es um die viel relevantere Stärkung der Interessen von Privateigentümern beim Gewässerschutz.
  • WID 08.02.2019 09:26
    Highlight Highlight §17 ist viel zentraler, damit werden die Interessen der Grundeigentümer besser geschützt, z.B. von Grundstückbesitzern am See oder am Rand von Ökologisch wertvollen Gewässern.
  • P. Silie 08.02.2019 09:21
    Highlight Highlight Mich als wirtschaftlich äusserst liberal bezeichnend, bin ich dennoch der Meinung, dass man Utilities (Wasser/Abwasser, Strom, Gas, teilweise ÖV etc.) nicht oder nur in äusserst begrenztem Masse privaten Beteiligungen freigibt. Es handelt sich in meinen Augen um nationales, strategisches Interesse, welches vorallem in keinem Fall an ausländische Firmen verscherbelt werden sollte. Das Betreiben dieser Geschäftsfelder kann privaten unterliegen, jedoch mit klaren Auflagen die die Abdeckung jeweils aller Haushalte garantieren müssen.
  • Yann Wermuth 08.02.2019 09:08
    Highlight Highlight Kann man als FDP jetzt schon bei Waston Artikel kaufen? Was soll denn der Absatz "Diese Angst scheint angesichts der konkreten Ausgestaltung des Gesetzes übertrieben," –

    Könnte man da ansatzweise einen Grund liefern? Zb wird nigrends ein Wort darüber verloren, dass in der konkreten Ausgestaltung von einer angemessenen Verzinsung die Rede ist – etwas das bei Genossenschaften, etc. NOCH NIE der Fall war. Also wenn schon konkret, dann aber auch informiert!
  • Snowy 08.02.2019 09:06
    Highlight Highlight Wenn Private sich an staatlicher Grundversorgung* beteiligen, bezahlt am Schluss die Gesellschaft - auf die eine oder andere Weise.

    *
    - Wasser / Strom / Gas
    - ÖV / Strassennetz / Flughäfen
    - Schulen / UNIs
    --> wenn nur noch die reichen Sohenmänner studieren können, ist dies schlecht für die Gesellschaft und die Wirtschaft (von der Förderung der Ungleichhheit ganz zu schweigen)
    - Sicherheit / Polizeiwesen
    - Gefängnisse
    --> Es ist kein Zufall, dass die USA mit ihrem quasi privatisierten Strafvollzug, die höchste Anzahl an Gefängnisinsassen aller (! ) Länder haben.




    • Statler 08.02.2019 10:00
      Highlight Highlight Du hast die Gesundheitsversorgung vergessen...
    • R. Peter 08.02.2019 10:36
      Highlight Highlight Stimmt Statler, es ist auch kein Zufall, warum die Schweiz mit ihrem immer stärker privatisierten Gesundheitswesen eines der teuersten hat.
    • Alnothur 08.02.2019 11:00
      Highlight Highlight "die Schweiz mit ihrem immer stärker privatisierten Gesundheitswesen"

      Das stimmt sowas von überhaupt nicht. Die einzige Tendenz, die es gibt, ist, dass es ständig mehr und mehr reguliert wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Platon 08.02.2019 08:58
    Highlight Highlight Also nochmals zum Mitschreiben, damit die ganze Verlogenheit der Vorlage auch dem letzten Bewusst wird. Private, anders als dies die Bürgerlichen suggerieren wollen, sind keine Hilfswerke und steigen nur in ein Geschäft ein, das Gewinn abwirft. Es ist komplett egal, wie viel Stimmrechte sie dann effektiv besitzen, sie werden einfach Gewinne abschöpfen, die der öffentlichen Hand gehören. Wieso sollte man das wollen?
  • Tornado Joe 08.02.2019 08:43
    Highlight Highlight Solange ich meinen Pool 1x wöchentlich neu auffüllen kann und mein Ferienhaus in Vegas immer einen schönen, grünen Rasensitzplatz hat interessiert es mich nicht von wem mein Wasser kommt.

    Bon Weekend
    • HabbyHab 08.02.2019 10:25
      Highlight Highlight Well fork you too.
  • Triple A 08.02.2019 08:35
    Highlight Highlight Wasser ist lebenswichtig, weshalb die Gemeinschaft für die Verteilung sorgen sollte, so bleibt sie demokratisch. Je wichtiger der Strom in unserem Leben wird, desto mehr gilt das auch für diesen!
  • Randalf 08.02.2019 08:34
    Highlight Highlight Nestle kauft nicht nur in Entwicklungsländern Wasser auf, sonder auch in Amerika (ich weiss, einige werden behaupten, Amerika sei genau das). In Michigan wehrt sich eine Stadt gegen die Ausbeutung.

    Auch in afrikanischen Staaten wollen und wollten ausländische Firmen den Menschen ans Wasser gehn.

    Glaubt mir, sie machen das nicht aus Menschenliebe!
    Das Wasser gehört uns allen und so so soll es bleiben.
  • Toerpe Zwerg 08.02.2019 08:23
    Highlight Highlight Der Titel ist irreführend, denn es wird kein Wasser "privatisiert". Es wird hingegen privaten ermöglicht, sich an einer Wasserversorgungsinfrastruktur zu beteiligen.

    Dies macht allerdings nur dann Sinn, wenn man gleichzeitig das Vorsorgungsmonopol aufbricht - ich also die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern habe. Monopole sind schlecht und private Monopole sind schlechter als öffentliche.

    • FrancoL 08.02.2019 08:37
      Highlight Highlight Falsch, auf öffentliche Monopole zB des Kantons habe ich als Bürger einen Einfluss auf private Monopole könnte ich allerhöchstens einen Einfluss haben, wenn ich Alternativen hätte.
    • loquito 08.02.2019 08:38
      Highlight Highlight Auch funktionierende Konkurrenz hat niemals das Wohl drr Allgemeinheit als Ziel. Gesundheit, Bildung, Wasser und mMn auch ÖV sollten nie in Hand privater sein...
    • Toerpe Zwerg 08.02.2019 08:43
      Highlight Highlight Ähm ... : "Dies macht allerdings nur dann Sinn, wenn man gleichzeitig das Vorsorgungsmonopol aufbricht - ich also die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern habe. Monopole sind schlecht und private Monopole sind schlechter als öffentliche."

      Ebenso ist es kein Monopol mehr "wenn ich Alternativen hätte".
    Weitere Antworten anzeigen
  • The oder ich 08.02.2019 08:22
    Highlight Highlight Meine Antwort zur Umfrage^^
    Benutzer Bild
  • memento 08.02.2019 08:19
    Highlight Highlight Am Besten privatisieren wir gleich noch die Luft....
  • rodolofo 08.02.2019 08:18
    Highlight Highlight Privatisierung als Allheilmittel?
    Für die Reichen, damit sie noch reicher werden vielleicht schon.
    Aber für diejenigen, die dann für die neuen Profite dieser reichen Privatisierer sorgen sollen, sähe die Rechnung ganz anders aus, nämlich tief rot: Ein Verlust an Geld und an Lebensqualität!
    Wenn wir und anschauen, was aus der Deutschen Bahn und aus den Englischen Eisenbahnen geworden ist, seitdem sie privatisiert wurden, dann sehen wir auch, wem Privatisierungen von öffentlichen Infrastrukturen und Dienstleistungen eigentlich nützen:
    Den Aktionärs-Blutsaugern...
    • R. Peter 08.02.2019 10:40
      Highlight Highlight In auch kein Freund der Vorlage, aber das ist nun erwas gar Polemisch. Die blutsaugenden Privsten sind nicht selten auch Pensionakassen und damit wir alle...
  • Der Rückbauer 08.02.2019 08:18
    Highlight Highlight Seit Reagan/Maggie/TINA sollten wir gelernt haben, dass es Dinge auf unserer Welt gibt, die nicht in private Hände gelegt werden dürfen. Dazu gehören die Luft, das Wasser, Teile der Energie und die Steuerung der Mobilität.
    Wir müssen dem Neokapitalismus und dem folgenden Neofeudalismus unbedingt ein Gewicht entgegensetzen, und das ist die (direkte) Demokratie. Macht Euch die Erde untertan (jaja, die Bibel), nach dieser Maxime funktioniert der Neokapitalismus, der nur ein Ziel kennt: Maximierung des Profits.
    • rodolofo 08.02.2019 10:30
      Highlight Highlight Bei der Demokratie bin ich mir inzwischen nicht mehr so sicher.
      Ich habe in einer Genossenschaft erlebt, wie an einer solchen Demokratie vor allem Besserwisser und Nörgler beteiligen, die allerdings mehr gestreng und humorlos sind, als wirklich professionell.
      Aber natürlich verlangen alle, die sich als "professionell" inszenieren, das Unternehmen müsse fit für die Zukunft gemacht werden...
      Mit der Form "Öffentlich-Rechtlicher Service Publique" kann ich aber gut leben!
      Die Demokratie verhandelt die grossen Leitlinien.
      Das öffentlich-rechtliche Unternehmen bewährt sich im Tagesgeschäft.
  • N. Y. P. 08.02.2019 08:18
    Highlight Highlight Ich habe NEIN gestimmt.

    Nur wegen Paragraf 107.

    Fachlich gibt es keinen einzigen Grund, wieso der Einstieg von Privaten in die Wasserversorgung gefördert werden sollte.

    Es ist gut, wie es ist. Punkt. Ende der Diskussion.


    Und in 10 Jahren kommt dann die gute SBB dran ? Seht in GB, was passiert, wenn zum Beispiel die Bahn privatisiert wird.
  • hektor7 08.02.2019 08:02
    Highlight Highlight "Laut einer Studie trinken 42 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer mehrmals pro Tag Hahnenwasser."

    WTF? Nicht mal die Hälfte? Absolut kein Verständnis für Leute, die in der Schweiz leben und trotzdem nur Wasser aus (PET-)Flaschen saufen.
    • R. Peter 08.02.2019 10:42
      Highlight Highlight Ich bewueile die Qualität der Studie, ich kenne in meinem gesamten Umfeld keine einzige Person,die nicht min. 2 mal pro Tag Hahnenwasser trinkt...
    • hektor7 08.02.2019 12:59
      Highlight Highlight Fakt, R. Pesche. Kann ich auch fast nicht glauben.
  • Rissle 08.02.2019 07:52
    Highlight Highlight Ein Blick nach Chile führt zu einem ganz klaren NEIN
  • Yolo 08.02.2019 07:51
    Highlight Highlight Private Unternehmen müssen gewinnorientiert arbeiten, also die Shareholder befriedigen. Das sind bei Grundversorgungen äusserst bedenkliche Grundvoraussetzungen.
    • Toerpe Zwerg 08.02.2019 08:31
      Highlight Highlight ... und deshalb ist die Versorgung des Bürgers mit Nahrung, Kleidung und Wohnen durch ein Staatliches Monopol sicherzustellen?
    • loquito 08.02.2019 08:41
      Highlight Highlight NeinToerpe. Deshalb bezahlst du zuviel für Wohnen, kriegst viel Müll im Supermarkt, das nur verkauft wird um Gewinne zu generiern und nicht um dich gesund zz ernährenund deine Kleider werden von Kindern, unter Einsatz hochgiftiger Substanzen hergestellt... Danke für den Steilpass. Wenn du denkst Migros und Shoppingcenter sind Zeichen von "es funktioniert super", dann verstehbich das exht nicht.
    • Majoras Maske 08.02.2019 09:05
      Highlight Highlight Kleidung, Nahrung und Wohnungen sprudeln ja auch nicht aus einer Quelle und müssen extra hergestellt werden. Wasser muss man nicht herstellen, sondern "nur" transportieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • why_so_serious 08.02.2019 07:50
    Highlight Highlight Einfache Antwort: Das Wasser gehört dem Volk. Man sollte sich einfach die Natur ansehen - wenn es ein Wasserloch gibt, teilen es sich auch alle Tiere. Da steht nicht plötzlich ein Löwe und verlangt Eintritt oder dergleichen.
  • Nik G. 08.02.2019 07:46
    Highlight Highlight Die erfahrung in anderen Ländern hat gezeigt, dass Privatisierung von Wassern etwas vom schlechtesten ist. Ich möchte zukünftig kein Chlor trinken, wie in Frankreich, England, teile von Deutschland usw.
  • Caturix 08.02.2019 07:44
    Highlight Highlight In den Bergen zahlen wir bei uns 3.60 Chf pro m3 (Gemeindetarif zwischen 3 und 4 Chf) also 1000 Liter Trinkwasser ohne Abwasser, schlimmer wäre es mit einer Privatisierung sicher auch nicht.
  • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 08.02.2019 07:39
    Highlight Highlight Es sollte nichts privatisiert werden, was allen gehört. Service Public (Wieso sollte man ein staatliches Monopol privatisieren?) und dazu gehört auch das Wasser.
  • Fairness 08.02.2019 07:30
    Highlight Highlight Nein, danke. Nicht auch noch Profit mit der Wasserversorgung. Uns reicht die Gesundheitsindustrie und alles Sonstige mit Profitgier.
    • Toerpe Zwerg 08.02.2019 08:32
      Highlight Highlight Die "Gesundheitsindustrie" mit ihren planwirtschaftlich festgelegten Preisen dient Ihnen als Referenzpunkt für Profitgier?
    • Astrogator 08.02.2019 08:42
      Highlight Highlight Die „Gesundheitsindustrie“ ist ein gutes Beispiel dafür was passiert wenn etwas das eigentlich zum Service Public gehört die Vorgabe hat „privatwirtschaftlich“ organisiert zu sein. Sieht man z.B. auch an der SBB, der CEO bekommt einen Bonus fürs senken der Kosten und der Kunde bezahlt trotzdem mehr und hat mehr Ärger weil beim Unterhalt von Rollmaterial und Infrastruktur bis an die Grenze der Sicherheit und schon darüber hinaus gespart wird.
    • Yolo 08.02.2019 09:49
      Highlight Highlight Die "Gesundheitsindustrie" wird durch private betrieben (Spitäler ausgeschlossen).
    Weitere Antworten anzeigen
  • der_senf_istda 08.02.2019 07:28
    Highlight Highlight Normalerweise finde ich Marktlösungen besser, aber beim Leitungswasser gibt es gar keinen Markt. Als Bürger habe keine Alternative zum Leitunswasser, es gibt ja nur einen Anbieter. Deshalb macht Privatisieren keinen Sinn. Ist eigentlich logisch...
  • Steckenpferd 08.02.2019 07:19
    Highlight Highlight Kann mir jemand erklären, was die Argumente für eine Privatisierung sind?
  • Trasher2 08.02.2019 07:18
    Highlight Highlight Jede Teilprivatisierung führt dazu, dass sich ein paar wenige bereichern, die Qualität der Dienstleistung abnimmt und der Konsument am Schluss mehr Zahlt als wenn er das Selbe mit Steuern und Gebühren bezahlt.

    Aber ich kann natürlich schon verstehen, dass eine Teilprivatisierungen des Wassers der feuchte Traum der Neoliberalen Eliten ist.
    • Toerpe Zwerg 08.02.2019 10:04
      Highlight Highlight Sie meinen so wie damals bei der PTT?

      ... oh wait ...
  • Daenerys Targaryen 08.02.2019 07:16
    Highlight Highlight Ich bin ein Befürworterin wenn die Änderung gut ist- un diesem Fall sehe ich es nicht ein. Es hat immer gut funktioniert, wieso jetzt es privatisieren und mehr Probleme damit verursachen?
    • c.monti 08.02.2019 07:22
      Highlight Highlight Auch hier: heute ist 100% Privatisierung erlaubt. Erst mit dem neuen Gesetz wird das eingeschränkt.
    • Gegu 08.02.2019 09:34
      Highlight Highlight wieso? profit machen, ganz einfach!!
      wasser ist das neue gold der zukunft.
  • Safado 08.02.2019 07:14
    Highlight Highlight Was gibt es da noch abzustimmen, wenn schon 2002 die Valserquelle von Coca Cola gekauft wurde?
    Wird wie in Brasilien. Teures Wasser.
  • Todesstern 08.02.2019 07:06
    Highlight Highlight Wasser ist Leben und gehört uns allen. Und nicht Privat Firmen wie Nestlè.
  • DocShi 08.02.2019 07:02
    Highlight Highlight Der momentane Privatisierungsvorschlag mag zwar nichts ändern derzeit. Jedoch glaube ich das damit nur ein Tor für richtige Privatisierung in Zukunft geschaffen wird.
    Das Grundwasser gehört der Bevölkerung und sonst niemanden!
    Und Nestlé und co. sollte man eh mal richtig eins reinhauen (gesetztestechnisch gesprochen). Ich war vor Ort in Kenia wo die Situation mittlerweile so ist, dass Cola und co. billiger ist als Wasser. Sauerei sowas.
    • next_chris 08.02.2019 11:15
      Highlight Highlight Ich bin froh gibt es Nestle, Dasani (Coca Cola), und konsorten. ZUmindest weiss ich da dass das Wasser kontrolliert wurde. in einem 20l Bidon ist der Preis auch akzeptabel fuer die meisten Leute, bei uns in etwa 1usd fuer 20l.
  • walsi 08.02.2019 07:02
    Highlight Highlight Nur sehr lernresistente Menschen finden die Idee Wasser zu privatisieren heute noch gut.
    • c.monti 08.02.2019 07:21
      Highlight Highlight Heute sind 100% Privatisierung erlaubt. Mit dem neuen Gesetz wird das (endlich?) auf 49% eingeschränkt. Die Stimmen sogar auf einen Drittel um Einfluss in Steuerung (Besetzung VR, Ausschüttungen, ... brauchen zwei Drittelsmehrheit) zu verhindern.
    • Walter Sahli 08.02.2019 07:38
      Highlight Highlight Es sind die gleichen Leute, die die Frage, wie man die wirtschaftliche Attraktivität eines Stanortes steigern kann, immer ud ausschliesslich mit "Steuersenkungen" beantworten.
    • Freddy Blütteler 08.02.2019 07:57
      Highlight Highlight Sehr, sehr, sehr lernresistente Menschen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • b4n4n4j03 08.02.2019 06:57
    Highlight Highlight Einfach nur frech so ein trojanisches pferd in ein gesetz zu schmuggeln das ansonsten sicher eine gute sache wäre.
    Wenn das gesetz angenommen wird, gibt es in 5 jahren nochmals ein gesetz wo wieder ein trojanisches pferd enthalten ist, wo dann das wasser plötzlich 100% in privatrr hand sein darf...
    Die argumentation sieht dann etwa so aus: "das wasser ist schon teils privatisiert und es läuft ja gut so, das ist kein problem"

    Ausverkauf von öffentlichem finde ich sehr schlecht!

Neues Wolfsrudel in Graubünden gesichtet

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