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epa06834780 Players of Germany celebrate their winning goal during the FIFA World Cup 2018 group F preliminary round soccer match between Germany and Sweden in Sochi, Russia, 23 June 2018. Germany won 2-1.

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Die deutsche Jubeltraube nach dem 2:1 von Kroos in der Nachspielzeit. Bild: EPA/EPA

Was Reus Kumpel Kroos vor dem Traum-Freistoss zuflüsterte



Da standen sie also. Die Nachspielzeit lief, +4:25 zeigte die Matchuhr bereits an. Toni Kroos spricht sich mit Marco Reus ab. Nach dem Foul von Jimmy Durmaz an Timo Werner auf dem linken Flügel haben die seit der 82. Minute in Unterzahl spielenden Deutschen die letzte Chance, sich doch noch den Sieg zu holen und so den totalen WM-Fehlstart zu verhindern.

So recht wissen die beiden aber nicht, was sie mit dem entscheidenden Freistoss anfangen sollen. «Ich habe zu Toni gesagt: ‹Junge, schiess direkt. Bring ihn einfach aufs Tor›», verriet Reus nach dem Spiel im ZDF.

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Kroos und Reus sprechen sich vor dem Freistoss ab. bild: screenshot srf

Doch Kroos zweifelt. «Ich sagte zu Marco: ‹Hmm, davon bin ich nicht überzeugt.› Wir haben uns dann entschieden, den Ball einfach nochmal kurz reinzuspielen, um einen besseren Winkel zu bekommen für den Schuss – und dann eben auch abzuziehen. Das hat dann irgendwie geklappt», erklärte der Siegtorschütze hinterher bei «Sky». «Erst war die Idee, zu flanken, aber da hatten die Schweden ja keine Probleme.»

Eine Flanke wird auch von der deutschen Bank gefordert. «Ich habe laut geschrien, dass er flanken soll», sagte der verletzte Mats Hummels nach dem Spiel. «Dafür darf ich mir jetzt einiges anhören in der Kabine.»

Kroos hört Hummels nicht, zum Glück für die Deutschen. Als 94:40 Minuten gespielt sind, tippt Kroos den Ball an, Reus stoppt ihn und Kroos hämmert den Ball zum 2:1 in die Maschen.

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Das Freistoss-Tor von Toni Kroos zum 2:1 in der 95. Minute. Video: streamable

Totale Ekstase! Bei den Spielern auf dem Platz, auf der deutschen Bank, bei den Fans im Stadion und zuhause in den Public Viewings. Eine vergleichbare Explosion erlebte Deutschland zuletzt 2006 bei der WM im eigenen Land, als Oliver Neuville die DFB-Elf im zweiten Gruppenspiel in Dortmund gegen Polen in der Nachspielzeit zum 1:0-Sieg schoss. Noch heute gilt der Jubel im Dortmunder Westfalenstadion als einer der lautesten in der Historie der DFB-Elf.

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Das Last-Minute-Tor von Neuville 2006. Video: streamable

Diesmal war also Kroos der Held, ausgerechnet Kroos. Der Denker und Lenker im Mittelfeld wurde nach dem 0:1 gegen Mexiko wegen seiner nachlässigen Defensiv-Arbeit harsch kritisiert und verschuldete gegen Schweden in der ersten Halbzeit mit einem Risikopass auf Ilkay Gündogan den Gegentreffer. Mit seinem spätesten Siegtreffer der WM-Geschichte (ohne Verlängerung und Penaltyschiessen) hat Kroos nun aber alle Kritiker verstummen lassen. (pre)

Die besten Bilder der Fussball-WM 2018 in Russland

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So funktioniert der Video-Beweis bei der WM in Russland

Video: srf

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