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Vater Tochter. Copyright: Shutterstock

«Väter wollen Erfolg und Bestätigung – das erhalten sie vom Arbeitgeber und kaum von den Kindern.» – tatsächlich? bild: shutterstock

Väter möchten Teilzeit arbeiten – wirklich? Die Statistik erzählt eine andere Geschichte

Seit 20 Jahren weht der «Neue Vater» gleichsam als Zielfahne egalitärer Partnerschaft, hochgehalten von Gleichstellungsbüros, Medien, Sozial- und Genderforschung. Auf der Agenda des modernen Papas sollte auch Teilzeitarbeit stehen, um mehr Puste für die Familie zu haben. Stattdessen arbeiten die meisten Väter Vollzeit – und wollen ihr Pensum auch gar nicht zugunsten der Familie reduzieren.

Manuela Von Ah / Nordwestschweiz



Freitagnachmittag auf einem Spielplatz im hippen Zürcher Stadtkreis Wiedikon: Auf dem Piratenschiff hangeln Jungs in Kapuzenpullis und Sneakers die Strickleiter hoch, Mädchen in Animal-Print-Röcken jagen hinterher. Klein Emma und Klein Paul wuseln von der Schaukel zum Sandkasten, wo sich Mia und Liam mit dem Schüfeli gegenseitig Sand in die Augen katapultieren.

Dazwischen plaudern, ermuntern, schimpfen und trösten – Mütter. Junge Mamas, ältere Mütter, Schweizer, deutsche, schwedische, französische, russische Mütter. «Mami!», «Mom!», «Mor!» «Maman!» und «Mat!» schreit, lacht und quengelt es kreuz und quer durch die Szenerie. Väter stehen so spärlich in der Kulisse, als hätte Pro Specie Rara sich ihrer erbarmt. Zufall? Nein. Der Geschlechterschlüssel auf dem Zürcher Spielplatz ist täglich derselbe. 1 zu 10 zugunsten der Mamas. Die Väter fehlen. Auch am Freitag. Ausgerechnet am Freitag, dem bevorzugten «Papatag». Vermutlich sorgen die Väter auch heute fürs Einkommen.

Seit 20 Jahren weht der «Neue Vater» gleichsam als Zielfahne egalitärer Partnerschaft, hochgehalten von Gleichstellungsbüros, Medien, Sozial- und Genderforschung. Auf der Agenda des modernen Papas sollte auch Teilzeitarbeit stehen, um mehr Puste für die Familie zu haben. Stattdessen arbeiten die meisten Väter Vollzeit – und wollen ihr Pensum auch gar nicht zugunsten der Familie reduzieren.

Dies zeigt eine im letzten Herbst veröffentlichte Studie der Forschungsstelle Sotomo zum Thema «Wunsch und Wirklichkeit». Der Politgeograf Michael Hermann wollte von 16'600 Schweizerinnen und Schweizern wissen, wie sie sich im Spannungsfeld von Familie und Beruf bewegen. Dabei stellte er fest, dass 87 Prozent aller Väter Vollzeit erwerbstätig sind. Bei den gleichaltrigen Männern ohne Kinder sind es nur acht von zehn.

Dass sich das Arbeitspensum bei den Männern erhöht, sobald Kinder da sind, zeigten schon frühere Studien. Neu und verblüffend ist, dass viele Väter ihr Pensum gar nicht kürzen wollen. Jetzt sitzt Michael Hermann auf einem Vintage-Sofa im Café des Amis in Zürich, draussen schaukeln – ausschliesslich – Mamas ihre Kinderwagen und nippen an Lattes. Dann ist die Familie der männlichen Hälfte der Bevölkerung also gar nicht so wichtig?

Two-and-a-half-year-old Lily plays with her father on a playground, pictured on August 28, 2011, in Villmergen in the canton of Aargau, Switzerland.  (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die zweieinhalbjaehrige Lily spielt am 28. August 2011 in Villmergen AG mit ihrem Vater auf einem Spielplatz. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

87 Prozent aller Väter sind Vollzeit erwerbstätig. Da liegt Spielen mit den Kids nur am Wochenende drin.  Bild: KEYSTONE

Eingeimpftes Ideal

«Falsch!», sagt Michael Hermann. Die meisten jungen Männer wünschen sich Familie und knapp die Hälfte stellt die geplante Familie über die berufliche Karriere. «Aber ist der Nachwuchs erst einmal da», schiebt der Forscher nüchtern nach, «setzen die Männer die Prioritäten eben anders.» Zwar hebt eine Umfrage von Pro Familia aus dem Jahr 2011 hervor, dass 9 von 10 Männern Teilzeit arbeiten möchten. Und diese Zahl wurde in den letzten Jahren medial auch wie ein Mantra nachgebetet. Doch kann sie angesichts der hohen Vollzeitarbeit von Vätern wirklich stimmen? Oder widerspiegelt die Studie blosse Lippenbekenntnisse?

Michael Hermann zögert: «Auch in unserer Studie sagen Männer, dass es toll wäre, mehr Zeit für die Familie zu haben. Aber sich so zu äussern, wird von ihnen heute erwartet.»

Michael Hermann spricht von einem «Ideal, das den Männern gesellschaftlich eingeimpft wurde». Diese äussern sich rhetorisch zwar modern; ernsthafte Absichten, das Vollzeitpensum zu reduzieren, sind aber nicht auszumachen. Nur 18 Prozent der Väter im Alter zwischen 35 und 54 Jahren erachten laut Hermanns Studie Teilzeitarbeit und flexible Arbeitszeiten als wichtig. Nicht einmal 2 von 10 Vätern – eine Schrumpfmenge.

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«Väter, die um Punkt 17 Uhr nach Hause oder zur Krippe abhauen? Geht bei mir gar nicht», schreibt der Geschäftsführer eines kleinen Unternehmens gar grantig in einem Forum. Bild: shutterstock

Väter wollen Erfolg

Auch die Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) kippen kein Wasser auf die Mühlen des «Neuen Vaters»: Der Anteil der Teilzeitler ist in etwa so zaghaft gewachsen wie Bergpflänzchen nach einem harten Winter, von 7,3 Prozent im Jahre 2010 auf 10,9 Prozent im Jahre 2015. Ist also der «Neue Mann» ein Konstrukt, das die Realität aussen vor lässt? Wollen Männer noch immer lieber Jagen und Tiere erlegen? «Nein», sagt Jürg Wiler (56), «aber viele Väter sind hin- und hergerissen». Jürg Wiler ist so etwas wie der Schweizer Vorzeige-Teilzeitmann. Der Vater zweier fast erwachsener Kinder arbeitet seit 26 Jahren Teilzeit und setzte sich unermüdlich für ein egalitäres Rollenmodell ein. In Kursen, firmeninternen Weiterbildungen und unzähligen Gesprächen für sein Buch «Der Teilzeitmann» nahm er sich Hunderte von Männern zur Brust, sprach ihnen Mut zu, die traditionelle Ernährerrolle aufzubrechen und ihr Pensum zugunsten der Familienarbeit zu reduzieren.

Was also läuft schief in der Bemühung, mehr Männer zu Teilzeit zu bewegen? Jürg Wiler ortet die Zögerlichkeit darin, dass Karriere, Geld und Identifikation über den Job für Männer noch immer Virilität verkörpere. Der Stolz, eine Familie ernähren zu können, setzt genauso Kräfte frei, wie die Angst vor Statusverlust lähmen kann: «Es ist ein anderes Männlichkeitsgefühl, ob man mit den Kindern am Sandkasten sitzt oder abends im Anzug zur Firma hinausläuft», verbildlicht Jürg Wiler die Befindlichkeit vieler Männer. «Väter wollen Erfolg und Bestätigung – das erhalten sie vom Arbeitgeber und kaum von den Kindern.» Einerseits.

Worin Kinder wirklich ganz miserabel sind: Im Verstecken

Jobsharing, Kita & Co

Andererseits übernähmen junge Männer heute sehr viel mehr familiäre Verantwortung und entdeckten den Wert, eigene Kinder im Alltag zu begleiten. Es sei eine Generationenfrage, bis Teilzeit für Väter selbstverständlicher werde: «Im Moment haben in den Unternehmen noch die 60 plus das Sagen, für die meisten ist Teilzeit für männliche Mitarbeitende des Teufels. Doch das ändert sich bald.»

Zementiert wird das konservative Rollenmodell sicher auch strukturell: Hierzulande gehören 99 Prozent aller Firmen zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), diese stellen zwei Drittel der Arbeitsplätze. Kleinere Betriebe fühlen sich von der Forderung nach Teilzeitstellen bedroht: «Väter, die um Punkt 17 Uhr nach Hause oder zur Krippe abhauen? Geht bei mir gar nicht», schreibt der Geschäftsführer eines kleinen Unternehmens gar grantig in einem Forum.

Vater Baby

Die paternalistischen Rollenbilder stecken tief in den Köpfen.  Bild: shutterstock

Roland Rupp vom Schweizerischen KMU-Verband erläutert: «Zwei Teilzeitpensen statt eines Vollzeitpensums bedeuten für den Arbeitgeber mehr Arbeit und höhere Kosten.» Doppelter Personalaufwand, doppelte Administration, doppelte Kommunikation – das geht ins Geld.Grosskonzerne hingegen investierten in den vergangenen Jahren – auch zwecks Image – viel in die Vereinbarkeit von Karriere und Familie. Sie bieten Vätern (und Müttern) eine Reihe an Entlastungsmöglichkeiten: Vaterschaftsurlaub, Teilzeit auch für Kader, Jobsharing, Homeoffice, Kitas.

Die Männer aber, so scheint es, übersehen das Teilzeitangebot geflissentlich. Laut einer Recherche der «Handelszeitung» arbeiten bei der UBS 8 Prozent, bei Roche 5 Prozent, bei Julius Bär 4 Prozent, bei Nestlé Schweiz 1,8 Prozent der Männer Teilzeit. Bei Adecco sind bei 32'000 Angestellten alle Männer Vollzeit angestellt.

Paternalistisches Rollenbild

Die Schuld für das Festhalten an konservativen Strukturen allein den Arbeitgebern zuzuschieben, wäre also unfair. Es sind die Väter, die sich gegen Teilzeitarbeit entscheiden. Aber weshalb? Wagen sie es nicht, nach einer Reduzierung des Pensums zu fragen? Haben sie Angst, die Karriere zu vermasseln? Fehlen die Vorbilder? Oder hat man als Mann noch immer Beschützer und Ernährer zu sein?

Die paternalistischen Rollenbilder stecken tief in den Köpfen. Aber nicht nur in jenen der Männer. Denn auch die Frauen bleiben gerne an alten Rollenmustern haften. Und schwindeln sich mitunter etwas vor: Zwar stieg die Teilzeitquote der Mütter deutlich, doch die Gründe, die dafür vorgebracht werden, widerspiegeln oft Halbherzigkeit.

vater tochter

Bild: shutterstock

Denn die einen wollen «mit einem Fuss in der Arbeitswelt bleiben, um später wieder aufzustocken», die anderen «bei einer allfälligen Trennung nicht mit abgesägten Hosen dastehen». Zwar arbeiten laut BFS in der Schweiz mittlerweile zwei Drittel der Mütter Teilzeit – generieren mit den kleinen Pensen aber bloss 24 Prozent des Haushalteinkommens.

Damit mangelt es für junge Mütter an Vorbildern, an Frauen, welche die Verantwortung für das Familieneinkommen zumindest partnerschaftlich mittragen. Womöglich aber empfinden viele Eltern das traditionelle Rollenmodell gar nicht als Hindernis, das es zu überwinden gilt. So fühlen sich viele Väter wohl in ihrer Rolle als (Fast-)Alleinernährer. Sie lassen sich nicht einschüchtern von gesellschaftlichen Erwartungen und Idealen. Und sie vermögen das Bild von neuer Männlichkeit, zu der längst auch Engagement und Fürsorglichkeit für die Familie gehören, gut zu vereinbaren mit einem Vollzeitjob. (aargauerzeitung.ch)

Recht so: Eltern begleiten ihre Kinder mit bedingungslosem Stolz an die Gay Pride!

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    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 20.06.2017 18:11
    Highlight Highlight Zeitgeist vs Zeitgeist:

    Zeitgeist 1: Eltern wollen ihren Kindern etwas bieten. Immer die neusten Spielsachen, Handys und Markenkleider müssen sein. Musikunterricht und aufwändige Sportarten sind zwingend. Denn unsere Kinder haben Starpotential, das entdeckt und gefördert werden muss. Die Wohnung muss schön, geräumig und hell sein und zentral liegen. Zwei Autos kosten ebenfalls. Und falls das mit dem Starpotential wider Erwarten nicht klappt, so soll das Kind - egal, wie intelligent - studieren (normale Lehre = Wääh).

    Zeitgeist 2: Wir wollen dies alles mit zwei Teilzeitpensen finanzieren!
    • JackMac 20.06.2017 21:47
      Highlight Highlight Reden Sie von sich und Ihrer Familie?
      Meine Kinder gehen ins Geräteturnen und Karate, kostet 2 x fast nix, das Handy ist ein altes iPhone 4s und Markenklamotten sind schon wieder out!
      Ob Lehre oder Studium ist ihnen überlassen und ja, mit zwei Teilpensen ist das machbar!
    • Bruno Wüthrich 20.06.2017 23:23
      Highlight Highlight Nein, ich rede von Zeitgeist (stark verallgemeinert). Meine drei Kinder, sind längst erwachsen.

      Stimmt: Das, was Sie beschreiben, wird machbar sein. Das sehe ich auch so, und finde dies zudem viel besser als das, was ich als Zeitgeist 1 beschrieben habe.

      Doch Sie scheinen davon auszugehen, dass alle Menschen gleich sind. Würde heissen, dass so, wie Sie es machen, auch alle andern es machen. Würde weiter heissen, dass wenn es bei Ihnen geht, geht es auch bei allen andern.

      So einfach ist es jedoch nicht. Sie repräsentieren nur Zeitgeist 2. Nicht Zeitgeist 1. Beide zusammen ist schwierig.
  • who cares? 20.06.2017 15:26
    Highlight Highlight Sind dann wahrscheinlich die Männer, die sich dann wundern, dass sie nach der Scheidung Alimente zahlen müssen und nicht das Sorgerecht für ihr Feierabendkind bekommen...
  • OlafsSohn 20.06.2017 15:17
    Highlight Highlight Mütter möchten Vollzeit arbeiten - wirklich? Die Statistik erzählt da eine andere Geschichte.

    Auf der Agenda der modernen Mama sollte auch die Vollzeitarbeit stehen, um je nach Stellenmarkt und Lohn gerecht für die finanziellen Bedürfnisse der Familie aufzukommen. Statdessen arbeiten die meisten Mütter Teilzeit und gehen am Freitag Nachmittag lieber mit ihren Kindern auf den Spielplatz. Fakt ist dass trotz "moderner" Famielenbetreuung der Papa nach wie vor die finanzielle Verantwortung trägt und nebst seinem Vollzeitpensum troztdem viel Haushalt und Erziehungsarbeit übernimmt.
    Ironisch oder?
    • Nocciolo 21.06.2017 14:50
      Highlight Highlight Dann muss er sich halt emanzipieren. D.h. mit seiner Partnerin darüber sprechen und eine Lösung finden. Ich würde mir das auf jeden Fall nicht gefallen lassen.
  • Vachereine 20.06.2017 15:17
    Highlight Highlight Ich kenne viele Männer, die wären gerne 100 % Vater und Hausmann, weil sie nirgends Teilzeitarbeit finden.
    Sie dürfen aber nicht, weil ihre Frauen nicht 100 % arbeiten wollen.
    • Wilhelm Dingo 20.06.2017 16:20
      Highlight Highlight Kurz und knapp auf den Punkt gebracht!
  • Bruno Wüthrich 20.06.2017 13:09
    Highlight Highlight Es ist ein Unterschied, etwas zu sagen oder es zu tun. Dies gilt für Väter, Mütter und für die Firmen. Was heisst überhaupt Teilzeit? Heisst das, die Stunden der «freien» Tage werden einfach bei den Tagen, an denen man arbeitet, dazu gezählt? Sind bei einem Teilzeitpensum überhaupt Überstnden möglich? Wenn ja, wie viele? Und wie steht es mit der Karriere bei einer Person, die nicht nur Teilzeit arbeitet, sonder immer auch pünktlich Feierabend machen will?

    Zudem: Verdient heute ein Paar mit Kind(ern) genug, wenn beide Teilzeit arbeiten, und trotzdem einen teuren Kita-Platz bezahlen müssen?
  • Spi 20.06.2017 10:56
    Highlight Highlight Also bei mir klappt das bestens! Ich arbeite, trotz mittlerer Kaderstelle, seit 1.5 Jahren 90% an vier langen Tagen und zeichne jeweils am Freitag für unsere Kinder zuständig. Meine Partnerin arbeitet 60% und zwei Tage sind die Kids in der KiTa. Klar haben wir das Glück, dass auch meine Partnerin gut ausgebildet ist und ein entsprechendes Einkommen hat und somit das Gesamteinkommen für den Haushalt kein Problem darstellt. Aber wie sollen Frauen resp. Mütter in der Arbeitswelt gleichberechtigt Chancen haben, wenn sich die Väter hier nicht entsprechend engagieren? An die Arbeitgeber: Es geht!
    • Frausowieso 20.06.2017 11:10
      Highlight Highlight Find ich super!
    • remeto 20.06.2017 11:45
      Highlight Highlight Staiblin bei ABB hat seinerzeit auch Teilzeit gearbeitet, also ja es geht. Ich finde super wie ihr euch da organisiert und mit dem Arbeitgeber eine Variante gefunden habt die für alle passt!
    • Bruno Wüthrich 20.06.2017 14:28
      Highlight Highlight Wurden Sie in der Zeit, als Sie bereits Teilzeit arbeiteten, befördert oder gar für die mittlere Kaderstelle eingestellt? Oder war dies zuvor? Falls Letzteres zutrifft, stellt sich die Frage, ob sie auch befördert worden wären, wenn Sie zuvor um Teilzeitarbeit nachgefragt hätten.

      Die Frage, ob es geht oder nicht, muss von Fall zu Fall geklärt werden. Und zwar auf allen Seiten. Man stelle sich vor, in einem Jahr wird eine Führungsperson pensioniert und es steht eine Beförderung an, und mehrere Personen kommen dafür in Frage. Frage ich da ausgerechnet jetzt um eine Reduktion des Pensums nach?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Safster 20.06.2017 10:47
    Highlight Highlight Die Gesellschaft befindet sich im Umbruch. Wenn auch etwas später als erwartet. Aber jeder kann mittlerweile ohne weiteres fünf Teilzeitväter aufzählen. In den jeweiligen Unternehmen braucht es einen, der anfängt, dann kommt die Welle in Bewegung. Wenn den Pärchen die Risiken einer traditionellen Rollenverteilung vermehrt bewusst wären, würden noch viel mehr auf ein ausgeglicheneres Verhältnis pochen. Es mangelt aber bei beiden Geschlechtern in den wichtigen Momenten noch an Bestimmtheit. Dass es sich nicht rentiert, wenn Mama arbeiten geht, ist in den allermeisten Fällen vorgeschoben.
  • Wilhelm Dingo 20.06.2017 10:42
    Highlight Highlight Falsche Analyse. Als Familie braucht man jeden Franken und wenn der Mann mehr verdient dann ist schnell klar dass er das grössere Arbeotspensum hat. Bei mir so und bei vielen Kollegen.
    • Safster 20.06.2017 14:09
      Highlight Highlight Sorry, das ist einfach falsch. Das gilt natürlich nur, wenn Sie das Kind nicht fremdbetreuen lassen wollen. Wenn z.B. Sie 80% und Ihre Frau 80% arbeiten, dann verdienen Sie in den allerallerallermeisten Fällen mehr als bei 100% zu 0%. Oder 100% zu 20%. Zudem erhält sich Ihre Frau die Chance, im Falle einer Trennung - immerhin fast 50/50, dass es soweit kommt - wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden zu können. Zudem wählen ganz viele Paare bei gleicher Ausbildung trotzdem die unausgeglichene Variante. Das Risiko daraus trägt zu einem grossen Teil die Gesellschaft.
    • Wilhelm Dingo 20.06.2017 14:58
      Highlight Highlight @Safster: Nein, nicht ganz. Bei uns ist es so, dass ich 100% arbeite und meine Frau 50%. Ergibt zusammen 150%. Die Kinder sind 2.5 Tage frendbetreut. Würden wir nun die Rollen bei gleichem Pensum tauschen, hätten wir jährlich 20'000 weniger. Das ist verdammt viel Geld! Wir haben beide eine gute Ausbildung aber in unterschiedlichen Branchen.
    • Vachereine 20.06.2017 15:29
      Highlight Highlight @Safster: Nein. 80 % + 80 % = 80 %
      Weil die Fremdbetreuung der Kinder dann mindestens die Hälfte des Einkommens kostet.
      Die Krippentarife sind stark Einkommensabhängig. Für die meisten Familien ist es darum finanziell besser, wenn die Arbeit zunächst 100 plus 0 % aufgeteilt wird. Sobald das Jüngste keine Krippe mehr braucht, kann und muss man meist (grosse Kinder, grosse Kosten) auf 100 plus 40 % hochfahren. Über 150 % werden die Erziehung und die Haushaltsführung (Kinder multiolizieren hier den Aufwand) vernachlässigt werden müssen. Das wollen die wenigsten. Darum ist's, wie's ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bits_and_More 20.06.2017 10:38
    Highlight Highlight Schlussendlich müssen das die Väter auch für sich selbst entscheiden und wo ihre Prioritäten liegen.
    Man kann nun mal nicht alles haben, sprich Karriere, hohes Gehalt, Teilzeit und Zeit für die Kinder.


    • Matthias Studer 20.06.2017 12:19
      Highlight Highlight Bevor man überhaupt an so was denkt, muss man zuerst genug Geld Zuhause abliefern. Und hier macht es aus meiner Sicht die meisten dafür und dagegen aus. Leider wird dieser sehr wichtige Punkt im Artikel nicht erwähnt.

      Dann, was ich auch oft erlebte. Viele Frauen wollen die Aufsicht der Kinder nicht abgeben.
    • Wilhelm Dingo 20.06.2017 15:00
      Highlight Highlight @Matthias Studer: "ann, was ich auch oft erlebte. Viele Frauen wollen die Aufsicht der Kinder nicht abgeben." stimmt leider, aber da könnte Mann auch ein wenig mehr kämpfen und seine Wünsche einfordern.
    • who cares? 20.06.2017 15:20
      Highlight Highlight Denke nicht, dass Väter das einfach für sich selbst entscheiden können. Vielleicht will die Mutter ja auch noch etwas dazu sagen.
  • Theor 20.06.2017 10:31
    Highlight Highlight Bei einer Scheidung-Chance von 40% bestehe ich alleine schon aus vorsorglichen Gründen darauf, nicht Alleinernährer der Familie zu sein.

    Zumal ich es auch für Gesünder für eine Beziehung halte, wenn Frau ebenfalls arbeiten gehen kann, anstatt immer nur von Kindern umgeben zu sein.
  • Frausowieso 20.06.2017 10:25
    Highlight Highlight Mein bester Freund wird in wenigen Wochen Vater. Sein Arbeitgeber hat die Anfrage auf eine Pensumsreduktion auf 80-90% kategorisch ausgeschlossen. Und da sie im Moment, wie immer, voll in "Projektarbeiten" sind, darf er nicht mal Ferien nach der Geburt nehmen. Die meisten können sich wohl ein Teilzeitarbeitsverhältnis gar nicht leisten. Die Akzeptanz der Arbeitgeber und der Gesellschaft ist trotzdem mangelhaft. Wir Frauen im gebärfähigen Alter sind ja schon unbeliebt, da wir ausfallen könnten. Da wollen die Arbeitgeber dieses Risiko nicht auch noch bei den Männern haben.
    • remeto 20.06.2017 11:40
      Highlight Highlight Wieso kündigt er nicht die Stelle und sucht sich eine Firma in der er sich besser organisieren kann? Kein Wunder ändert sich nichts, wenn man mit sich alles machen lässt.
    • Vachereine 20.06.2017 13:28
      Highlight Highlight Entspricht genau meiner Erfahrung.
    • Spi 20.06.2017 14:05
      Highlight Highlight Rate deinem besten Freund, sich nach einem moderneren Arbeitgeber umzusehen. Was ist denn das für eine Sklaventreiber-Firma?!?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zwerg Zwack 20.06.2017 10:25
    Highlight Highlight Ich finde vor allem der letzte Satz sehr zutreffend auf mich: "Und sie vermögen das Bild von neuer Männlichkeit, zu der längst auch Engagement und Fürsorglichkeit für die Familie gehören, gut zu vereinbaren mit einem Vollzeitjob."

    Als Haupternährer (oder Ernährerin) kommt es doch schlussendlich vor allem darauf an, WIE man die verfügbare Zeit mit den Kindern und der Familie verbringt. Ob dies nun 2 Tage oder 3 Tage pro Woche (bei 80%) sind, spielt nicht so eine grosse Rolle. Man muss ehrlich sein: Auch bei einem 80%-Pensum ist man(n) nur Nebendarsteller im Kinderalltag.
    • Lami23 20.06.2017 13:03
      Highlight Highlight bin ich anderer Meinung. Und das als Kind mit Erfahrung. Ein Tag mehr macht sehr wohl etwas aus.
  • Deorai 20.06.2017 10:21
    Highlight Highlight Bei vielen Familien ist es so, dass wenn der Mann sein Pensum um 20% reduziert, die Frau dafür 30% oder vielleicht sogar mehr arbeiten gehen muss, um Ende Monat gleich viel in der Haushaltskasse zu haben. Daher werden sich viele dagegen entscheiden.
    • Lami23 20.06.2017 13:06
      Highlight Highlight Tja da muss man halt entscheiden, was einem wichtiger ist.Gut gefülltes Konto oder mehr Zeit mit den Kindern.
    • Deorai 20.06.2017 15:32
      Highlight Highlight Wenn man das entscheiden kann ist toll. Oft geht es aber um Existenz gesichert oder nicht.
    • Lami23 20.06.2017 18:39
      Highlight Highlight Natürlich beziehe ich mich nur auf jene die dann nicht stattdessen verhungern müssen. Wenn man die Kommentare hier liest, sind das zwar scheinbar 90%, dass kann ich aber nicht richtig glauben...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nadine-Bunny 20.06.2017 10:12
    Highlight Highlight Dieses Gefühl habe ich auch. Aber vor allem was die Damen der Schöpfung angeht. Ich kenne kaum Frauen, die mit Kind mehr als 50% arbeiten - und machen wir uns nichts vor: diese 50% sind weder Karriere-fördernd noch spürbar Renten-relevant. Und der Mann hat eigentlich keinen Grund, zu reduzieren. Es geht offenbar nicht darum, das Geld gleichberechtigt ranzuschleppen. Allerdings könnte das wiederum daran liegen, dass Frauen im Schnitt, aus welchem Grund auch immer, weniger verdienen. Vielleicht sollte man da mal ansetzen. Wenn beide gleich verdienen, können beide auch gleich viel reduzieren ...
  • Amboss 20.06.2017 09:59
    Highlight Highlight Guter Artikel, aber ich finde, es wird viell zu weit gesucht. Die Hauptgründe liegen doch viel näher:

    1. Als Familie braucht man Geld. Wohnung, KK,
    Versicherungen, Steuern sind locker 3-3500 CHF. Dazu kommt Essen, Haushalt, ev. ein Auto und Ferien.
    D.h. es geht doch derjenige arbeiten, der mehr verdient - häufig der Mann.

    2. Familie ist das tollste was es gibt, aber sehr streng. Muss man Kinderbetreuung an mit zwei Teilzeitjobs vorbeibringen wird es schnell kompliziert und man ist ständig am koordinieren, was sehr ermüdend ist, Leerlauf bringt. Klare Rollenteilung ist da viel einfacher
  • Filzstift 20.06.2017 09:58
    Highlight Highlight Dass Väter 100% arbeiten sollen, ist vielleicht besser für die Mütter: Denn Freitags - ich arbeite ganz freiwillig 80% - werde ich am Spielplatz von Mamis und Grossmamis bisweilen scheel angeschaut. Als herrsche dort Vaterverbots-Zone (man will ihresgleichen sein).
    • Red4 *Miss Vanjie* 20.06.2017 10:23
      Highlight Highlight Kommische menschen.. Bei uns im Quartier hats nun einige Hausmänner welche nicht komisch angegafft werden😅 http://
    • Meitschi 20.06.2017 14:48
      Highlight Highlight Filzstift: Das mag sein, aber das sind ja genau die veralteten Rollenmuster, die es zu durchbrechen gilt! Wenn sich alle von ein paar schrägen Blicken einschüchtern liessen, würde sich nie etwas ändern. Da musst du mutig sein, dich von diesen Ewiggestrigen nicht beirren lassen und ein Vorbild für andere Männer darstellen!
  • Enzasa 20.06.2017 09:44
    Highlight Highlight Wurde bei der Umfrage berücksichtigt, wer das höhere Einkommen erzielt?
    Es ist nicht der Mann, der nicht weniger arbeiten möchte.

    Die Person mit dem höheren Monatseinkommen, arbeitet nach der Geburt des Kindes mehr, weil diese Person nun alleine für das Familieneinkommen zuständig ist.
    Irgendwie logisch oder.
    • Tomtom64 20.06.2017 16:07
      Highlight Highlight Bei mir auch so. Reduziere ich um 20%, muss meine Frau rund 40% ran. Also Kita für 20% zahlen. Kostet aber auch wieder, also Frau muss 50% ran, noch höhere Kitakosten und noch höhere Steuern, also muss Frau ....

      Von der Auswirkung auf die PK ganz zu schweigen
  • Imfall 20.06.2017 09:43
    Highlight Highlight es ist für mich vorallem eine geldfrage ob papa teilzeit arbeiten kann

    nicht jede familie kann bei unseren hohen lebenskosten auf einen teil des einkommens verzichten!
  • Thom Mulder 20.06.2017 09:42
    Highlight Highlight Auch bei den Grosskonzernen ist das mehr Theorie. Als Teilzeitarbeitender kann man jeglichen Aufstieg vergessen und ist bei der nächsten Entlassungswelle zuoberst auf der Liste. Kein Wunder also wagt Mann nicht weniger als 120% zu arbeiten. Bei N..... ist man als Mitarbeiter sowieso nur Kanonenfutter, egal ob Teilz. oder voll – Anstand kennt diese Firma generell nicht. Genau wie mit der Umwelt und der dritten Welt. Dort gräbt N..... sogar den Armen das Wasser ab und verkauft es teuer in Flaschen.
    • Ylene 20.06.2017 10:31
      Highlight Highlight Als Frau, die Teilzeit (60%) in einem GU arbeitet, kann ich das nur bestätigen. Der jetzige Chef ist absolut ein Traum und ich kriege endlich mal wieder interessante, anspruchsvolle Aufgaben, aber vorher hatte ich nach der Reduktion nur noch die Idiotenjobs, Standardaufträge und häufig auch einfach zu wenig Arbeit erhalten. Bei den Reorgs mussten auch v. a. die Teilzeitler dran glauben. Es ist noch in sehr vielen (auch jungen) Köpfen drin, je länger man täglich in der Bude präsent ist, desto wichtiger ist einem die Arbeit.
  • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 20.06.2017 09:33
    Highlight Highlight Die pösen, pösen Männer sind (an allem) schuld.
    Vielleicht kommen die Paare ja auch gemeinsam (also auch von den Frauen) zum Schluss, dass das Modell von beiden am meisten bevorzugt wird. Quasi der beste der nötigen Kompromisse.
    • Zitronensaft aufbewahren 20.06.2017 10:40
      Highlight Highlight "Pösen, pösen" ist das neue "Ironie off". Zeigt ganz schnell Komentare, die mit viel Wut jedoch mit wenig Reflektion geschrieben worden sind.
    • WerWillSchonStringenzUndSachkenntnis 21.06.2017 08:07
      Highlight Highlight @Zitrone: mein Beitrag enthielt ein Argument zum Artikel. Bei Deinem kann ich das nicht erkennen.
      Dafür interpretierst Du viel, um einen persönlichen Angriff zu machen. Nicht sooo konstruktiv.
  • mein Lieber 20.06.2017 09:33
    Highlight Highlight Meine Erfahrung zeigt ein ganz anderes Bild. Als ich nach langem Kampf und vielen Tränen endlich das Pensum reduzierte und jeden Montag mit den Kindern und dem Alltag im Haushalt beschäftigt war, war es meine Exfrau die nicht damit klarkam. Helikoptermama, das anerzogene Muster sagte ihr, dass sie am Montag eine schlechte Mama war wenn Papa und die Kinder Zeit miteinander verbrachten. Es ist kein Genderproblem sondern eines der ganzen Schweizer Gesellschaft, denn im Ausland gehts ja auch. Sind wir doch mal ehrlich, die Schweiz ist familienfeindlich und viel zu arbeitgeberfrwundlich. Schade...
  • Zerschmetterling 20.06.2017 09:26
    Highlight Highlight Meine Frau und ich arbeiten beide 70%, gleiche Verantwortung für die Familie wie für den finanziellen Part. Niemand fühlt sich minderwertig oder gar überfordert... Gleichheit zwischen Mann und Frau, wenn schon dann aber richtig.
  • Ohniznachtisbett 20.06.2017 09:23
    Highlight Highlight Stell dir vor die "Links-LGBT-Gender-wirsindallegenaugleich-wirmüssendieMännerzubabysitternumerziehen"-Connection erfindet ein Familienmodell, nach dem sich gefälligst alle zu richten hätten, weil sie an ihrer Solzialpadagogischen Fakultät eine Studie gemacht haben, die sagt dass es so am besten ist. Und kaum jemand glaubt den Mist.

    Offensichtlich sind halt Eltern in der Schweiz alle dumm, weil sie sich nicht an diese Modelle halten, sondern ein anderes bevorzugen...
    • meerblau 20.06.2017 11:14
      Highlight Highlight Uiii dein Topf ist aber auch randvoll. O.o
    • remeto 20.06.2017 11:43
      Highlight Highlight Etwas polemisch... aber ja jeder soll selber wählen dürfen welches Modell für seine Familie am Besten ist.
    • Enzasa 21.06.2017 02:19
      Highlight Highlight Die Frage ist einfach warum?
      Das hat weder was mit Gender, Grün oder links zu tun.
      Wenn eine Familie sich aus freien Stücken und ohne finanziellen Druck sich dafür entscheidet die Frau bleibt zu Hause und der Mann arbeitet sind auch alle Linken, Grünen etc. glücklich. Tuen sie es aber weil es finanziell nicht anders geht, dann stimmt die Politik nicht, egal welcher Farbe
  • Nocciolo 20.06.2017 09:21
    Highlight Highlight Einfach dann nicht jammern, wenn ihr nach einer Scheidung zahlen müsst und die Kinder bei der Mutter leben. Ist halt die logische Konsequenz. Ich werde mir das auf jeden Fall nicht antun und das Pensum reduzieren, sobald wir Kinder bekommen. Erwarte aber von meiner Frau auch, dass sie weiterhin mindestens 60% arbeitet.
    • Enzasa 21.06.2017 02:21
      Highlight Highlight Warum ist ihr Vorschlag nicht beide 80% und partnerschaftliche Teilung aller Pflichten?

    • Nocciolo 21.06.2017 14:47
      Highlight Highlight Stimmt, habe meinen Kommentar ein bisschen missverständlich formuliert. Nicht nur meine Frau wird 60% arbeiten, sondern ich natürlich auch. Bei 80/80 müssten wir die Kinder 3 Tage die Woche in die Kita geben, was wir uns wahrscheinlich nicht leisten können.
  • JackMac 20.06.2017 09:18
    Highlight Highlight es besteht leider nicht überall die Möglichkeit, Teilzeit zu Arbeiten.
    Falls möglich Väter, packt die Chance.
    Es ist ein Stück Lebensqualität und Erfahrung plus Nähe mit den Kindern, die ich nie mehr missen möchte!
    Der Freitag mit Einkaufen, Kochen und den nNachmittag mit den Jungs, unbezahlbar!
  • ciaociao 20.06.2017 09:13
    Highlight Highlight Ich kenne einige Frauen, die sich weigern, einer Teilzeitbeschäftigung parallel zu ihrem Dasein als Mutter nachzugehen. Sie wollen Vollzeitmütter sein und diesen Wunsch vertreten sie auch sehr stark, teilweise mit physischer und psychischer gewalt.

    Väter meiner Generation wollen oftmals mehr Zeit mit den Kindern verbringen, müssen aber für ein Einkommen sorgen.
    • Lami23 20.06.2017 13:17
      Highlight Highlight Tja da muss ich sagen, da ist der Vater selber schuld. Hat ihn ja niemand gezwungen mit so einer Frau Kinder zu haben.
    • Enzasa 21.06.2017 02:27
      Highlight Highlight Sie bestätigen meine Aussage, das finanzielle Gründe entscheiden und nicht der persönliche Wunsch und somit ist es eine politische Herausforderung.
      Eine Frau die egoistisch entscheidet ist genauso wenig Beziehungsfähig wie ein dementsprechender Mann.
    • Lami23 21.06.2017 09:21
      Highlight Highlight Ich sage, die meisten Schweizer sind finanziell gut genug gestellt für ein Jobsharing. Somit entscheidet auch bei den meisten der persöhnliche Wunsch über ja oder nein.

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