Sport
Fussball

«Ich habe keinen endgültigen Entscheid getroffen!»

Switzerland's midfielder Valon Behrami, right, and Switzerland's head coach Vladimir Petkovic, left, speak during a press conference on the eve of the FIFA World Cup 2018 group E preliminary ...
Handelt es sich schlussendlich nur um ein Missverständnis? Petkovic seinerseits sagt, er habe keine Entscheidung getroffen. Bild: KEYSTONE

«Ich habe keinen endgültigen Entscheid getroffen!» – alles nur ein Missverständnis?

07.08.2018, 03:3007.08.2018, 06:03

Der Schweizer Internationale Valon Behrami sorgt für Verwirrung. Der Tessiner sieht sich nach einem Telefonat mit Coach Vladimir Petkovic als Ausgeschlossener aus dem Team.

Petkovic plant, im Herbst in den Länderspielen im Rahmen der Nations League gegen Island und Belgien sowie in den Testpartien gegen England und Katar, einigen jungen Akteuren Einsatzchancen zu gewähren und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich für künftige Aufgaben zu empfehlen.

Diese Absicht teilte Petkovic am Montag einigen bestandenen Nationalspielern mit. Der Coach wollte die betreffenden Kräfte aus erster Hand informieren und gleichzeitig über deren sportliche Zukunft sprechen.

Dieser Fussballplatz schwebt auf leeren Kanistern

Video: srf

Behrami nahm das Telefonat zum Anlass, via Twitter seine internationale Karriere für beendet zu erklären und in einem Interview mit dem Tessiner Fernsehsender RSI zu behaupten, er sei aus politischen Gründen aus dem Nationalteam ausgeschlossen worden.

«Vladimir Petkovic hat mich heute Mittag angerufen», sagte der Mittelfeldspieler, der 83 Mal für die Schweiz aufgelaufen ist, bei RSI. «Ich hatte gedacht, es sei ein Anruf aus Höflichkeit. Aber nein. Er telefonierte, um mir zu sagen, dass ich nicht mehr in dieser Mannschaft spielen werde.» Behrami glaubte auch den Grund dafür zu kennen.

«Ich bin überzeugt, dass dies ein politischer Entscheid war.» Seine in den letzten Jahren stetig gewachsene Rolle sei dafür verantwortlich. Behramis Darstellung widerspricht Petkovic unmissverständlich. «Das ist allein mein Entscheid, und der basiert auf sportlichen Kriterien. Mit Politik hat das null und nichts zu tun.»

Petkovic sprach in seinen Erklärungen weiter davon, dass es zu den Aufgaben und Kompetenzen eines Nationaltrainers gehöre, nach dem Abschluss eines Zyklus mit der WM-Teilnahme die Zukunft der Mannschaft zu planen. «Ich habe mir gewisse Überlegungen gemacht, mit einigen Spielern Kontakt aufgenommen, aber keine endgültigen Entscheide getroffen.» Die Nations League biete jungen Spielern gute Gelegenheiten zur Bewährung. «Auf der Basis der dabei gewonnenen Erkenntnisse können wir im Frühjahr 2019 die Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 planen.» (sda)

50 Jahre Frauenfussball in der Schweiz

Video: srf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Vandenbroucke torkelt von der Disco zum Zmorge und gewinnt danach eine Vuelta-Etappe
24. September 1999: Frank Vandenbroucke ist eine schillernde Persönlichkeit. Auserkoren als Belgiens Radsport-Idol scheitert er aber früh an sich selber. Der Lebemann wird bloss 34 Jahre alt.
El Escorial, eine Kleinstadt vor den Toren Madrids. Am Start zur 19. Etappe der Spanien-Rundfahrt steht Frank Vandenbroucke, den seine Teamkollegen schief anschauen. Denn laut dem «Blick» werden sie nur wenige Stunden zuvor Zeuge davon, wie der Belgier vom Ausgang zurückkehrt: «VdB» torkelt zum Zmorge, Champagnerflasche in der Hand, Zigarre im Mund. Er sieht die Blicke der anderen und entgegnet lässig: «Keine Panik, heute siege ich in Avila!»
Zur Story