Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

National League A, 30./33./44. Runde

Bern – Zug 4:1 (1:1,1:0,2:0)

Davos – Ambri 4:1 (1:0,2:0,1:1)

ZSC Lions – Biel 3:0 (0:0,1:0,2:0)

Die Berner Jeremie Kamerzin und Torhueter Leonardo Genoni, von rechts, und der Zuger Dominic Lammer, links, kaempfen um den Puck, waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem EV Zug, am Dienstag, 21. Februar 2017, in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Dominic Lammer hebt ab, aber Leonardo Genoni im SCB-Tor behält die Übersicht. Bild: KEYSTONE

Bern schlägt Zug im Spitzenkampf – Ambri geht auch in Davos unter

Nach der 48. Runde in der National League steht fest: Nur noch Meister SC Bern und die ZSC Lions können Qualifikationssieger werden. Am anderen Ende der Tabelle rutscht Ambri immer weiter in die Krise.



Bern – Zug 4:1

– Der SC Bern ist dem Qualifikationssieg einen grossen Schritt näher gekommen. Der Schweizer Meister der letzten Saison gewinnt den Spitzenkampf gegen Zug verdient mit 4:1. Zum ersten Qualifikationssieg seit sieben Jahren fehlen dem SCB in den verbleibenden beiden Partien gegen Genève-Servette und in Fribourg noch zwei Punkte. Den Champions-League-Platz haben sich die Berner bereits gesichert.

– In einem animierten Spiel gibt Bern von Beginn weg den Ton an, auch wenn es nach dem ersten Drittel, das Bern mit 17:6 Torschüssen dominiert hatte, nur 1:1 aus Berner Sicht steht. Die Entscheidung fällt in der 45. Minute, als Thomas Rüfenacht den aus dem Tor geeilten Zuger Keeper Tobias Stephan zu einem Fehler verleitet. Vor dem Tor steht Topskorer Mark Arcobello, der keine Mühe bekundet, das 3:1 zu erzielen.

– Die erste Berner Formation mit Arcobello, Rüfenacht und Simon Moser präsentiert sich in bester Spiellaune. Die ersten drei Treffer gehen allesamt auf das Konto des Trios; Arcobello überzeugt mit drei Skorerpunkten und steht damit auch vor einem persönlichen Triumph, dem Gewinn der Topskorer-Krone. Den Schlusspunkt setzt Eric Blum im Powerplay (56.).

– Der EV Zug, der das letzte Duell mit dem SCB noch 6:0 gewonnen hatte, findet kaum einmal ein Mittel, um vor das Tor von Leonardo Genoni zu gelangen. Einzig im ersten Abschnitt dürfen sie auf ein Erfolgserlebnis hoffen. Als sie durch Carl Klingberg – nur 66 Sekunden nach dem 0:1 – den Ausgleich erzielen, verzeichnen sie durch Raphael Diaz einen Pfostenschuss. Danach diktiert der überlegene SCB aber sofort wieder das Spielgeschehen.

Der Berner Luca Hischier, rechts, und die Zuger Tobias Stephan und Carl Klingenberg, von links, kaempfen um den Puck, waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem EV Zug, am Dienstag, 21. Februar 2017, in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Tobias Stephan ist geschlagen, doch Luca Hischier scheitert knapp. Bild: KEYSTONE

Davos – Ambri 4:1

– Der HC Davos feiert gegen ein völlig verunsichertes Ambri-Piotta mit wenig Aufwand einen 4:1-Heimsieg und es kann es sich sogar leisten, Topskorer Perttu Lindgren zu schonen. Immerhin die dritte Zu-Null-Niederlage in Serie bleibt den Leventinern erspart.

– Wie schon bei den blamablen Zu-Null-Niederlagen am Wochenende bei Fribourg-Gottéron (0:7) und zuhause gegen den Kantonsrivalen Lugano (0:5) ist beim Team von Nothelfer Gordie Dyer aber kein Aufwärtstrend zu erkennen. Ambri wirkt hilflos und verunsichert. Sinnbildlich die Szene vor dem 0:1, als Jesse Zgraggen nach einem katastrophalen Fehlpass seines finnischen Verteidigungskollegen Mikko Mäenpää stolpert und Enzo Corvi so den Weg zum Führungstor ebnet.

– Bereits nach 25 Minuten und einem Doppelschlag von Tuomo Ruutu und Doppeltorschütze Corvi innert 41 Sekunden ist die Partie vorzeitig entschieden. Nach 200 torlosen Minuten ist Ambri durch Mäenpää in der 53. Minute immerhin noch der Ehrentreffer gelungen. Damit vermiest er dem Schweizer U20-Nationalgoalie Joren van Pottelberghe dessen erster NLA-Shutout.

Davos' Andres Ambuehl, rechts, gegen Ambris Michael Fora, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem HC Ambri-Piotta, am Dienstag, 21. Februar 2017, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Symbolisch: HCD-Stürmer Ambühl entwischt Ambris Fora. Bild: KEYSTONE

ZSC Lions – Biel 3:0

– Nach einer Leistungssteigerung wahren die ZSC Lions dank einem 3:0-Heimsieg gegen den EHC Biel die Chancen auf den Qualifikationssieg. Zwei Tage nach der 8:3-Gala gegen die SCL Tigers bekundet der ZSC vor 8287 Zuschauern im Zürcher Hallenstadion allerdings etwas Startschwierigkeiten. Auch ein frühes Timeout von Trainer Hans Wallson nach acht Minuten bringt nicht den gewünschten Effekt.

– Es dauert bis zur 24. Minute, ehe die Gastgeber erstmals gefährlich vor dem Bieler Tor auftauchen. Roman Wick vergibt eine so genannte «hundertprozentige» Chance, als er nach schönem Zuspiel von Pius Suter das völlig offen stehende Tor verfehlt. Diese Szene ist der Weckruf für die Zürcher: Dank der Massarbeit von Fabrice Herzog können die Lions kurz nach Spielhälfte mit 1:0 vorlegen. Der Nationalstürmer versenke den Puck aus spitzem Winkel zentimetergenau via der Maske von Biel-Goalie Jonas Hiller unter der Latte.

– Topskorer Robert Nilsson (41.) und Verteidiger Christian Marti (53.) sorgen im Schlussdrittel schliesslich für den in dieser Höhe verdienten Zürcher Heimsieg. Der Qualifikationssieg ist damit weiter möglich. Vor den zwei letzten Runden beträgt der Rückstand auf den Leader SC Bern weiterhin vier Punkte. Für die ZSC Lions ist es zugleich der erste Zu-Null-Erfolg in dieser Saison.

Zuerichs Roman Wick, Mitte, kaempft um den Puck gegen Biels Benoit Jecker, links, und Goalie Jonas Hiller, rechts, beim Eishockeyspiel der Nationalleague A ZSC Lions gegen den EHC Biel im Hallenstadion in Zuerich, aufgenommen am Dienstag, 21. Februar 2017. (KEYSTONE/Ennio Leanza).

Die Scheibe fest im Blick: ZSC-Stürmer Roman Wick und Biel-Goalie Jonas Hiller. Bild: KEYSTONE

Die Telegramme

Bern - Zug 4:1 (1:1, 1:0, 2:0)
15'944 Zuschauer. - SR Eichmann/Kurmann, Kaderli/Kovacs.
Tore: 13. (12:45) Rüfenacht (Jobin, Arcobello) 1:0. 14. (13:51) Klingberg (Diaz, Immonen) 1:1. 23. Moser (Kamerzin, Arcobello) 2:1. 45. Arcobello (Rüfenacht) 3:1. 56. Blum (Untersander/Ausschluss Holden) 4:1.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Bern, 4mal 2 Minuten gegen Zug.
PostFinance-Topskorer: Arcobello; Martschini. Bern: Genoni; Untersander, Blum; Jobin, Krueger; Andersson, Gerber; Kamerzin, Kreis; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Lasch, Plüss, Hischier; Ebbett, Gagnon, Müller; Berger, Reichert, Randegger.
Zug: Stephan; Diaz, Alatalo; Morant, Grossmann; Lüthi, Erni; Fohrler; Martschini, Holden, Suri; Klingberg, Immonen, Senteler; Zangger, McIntyre, Lammer; Peter, Diem, Schnyder.
Bemerkungen: Bern ohne Bodenmann, Noreau, Scherwey (alle verletzt) und Garnett (überzähliger Ausländer), Zug ohne Helbling, Schlumpf, (beide verletzt) und Järvinen (überzähliger Ausländer). Peter nach dem 1. Drittel verletzt ausgeschieden. Pfostenschüsse Arcobello (13.), Diaz (14.) und Zangger (56.).

Davos - Ambri-Piotta 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)
4554 Zuschauer. - SR Massy/Vinnerborg, Borga/Castelli.
Tore: 17. Corvi (Eggenberger) 1:0. 24. (23:37) Ruutu (Ambühl, Du Bois) 2:0. 25. (24:18) Corvi (Kousal, Heldner) 3:0. 52. (51:57) Paschoud (Ruutu, Ambühl/Ausschluss Lauper) 4:0. 53. (52:11) Mäenpää (Stucki, Bianchi/Strafe angezeigt) 4:1.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 7mal 2 plus 10 Minuten (Lauper) gegen Ambri-Piotta.
PostFinance-Topskorer: Marc Wieser; Emmerton.
Davos: Van Pottelberghe; Du Bois, Kindschi; Heldner, Forster; Forrer, Paschoud; Jung, Rahimi; Ambühl, Ruutu, Kessler; Marc Wieser, Schneeberger, Kousal; Sciaroni, Corvi, Eggenberger; Simion, Walser, Jörg.
Ambri-Piotta: Descloux; Trunz, Gautschi; Zgraggen, Mäenpää; Ngoy, Jelovac; Fora; Guggisberg, Hall, Lauper; Pesonen, Emmerton, Monnet; Stucki, Fuchs, Bianchi; Duca, Kamber, Lhotak; Berthon.
Bemerkungen: Davos ohne Egli, Spylo und Axelsson (alle verletzt), Dino Wieser (gesperrt), Lindgren (überzähliger Ausländer), Ambri-Piotta ohne Kostner und Berger (beide verletzt), Bastl und Collenberg (beide überzählig), sowie D'Agostini (überzähliger Ausländer). Lattenschuss Jung (39.) Timeout Ambri-Piotta (24:18).

ZSC Lions - Biel 3:0 (0:0, 1:0, 2:0)
8287 Zuschauer. - SR Stricker/Wehrli, Fluri/Obwegeser.
Tore: 31. Herzog 1:0. 41. (40:49) Nilsson (Rundblad, Thoresen) 2:0. 3. Marti (Suter) 3:0.
Strafen: Je 4mal 2 Minuten.
PostFinance-Topskorer: Nilsson; Earl.
ZSC Lions: Schlegel; Blindenbacher, Siegenthaler; Rundblad, Geering; Seger, Marti; Phil Baltisberger, Guerra; Thoresen, Suter, Nilsson; Herzog, Schäppi, Kenins; Pestoni, Shannon, Wick; Künzle, Trachsler, Hinterkircher.
Biel: Hiller; Lundin, Jecker; Dave Sutter, Steiner; Hächler, Maurer; Dufner; Schmutz, Earl, Micflikier; Rossi, Neuenschwander, Fabian Lüthi; Tschantré, Pouliot, Pedretti; Joggi, Fabian Sutter, Wetzel; Horansky.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Sjögren (verletzt) und Chris Baltisberger (gesperrt), Biel ohne Fey, Haas, Valentin Lüthi und Wellinger (alle verletzt), sowie Rajala (überzähliger Ausländer). Pfostenschuss Wick (24.). Timeout ZSC Lions (8.). (pre/sda)

Die Tabelle

Bild

Die grössten Dramen auf Schweizer Eis

Unvergessene Eishockey-Geschichten

Bobby Orr entscheidet mit dem «Flying Goal» den Stanley-Cup-Final

Link zum Artikel

Ralph Krueger schreibt das wichtigste SMS der Schweizer Hockey-Geschichte 

Link zum Artikel

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

Link zum Artikel

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

Link zum Artikel

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Link zum Artikel

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

Link zum Artikel

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

Link zum Artikel

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

Link zum Artikel

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

Link zum Artikel

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

Link zum Artikel

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

Link zum Artikel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

Link zum Artikel

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

Link zum Artikel

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

Link zum Artikel

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

Link zum Artikel

Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweiz gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

Link zum Artikel

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

Link zum Artikel

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

Link zum Artikel

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Link zum Artikel

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Eismeister Zaugg

Der tiefere Grund für die SCB-Krise: Marc Lüthi ist zu mächtig geworden

SCB-Manager Marc Lüthi (59) sieht seit zwei Jahren tatenlos zu, wie sein Sportchef Alex Chatelain Sven Leuenbergers meisterliches Erbe ruiniert. Deshalb trägt er die Verantwortung für die missglückte Saison. Handelt er nicht, geht die sportliche Talfahrt ungebremst weiter.

Hier ist vom SC Bern die Rede. Einer der erfolgreichsten Hockey-Firmen ausserhalb der NHL. Jahresumsatz etwas mehr als 50 Millionen im Jahr. Die höchsten Zuschauerzahlen, Gastro- und Werbeeinahmen ausserhalb der NHL. Mit einer reichen Tradition und einer wunderbaren Leistungskultur. Das Bayern München des Hockeys. Die Ansprüche sind also hoch.

Nun hat der SCB die Playoffs verpasst. Ausreden gibt es keine. Die Schmach ist total: Lugano hat auf eigenem Eis gegen Ambri 1:4 verloren. Die Tessiner …

Artikel lesen
Link zum Artikel