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Die etwas anderen Highlights des Fussball-Weekends, die du vielleicht verpasst hast



In der Bundesliga siegt Bayern München 3:2 bei Borussia Dortmund. Im Premier-League-Schlager trennen sich Manchester City und Liverpool 1:1. Und dank «Zigi The Wall» holt der FC St.Gallen beim 0:0 einen Punkt bei YB.

Das weisst du vermutlich alles, weshalb an dieser Stelle von anderen Ereignissen des Fussball-Wochenendes die Rede ist:

Ganz eze!

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Beim 4:1-Heimsieg von Crystal Palace gegen Leeds United erzielt Eberechi Eze sein erstes Saisontor – und was für eines! Der englische U21-Nationalspieler zirkelt einen Freistoss perfekt in den Winkel.

Zlatanesque

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Fenerbahce Istanbul verpasst es, sich an der Tabellenspitze etwas abzusetzen – weil es zuhause gegen den Mittelfeldklub Konyaspor 0:2 verliert. Wunderschön ist der Führungstreffer der Gäste durch Marko Jevtovic. Der 27-jährige Serbe fliegt durch die Luft wie ein kleiner Zlatan Ibrahimovic und trifft mit einem spektakulären Seitfallzieher, den auch der grosse «Ibra» nicht schöner fabrizieren könnte.

Das Original aus Schweden steht mit der AC Milan weiter an der Spitze der Serie A. Ibrahimovic scheitert beim Stand von 1:2 mit einem Penalty, erzielt dann aber in der 93. Minute mit dem Kopf den späten Ausgleich gegen Hellas Verona.

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Penalty-König

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Carlos Soler schiesst Real Madrid aus elf Metern ab. Beim 4:1-Heimsieg von Valencia erzielt das 23-jährige Eigengewächs gleich drei Penaltytore. Soler hätte gar vier Mal vom Punkt treffen können – doch beim Stand von 0:1 verschiesst er und als dieser Penalty wiederholt wird, trifft auch Teamkollege Yunus Musah nicht. Solers Glück, denn wohl nur deshalb darf er beim zweiten, dritten und vierten (Video) Elfmeter erneut ran.

epa08808870 Valencia's midfielder Carlos Soler (L) celebrates with teammates after scoring a goal during the Spanish La Liga soccer match between Valencia CF and Real Madrid at Mestalla stadium in Valencia, eastern Spain, 08 November 2020.  EPA/Kai Foersterling

Mitspieler Uros Racic zeigt es an: Drei Tore hat Carlos Soler gegen Real Madrid erzielt.. Bild: keystone

Drei Penaltytreffer in einem Spiel kommen etwa so häufig vor wie ein nüchterner Tourist morgens um zwei am Ballermann. Seit die höchste spanische Liga vor 91 Jahren gegründet wurde, gab es vor Carlos Soler in mehr als 25'000 Partien exakt zwei Spieler, denen das gelang: Der grossen Real-Ikone Alfredo Di Stefano 1958 und Alen Peternac 1996. Der Kroate versenkte bei einem 8:3-Sieg von Valladolid in Oviedo sogar vier Penaltys.

Ins Guinness-Buch der Rekorde schaffte es 1999 der argentinische Stürmer Martin Palermo – weil er im Länderspiel gegen Kolumbien gleich drei Penaltys verschoss. Auch ein Hattrick …

Penalty-Nichtsokönig

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Ademola Lookman hat die Chance, Fulham bei West Ham einen Punkt zu sichern. In der 98. Minute kann er einen Penalty treten – und versagt mit seinem missglückten Panenka kläglich. Schweizer wissen es schon lange: Macht der Schütze vor dem Versuch Zungenakrobatik, kommt das selten gut. Was Lookmans Trainer davon hält, kannst du dir wahrscheinlich denken. Und sonst hier nachlesen.

Schwamm drüber – wichtiger scheint mir ohnehin, dass wir bei einem Duell zwischen West Ham und Fulham eines der besten Memes der Geschichte nicht vergessen!

West Ham East Ham Fulham Nottingham Meme

bild: unbekanntes genie

Überraschungsleader

Nun, da die gefühlt 28. Länderspiel-Pause in den letzten zwei Monaten ansteht, ist ein guter Moment für eine Zwischenbilanz. Und die zeigt: Die grossen Ligen sind ausgeglichener und spannender als auch schon.

🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿 Premier League
Die werden doch wohl nicht schon wieder … Leicester City, der Sensationsmeister von 2016, liegt auf Platz 1. Angeführt wie eh und je von Stürmer Jamie Vardy, der 8 Tore in 7 Spielen schoss. Im Konzert der Grossen mischen auch Southampton (Rang 4) und Aston Villa (6.) mit, während Manchester City (10.), Arsenal (11.) und Manchester United (14.) unter den Erwartungen liegen. Ob Ole Gunnar Solskjaer Weihnachten noch als United-Trainer feiert, ist fraglich.

Leicester's Jamie Vardy, left and Leicester's manager Brendan Rodgers walk from the pitch after the end of the English Premier League soccer match between Leeds United and Leicester City at Elland Road in Leeds, England, Monday, Nov. 2, 2020.Leicester won the match 4-1. (Michael Regan/Pool via AP)

Erfolgsduo: Leicesters Lebensversicherung Jamie Vardy und Trainer Brendan Rodgers. Bild: keystone

🇪🇸 La Liga
Real Sociedad führt die Liga an – auch dank seinem Mittelfeld. Linksaussen Mikel Oyarzabal ist bislang statistisch der beste Spieler der Liga, und auch ein anderer Mikel trumpft nach seiner Rückkehr in die Heimat gross auf: Der einst bei Borussia Dortmund spielende Mikel Merino. Einzuwenden ist, dass San Sebastian vielleicht nur deshalb auf Rang 1 steht, weil Atlético Madrid (drei Punkte Rückstand) zwei Spiele weniger ausgetragen hat. Klasse ist der Saisonstart der Basken dennoch. Sie führen vor dem ebenso überraschenden Villarreal, Real Madrid liegt nur auf Rang 4 und Barcelona gar nur auf Platz 8.

epa08773802 Real Sociedad's Mikel Oyarzabal celebrates after scoring the 1-0 lead from the penalty spot during the Spanish La Liga soccer match between Real Sociedad and SD Huesca at Reale Arena stadium in San Sebastian, northern Spain, 25 October 2020.  EPA/Luis Tejido

Stolzer Baske: Mikel Oyarzabal. Bild: keystone

🇮🇹 Serie A
Der «ewige» Meister Juventus ist bloss auf Rang 5 klassiert. Die AC Milan träumt dank dem überragenden Zlatan Ibrahimovic bereits vom ersten Scudetto seit 2011, dahinter liegt das nach sieben Spielen noch ungeschlagene Sassuolo. Schon vergangene Saison war Rang 8 die zweitbeste Endklassierung in der Geschichte der Schwarz-Grünen.

AC Milan

Mit 39 Jahren drückt Zlatan Ibrahimovic der Serie A den Stempel auf. Bild: keystone

🇩🇪 Bundesliga
Nichts Neues im Norden: Bayern München führt vor RB Leipzig und Borussia Dortmund. Es muss schon mit dem Teufel zu und her gehen, sollte ein anderes Team Meister werden.

🇫🇷 Ligue 1
Fünf Punkte beträgt der Vorsprung von Paris Saint-Germain bereits wieder. Der Serienmeister mit seinen Superstars Kylian Mbappé, Neymar und Co. dürfte seinen vierten Meistertitel in Folge einfahren.

PSG-Trainer Thomas Tuchel lupft's den Hut, weil der Reporter nach dem 3:0-Sieg gegen Stade Rennes nichts zum Spiel wissen will, sondern nur Fragen zu einzelnen Spielern hat.

Nicht jeder ist ein Djourou

Bei Arsenal zeigen sie allen Spielern seit Jahren immer das gleiche Video, wenn es um besondere technische Fähigkeiten geht. Es zeigt weder Thierry Henry, noch Dennis Bergkamp – sondern den Schweizer Johan Djourou:

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Dass trotz eifrigem Video-Studium nicht jeder die Skills eines Djourou erlangen kann, ist klar. Der Schotte Kieran Tierney macht dem Ruf seiner Nation, aus Eisenfüssen zu bestehen, bei Arsenals 0:3-Heimpleite gegen Aston Villa alle Ehre:

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Auch Gedanken an Henry und Bergkamp sind nicht verkehrt – einfach auf der anderen Seite. Sieht man sich an, wie die Villa-Offensive vor dem 1:0 (Eigentor von Bukayo Saka) mit Arsenals Abwehr Katz und Maus spielt, ist das kein Ruhmesblatt für die «Gunners», bei denen Granit Xhaka geschont wurde.

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Video: streamable

No Swiss Glasgoals

Apropos Schottland: Da schlägt der Puls eines Schweizer Fussballfans höher, wenn er vom 8:0-Sieg der Glasgow Rangers gegen Hamilton Academical erfährt. Wie viele Tore wohl Cedric Itten geschossen hat? Die Antwort ist ernüchternd: Keines. Als der Schweizer für die Schlussviertelstunde eingewechselt wird, steht das Endresultat bereits fest.

Rangers v St Mirren - Scottish Premiership - Ibrox Stadium Rangers new signing Cedric Itten sits in the stands prior to the Scottish Premiership match at Ibrox Stadium, Glasgow. Editorial use only. No commercial use. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: xCraigxFoyx 54930001

In zwölf Einsätzen für die Rangers hat Cedric Itten zwei Treffer erzielt. archivBild: imago images

Für die kommenden drei Länderspiele gegen Belgien, Spanien und die Ukraine hat Itten übrigens kein Aufgebot erhalten – genauso wenig wie Albian Ajeti. Der siegt mit Celtic Glasgow 4:1 bei Motherwell, doch die grosse Figur ist mit einem Hattrick ein anderer Ex-Basler, der Norweger Mohamed Elyounoussi.

Muster ohne Wert – aber was für ein schönes

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Video: streamable

Es läuft die vierte und letzte Minute der Nachspielzeit, Borussia Mönchengladbach liegt bei Bayer Leverkusen mit 2:4 im Rückstand. Klar: Mit einem Punktgewinn wird das nichts mehr. Valentino Lazaro sorgt aber dafür, dass die Nachspielzeit trotzdem in Erinnerung bleiben wird: Mit seinem herausragenden Treffer zum 3:4-Endstand ist Gladbachs Österreicher ein Anwärter auf das «Tor des Jahres».

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