DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Rapperswil posiert im siebten Eishockey Spiel der Ligaqualifikation der National League zwischen dem EHC Kloten und den SC Rapperswil-Jona Lakers, am Mittwoch, 25. April 2018, in der Swiss Arena in Kloten. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Rapperswil-Jona Lakers sind zurück in der National League. Bild: KEYSTONE

Analyse

Die richtigen Lehren aus dem Abstieg gezogen – warum Rappis Aufstieg hochverdient ist

Die SCRJ Lakers haben bewiesen, dass ein Abstieg auch positive Auswirkungen haben kann. Nun gehören sie wieder zu den besten zwölf Teams des Landes.

sascha fey / sda



Hier gibt's alles zum dramatischen Overtime-Sieg von Rapperswil:

Ausgerechnet zum 70. Geburtstag vor drei Jahren stiegen die Lakers nach 21 Jahren in der höchsten Spielklasse ab. Der Absturz war die Folge einer desaströsen Entwicklung und logisch, da die Mannschaft schon in den Saisons zuvor in der NLA nicht konkurrenzfähig war. Jetzt ist der SCRJ zurück im Hockey-Oberhaus. In sieben Spielen setzte sich der Cupsieger und NLB-Meister gegen den EHC Kloten durch, der nach 56 Jahren den Gang in die Zweitklassigkeit antreten muss.

abspielen

Die Highlights der dramatischen Partie 7. Video: YouTube/MySports

Vor drei Jahren war Rappi an Klotens Stelle: Im Nachhinein gesehen war der Abstieg aber ein Segen für die St.Galler, zogen diese doch die richtigen Schlüsse und starteten einen totalen Neuanfang, wobei sie auch davon profitierten, dass der wichtigste Geldgeber, der Milliardär Hansueli Rihs, dem Verein die Treue hielt.

Hansueli Rihs, Investor der Sport und Event Holding AG, waehrend einer Medienkonferenz von BSC Young Boys am Montag, 19. September 2016, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Hansueli «Jöggi» Rihs (73) unterstützt nicht nur YB finanziell, sondern auch die SCRJ Lakers. Bild: KEYSTONE

Sinnbildlich für den Neuanfang kreierten die Verantwortlichen in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fan- und Gönnerorganisationen ein neues Logo, das eine Kombination ist aus den ursprünglichen Logos des SCRJ und der Lakers. Der Name wurde in SC Rapperswil-Jona Lakers statt nur Rapperswil-Jona Lakers und die Vereinsfarben in das vertraute Rot-Weiss korrigiert.

Das alte und das neue Lakers-Logo:

rapperswil_jona

scrj_lakers

Auch sonst blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Das wichtige Amt als Geschäftsführer übernahm der frühere Spieler Markus Bütler, der einen sehr guten Job macht. Mit der Neuausrichtung stärkten die St.Galler die Identifikation mit dem Verein. Denn der Entscheid im Jahr 2005, die Klubfarbe in eisblau zu ändern und den Zusatz Lakers anzufügen, führte zur Zweiteilung der Rapperswiler Fans. Nun sind diese wieder eine Einheit, die Euphorie am Obersee ist riesig.

Aus Verlierern Sieger gemacht

Überhaupt holten die St.Galler, einst das Gespött und die graue Maus der obersten Liga, zuletzt viel Goodwill zurück. Der vor drei Jahren geholte Trainer Jeff Tomlinson schaffte es, der Verlierermentalität ein Ende zu setzen. Über welches Selbstverständnis das Team verfügte, zeigte die Liga-Qualifikation gegen Kloten, in der sich die Lakers auch nach drei Niederlagen in Serie nicht aus der Ruhe bringen liessen und mit zwei Siegen in den letzten beiden Partien eindrücklich zurückschlugen.

Head coach Jeff Tomlinson von Rapperswil bejubelt das 4-2 durch Josh Primeau, im fuenften Playoff-Halbfinalspiel der Eishockey Swiss League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem HC Ajoie, am Freitag, 23. Maerz 2018, in der St. Galler Kantonalbank Arena in Rapperswil-Jona. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Der Erfolgsgarant: Trainer Jeff Tomlinson hat die Lakers in drei Jahren zurück ins Oberhaus geführt. Bild: KEYSTONE

Schon mit dem Triumph im Schweizer Cup nach Siegen gegen Lugano (3:0), Zug (5:1) und im Final gegen Davos (7:2) hatten die Rapperswiler für Schlagzeilen gesorgt. In der Swiss League waren sie ohnehin eine Klasse für sich, verloren sie nie zwei Partien hintereinander. «Der Abstieg hat uns gutgetan, er hat uns gesunden lassen. Nicht nur finanziell, sondern auch betreffend der Ausrichtung», sagte Verwaltungsratspräsident Konrad Müller vor dem Cupfinal gegenüber der «NZZ».

Rapperswils Melvin Nyffeler jubelt mit dem Pokal nach dem gewonnenen Final des Swiss Ice Hockey Cups 2017/18 zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und dem HC Davos, am Sonntag, 4. Februar 2018, in der St. Galler Kantonalbank Arena in Rapperswil-Jona. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Goalie Nyffeler stemmt den Cup, ... Bild: KEYSTONE

Antonio Rizzello von Rapperswil jubelt mit dem Pokal nach dem fuenften Playoff-Finalspiel der Eishockey Swiss League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EHC Olten, am Freitag, 6. April 2018, in der St. Galler Kantonalbank Arena in Rapperswil-Jona.  (KEYSTONE/Ennio Leanza)

... Captain Rizzello den NLB-Pokal. Bild: KEYSTONE

So verdient die Rückkehr der Lakers ins Oberhaus auch ist, nun steht die schwierige Aufgabe bevor, sich in der National League zu etablieren. Neue Spieler müssen her, die aktuelle Mannschaft ist in dieser Zusammenstellung nur bedingt NLA-tauglich. Dafür wird das Budget von 6.6 auf 10.7 Millionen Franken erhöht. Erst einmal heisst es nun aber, eine perfekte Saison gebührend zu feiern. (pre/sda)

Die Schweizer Hockey-Cupsieger der Neuzeit

1 / 14
Die Schweizer Hockey-Cupsieger der Neuzeit
quelle: keystone / laurent gillieron
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das Büro steht Kopf, wir sind im Playoff-Fieber

Video: Angelina Graf

Unvergessene Eishockey-Geschichten

Bobby Orr entscheidet mit dem «Flying Goal» den Stanley-Cup-Final

Link zum Artikel

Ralph Krueger schreibt das wichtigste SMS der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

Link zum Artikel

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

Link zum Artikel

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Link zum Artikel

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

Link zum Artikel

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

Link zum Artikel

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

Link zum Artikel

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

Link zum Artikel

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

Link zum Artikel

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

Link zum Artikel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

Link zum Artikel

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

Link zum Artikel

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

Link zum Artikel

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

Link zum Artikel

Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweiz gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

Link zum Artikel

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

Link zum Artikel

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

Link zum Artikel

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Link zum Artikel

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

SRF verliert ein Aushängeschild – Jann Billeter wechselt den Sender

Beinahe ein Vierteljahrhundert prägte Jann Billeter als Moderator den Sport im Schweizer Fernsehen. Nun ist damit Schluss: Der Hockey-Liebhaber wechselt zum Bezahlsender MySports.

Für MySports ist dieser Transfer ein veritabler Coup, ähnlich wie bei der Lancierung die Verpflichtung von Steffi Buchli (heute Sportchefin des «Blick»). Schliesslich gilt Jann Billeter als eines der populärsten Gesichter in der Schweizer Sport-TV-Landschaft. Doch nach 24 Jahren verlässt der Bündner das Schweizer Fernsehen. Nach den Olympischen Spielen wechselt er den Sender.

Als Hauptgrund nennt Billeter den Fokus von MySports auf seinen Lieblingssport. «MySports bietet mir etwas, was bisher …

Artikel lesen
Link zum Artikel