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epa05217210 FC Basel players applaud supporters at the end of the UEFA Europa League Round of 16 second leg soccer match between Sevilla and Basel at Ramon Sanchez Pizjuan stadium in Seville, Spain on 17 March 2016.  EPA/JULIO MUNOZ

Ernüchterung bei den FCB-Spielern nach dem Aus in der Europa League.
Bild: EPA/EFE

Der Tanz auf dem europäischen Parkett ist vorbei – dem FC Basel bleibt der triste Liga-Alltag

Nach dem beachtlichen 0:0 im Hinspiel flackerte ein leichtes Fünkchen Hoffnung in den Herzen der FCB-Fans. Spätestens bei Halbzeit war das Feuer komplett erloschen und Ernüchterung machte sich breit.



Lange glich das Rückspiel in Spanien jenem Spiel vor einer Woche im St. Jakob-Park. Der FC Sevilla übernahm das Zepter ohne grossen Druck auf das Tor der Basler auszuüben. Bis zehn Minuten vor der Pause durften die Anhänger des amtierenden Schweizer Meister also von der Verlängerung oder gar vom Auswärtstor durch einen Lucky Punch träumen.

Da träumte der FC Basel noch ...

Auch nach dem Führungstor des Heimteams wusste jeder Fussballkenner: Ein Tor für den FC Basel und das Team von Urs Fischer ist wieder voll dabei. Es kam anders. Es kam Kevin Gameiro.

epa05217052 Sevilla FC's French striker Kevin Gameiro (C) jubilates his second goal against FC Basel during their UEFA Europa League Round of 16 second leg soccer match played at Ramon Sanchez Pizjuan stadium in Seville, Spain on 17 March 2016.  EPA/JOSE MANUEL VIDAL

Ein Sinnbild für den Abend des FC Basel. Kevin Gameiro jubelt – Taulant Xhaka hadert.
Bild: EPA/EFE

Der Traum zerplatzt – der Spott beginnt

Im Fussball gibt es einige Weisheiten. Eine davon lautet: Möglichst Gegentore vor der Pause verhindern. Sie schlagen auf das Gemüt und sorgen für schlechte Stimmung beim Pausentee. Dem FC Basel war das egal. Gleich zweimal übertölpelte Sevilla-Stürmer Gameiro kurz vor der Ende der ersten Halbzeit die FCB-Verteidigung. 

Dieser Doppelschlag, respektive das schlampige Verhalten der Basler Abwehr, war dann auch das Pausenthema schlechthin. Speziell ein Hauptschuldiger wurde ausgemacht.

Daniel Hoegh, der dänische Nationalspieler in den Reihen des FC Basel, machte wahrlich keine sonderlich gute Figur bei seiner Rückkehr. Aber der 25-jährige ist auch nicht zu beneiden. Ohne Spielrhythmus musste Hoegh gestern auswärts gegen den amtierenden Europa League Champion in die Hosen. Neben Marek Suchy war er für Trainer Urs Fischer der einzige Innenverteidiger, der zur Verfügung stand. Apropos «in die Hosen»: So lautet in etwa auch das Fazit zu seinem Comeback. Es gab aber nicht nur Spott und Häme, einige zeigten auch etwas Mitleid.

Super League ist doch auch super

So nimmt das Europa-Abenteuer des erfolgsverwöhnten FC Basel ein frühes Ende. Ein Ende, welches nach der Auslosung keine Überraschung ist. Der FC Sevilla ist und war ganz einfach ein zu grosses Kaliber. Es wäre nicht verwunderlich, wenn die Spanier für das Finalspiel nach Basel zurückkehren, um ihren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. 

Für den FC Basel bleibt einzig und allein der triste Alltag in der Super League. Da rennt man der Konkurrenz davon und hat aktuell 14 Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger. Im nächsten Spiel am Sonntag im Sittener Tourbillon wollen Hoegh und Co. die Wogen glätten und einen weiteren Schritt in Richtung Meistertitel machen. Oder muss Hoegh in der Abwehrkette bereits wieder Platz machen für Oldie Walter Samuel?  

Soll FCB-Verteidiger Daniel Hoegh am Sonntag gegen Sion eine zweite Chance bekommen?

Wie auch immer. Erstmal verdauen die Basler das Aus in der Europa League. In diesem Sinne das Schlusswort nach dem letzten Tanz des FC Basel in der Europa League Kampagne 2015/16.  

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