Sport
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Eishockey-WM in Dänemark

Gruppe A in Kopenhagen:

Schweiz – Österreich 3:2 n.V. (1:0,1:1,0:1,1:0)

Frankreich – Weissrussland 6:2 (2:1,1:0,3:1)

Tschechien – Slowakei 3:2 n.V. (0:1,1:1,1:0,1:0)

Gruppe B in Herning:

Norwegen – Lettland 2:3 n.V. (2:0,0:1,0:1,0:1)

Finnland – Südkorea 8:1 (2:0,3:1,3:0)

Dänemark – USA 0:4 (0:1,0:2,0:1)

Switzerland's forward Nino Niederreiter, center, vies for the puck with Austria's defender Markus Schlacher, right, past Austria's goaltender Bernhard Starkbaum, left, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Switzerland and Austria, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Saturday, May 5, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Ösi-Goalie Bernhard Starkbaum machte den Schweizer Stürmern das Leben schwer. Bild: KEYSTONE

«Immer gegen uns haben die Goalies ihre starken Tage» – die CH-Stimmen zum WM-Startsieg 

Nach dem 3:2-Zittersieg nach Verlängerung gegen Österreich zum Auftakt der WM hadern die Schweizer einmal mehr mit der Chancenauswertung. Trotzdem sind sie erleichtert über den Sieg.



Ein funktionierendes Sturmduo Niederreiter/Corvi, ein Frustfoul von Sven Andrighetto und eine mangelnde Chancenauswertung prägten die WM-Startpartie der Schweiz gegen Österreich. Bereits einen Tag nach dem 3:2 nach Verlängerung folgt gegen die Slowakei Spiel Nummer 2.

Reto Schäppi

«Der Sieg ist sicher gerechtfertigt. Wir hatten das Spiel über weite Strecken unter Kontrolle, machten uns das Leben mit der Strafe aber selbst schwer.»

Niederreiter und Corvi hatten sich im Vorfeld wie kleine Kinder gefreut, dass sie erstmals seit den gemeinsamen Junioren-Zeiten im EHC Chur wieder gemeinsam in einer Linie spielen dürfen. «Wir trainieren zwar im Sommer manchmal zusammen in Davos, doch es ist schon sehr lange her, dass wir so richtig in einer Linie zusammen spielten. Das muss bei den Mini-Novizen gewesen sein», so Niederreiter vor der WM. «Es ist herrlich, ich freue mich extrem darauf.»

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Die Highlights der Partie. Video: YouTube/IIHF Worlds 2018

Gleich im ersten WM-Auftritt demonstrierte das Churer Duo seine Spielfreude. Bereits nach wenigen Sekunden lancierte Corvi seinen Sturmpartner Niederreiter ein erstes Mal, in der 19. Minute kombinierten sie sich durch die österreichische Abwehr zum 1:0-Führungstreffer. Und in der Verlängerung schoss Corvi auf Zuspiel von Niederreiter den siegbringenden Treffer. «Letztlich sind wir die richtigen Sieger», so Corvi.

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Corvis Siegtreffer in der Verlängerung. Video: streamable

«Enzos Coolness war unglaublich.»

Reto Schäppi

Fischer freute sich über die Leistung der beiden Bündner Jugendfreunde. «Man spürt, dass sie Freude haben, miteinander zu spielen. Heute machten die beiden den Unterschied aus», lobte der Nationaltrainer das Duo. «Zusammen mit Grégory (Hofmann) bilden sie eine starke Linie. Enzo machte in den letzten Jahren einen Riesenschritt vorwärts», so Fischer mit einem Sonderlob an den Siegtorschützen.

Andrighettos Kniestich

Weniger Freude hatte Fischer am Kniestich und der Matchstrafe gegen Sven Andrighetto. Die unnötige und wohl aus leichtem Frust entstandene Aktion brachte die Schweizer aus dem Tritt und hätte beinahe dazu geführt, dass die Mannschaft mit einer zweiten Blamage gegen Österreich nach 2015 (3:4 n.P.) in eine WM gestartet wäre.

Andrighettos Foul gegen Strong.

«Sven weiss, dass er den Check nicht hätte voll durchziehen dürfen. Jeder macht Fehler. Wichtig ist, dass man daraus lernt», kommentierte Fischer Andrighettos Aktion, die noch zusätzliche Spielsperren zur Folge haben könnte. «Klar, wir vermissten ihn heute, und wir werden ihn auch morgen gegen die Slowakei vermissen.»

Immer diese Torhüter

Fischer wusste auch, was seine Spieler am Sonntag gegen die Slowaken verbessern müssen. «Wir müssen endlich lernen, solche Spiele wie gegen Österreich sicher nach Hause zu bringen. Gegen uns werden beim Gegner immer die Torhüter zu den besten Spielern der Partie gewählt», so der Zuger.

Fischer sprach damit die einmal mehr ungenügende Chancenauswertung und die mangelnde Qualität der Abschlüsse ab. «Wenn wir kaltblütiger sind, dann kommen wir nie in eine Situation wie gegen Österreich.» Auf das Tor des österreichischen Goalies Bernhard Starkbaum schossen die Schweizer ganze 41 Mal. Zum Vergleich: Österreich benötigte für seine beiden Tore nur 19 Abschlüsse.

Austria's goaltender Bernhard Starkbaum, left, saves a puck past Switzerland's forward Joel Vermin #83, Austria's defender Dominique Heinrich #91 and Switzerland's forward Simon Moser, right, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Switzerland and Austria, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Saturday, May 5, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Starkbaum rettet mirakulös gegen Simon Moser. Bild: KEYSTONE

Simon Moser:

«Komisch, immer gegen uns haben die Torhüter ihre starken Tage. Wir können es noch tausend Mal sagen, aber vor dem Tor müssen wir einfach cooler sein.»

Österreichs Torhüter gelang aber auch eine Glanzleistung. Mit zwei unglaublichen Paraden hielt Starkbaum seine Mannschaft im Spiel: Zuerst wehrte er einen Schuss von Joël Vermin mit dem Schoner in der Luft ab, später stoppte er einen Abschluss von Nino Niederreiter mit der Kelle.

Noch kein WM-Sieg gegen Slowakei

Die Partie am Sonntag gegen die Slowakei dürfte bereits wegweisend sein für den weiteren Turnierverlauf. Denn zumindest auf dem Papier sind die Slowaken der ärgste Widersacher der Schweizer im Kampf um das Viertelfinal-Ticket.

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  • Final – und dann ist alles möglich ...12%
  • Halbfinal19%
  • Viertelfinal40%
  • Aus in der Gruppenphase25%
  • Abstieg4%

Allerdings feierten die Schweizer in den nur sechs WM-Duellen gegen die Slowakei noch nie einen Sieg. Ein Triumph gegen die Slowaken wäre also die zweite statistische Erfolgsmeldung aus Kopenhagen nach dem ersten WM-Erfolg gegen Österreich seit 25 Jahren. (pre/sda)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • price02 05.05.2018 23:44
    Highlight Highlight Simon Mosers Aussage kann ich beim besten Willen nicht ernst nehmen. Vielleicht sollte man sich mal fragen, wieso diese Torhüter immer so extrem stark aufspielen... Die Antwort ist simpel: Weil die Schweizer sie so stark machen! Auch heute wieder: aus bester Position verzieht man kläglich oder schiesst dem Torhüter mitten auf den Bauch. Kein Wunder, wenn dieser dann halt auch mal zwei, drei Big Saves auspackt!
    • rogerthat 06.05.2018 07:31
      Highlight Highlight Lies doch noch einmal den zweiten Satz von Mosers Zitat. Er sagt ja genau, dass sie aufgrund der fehlenden Coolness vor dem Tor die gegnerischen Goalies aufbauen.

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