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Bald kannst auf die Titlis-Antenne steigen – 7 Dinge, die du dazu wissen musst



Auf dem Gipfel des Titlis wird bald nicht nur eine neue Bergstation thronen, auch der Richtstrahlturm wird öffentlich zugänglich gemacht. Die verantwortlichen Architekten von Herzog & de Meuron haben am Montag auf dem Berggipfel das 100-Millionen-Projekt präsentiert. Das musst du dazu wissen.

Worum gehts?

Titlis Antenne und Bergstation

Bild: Herzog & de Meuron

Auf dem Titlis entsteht ein Grossprojekt. Die Anlagen auf dem Gipfel werden überholt und ausgebaut. Der Verwaltungsratspräsident der Titlis Bergbahnen und Nidwaldner Ständerat Hans Wicki sprachen am Montag von einem «Leuchtturmprojekt, im wahrsten Sinn des Wortes». Den Masterplan für dieses Grossprojekt auf dem Gipfel und das architektonische Gesamtprojekt entwickelten die Basler Architekten Herzog & de Meuron.

Ja, gut. Aber was wird genau umgebaut?

Titlis Antenne und Bergstation

Bild: Herzog & de Meuron

Das Projekt mit dem Namen «Titlis 3020» beinhaltet den Neubau der Bergstation aus dem Jahr 1967 sowie den Umbau des Richtstrahlturms (der weitherum sichtbaren Antenne). Die beiden Bauten sind über einen Stollen verbunden.

Konkret: Wie wird die neue Bergstation?

Das Modell der neuen Bergstation auf dem Titlis, anlaesslich der Pressekonferenz von Titlis Bergbahnen und Herzog & de Meuron ueber den Neubau der Bergstation auf 3020 Metern ueber Meer am Montag, 5. November 2018, auf dem Titlis. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

So sieht die künftige Bergstation im Modell aus. Bild: KEYSTONE

Obwohl sie in den vergangenen 50 Jahren mehrmals erweitert und umgebaut worden sei, erfülle die Bergstation die heutigen und zukünftigen Anforderungen nicht mehr, so Hans Wicki. In der neuen Bergstation sollen die Touristen weiterhin shoppen und sich verpflegen können. Die Restaurants bieten Platz für rund 550 Personen. Auf dem Dach der Bergstation soll eine Aussichtsterrasse entstehen. Zudem wird es eine Rolltreppen geben, um die Besucher von der Bergstation direkt auf den Gletscher zu transportieren. 

Und was ändert sich am Turm?

Das Modell des Richtstrahlturms auf dem Titlis, anlaesslich der Pressekonferenz von Titlis Bergbahnen und Herzog & de Meuron ueber den Neubau der Bergstation auf 3020 Metern ueber Meer am Montag, 5. November 2018, auf dem Titlis. (KEYSTONE/Alexandra Wey)Das Modell des Richtstrahlturms auf dem Titlis, anlaesslich der Pressekonferenz von Titlis Bergbahnen und Herzog & de Meuron ueber den Neubau der Bergstation auf 3020 Metern ueber Meer am Montag, 5. November 2018, auf dem Titlis. (KEYSTONE/Alexandra Wey)Das Modell des Richtstrahlturms auf dem Titlis, anlaesslich der Pressekonferenz von Titlis Bergbahnen und Herzog & de Meuron ueber den Neubau der Bergstation auf 3020 Metern ueber Meer am Montag, 5. November 2018, auf dem Titlis. (KEYSTONE/Alexandra Wey)Das Modell des Richtstrahlturms auf dem Titlis, anlaesslich der Pressekonferenz von Titlis Bergbahnen und Herzog & de Meuron ueber den Neubau der Bergstation auf 3020 Metern ueber Meer am Montag, 5. November 2018, auf dem Titlis. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Der neue Turm im Modell. Bild: KEYSTONE

Nun, der 50 Meter hohe Turm war bis jetzt der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Er war von 1979 bis 1985 erstellt worden und gehört seit 2003 den Titlis Bergbahnen. Als erster Schritt soll der Turm öffentlich gemacht werden. Konkret wollen die Architekten zwei rechtwinklige Prismen in die Stahlkonstruktion schieben. Auf einer soll ein Restaurant entstehen, auf der anderen eine Bar – beide mit vollverglasten Fronten und Platz für rund 200 Personen. Auch hier gibt es eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform.

Was sagen die Architekten dazu?

Architekt Pierre de Meuron spricht waehrend der Pressekonferenz von Titlis Bergbahnen und Herzog & de Meuron ueber den Neubau der Titlis Bergstation auf 3020 Metern ueber Meer am Montag, 5. November 2018, auf dem Titlis. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Pierre de Meuron vor einem Modell des überarbeiteten Turms. Bild: KEYSTONE

«Wir mussten nicht lange überlegen, ob wir das Projekt angehen sollen», sagte Pierre de Meuron. Bergstationen seien meist Zweckbauten. «Wir haben den Anspruch, hier, auf dem Gipfel des Titlis, Zweck und Ästhetik zu vereinen», sagte er. Die neue Bergstation soll eine einfache Form erhalten, sagte de Meuron. Inspirieren liessen sich die Architekten von der Stahlkonstruktion des Turms. «Sie erinnert uns an die Struktur von Eis und Kristall», sagte de Meuron. Die neue Gebäudehülle besteht aus einer Stahlkonstruktion und viel Glas. Das Projekt spreche «eine markante Architektursprache», sagte de Meuron.

Wie teuer wird das denn?

Hans Wicki, Verwaltungsratspraesident Titlis Bergbahnen, und Architekt Pierre de Meuron, von links, stehen auf dem Richtstrahlturm auf dem Titlis, anlaesslich der Pressekonferenz von Titlis Bergbahnen und Herzog & de Meuron ueber den Neubau der Titlis Bergstation auf 3020 Metern ueber Meer am Montag, 5. November 2018, auf dem Titlis. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

VR-Präsident Hans Wicki und Architekt de Meuron auf dem Richtstrahlturm. Bild: KEYSTONE

Insgesamt soll das Grossprojekt rund 100 Millionen Franken kosten. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Titlis Bergbahnen die Investitionen aus dem betrieblichen Cashflow tätigen können.

Wie lange dauert der Umbau?

Die wichtigsten Schnee und Eisreserven werden mit Fliesmatten abgedeckt, um diese vor dem Wegschmelzen zu schuetzen, auf dem Titlis waehrend eines heissen Sommertags am Mittwoch, 22. Juli 2015, auf dem Titlis bei Engelberg. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Blick auf die aktuelle Bergstation. Bild: KEYSTONE

Für die Realisierung rechnen die Verantwortlichen mit vier bis sechs Jahren – je nach Verlauf des Bewilligungsverfahrens. Läuft alles nach Plan, soll der Umbau des Turms 2019 starten und 2020 beendet werden. Danach wird die Bergstation gebaut. Der Umbau soll unter Vollbetrieb erfolgen. (sda/mlu)

Der «schönste Ort der Welt» sucht einen neuen Pächter

Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • nilsnektarine 06.11.2018 06:31
    Highlight Highlight Wird wahrscheinlich wieder ein Ort mehr, der durch Instagram-Touris überrannt wird, jeeh 🙄
    • Bijouxly 06.11.2018 23:10
      Highlight Highlight Du warst wohl noch nie auf dem Titlis. Der Titlis ist sowieso schon einer der top Hotspots. Stört ja auch niemand, da sie die Pisten nicht verstopfen und trotzdem Geld bringen. Wir Schweizer kennen die Berge und müssen nicht auf einem Turm stehen um das Panorama zu geniessen. Ich finde es ein tolles Projekt.
    • nilsnektarine 07.11.2018 06:18
      Highlight Highlight Hast wohl recht 😊 hoffen wir das beste!
  • News ohne blabla #haha 05.11.2018 21:33
    Highlight Highlight Muss man das wirklich wissen?
  • Finöggeli 05.11.2018 20:26
    Highlight Highlight Super Projekt als Visitenkarte der Schweiz. Ich habe sehr lange in Engelberg gewohnt und kenne daher die Asiatischen Bedürfnisse. Einfach erreichbar, bequem und noch ein wenig schoppen passt auch.

    Wenn der Turm so sinnvoll genutzt wird, ist dies ein absolut fantastisches Projekt für das Tourismusland Schweiz. Denn die Aussicht auf dem Turm ist bombastisch (durfte als Kind oft auf den Turm da wir das Personal kannten. Hat bereits jetzt eine Wohnung auf dem Turm)
    • Garp 05.11.2018 22:58
      Highlight Highlight Wie will man die Alpen oder einen Berg erfahren, wenn man nicht einmal selber hochwandert? Das Projekt ist wie Instantsuppe. Asiaten sind nicht so wirklich das Geschäft für unsere Tourismusbranche. Wenig Geld, viel Abfall und CO2.
    • Amboss 06.11.2018 08:45
      Highlight Highlight @Garp: Die Asiaten sind sehr wohl ein gutes Geschäft. Klar geben sie nicht so viel Geld aus wie jemand, der zB im Ort übernachtet.
      Aber: Sie kommen auch in der Nebensaison und bringen so eine gute Grundauslastung für das Gebiet. Und da sie meist in vollbesetzten Bussen anreisen ist ihre CO2-Belastung sehr überschaubar.

      Sowieso, weshalb hast du so ein Problem damit? Die Alpen sind wahrlich gross genug für alle. Für diejenigen, die mal kurz hochfahren wollen und für die anderen. Nur mal ein Tal früher oder später abzweigen und du findest wunderbare unberührte Berge zum hochwandern im Überfluss
    • Garp 06.11.2018 12:44
      Highlight Highlight Die Chinesen schwimmen ja zu uns, gell, von wegen CO2 ist überschaubar.
      Auf dem Titlis shoppen? Fördert die Nachhaltigkeit unwahrscheinlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Piwi 05.11.2018 18:43
    Highlight Highlight Höhö, du hast "Titlis" gesagt ^^
    • Demo78 06.11.2018 01:19
      Highlight Highlight 😂😂😂
    • AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________ 06.11.2018 09:21
      Highlight Highlight @Piwi
      Aus Wikipedia:

      Eine andere Erklärung bieten die Engelberger Dokumente an: Der Name leitet sich von der charakteristischen Form der obersten Kuppe des Berges ab, welche eigentümlich an die weibliche Brust erinnert.
  • Charlie B. 05.11.2018 18:18
    Highlight Highlight „Auf dem Gipfel des Titlis wird bald...“ das ist nicht ganz korrekt, es handelt sich hier um den Klein Titlis und nicht um den Titlis der 200 Meter höher liegt 🤓
  • Garp 05.11.2018 17:53
    Highlight Highlight Egal wo man ist, hauptsache konsumieren können.
    • Fabio74 06.11.2018 18:58
      Highlight Highlight Tust du dies nicht?
  • HeroOfGallifrey 05.11.2018 17:25
    Highlight Highlight Sieht cool aus :) Bin gespannt wie lange der Bau dann effektiv dauern wird.
  • majortom79 05.11.2018 16:57
    Highlight Highlight Ich höre schön die Kommentare «Mimimi... zu teuer...» und »Mimimi... zu kommerziell...» der erzürnten Füdlibürger. Ich finde das Projekt toll und freue much drauf! :-)
    • Albi Gabriel 05.11.2018 18:10
      Highlight Highlight Du hast die Verhinderer von Pro Natura, SLS, Mountain Wilderness etc. vergessen, die als Unterländer jegliche Entwicklung in den Bergen blockieren und aus den Alpen einen menschenfreien Naturpark machen möchten.
    • Amboss 05.11.2018 21:48
      Highlight Highlight @Albi: Mir scheint, die Umweltverbände sind vernünftig, wenn ein Gebiet bereits erschlossen ist. Insofern denke ich, bei diesem Projekt sind die Umweltverbände wohl nicht ein Bremsklotz.
      Oder irre ich mich?
      Dass sie bei Neuerschliessungen und Rückbauten die Interessen der Natur vertreten finde ich aber begrüssenswert.
      Wo du aber recht hast, ist dass im Unterland viel mehr Umweltsünden begangen werden als in den Bergen, immer mehr Lebensräume vernichtet etc... Da wäre es viel wichtiger, einzugreifen als in den steinigen Bergen
    • Vintage 06.11.2018 10:20
      Highlight Highlight @Albi Gabriel ich unterstütze Pro Natura jährlich mit einer Spende. Pro Natura finde ich, macht einen sehr guten Job.
    Weitere Antworten anzeigen

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