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Bild: bild: imago stock&people (montage: watson)

Bundesliga verkommt zur Ausbildungsliga – nur die Bayern machen nicht mit



Was wir seit einigen Jahren schon wissen: Die Premier League lockt reihenweise Bundesliga-Spieler mit ihren TV-Millionen auf die Insel. Und auch wenn Real oder Barça ruft, dann wird selbst ein Profi des FC Bayern schnell schwach – und gönnt sich einen Ausflug in die Sonne Spaniens.

Immer öfter heisst es: Die Bundesliga verkommt zur Ausbildungsliga. Wenn man den Zahlen glaubt, dann stimmt das auch.

Laut einer Studie, durchgeführt von der International Soccer Observatory (CIES), sammeln U21-Spieler in der Bundesliga im Vergleich zu den anderen Top-4-Ligen aus England, Spanien und Italien am meisten Spielminuten. 14,7 Prozent aller Spielminuten in der Bundesliga wurden demnach von Kickern abgerissen, die nach dem 1. Januar 1997 geboren worden waren.

In der italienischen Serie A lag der Wert immerhin noch bei 9,7 Prozent. In der spanischen Liga kamen die U21-Spieler auf lediglich 6,1 Prozent. Und in der Premier League sieht es noch düsterer aus: Nur 5,3 Prozent der Spielminuten wurden von Spielern unter 21 gesammelt.

Drei U21-Spieler spielten in der Bundesliga durch

Drei Bundesliga-Profis unter 21 spielten sogar alle bisherigen elf Ligaspiele durch und standen somit 990 Minuten auf dem Feld: Lukas Mühl vom 1. FC Nürnberg, der Stuttgarter Santiago Ascacibar und Arne Maier von der Hertha. Der 19-jährige Maier ist mit Jahrgang 1999 sogar zwei Jahre jünger als Mühl und Ascacibar. 

So viele Spielminuten gehören U21-Profis in den Top-5-Ligen

Auch spannend: Mit Aarón Martín, Jean-Philippe Mateta, Florian Müller und Ridle Baku befinden sich gleich vier Spieler des FSV Mainz 05 in den Top Ten der U21-Kicker mit den meisten Spielminuten. Die sind wenig verwunderlich mit einem Altersdurchschnitt von 23,93 Jahren auch der Jungbrunnen der Liga. 

Die Liste der Bundesliga-Talente ist lang

Dass die Bundesliga dieses Ranking anführt, liegt aber nicht nur an den Mainzern, denn die ganze Liga befindet sich im Jugendrausch. Auch weil Talente in Spanien oder England kaum Spielpraxis bekommen. 

epa06683964 Dortmund's Jadon Sancho (C) celebrates scoring the opening goal with Dortmund's Christian Pulisic (R) and Dortmund's Marco Reus (L) during the German Bundesliga soccer match between Borussia Dortmund and Bayer Leverkusen in Dortmund, Germany, 21 April 2018.  EPA/FRIEDEMANN VOGEL EMBARGO CONDITIONS - ATTENTION: Due to the accreditation guidelines, the DFL only permits the publication and utilisation of up to 15 pictures per match on the internet and in online media during the match.

Jadon Sancho und Christian Pulisic: Bei Tabellenführer Dortmund spielen U21-Spieler bereits tragende Rollen. Bild: EPA/EPA

Der 18-jährige Jadon Sancho bekam bei Manchester City keine Chance und verzaubert nun beim BVB die Fans. Achraf Hakimi, 20 Jahre alt, wurde von Real Madrid für zwei Jahre an die Borussen ausgeliehen und erkämpfte sich schon einen Stammplatz. Bei Eintracht Frankfurt ballert gerade die 20-jährige Benfica-Leihe Luka Jovic jeden Gegner weg. In Hoffenheim dreht der 18-jährige Reiss Nelson auf, der bei Arsenal keine Chance bekam.

Ein Bundesliga-Team spielt bei «Jugend forscht» übrigens nicht mit: Beim FC Bayern München erhält lediglich der 21-jährige Renato Sanches regelmässig Spielzeit ...

(bn/watson.de)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sir Konterbier 13.11.2018 19:21
    Highlight Highlight Glaube Deutschland braucht sich keine Sorgen zu machen.

    Der Fussball ist am nächsten beim Volk, es gibt faire Eintrittspreise und auf die Fans wird ab und zu gehört. Weiter gibt es gut gefüllte Stadien bis teilweise 4-5 Ligen tiefer und eine entsprechend gute Stimmung. Mittlerweile ist sogar die Liga wieder Spannend.

    Auf kurz oder lang kann man so sicher mehr oder weniger mithalten ohne gleich seine Seele verkaufen zu müssen. Und ansonsten begünstigt diese Förderung immer noch das Nationalteam.
  • SwissHitman 13.11.2018 17:24
    Highlight Highlight Reiss Nelson keine Chance?
    Er hat immer öfters bei Arsenal gespielt. Bei Arsenal kommen die jungen Spieler auf jedenfall eine Chance :)
  • Kaspar Floigen 13.11.2018 17:10
    Highlight Highlight Ist doch gut. So macht man Geld.
    • DichterLenz 13.11.2018 18:36
      Highlight Highlight Sportlich ist es auch interessanter als einfach nur kaufen, kaufen, kaufen.
  • Amboss 13.11.2018 16:06
    Highlight Highlight Interessanter Artikel. Und zeigt wohl schon die Problematik in welcher die Bayern sind:
    - Ein Ausbildungsverein sind sie nicht; das haben sie nie gekonnt und können sie nicht.
    - Um "fertige" Spieler können sie nicht mithalten im Rennen gegen die grossen Clubs aus England und Spanien. Wobei: Können? Ist es nicht eher so dass Uli einfach zu geizig ist...?

    Aber irgendwie ist es schon bedenklich, dass bereits der zweitbedeutendste BL-Verein, der BVB eigentlich "nur" ein Ausbildungsverein ist... Irgendwas sollte sich der DFB schon überlegen deswegen...
    • PostFinance-Arena 13.11.2018 16:28
      Highlight Highlight Stimmt grundsätzlich schon.

      Nur: Wo ist das Problem, wenn man Spieler wie Sancho oder Hakimi "günstig" (für Fussballverhältnisse) bekommt und mit denen mit der europäischen Elite mithalten kann?

      Da die Buli geldtechnisch wohl die nächsten 20 Jahre nicht mit der PL mithalten kann, machen sie das beste daraus und nützen die Dummheit (keine Einsatzchancen für junge Talente) der PL aus.
    • Amboss 13.11.2018 20:31
      Highlight Highlight Naja, ich würde sagen, mithalten können die BL-Vereine nicht ganz mit den Topteams der anderen Ligen. Obwohl die aktuellen Ergebnisse ziemlich beeindruckend sind, scheint für mich ein CL-Sieg nicht im Bereich des Möglichen.

      Aber ja, wenn man dies nicht als schlimm betrachtet und es einem auch egal ist, wenn die ganz grossen Fussballer in anderen Ländern spielen, dann hast du Recht.
      Die BL ist spannend, tolle Stimmung, tolle Stadien, faire Preise, da gibt es einiges, was passt in der BL
    • RonaldMcDonald 13.11.2018 21:09
      Highlight Highlight Für einen "Ausbildungsverein" können sie aber im Gegensatz zu anderen internationalen Vereinen in den letzten paar Jahren einige Erfolge ausweisen. Dies zeigt doch auch, dass man nicht nur mit "fertigen" Spielern oder Stars Erfolg haben kann.
  • kanu 13.11.2018 15:56
    Highlight Highlight Nur ist es auch so, dass Bayern selten bis gar nie junge Spieler auslehnt von andern clubs
  • Dynamischer-Muzzi 13.11.2018 15:34
    Highlight Highlight Und genau deswegen wird Bayern beim Thema Meister kein Wort mitreden diese Saison. Der Würstl-Uli hat es selbst erkannt, kann aber vor dem Sommer nicht wirklich reagieren. Und das ist auch gut so. Wer will lange Weile, wenn er ne geile Saison mit reichlich Spannung sehen kann?
  • Freilos 13.11.2018 14:43
    Highlight Highlight Bayern ist für die Kategorie Ü30 zuständig.

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