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Chelsea's Mohamed Salah, reacts to a decision by the referee Mike Dean, not seen, during an English Premier League soccer match against Sunderland at the Stamford Bridge ground in London, Saturday, April 19, 2014. Sunderland won the match 2-1. (AP Photo/Lefteris Pitarakis)

Mohamed Salah wurde vor dreieinhalb Jahren nicht glücklich bei Chelsea. Bild: AP

Mourinho wehrt sich: «Ich habe Salah damals nicht verkauft. Das Gegenteil ist der Fall»



43 Tore in bislang 47 Saisonspielen – kein Wunder ist Mohamed Salah derzeit in aller Munde. Mit seinen Toren verzückt der wieselflinke Ägypter aber nicht nur Liverpool-Fans, sondern auch die Konkurrenz. Seine Premier-League-Kollegen kürten ihn am letzten Wochenende zum Fussballer des Jahres in England.

Dabei ist es noch gar nicht so lange her, dass Salah auf der Insel als Flop-Transfer bezeichnet wurde. Im Janaur 2014 wechselte der heute 25-jährige Superstar für 16,5 Millionen Euro vom FC Basel zum FC Chelsea. Unter José Mourinho hatte der Flügelstürmer bei den «Blues» aber einen schweren Stand, er konnte sich nicht durchsetzen. Salah kam nur auf 13 Einsätze, weshalb Chelsea ihn an die AC Fiorentina und die AS Roma auslieh und im Sommer 2016 schliesslich für 15 Millionen Euro fix an die «Giallorossi» verkaufte.

Salahs Karriere im Überblick:

Bild

bild: screenshot wikipedia

Ein Transfer, der sich für Chelsea als fatal herausstellen sollte. Seit in den letzten Monaten der Fussballwelt und den Chelsea-Fans vor Augen geführt worden ist, wie gut Salah wirklich ist, wird den «Blues» und vor allem Mourinho immer wieder vorgehalten, den Ägypter fahrlässig verscherbelt zu haben.

Doch Mourinho sieht das ganz anders. «Die Leute erzählen sich, dass ich es war, der Salah verkauft hat, aber das Gegenteil ist der Fall», wehrte sich der frühere Chelsea-Coach bei «ESPN Brasil». «Ich habe Salah nicht verkauft. Ich war derjenige, der Salah gekauft hat.» Alles andere sei «eine Lüge».

Damals physisch und mental nicht bereit

Mourinho erklärt auch, warum sich Salah nicht schon früher durchgesetzt hat. «Er kam als ein kleiner Junge, war physisch und mental noch nicht bereit und schien auf sozialer und kultureller Ebene verloren. Es war alles schwierig für ihn», erzählt der heutige ManUnited-Coach. «Wir entschieden deshalb, ihn auszuleihen. Auch er hatte darum gebeten. Ich habe einer Leihe zugestimmt, weil ich bei Chelsea jede Menge andere starke Flügelspieler gesehen habe. Willian und Eden Hazard.»

Chelsea's Portuguese manager Jose Mourinho (R) gives instructions to Chelsea's Egyptian midfielder Mohamed Salah (L) during the English Premier League football match between Chelsea and Newcastle United at Stamford Bridge in west London on February 8, 2014. Chelsea won the game 3-0. AFP PHOTO / GLYN KIRK

RESTRICTED TO EDITORIAL USE. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or live services. Online in-match use limited to 45 images, no video emulation. No use in betting, games or single club/league/player publications.        (Photo credit should read GLYN KIRK/AFP/Getty Images)

Salah kam unter Mourinho nur 530 Premier-League-Minuten.  Bild: AFP

Erst in Florenz habe Salah dann angefangen, sich weiterzuentwickeln. «Aber am Ende war nicht ich es, der gemeint hat, man müsse ihn verkaufen und das Geld für einen anderen Spieler ausgeben.»

Salahs Wandel vom flinken Chancentod zur eiskalten Tormaschine erstaunt zwar auch Mourinho. Aus dem Nichts kommt er für den portugiesischen Erfolgstrainer aber nicht: «Ich glaube, er hat alle und auch sich selbst überrascht. Es ist unglaublich. Er hat sich weiterentwickelt und sich nun perfekt an den Spielstil seines Teams und seines Trainers angepasst. Deswegen überrascht mich das persönlich nicht.»

Am Ende müsse man folgendes festhalten: «Effektiv habe ich Salah gekauft. Ich habe ihn nicht verkauft, aber das ist auch egal. Was zählt ist, dass er ein fantastischer Spieler ist. Und ich freue mich für ihn, dass das so ist.»

Kevin Murphy freut sich auch:

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Was für ein Fan-Song! Video: YouTube/Marc Kenny

Mourinho kann sich ja damit trösten, dass er nicht der einzige ist, der Salahs Talent verkannt hat. Roma-Sportchef «Monchi» würde heute wohl liebend gerne die 42 Millionen Euro, die der Salah-Transfer im letzten Sommer in die Klubkassen gespült hat, zurück an Liverpool überweisen.

De Bruyne und Lukaku wie Salah

Salah ist allerdings nicht der einzige heutige Weltklasse-Spieler, den Mourinho falsch eingeschätzt hat. So wurde der heutige ManCity-Regisseur Kevin De Bruyne 2014 unter dem Portugiesen für 22 Millionen Euro an den VfL Wolfsburg abgegeben. Und auch Romelu Lukaku wurde kurz nach Mourinhos Ankunft bei Chelsea nach Everton ausgeliehen und später für 36 Millionen Euro verkauft. Mittlerweile spielt der Belgier übrigens wieder unter Mourinho, «The special one» holte den Stürmer im letzten Sommer zu Manchester United – für 84,70 Millionen Euro. (pre)

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerTaran 27.04.2018 22:13
    Highlight Highlight Mourinho ist einfach nur überschätzt!
  • Staedy 27.04.2018 21:12
    Highlight Highlight Mou bringt alle auf ein tieferes Niveau. Ist halt so. Schade für das grosse ManU, sie hätten besseres verdient.
    • davej 27.04.2018 22:58
      Highlight Highlight Da ist wohl jemand nicht zufrieden, mit dem zweiten Platz in der Liga?.. In den letzten 5 Jahren war es micht besser. Übrigens, Mourinho hat Varane bei Real als erster eingesetzt. Wurde dafür Kritisiert. Heute ist Varane aber nicht mehr weg zu denken. Mou wurde vor zwei Jahren, mit Chelsea Meister. War also Korrekt was er mit Salah getan hat.. Von wegen tieferes Niveau. Hauptsache du hast dein Kommentar abgegeben
  • ayyyyyyyyy 27.04.2018 14:21
    Highlight Highlight Puuuuh
    Bisschen viel Polemik hier. Der Autor blendet aus, dass 2014 generell viel tiefere Ablösesummen bezahlt wurden. Der Markt war damals noch nicht im gleichen Masse überhitzt.
  • anonymer analphabet 27.04.2018 12:03
    Highlight Highlight und was macht er jetzt mit Pogpa..? Spielt er nicht genauso wie er es sich vorgestellt hat, ist er zu kreativ zu unkonventionell..? Mourinho hat seine genialen Momente aber teilweise scheint er auch etwas festgefahren.. mal schauen.
    • Kyle C. 27.04.2018 12:57
      Highlight Highlight Ich sehs so: Mourinho war einst ein hervorragender Motivator und Talenterkenner. Einer, der wohl aus jedem mittelmässigen Team ein TopTeam hätte formen können, auch wenn das Spielermaterial nicht auf oberstem Niveau war. Er holte einfach das Letzte aus den Spielern heraus. Seit er nahezu unbegrenzt Topstars einkaufen und verwalten kann, ist dieser Zauber vorbei. Es scheint nicht seine Stärke zu sein, aus Fussballmillionären ein homogenes Team zu bilden.
    • davej 27.04.2018 23:00
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