DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Irgendwo unter diesem Haufen liegt der 37-jährige Goran Pandev.
Irgendwo unter diesem Haufen liegt der 37-jährige Goran Pandev.
Bild: keystone

Goran Pandev trifft für EM-Neuling Nordmazedonien – zu Hause ist er eine absolute Ikone

13.06.2021, 20:1814.06.2021, 14:52

Zum ersten Mal darf Nordmazedonien an einem grossen, internationalen Turnier teilnehmen. Als Aussenseiter startete es in die Europameisterschaft 2020 und nach 18 Minuten schien sich die Unterlegenheit zu bestätigen. Doch dann sorgte Goran Pandev, Champions-League-Sieger mit Inter Mailand, für die Überraschung. Der 37-Jährige erzielte das erste Tor der jungen Nation an einer internationalen Endrunde und glich die Führung der Österreicher aus.

Pandev, geboren 1983, ist älter als das Land, für welches er spielt. Nordmazedonien erlangte erst 1991 die Unabhängigkeit von Jugoslawien. Seine Nationalmannschaftskarriere begann zehn Jahre später. Der Kapitän ist zweifelsohne der beste Fussballer des Landes – doch sein Einfluss reicht über seine Leistungen auf dem Rasen hinaus.

In seiner Heimat ist Goran Pandev eine Ikone. Sein ehemaliger Mitspieler Georgi Hristov bezeichnet ihn gegenüber dem «Guardian» als «Mann ohne Tadel.» Goran Pandev hat in Nordmazedonien eine eigene Talentakademie. Diese gründete er, weil die Jugendarbeit bei seinem ersten Verein Belasica schlecht war und er etwas für die Förderung des nordmazedonischen Nachwuchs tun wollte. Die Akademija Pandev bekam in der Folge auch eine Herrenmannschaft und stieg in die erste nordmazedonische Liga auf. Mit Marjan Radeski steht einer der Spieler aus Pandevs Talentschmiede an der EM im Kader der nordmazedonischen Nationalmannschaft.

Der ehemalige Stürmer von Inter Mailand ist etwa für die Hälfte des jährlichen Budgets des Klubs verantwortlich. Damit konnte die Akademija Pandev eine Infrastruktur bauen, die alle anderen nordmazedonischen Klubs übertrifft. Vielleicht wird der Rekordspieler nach seiner Karriere mal an die Seitenlinie wechseln, doch noch ist daran nicht zu denken. Sein Land braucht seine Tore auch im für einen Fussballer hohen Alter.

In der ersten Austragung der Nations League 2018/19 konnte sich Nordmazedonien in der Liga D gegen Teams wie Armenien, Gibraltar und Georgien durchsetzen und sich so für die EM im Jahr 2021 qualifizieren. Das entscheidende Tor im Playoff-Final erzielte natürlich Pandev. Auch zum überraschenden Sieg in der WM-Qualifikation im März gegen Deutschland trug er einen Treffer bei.

Goran Pandev sichert seinem Land die EM-Teilnahme (ab Minute 1:46).

Nun hat er eine weitere Marke für die Fussballnationalmannschaft Nordmazedoniens gesetzt. An der EM will das kleine Land als krasser Aussenseiter für Überraschungen sorgen. Gegen Österreich ist dies beim 1:3 nicht gelungen, zwei Möglichkeiten bleiben noch. Sie treffen noch auf die Ukraine und die Niederlande.

(nih)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Die Rekordnationalspieler der 24 EM-Nationen

1 / 27
Die Rekordnationalspieler der 24 EM-Nationen
quelle: ap / michael probst
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Dieser Hund möchte bei den Fussballprofis mitspielen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

«Was Pedri macht, konnte nicht einmal Iniesta» – das neue Genie im spanischen Mittelfeld

Spanien konnte an der EM mit seinem Tiki-Taka-Fussball nicht alle begeistern. In der Heimat war die «Furia Roja» nach dem schwachen Start harscher Kritik ausgesetzt. Einer schaffte es aber, die ganze Welt von seinem Talent zu überzeugen: Dem 18-jährigen Pedri zuzuschauen, war eine Augenweide.

Spanien ist an der EM im Halbfinal gegen Italien ausgeschieden – das Turnier endet für Alvaro Morata, Sergio Busquets & Co. also mit einer herben Enttäuschung. Auch Supertalent Pedri vom FC Barcelona konnte nicht überzeugen. Obwohl Pedri nur eine einzige Minute der Europameisterschaft verpasste, gelang ihm in sechs Spielen keine einzige Torbeteiligung. Lediglich ein Eigentor im Achtelfinal gegen Kroatien steht dem «Wunderkind» am Ende des Turniers zu Buche. Schwach.

Das könnte man denken, …

Artikel lesen
Link zum Artikel