Spass
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

5 Ausbruchsversuche, die so schlecht sind, dass sie (fast) geklappt haben

Der berüchtigte Drogenbaron Joaquín «El Chapo» Guzmán verbringt nach seiner Verurteilung den Rest seines Lebens hinter Gittern. Wenn er denn nicht wieder ausbricht.



El Chapo ist es bereits zweimal gelungen, aus einem Gefängnis auszubrechen. Einmal per Tunnel und einmal per Wäschewagen. Ja, Wäschewagen. Doch ein kriminelles Genie wie El Chapo wird nicht zweimal den selben Weg in die Freiheit suchen.

Darum ein inspirierender Blick zurück in die Geschichte, was weitere unkonventionelle Ausbruchsmethoden wären.

Natürlich geht es da nicht um konventionelle Methoden, wie so was hier:

Animiertes GIF GIF abspielen

Gif: youtube

Identitäre Flexibilität

Das ist Kenneth Chad Burnum:

Bild

Bild: chattanoogan

Kenneth hat sich gedacht: «Nützt's nüüt, so schadt's nüüt!».

So wollte er ausbrechen:

Er gab sich selbstbewusst als einer seiner Mithäftlinge aus, dem soeben Freilassung auf Kaution zugesprochen wurde. So gab sich Kenneth Burnum beim Appell als Glenn Taylor aus, unterschrieb die Entlassungspapiere und wartete friedlich, bis seine Freilassung unter Dach und Fach war.

Dann kamen den zuständigen Marshalls aber Zweifel auf, die seine Hoffnung auf Freiheit letztlich im Keim erstickten.

Denn ...

BildBild aufdecken

... Glenn Taylor sah ihm schlicht nicht ähnlich genug. Bild: chattanoogan

Der Fluchtversuch in a nutshell:

Animiertes GIF GIF abspielen

Gif: imgur

Seinen Fluchtversuch begründete er mit «being dumb». Probieren kann man's ja.

Per Post

Das ist Richard Lee McNair:

Bild

Bild: wikimedia

Richard Lee hat sich gedacht: «Probiere chamers ja».

So ist er ausgebrochen:

Im Gefängnis arbeitete McNair als Postsack-Flicker. Er versteckte sich also in einem Haufen geflickter Postsäcke, welche eingeschweisst (er atmete durch eine von ihm gebaute Konstruktion mit Luftzufuhr) und in ein unbewachtes Lagerhaus gebracht wurden. Von dort aus ging seine Flucht ziemlich dreist zu Fuss auf dem Highway weiter.

Prompt wurde er in Gefängnistracht und ohne sich ausweisen zu können von einem Polizisten in Gefängnisnähe gestoppt, der ihm gar verrät, dass er auf der Suche nach einem flüchtenden Häftling sei. Was eine bombensichere Wieder-Verhaftung zu sein scheint, endet nach zehn Minuten Situationskomik damit, dass der Polizist McNair laufen lässt.

Ebenfalls gelaufen ist dabei die Dashboard-Kamera:

abspielen

Video: YouTube/wesawthat

Oder hier die Kurzversion der gnadenlosen Sicherheitsvorkehrungen:

Animiertes GIF GIF abspielen

Bild: giphy

Der verurteilte Mörder wurde über ein Jahr später dennoch wieder verhaftet und verbüsst zweimal lebenslänglich in Florence, Colorado.

Per Fax

Das ist Timothy Rouse:

Bild: Kool.corrections

Timothy Rouse hat sich eigentlich nichts gedacht. Seine Freunde haben sich aber gedacht: «Passt scho».

Wie er ausgebrochen ist:

Alles, was es brauchte, war ein Fax, gesendet aus einem Lebensmittelmarkt.

Der Fax ohne Kopfzeile, mit zahlreichen grammatikalischen und orthographischen Fehlern und dem Stempel des Lebensmittelmarkts drauf forderte im Namen des Obersten Gerichtshofs die sofortige Freilassung von Rouse – der nebenbei als «gefährlich» eingestuft war und unter enger Beobachtung stand.

Und so geschah es. Ohne Einwände. Kraft des Optimismus!

Erst 14 Tage später fiel der Fehler auf und Rouse wurde erneut geschnappt.

Sicherheitslevel des Gefängnisses:

Bild

bild: imgur

Als Dreckwäsche

Wie Juan aussieht, wissen wir leider nicht.

Juan hat sich aber trotzdem gedacht: «I bims, 1 dreckige Wäsche».

Wie er ausbrechen wollte:

Juans Freundin, Maria Arjona Rivero, kam auf Besuch ins Gefängnis. Wie es sich für Verliebte gehört, wurde ihnen Privatsphäre zugestanden. Als Maria den Raum verlassen wollte, erschien den Beamten aber etwas faul.

Das ist übrigens die scheinheilige Maria nach dem Schäferstündchen:

epa02811067 Combo pictures provided by the Quintana Roo state Public Security Secretary (SSPQR) on 05 July 2011 of 19 year old Maria Arjona Rivero, who tried to hide and take out her boyfriend Juan Ramirez Tijerina in a suitcase, after her conjugal visit, at the Chetumal town prison, 02 July 2011 .  EPA/SSPQR / HANDOUT SSPQR/EDITORIAL USE ONLY

Bild: EPA

Der Koffer, benutzt, um die Dreckwäsche ihres Mannes zuhause zu waschen, schien aber etwas gar voll und unruhig. Ebenfalls schien es so, als sei Maria für den Transport getragener Unterhosen ein wenig zu nervös.

Surprise, surprise!

BildBild aufdecken

Facepalm inklusive! Bild: keystone

Der Versuch zusammengefasst:

Animiertes GIF GIF abspielen

Bild: imgur

Hätte, hätte, Fahrradkette. Die Idee zählt aber dennoch.

Mit Geschlechterrollen spielen

Das ist Ronaldo Silva:

Bild

Bild: blogdomarcial

Ronaldo Silva hat sich gedacht: «Die chegged das eh nöd».

Wie er ausgebrochen ist:

Der verurteilte Drogendealer Ronaldo sass seine Zeit in einem brasilianischen Gefängnis ab.

Doch aus Ronaldo wurde ...

BildBild aufdecken

... Ronalda! Bild: cracked

Und die durfte aus dem Gefängnis spazieren, ohne dass jemand verdacht geschöpft hätte. Dumm nur, dass die Dame später zufällig einem Polizisten aufgefallen ist. Und zwar, weil sie gemäss seiner Auffassung auffällig schlecht mit High-Heels zurecht kam.

Wie dort die Tür zum Hochsicherheitstrakt womöglich aussieht:

Bild

Bild: imgur

Ronaldo wurde darauf überprüft und zurück ins Gefängnis gebracht. Scheiss High-Heels ...

Bonus Bei Tageslicht durch die Vordertür

Frank Abagnale ist ein Name, der die Glocken läuten lässt. Zumindest bei Cinephilen.

Klicke aufs Bild, um zu sehen, wieso wahrscheinlich auch du weisst, wer Frank Abagnale ist:

Seiner Lebensgeschichte wurde mit dem Film «Catch Me If You Can» von Steven Spielberg bereits ein Denkmal gesetzt. Bild: wikimedia / imdb

So brach er aus:

Abagnale schildert in seiner Autobiographie die wahrlich kuriose Art seines Ausbruchs.

Frank gelang es, das Wachpersonal glauben zu machen, dass er ein Undercover-Gefängnisinspektor ist – in der damaligen Zeit der Umstrukturierung und Optimierung des Strafvollzugs eine gängige Praxis. Er baute sein Image über Wochen sorgfältig auf. Als es einer Komplizin von aussen, die auf seine Anweisung hin FBI-Visitenkarten fälschte, gelang, diese zu ihm ins Gefängnis zu schmuggeln, kam der Plan ins Rollen.

Ein Telefon der Komplizin im April 1971, in dem er als FBI-Inspektor zu einer Besprechung ausserhalb der Gefängnismauern verlangt wurde, reichte. Er wies sich gelassen mit den Visitenkarten aus und spazierte bei Tageslicht durch den Vorderausgang aus dem Gefängnis.

Symbol-Gif der damaligen Sicherheitsvorkehrungen:

Animiertes GIF GIF abspielen

Gif: giphy

Später wurde er jedoch erneut verhaftet, sass vier Jahre seiner Strafe ab und kam frühzeitig frei, weil er in der Folge das FBI in Betrugsfällen beriet.

Häftlinge restaurieren Kult-Spielsachen

abspielen

Video: srf/SDA SRF

«El Chapo»: Vom Drogenhändler zum depressiven Häftling

Das könnte dich auch interessieren:

Die lange Reise der Schiedsrichter-Pfeife an die Rugby-WM nach Japan

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Eins vor Tod will ich Sex und (eventuell) eine Ohrfeige

Link zum Artikel

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

Federer/Nadal necken sich wie ein altes Ehepaar und McEnroe will «ihre Karrieren beenden»

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Diese 9 Food Trucks aus New York wünschen wir uns in der Schweiz (weil absolut 🤤)

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

St. Galler Polizist schiesst sich aus Versehen in den Oberschenkel

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Kein Brexit ohne Parlament!» John Bercow sagt Johnson in Zürich den Kampf an

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

23
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bronko 14.02.2019 12:01
    Highlight Highlight Ja, amüsant die Geschichten. Weniger lustig ist, dass einige der Erwischten auf den Fotos Spuren offensichtlich von körperlichen Misshandlungen aufweisen...
    • Heidi73 14.02.2019 21:42
      Highlight Highlight Was?! Meinst du Ronaldas Lippenstift?😂
  • fuego 14.02.2019 10:25
    Highlight Highlight Nr. 2

    Am anfang vom Video heisst er Tommy Jones und bei Minute 05.33 heisst er Jimmy Jones haha. Der Polizist scheint nicht die hellste Kerze zu sein.
    • fuego 14.02.2019 11:11
      Highlight Highlight *Mein Fehler Robert Jones heisst er am Anfang.
    • Shikoba 14.02.2019 11:32
      Highlight Highlight Das habe ich mir auch gedacht 😂 aber sehr faszinierend, wie selbstverständlich er da spricht und sein Alibi sehr detailgetreu erzählt. Es kommt nie der Anschein auf, er wolle so schnell wie möglich weg.
  • pumpkin42 14.02.2019 06:49
    Highlight Highlight Spannend wäre ja von denen zu lesen welche dilettantisch ausgebrochen sind und bei denen es geklappt hat. Zu peinlich für die Strafverfolgungsbehörden es zuzugeben 😂😂
  • McStem 13.02.2019 21:22
    Highlight Highlight Hier noch einer der gelungen ist aus dwr Kategorie " so dreist, dass es funktioniert":

    https://en.m.wikipedia.org/wiki/Mountjoy_Prison_helicopter_escape?wprov=sfla1
  • Spooky 13.02.2019 21:10
    Highlight Highlight Hehe 🙈 😇😂 !!!

    Les mauvais garçons
    {
    Play Icon
  • Kong 13.02.2019 20:57
    Highlight Highlight Herrlich gelacht. Kreative Komik und die Gifs 😂
  • Nelson Muntz 13.02.2019 20:48
    Highlight Highlight Und wie machte es unser Ausbrecherkönig Walter Stürm?
  • Tatwort 13.02.2019 20:28
    Highlight Highlight Mehr! Bitteeeee!
  • MilfLover 13.02.2019 20:14
    Highlight Highlight So, dass Hipsterlitheater hat auch mal ein Ende. Hört endlich mal auf mit dem „I bims“, „tscholigom“ usw. Wie wärs mal mit zum normalen Journalismus zurück zu kehren und einen Witz nicht 100 Mal zu schreiben?
    • Pasch 13.02.2019 21:29
      Highlight Highlight Echsenmilflovermensch
    • Neuromancer 13.02.2019 22:03
      Highlight Highlight Studi-Zeitung im Jahr 2019 halt.
    • TanookiStormtrooper 13.02.2019 22:06
      Highlight Highlight tschau bella uri gella
      via zenonz
    Weitere Antworten anzeigen

In China sind gerade 100 Millionen Schweine gestorben – das musst du wissen

Die Afrikanische Schweinepest wütet gerade in China. Ein Drittel der gesamten dortigen Schweinepopulation ist der Krankheit bereits zum Opfer gefallen. Die Regierung spielt die Sache herunter, hat aber mittlerweile Massnahmen eingeleitet.

Im August letzten Jahres ist in China die Afrikanische Schweinepest (ASP) ausgebrochen. Wie die Business Times China berichtet, hat die Viruserkrankung bereits über 100 Millionen Schweine auf dem Gewissen. Ein Ende ist nicht in Sicht. Schätzungen gehen von bis zu 200 Millionen toten Tieren bis Ende Jahr aus – das wären mehr als ein Viertel der globalen Schweinepopulation.

Das Virus betrifft auch die umliegenden Länder wie Russland, Vietnam oder Kambodscha. In Vietnam wurden anfangs Jahr zwei …

Artikel lesen
Link zum Artikel