Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Rapperswil posiert im siebten Eishockey Spiel der Ligaqualifikation der National League zwischen dem EHC Kloten und den SC Rapperswil-Jona Lakers, am Mittwoch, 25. April 2018, in der Swiss Arena in Kloten. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Die Rapperswil-Jona Lakers sind zurück in der National League. Bild: KEYSTONE

Die richtigen Lehren aus dem Abstieg gezogen – warum Rappis Aufstieg hochverdient ist

Die SCRJ Lakers haben bewiesen, dass ein Abstieg auch positive Auswirkungen haben kann. Nun gehören sie wieder zu den besten zwölf Teams des Landes.

26.04.18, 05:48 26.04.18, 08:27

sascha fey / sda



Hier gibt's alles zum dramatischen Overtime-Sieg von Rapperswil:

Ausgerechnet zum 70. Geburtstag vor drei Jahren stiegen die Lakers nach 21 Jahren in der höchsten Spielklasse ab. Der Absturz war die Folge einer desaströsen Entwicklung und logisch, da die Mannschaft schon in den Saisons zuvor in der NLA nicht konkurrenzfähig war. Jetzt ist der SCRJ zurück im Hockey-Oberhaus. In sieben Spielen setzte sich der Cupsieger und NLB-Meister gegen den EHC Kloten durch, der nach 56 Jahren den Gang in die Zweitklassigkeit antreten muss.

Die Highlights der dramatischen Partie 7. Video: YouTube/MySports

Vor drei Jahren war Rappi an Klotens Stelle: Im Nachhinein gesehen war der Abstieg aber ein Segen für die St.Galler, zogen diese doch die richtigen Schlüsse und starteten einen totalen Neuanfang, wobei sie auch davon profitierten, dass der wichtigste Geldgeber, der Milliardär Hansueli Rihs, dem Verein die Treue hielt.

Hansueli Rihs, Investor der Sport und Event Holding AG, waehrend einer Medienkonferenz von BSC Young Boys am Montag, 19. September 2016, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Hansueli «Jöggi» Rihs (73) unterstützt nicht nur YB finanziell, sondern auch die SCRJ Lakers. Bild: KEYSTONE

Sinnbildlich für den Neuanfang kreierten die Verantwortlichen in Zusammenarbeit mit den verschiedenen Fan- und Gönnerorganisationen ein neues Logo, das eine Kombination ist aus den ursprünglichen Logos des SCRJ und der Lakers. Der Name wurde in SC Rapperswil-Jona Lakers statt nur Rapperswil-Jona Lakers und die Vereinsfarben in das vertraute Rot-Weiss korrigiert.

Das alte und das neue Lakers-Logo:

rapperswil_jona

scrj_lakers

Auch sonst blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Das wichtige Amt als Geschäftsführer übernahm der frühere Spieler Markus Bütler, der einen sehr guten Job macht. Mit der Neuausrichtung stärkten die St.Galler die Identifikation mit dem Verein. Denn der Entscheid im Jahr 2005, die Klubfarbe in eisblau zu ändern und den Zusatz Lakers anzufügen, führte zur Zweiteilung der Rapperswiler Fans. Nun sind diese wieder eine Einheit, die Euphorie am Obersee ist riesig.

Aus Verlierern Sieger gemacht

Überhaupt holten die St.Galler, einst das Gespött und die graue Maus der obersten Liga, zuletzt viel Goodwill zurück. Der vor drei Jahren geholte Trainer Jeff Tomlinson schaffte es, der Verlierermentalität ein Ende zu setzen. Über welches Selbstverständnis das Team verfügte, zeigte die Liga-Qualifikation gegen Kloten, in der sich die Lakers auch nach drei Niederlagen in Serie nicht aus der Ruhe bringen liessen und mit zwei Siegen in den letzten beiden Partien eindrücklich zurückschlugen.

Head coach Jeff Tomlinson von Rapperswil bejubelt das 4-2 durch Josh Primeau, im fuenften Playoff-Halbfinalspiel der Eishockey Swiss League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem HC Ajoie, am Freitag, 23. Maerz 2018, in der St. Galler Kantonalbank Arena in Rapperswil-Jona. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Der Erfolgsgarant: Trainer Jeff Tomlinson hat die Lakers in drei Jahren zurück ins Oberhaus geführt. Bild: KEYSTONE

Schon mit dem Triumph im Schweizer Cup nach Siegen gegen Lugano (3:0), Zug (5:1) und im Final gegen Davos (7:2) hatten die Rapperswiler für Schlagzeilen gesorgt. In der Swiss League waren sie ohnehin eine Klasse für sich, verloren sie nie zwei Partien hintereinander. «Der Abstieg hat uns gutgetan, er hat uns gesunden lassen. Nicht nur finanziell, sondern auch betreffend der Ausrichtung», sagte Verwaltungsratspräsident Konrad Müller vor dem Cupfinal gegenüber der «NZZ».

Rapperswils Melvin Nyffeler jubelt mit dem Pokal nach dem gewonnenen Final des Swiss Ice Hockey Cups 2017/18 zwischen den Rapperswil-Jona Lakers und dem HC Davos, am Sonntag, 4. Februar 2018, in der St. Galler Kantonalbank Arena in Rapperswil-Jona. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Goalie Nyffeler stemmt den Cup, ... Bild: KEYSTONE

Antonio Rizzello von Rapperswil jubelt mit dem Pokal nach dem fuenften Playoff-Finalspiel der Eishockey Swiss League zwischen den SC Rapperswil-Jona Lakers und dem EHC Olten, am Freitag, 6. April 2018, in der St. Galler Kantonalbank Arena in Rapperswil-Jona.  (KEYSTONE/Ennio Leanza)

... Captain Rizzello den NLB-Pokal. Bild: KEYSTONE

So verdient die Rückkehr der Lakers ins Oberhaus auch ist, nun steht die schwierige Aufgabe bevor, sich in der National League zu etablieren. Neue Spieler müssen her, die aktuelle Mannschaft ist in dieser Zusammenstellung nur bedingt NLA-tauglich. Dafür wird das Budget von 6.6 auf 10.7 Millionen Franken erhöht. Erst einmal heisst es nun aber, eine perfekte Saison gebührend zu feiern. (pre/sda)

Die Schweizer Hockey-Cupsieger der Neuzeit

Das Büro steht Kopf, wir sind im Playoff-Fieber

Video: Angelina Graf

Unvergessene Eishockey-Geschichten

Bobby Orr entscheidet mit dem «Flying Goal» den Stanley-Cup-Final

Ralph Krueger schreibt das wichtigste SMS der Schweizer Hockey-Geschichte 

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

31.03.2009: Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweizer Nati gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

20
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Madmessie 26.04.2018 14:00
    Highlight Ein St. Galler Club statt ein 2ter Zürcher Club. Passt!
    10 0 Melden
  • Bruno Wüthrich 26.04.2018 10:04
    Highlight Gratulation an die Lakers aus Rapperswil. Dieser Klub hat sich in den letzten Jahren wirklich gemausert. Nun heisst es, die nach dem Aufstieg erste Saison zu überstehen und sich gleichzeitig in der höchsten Liga zu etablieren. Ich bin sicher, dass sich die Rapperswiler nicht mehr ins alte Fahrwasser begeben werden, das sie schliesslich völlig verdient und diskussionslos in die Zweiklassigkeit gespült hat, sondern dass sie in Bälde eine feste Grösse im Mittelfeld der National League sein werden. Jetzt hat mit dem EHC Kloten ein anderer Verein Gelegenheit, in der Swiss League zu gesunden.
    26 0 Melden
    • Beaudin 26.04.2018 18:48
      Highlight Im Mittelfeld klassieren ?
      wer ist den nach deiner Meinung schlechter als Rappi ?
      0 11 Melden
    • Beaudin 27.04.2018 06:58
      Highlight eine feste Grösse im Mittelfeld ? wer wird hinter Rappi platziert sein ?

      Rappi ist verdient aufgestiegen und das Ziel muss doch für 2019/20 der Ligaerhalt sein.

      Oder Hansueli Riss öffnet die Schatztruhe und es werden Löhne bezahlt wie in Kloten.
      0 7 Melden
    • Bruno Wüthrich 27.04.2018 07:49
      Highlight Jetzt kommt dann erstmal die Saison 18/19. In dieser ersten Saison gilt es für Rappi, den Platz in der NLA zu halten (wie oben geschrieben). Wenn bei den Lakers weiterhin seriös gearbeitet wird (wovon ich nach den Läuterungsjahren in der NLB ausgehe), winkt danach ein Platz im Mittelfeld. Denn das Geld war in Rappi nicht das Problem. Abgestiegen ist der Klub nicht wegen fehlender Mittel, sondern weil man diese damals falsch einsetzte.

      Ganz im Gegensatz zu Kloten (lange Zeit). Z.B. wurden die PO-Finals unter Bircher erreicht, weil Kloten Geld, das es NICHT hatte, sportlich gut einsetzte.
      10 0 Melden
  • Adam Gretener (1) 26.04.2018 09:19
    Highlight Sportlich gratuliere ich Rappi herzlich. Was mit Kloten gerade passiert ist traurig und das sage ich als Lugano-Fan. Es geht nicht mal um den Abstieg, aber was Lehmann macht, ist krank.
    13 1 Melden
  • virus.exe 26.04.2018 08:58
    Highlight Glückwunsch an Rappi, schade um Kloten.
    Nun habt ihr jedoch die Gelegenheit den Verein umzukrempeln und wiedererstarkt das Projekt Aufstieg in Angriff zu nehmen. Kloten hat eine super Juniorenabteilung und leistet da grossartige Arbeit. Baut darauf. Stellt euch mit euren Jungen ein Team zusammen, ergänzt mit hungrigen Ausländern und kommt wieder. Die NL braucht euch!

    Gruss ein SCB Fan
    10 2 Melden
  • Nosgar 26.04.2018 07:59
    Highlight Gratulation an Rappi zum Aufstieg. Als Rappi 1995 aufstieg, brauchte Verlierer Biel 13 Jahre, um wieder rauf zu kommen. Ob es bei Kloten auch lange dauern wird? Der Abstieg ist auf jeden Fall redlich verdient. Erstens hätte Kloten längst die Lizenz entzogen gehört, zweitens haben sie in dieser Saison alles dafür getan, abstiegswürdig aufzutreten, auf und neben dem Eis.
    36 10 Melden
  • Der müde Joe 26.04.2018 07:36
    Highlight Gratulation an Rappi! Sie haben meinen vollen Respekt und haben es verdient A-Klassig zu sein.

    Jetzt bin ich gespannt ob unser Präsident, nachdem er den Verein sportlich runtergewirtschaftet hat, auch das Herz und die Eier besitzt, den EHC wieder aufzubauen.
    Vorhin ging mir das Lied „Wind of change“ durch den Kopf, und genau das muss jetzt in Kloten geschehen, -neuer Wind muss durch den Verein ziehen! Und dann sind wir hoffentlich in ein paar Jahren wieder bereit, um einen Platz in der NLA zu kämpfen.

    Kompliment nochmals an Rappi!
    52 0 Melden
  • Freilos 26.04.2018 07:33
    Highlight Absolut Verdient.
    Für Kloten hoffe ich dass etwas ähnliches passieren kann wie in Rappi. Nämlich sich im B neu aufstellen und den Laden mal ordentlich ausmisten, um dann mit einer grossen Euphorie in den nächsten Jahren wieder den Aufstieg anpeilen. Ein bisschen bermissen werde ich die Klotener ja schon.
    32 1 Melden
  • bullygoal45 26.04.2018 07:22
    Highlight Krass wie 1 Tor entscheiden kann ob die Saison misslungen oder die erfolgreichste der Rappi-Geschichte ist!

    Hab den ganzen Match „undercover“ in den Kloten-Stehplätzen schauen müssen! Leck meine Nerven.....

    SUPER RAPPI!! 🔴⚪️🔵

    Freue mich auf Bern, Ambri, Lugano, Langnau, Davos und alli Andere!!

    Schöne Summer eu allne! ☀️☀️☀️
    47 7 Melden
    • Moudi 26.04.2018 07:41
      Highlight Welcome back!
      19 3 Melden
    • La12 26.04.2018 08:22
      Highlight Die erfolgreichste Saison war es auch ohne den Aufstieg schon, der Cup wurde ja gewonnen.
      12 2 Melden
  • Moudi 26.04.2018 07:14
    Highlight Bravo rappi gratuliere! Habt es verdient!
    Bravo Kloten habt es verdient!
    55 11 Melden
  • Lukas Brunner 26.04.2018 06:37
    Highlight Als Kloten-Fan ist dies schon traurig, seinen Lieblingsverein, der während meiner ganzen Lebzeit in der NLA war, mitzuerleben wie er absteigt.
    Aber der Abstieg war gerechtfertigt und Rapperswil hat es klar verdient aufzusteigen.
    117 4 Melden
  • Clark Kent 26.04.2018 06:20
    Highlight ich frage mich, was klaus zaugg zu diesem thema meint.
    60 2 Melden
    • leroy 26.04.2018 07:23
      Highlight Ja, ich würde gerne Chlöisus Reflexion über seine katastrophal danebenliegende Prognose nach dem 2:2 in der Serie lesen. Kommt da was?
      38 2 Melden
    • Focke 26.04.2018 08:10
      Highlight rappi wird kaum gelobt und kloten gebasht. dazwischen noch ein hura auf den scb oder langnau und fertig ist der artikel
      33 0 Melden
    • goschi 26.04.2018 08:13
      Highlight Vermutlich findet der Aufstieg von Rappi einfach nicht statt (man müsste ja sonst etwas positives darüber schreiben), sondern nur Klotens Abstieg und irgendwo sind noch Langnaus Gotthelf-Lehren dabei....
      34 0 Melden
    • TheWall_31 26.04.2018 08:17
      Highlight Eine Anspielung auf die vielen Palmen im PO-Final dürften auch noch reinpassen. Aber nur wenns gut läuft.
      17 0 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

Artikel lesen