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Zuerichs Trainer Murat Yakin, links, und sein Bruder und Assistent Hakan Yakin im Fussball Meisterschaftsspiel der Super League zwischen dem FC Thun und dem Grasshopper Club Zuerich, am Donnerstag, 21. September 2017, in der Stockhorn Arena in Thun. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Der Cup-Halbfinal ist erreicht, alles andere zählt nicht. Aber wie mussten Murat und Hakan Yakin dafür leiden. Bild: KEYSTONE

Yakin zum Grottenkick des Jahres: «Hatte nicht genug Spieler, um alle 11 auszuwechseln» 

Meine Güte, da wurden unsere Nerven arg strapaziert. Im Cup-Viertelfinal liefern sich Lugano und GC bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und vor lediglich 1590 Zuschauern ein Trauerspiel, das zu dieser Kulisse passte. 



1590 Zuschauer – Minusrekord

Keine Tore nach 90 Minuten, keine Tore nach 120 Minuten, keine Tore nach den ersten beiden Elfmetern – die Fans im Cornaredo wurden gestern hart auf die Probe gestellt. Immerhin trafen im weiteren Verlauf des Penaltyschiessens dann noch drei GC-Spieler (einer via Innenpfosten). Bei Lugano versagten drei von vier Schützen. Es passte zum Spiel wie die Faust aufs Auge.

Grasshopper's players celebrate their victory with their fans after winning the penalty shootout, during the quarter finals Swiss Cup soccer match between FC Lugano and the Grasshopper Club Zuerich, at the Cornaredo stadium in Lugano, on Thursday, November 30, 2017. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Immerhin lohnte sich die Reise ins Tessin für die GC-Fans. Zumindest resultatmässig. Bild: TI-PRESS

Bei knapp 2 Grad wurde die Partie in der Sonnenstube angepfiffen. Immerhin ein Cup-Viertelfinal. Eigentlich ein Highlight. Aber nur 1590 Zuschauer verloren sich ins Cornaredo. Weniger wollten Lugano in dieser Saison nie sehen. Selbst in der Europa League im fernen «Heimspiel-Stadion» in Luzern kamen im Schnitt 2742 Fans. In der Meisterschaft liegt der Durschnitt bei 3789 Zuschauern, der tiefste der Liga. Tiefpunkt waren am letzten am Wochenende die 3384 Tifosi beim 1:2 gegen Leader YB.

Die zwei einzigen Chancen – peinlich vergeigt

Die 1590 Fans konnten einem leid tun. Sie sahen während 120 Minuten nur zwei nennenswerte Torchancen. Immerhin auf beiden Seiten eine. Aber so wie GC-Verteidiger Petar Pusic in der 39. Minute das sichere 1:0 vergab, war an diesem Abend nur eines: sehr passend.

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Die einzig gute Chance von GC durch Pusic in der 39. Minute. Video: streamable

Auf Seiten von Lugano hätte Davide Mariani die Zuschauer in der 90. Minute erlösen können. Aber sein Kopfball ging statt ins Tor, weit vorbei.

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Die einzig gute Chance von Lugano in der 90. Minute. Video: streamable

Das Elfmeterschiessen – drei schwache Fehlschüsse

Auch die Verlängerung blieb ereignislos, es kam zum Elfmeterschiessen. Dort setzten Marko Basic und Jonathan die jeweils ersten Versuche für ihre Teams an die Lattenoberkante:

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Die ersten beiden Penaltys. Video: streamable

Immerhin traf Milan Vilotic als dritter Schütze als erster Spieler des Abends. Aber auf Seiten von Lugano setzte Davide Mariani danach den Tiefpunkt des Abends: Sein Versuch segelte meterweit über den Kasten in den Tessiner Nachthimmel. Uli Hoeness hätte seine wahre Freude daran gehabt:

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Davide Marianis Penalty in die Wolken. Video: streamable

In der Folge trafen Lucas Andersen und Emil Bergström für GC, sowie Antonini Culina für Lugano. Dann sah Cristian Ledesma seinen Versuch von Goalie Heinz Lindner pariert – die Partie entschieden, die Fans erlöst:

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Der entscheidende Elfmeter von Ledesma. Video: streamable

Die Stimmen

GC-Trainer Murat Yakin, der eine Reaktion auf das 0:3 in Sion erwartet hatte, erklärte nach der Partie:

«Ich hatte nicht genug Spieler dabei, um alle elf auszuwechseln»

Hakan Yakin, assistant coach of GCZ, during the quarter finals Swiss Cup soccer match between FC Lugano and the Grasshopper Club Zuerich, at the Cornaredo stadium in Lugano, on Thursday, November 30, 2017. (KEYSTONE/Ti-Press/Gabriele Putzu)

Hakan Yakin: Musste nach der Partie nichts sagen.  Bild: TI-PRESS

Auch sein Goalie Heinz Lindner wusste nach der Partie mit einem verschmitzten Lächeln im Gesicht, dass das nicht die Crème de la Crème war:

«Das war jetzt weder auf der einen noch der anderen Seite ein Chancen-Spektakel.»

War es wirklich der Grottenkick des Jahres?

Lugano-Hüter David Da Costa sagte, dass ihm – aus Profi-Sicht zumindest – nicht viel gefehlt hatte. Und vielleicht gab er auch gleich die Begründung mit ab, warum im Tessin keine Fussball-Euphorie herrscht:

«Es war eigentlich ein perfekter Match. Also perfekt wäre er gewesen mit einer Chance und einem Tor für uns.»

Die höhnischen Kommentare der Fans

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Selbst der St.Galler Dialekt ist besser, als es dieses Spiel war:

Video: watson

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