Schweiz
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Paukenschlag im Zürcher Stadtrat: Wolff und Leutenegger müssen ihre Departemente abgeben



Grosse Rochade im Zürcher Stadtrat: Fünf der insgesamt neun Departemente erhalten einen neuen Vorsteher oder eine neue Vorsteherin. Die beiden bisherigen Stadträte Richard Wolff (AL) und Filippo Leutenegger (FDP) werden gegen ihren Willen versetzt.

Zwei der bisherigen Stadträte waren denn am Mittwoch über die Verteilung der Departemente sichtlich enttäuscht. Richard Wolff von der Alternativen Liste (AL) war bei seiner Wahl vor fünf Jahren zum Sicherheitsvorsteher gemacht worden - gegen seinen Wunsch, wie er am Mittwoch sagte.

Wolff und Leutenegger enttäuscht

«Es tut weh, ich bedaure es sehr», sagte Richard Wolff. Er wäre gerne Chef der Polizei geblieben, meinte er am Mittwoch vor der Presse. Inzwischen habe er das Sicherheitsdepartement «sehr gern bekommen». Nun wird er wieder gegen seinen Wunsch versetzt und zwar ins Tiefbau- und Entsorgungsdepartement (TED).

Grund dafür ist die Befangenheit von Wolff beim Dossier Koch-Areal, wie Corine Mauch sagte. Wolff musste vor knapp zwei Jahren das Dossier abgeben, da seine beiden Söhne im besetzten Koch-Areal verkehrten.

Der Zuercher Stadtrat mit Andre Odermatt, Raphael Golta, Gerold Lauber, Andres Tuerler, Corine Mauch, Daniel Leupi, Claudia Nielsen, Filippo Leutenegger und Richard Wolff, von links nach rechts, beim Fototermin nach der Konstituierung des Stadtrats im Stadthaus in Zuerich, am Mittwoch, 9. April 2014. 
(KEYSTONE/Walter Bieri)

Filippo Leutenegger (links) muss das Tiefbau- und Entsorgungsdepartement abgeben, Richard Wolff (rechts) muss das Sicherheitsdepartement verlassen. Bild: KEYSTONE

Ebenfalls gegen seinen Willen versetzt wird Filippo Leutenegger (FDP). Der heutige TED-Vorsteher muss ins Schul- und Sportdepartement wechseln. Eine Mehrheit des Gesamtstadtrats will das wichtige Dossier Verkehr nicht in bürgerlichen Händen lassen. Auch Leutenegger ist enttäuscht: «Ich bin gegen meinen Willen von meinem Amt wegversetzt worden». «Ich bedaure das sehr. Das hatte politisch-ideologische Gründe.»

«Die Departementsverteilung war eine anspruchsvolle Aufgabe», sagte Stadtpräsidentin Corine Mauch. Ziel sei die bestmögliche Lösung für Zürich gewesen. Nicht alle haben ihr Wunschdepartement erhalten.

Der neue Zürcher Stadtrat

Raphael Golta, SP, Vorsteher Sozialdepartement, Andreas Hauri, glp, Vorsteher Gesundheits- und Umweltdepartement, Karin Rykart, Gruene, Vorsteherin Sicherheitsdepartement, Filippo Leutenegger, FDP, Vorsteher Schul- und Sportdepartement, Corine Mauch, Stadtpraesidentin und Vorsteherin Praesidialdepartement, Daniel Leupi, Gruene, Vorsteher Finanzdepartement, Andre Odermatt, SP, Vorsteher Hochbaudepartement, Michael Baumer, FDP, Vorsteher Technische Betriebe, und Richard Wolff, AL, Vorsteher Tiefbau- und Entsorgungsdepartement, von links, nach der konstituierenden Sitzung des Zuercher Stadtrates, im Zuercher Stadthaus, am Mittwoch, 16. Mai 2018 in Zuerich.
(KEYSTONE/Patrick Huerlimann)

Raphael Golta SP, Andreas Hauri glp, Karin Rykart Grüne, Filippo Leutenegger FDP, Corine Mauch SP, Daniel Leupi Grüne Gruene, Andre Odermatt SP, Michael Baumer FDP, und Richard Wolff AL. Bild: KEYSTONE

Bild

(whr)

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41 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Magnum
16.05.2018 14:31registriert February 2015
Grenzt schon fast an die Definition eines Salomonischen Entscheids: Wolff war die Reizfigur der Bürgerlichen, Leutenegger die Reizfigur der Linksgrünen. In ihren neuen Departmenten sind sie nun erst einmal aus der Schusslinie. Beim Gesundheits-Departement wird ein Neustart ermöglicht, was angesichts der vielen Baustellen sicher auch keine schlechte Idee ist. Kurzum: Corinne Mauch hat als Teamleaderin eigentlich alles richtig gemacht - motzen werden dennoch viele.
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Don Sinner
16.05.2018 13:16registriert January 2015
Leutenegger braucht im parteipolitischen Umfeld dieses Stadtrats Nerven und eine dicke Haut. Einen FDPler mit so viel Herz kannst du lange suchen. Viel Glück!
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41

Offen gesagt

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