Schweiz
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Raiffeisen-Chef Patrik Gisel tritt per sofort zurück



Raiffeisen-CEO Patrik Gisel tritt per sofort von all seinen Funktionen zurück. Das haben der Verwaltungsrat und Gisel vereinbart, wie Raiffeisen Schweiz am Freitag mitteilte. Damit wird der für Ende Jahr geplante Rücktritt vorgezogen.

Dies solle die öffentliche Debatte um Gisels Person abschliessen und der Raiffeisen Gruppe ermöglichen, sich auf die zukünftigen Herausforderungen zu konzentrieren, heisst es in der Mitteilung. Michael Auer, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsleitung wird demnach die operative Führung bis auf Weiteres sicherstellen.

Zuvor war bereits in den Medien über einen vorzeitigen Rücktritt Gisels spekuliert worden. Eine Beziehung des Vorsitzenden der Geschäftsleitung mit einer inzwischen zurückgetretenen Raiffeisen-Verwaltungsrätin hat laut Medienberichten das Fass zum Überlaufen gebracht.

Am (morgigen) Samstag nimmt die Genossenschaftsbank Raiffeisen an der ausserordentlichen Delegiertenversammlung in Brugg-Windisch einen neuen Anlauf, um aus dem Schatten ihres früheren Chefs Pierin Vincenz zu treten. Wichtigstes Traktandum ist die Wahl eines neuen Verwaltungsratspräsidenten.

Die meisten Beobachter rechnen mit einer Wahl von Guy Lachappelle an die Spitze des Verwaltungsratspräsidiums. Dies obwohl auch seine Nomination zu einigen Kontroversen geführt hatte.

Dem früheren CEO der Basler Kantonalbank wird vor allem seine Rolle in der Affäre um die betrügerische Vermögensverwalterin ASE vorgehalten, bei der ASE-Kunden mit Konten bei der BKB Millionenverluste erlitten hatten. Allerdings hatte die Finanzmarktaufsicht Finma die Kandidatur Lachappelles wie auch der weiteren VR-Kandidaten abgesegnet. Zum medialen Thema wurde auch die Höhe seiner künftigen Entschädigung. (sda)

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der Rückbauer 10.11.2018 11:23
    Highlight Highlight Sind Top-Bänkler besonders äh ....sagen wir potent? Bei denen gibt's offenbar nur Weiblein innerhalb des Betriebes zu knacken. Diese Typen haben bei externen Frauen wenig Chancen. Besonders in der Finanzindustrieb herrscht eine Macho-un-kultur. Ja, der Trieb ist ein vortreffliches Mittel, Macht auszuüben.
  • Frank Eugster 10.11.2018 10:52
    Highlight Highlight Einmal mehr zeigt ein Topbanker, dass Regeln nur für alle anderen gelten. In Frankreich und den USA hockt wieder eine Bank auf der Anklagebank. Diese Branche hat schon lange jegliches Mass und jeglichen Bezug zur Normalität verloren. Unehrlichkeit, Machtmissbrauch, Gesetzesverstösse und Selbstbereicherung gehören zum Tagesgeschäft. Welche Branche ist noch verlogener? Banker sind Verbrecher mit Schlips..
  • Jein 10.11.2018 09:38
    Highlight Highlight Offiziell weil er mit einer ehemaligen Verwaltungsrätin was hatte, de facto aber weil er mit Vincenz im Bett war.

    Und mit Lachappelle kommt ja gleich ein würdiger Nachfolger der in den Fussstapfen seiner beiden Vorgänger weitermachen kann...
  • 97ProzentVonCH68000 10.11.2018 08:46
    Highlight Highlight „tritt per sofort zurück“ 😂
    Sollte wohl besser heissen: ...wurde endlich entlassen.
  • mukeleven 10.11.2018 00:23
    Highlight Highlight dieser gisel ist nun wirklich in saemtliche pit-falls getreten, welche ueberhaupt moeglich sind/waren - seine fast schon notorische naivität, auf seinen chefsessel zu beharren, zeigt die blindheit und arroganz dieser kasten - le roi c’est moi!
    ... bin gespannt was der outcome seiner abgindungs-zahlung (ueber diese vereinbarung wird seit 2 monaten verhandelt!) sein wird, wenn diese dann ueberhaupt je kommuniziert wird.
  • Raphael Stein 09.11.2018 23:20
    Highlight Highlight Inside Paradeplatz, platzt mit Raiffeisennews fast aus allen Nähten.
  • elnino 09.11.2018 23:02
    Highlight Highlight Ui was wurde da bloß wieder intern aufgedeckt...
  • Arthur Philip Dent 09.11.2018 22:08
    Highlight Highlight Wenn dad nur mal die ganzen "Geistlichen" auch so handhaben würden.. 😅

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