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Urban Legend oder tatsächlich passiert: Errätst du, welche dieser 6 Geschichten fake sind?

02.11.2017, 11:4523.11.2018, 15:39
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Man kennt das. Jemand erzählt eine irre Geschichte, die ein Freund eines Freundes erlebt hat. Dank des Internets haben solche urbane Mythen Hochkonjunktur. Doch kannst du Mythos tatsächlich von der Wahrheit unterscheiden?

Die seltsamen Hundewelpen

Dass man Hundewelpen immer bei seriösen Züchtern kaufen sollte, hat der Chinese Wang Kaiyu am eigenen Leib erfahren. Er kaufte seine beiden neuen Zöglinge nämlich bei einem vietnamesischen Strassenhändler. Nicht, dass die Welpen nicht gesund gewesen wären – ganz im Gegenteil, die beiden Racker gediehen wunderbar. Kaiyu liebte seine Hunde über alles, pflegte sie jeden Tag und war stolz auf ihr braves Verhalten.

Doch die beiden jungen Hunde wuchsen einfach immer weiter, wurden schwerer und schwerer und ihr Appetit war kaum noch zu bändigen. Bald schon fingen sie an, seine Hühner zu jagen – und diese aufzufressen. Auch kam es Kaiyu komisch vor, dass seine beiden Lieblinge immer weniger wie typische Hunde aussahen. 

Zwei solcher Hundewelpen kaufte der Chinese.
Zwei solcher Hundewelpen kaufte der Chinese.
Bild: wikipedia

Schliesslich brachte eine Naturschutzbroschüre, die Kaiyu zufällig las, Licht ins Dunkle. Denn in einem dort abgebildeten Tier erkannte der Chinese seine beiden Hunde wieder. Nach langem Überlegen meldete er sich bei der örtlichen Polizeistation und diese verständigte die Wildtierrettung. Als die Tierretter die beiden Hunde sahen, bestätigten sie Kaiyus Verdacht. In Wirklichkeit handelte es sich nämlich um asiatische Schwarzbären, die auf der Liste der bedrohten Tierarten stehen. Der Chinese hatte die beiden zwei Jahre lang grossgezogen, ohne zu merken, dass es gar keine Hunde waren.

Was hältst du von der Hunde-Geschichte?
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bild: watson / quelle: focus.de

Der treue Ehebrecher

In Zürich wurde 2006 ein Fall bekannt, bei dem ein Mann von seiner Frau verklagt wurde, weil dieser sie mit HIV infiziert haben soll. Christian Keller wurde von seiner Frau beschuldigt, sich bei ausserehelichem Sex mit HIV infiziert zu haben, wodurch auch sie angesteckt worden sei.

Der Mann bestritt dies und behauptete, seiner Frau nicht ein einziges Mal untreu gewesen zu sein. Tatsache war aber, dass er den HI-Virus in sich trug, sich aber nicht erklären konnte, wie es zur Infektion gekommen war. Dass er sich erst kürzlich infiziert hatte, konnte die Staatsanwaltschaft nachweisen, weil der Mann erst vor wenigen Monaten bei einem umfassenden Gesundheitscheck gewesen war, bei dem er noch gesund gewesen war.

Trotz seiner Beteuerungen, nicht schuldig zu sein, konnte der Mann nicht erklären, wie es sonst zu dieser Infektion gekommen sein soll. Schliesslich war es der Zufall, der den 43-Jährigen vor einer Verurteilung wegen vorsätzlicher Körperverletzung bewahrte. Am Schweizer Zoll wurde eine Lieferung Orangen aus Spanien beschlagnahmt, die bei einer Stichprobe komische, rote Verfärbungen aufgewiesen hatte. Tests im Labor ergaben, dass die Früchte mit HIV-verseuchtem Blut geimpft worden waren.

Bilder der infizierten Orangen.
Bilder der infizierten Orangen.
Bild: Mimikama

Infolgedessen konnte die Polizei nachweisen, dass der Mann nur wenige Tage zuvor in einem Quartierladen Orangen aus einer weiteren, infizierten Lieferung gekauft hatte. Natürlich wurde er frei gesprochen. Weiterhin gab das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen bekannt, dass die Kontrollprozesse überarbeitet würden, um solche tragischen Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.

Und, was sagst du zu den infizierten Orangen?
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Bild: watson

Gleich geht's weiter mit der Frage «wahr oder erfunden?», vorher ein kurzer Hinweis:

Noch mehr Urban Legends? Kein Problem!
Nora & Jules gehen in der neuen TAKE OVER Webserie von Swisscom zwei sehr merkwürdigen Geschichten nach. Fakt oder Fiktion? Entscheidet selbst:
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Und nun zurück zur Story ...

Die Friedhofskatze

Als die Indonesierin Keli Kentingau Prayitno eines Tages auf den Friedhof ging, fiel ihr dort eine streunende Katze auf. Da sie Mitleid mit dem Stubentiger hatte, nahm sie ihn mit nach Hause, um sich um ihn sie zu kümmern. 

bild: imgur

Schon bald fiel Prayitno jedoch auf, dass die Katze jeden Tag für mehrere Stunden unauffindbar war. Also legte sie sich eines Tages auf die Lauer und folgte ihrem neuen Schützling, um endlich zu erfahren, wohin dieser verschwand. Zu ihrer Verwunderung kehrte die Katze auf den Friedhof zurück, wo sie sie gefunden hatte.

Tatsächlich ging die Katze jeden Tag zu einem ganz bestimmten Grab zurück. Es war die letzte Ruhestätte von Ibu Kundari, welche die Katze so sehr anzog. Schon bald fand Prayitno auch heraus warum. Denn bei der begrabenen Person handelte es sich um die ehemalige Besitzerin der Katze. Auch war die Vierbeinerin überhaupt nicht obdachlos. Sie wurde weiterhin von den Kindern der Verstorbenen versorgt. Diese erzählten, dass die Katze seit über einem Jahr jeden Tag zum Grab ihres ehemaligen Frauchens pilgerte, um dort lautstark um sie zu trauern.

Eine Katze, die ihrem Frauchen über den Tod hinaus treu bleibt?
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bild: watson / quelle: watson

Dummheit auf vier Rädern

Im bündnerischen Soglio mussten sich 2013 vier Jugendliche wegen Sachbeschädigung und Tierquälerei vor Gericht verantworten. Die 14- bis 16-jährigen Angeklagten hatten für einen Sachschaden von mehreren Tausend Franken gesorgt.

Einige Wochen zuvor hatten die vier Lausbuben auf einer «Fakten-Website» gelesen, dass Kühe im Wasser versinken würden, da sie keinen Schliessmuskel hätten und darum mit Wasser vollliefen. Uneinig, ob dies nun stimme oder nicht, kamen sie auf die glorreiche Idee, es mit einer Kuh selbst auszuprobieren. 

«Fakten», wie sie zuhauf im Internet anzutreffen sind.

Übrigens ist es vollkommener Quatsch, dass Kühe keinen Schliessmuskel haben und darum untergehen.
Übrigens ist es vollkommener Quatsch, dass Kühe keinen Schliessmuskel haben und darum untergehen.

Einer der Jungen borgte sich daraufhin eine Kuh von einer der umliegenden Weiden aus, um die Theorie auf ihre Richtigkeit zu testen – selbstverständlich ohne Wissen des Bauern. Als sich die Kuh allerdings weigerte, mit den vier Experimentalforschern mitzugehen, musste ein Plan her. Kurzerhand banden sie dem störrischen Paarhufer einen Strick um den Hals und befestigten diesen an einem 40er-Jeep, den einer der 16-jährigen Jungen mitgebracht hatte. So wollten sie die Kuh dazu bewegen, mit ihnen zum Weiher zu gehen.

In ihrem Eifer fuhren sie aber so ruckartig an, dass die Kuh zu Boden gerissen wurde. Das Tier verletzte sich dabei so stark, dass der Tierarzt, den der alarmierte Bauer daraufhin rief, es nur noch einschläfern konnte.

Was hältst du von der Geschichte der vier Kuh-Quäler?
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bild: watson

Hot Dog

Es war ein regnerischer Sonntagmorgen im Jahr 1994, als die 73-jährige Charlize Shraeder mit ihrem kleinen Hund Buster spazieren ging. So steht es zumindest im Gerichtsprotokoll des obersten Gerichtshofs der USA. Nach einem halbstündigen Spaziergang kehrte die ältere Dame mit ihrem durchnässten Hund in ihre kleine Zweizimmerwohnung zurück. 

Da Shraeder nicht wollte, dass ihre Wohnung nach nassem Hund riecht, trocknete sie Buster jeweils im Backofen, selbstverständlich bei niedrigen 25 Grad Celsius. Allerdings hatte ihr Sohn ihr kürzlich eine dieser neuartigen Mikrowellen geschenkt, was die betagte Dame als äusserst praktisch empfand, denn so konnte sie ihren kleinen Buster in wenigen Minuten trocknen – dachte sie zumindest.

Das waren noch glücklichere Zeiten: Charlize Shraeder und ihr Hund Buster.
Das waren noch glücklichere Zeiten: Charlize Shraeder und ihr Hund Buster.
Bild: imgur

Als sie knapp eine Stunde später völlig aufgelöst bei ihrem Tierarzt eintraf, konnte dieser nichts mehr für den kleinen Hund tun. Buster musste eingeschläfert werden. Daraufhin verklagte die Witwe den Mikrowellenhersteller «Home Kitchen» auf 45 Millionen US-Dollar Schmerzensgeld und wurde über Nacht landesweit bekannt. In der Anklageschrift hiess es, dass in der Betriebsanleitung nicht gestanden habe, dass man keine Hunde in der Mikrowelle trocknen darf.

Zwar dauerte der Prozess mehrere Jahre – der Hersteller ging bis vor das oberste Gericht – doch schlussendlich musste er der Dame tatsächlich 3.5 Millionen US-Dollar Schmerzensgeld überweisen. Seit diesem Zeitpunkt findet man auf Mikrowellen den Hinweis, dass man keine Tiere darin trocknen darf. 

Ist Busters traurige Geschichte tatsächlich wahr?
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bild: watson

Überraschender Nachwuchs

Ein 19 Jahre alter Mann aus China verspürte ein unangenehmes Kribbeln im Ohr, worauf er zum Arzt ging, um die Ursache abklären zu lassen. 

Der untersuchende Arzt staunte dabei nicht schlecht, als er in das Ohr des jungen Mannes blickte. Als er nämlich mit seiner Taschenlampe in den Gehörgang leuchtete, blickte ihn doch tatsächlich eine Kakerlake an. Es geht sogar noch weiter, denn die Kakerlake hatte Eier in den Gehörgang gelegt, aus welchen bereits 25 kerngesunde Baby-Kakerlaken geschlüpft waren.

Symbolbild.
Symbolbild.
Bild: shutterstock

Selbstverständlich wurde der gruselige Fund sofort aus dem Gehörgang entfernt. Glücklicherweise hatte der 19-Jährige den Arzt aufgesucht, denn bei Nichtbehandlung hätten die Kakerlaken wohl ernsthafte Schäden angerichtet. So bestätigte der Arzt, dass sein Patient dadurch sogar hätte taub werden können.

Ih, iiih, iiiiiiiiiiiih!!! Aber ...
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bild: watson / quelle: dailymail
Was ist wahr und was nicht?
«Glaub nicht, was im Internet steht, ausser, es ist wahr! Auf digitalen Plattformen kann jeder alles behaupten. Zu unterscheiden, was wahr und was falsch ist – eine Kompetenz, die wir neu lernen müssen.»
Michael In Albon, Beauftragter Jugendmedienschutz bei Swisscom. Folge Michael auf Twitter und Facebook.
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Er ist eine Legende, aber garantiert nicht erfunden: Che Guevara.

Und noch eine Legende: Wie die Ignoranz unserer Grossväter den Absinth zum Schweizer Mythos machte

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