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Haalands Hut und was uns im Champions-League-Final sonst noch auffiel

Manchester City's Erling Haaland celebrates with the trophy after winning the Champions League final soccer match between Manchester City and Inter Milan at the Ataturk Olympic Stadium in Istanbu ...
Superstar Erling Haaland zeigt den Fans – noch ohne Kopfbedeckung – stolz den Henkelpott.Bild: keystone

Haalands Hut und was im Champions-League-Final sonst noch aufgefallen ist

Dank einem 1:0-Sieg gegen Inter Mailand gewinnt Manchester City erstmals in der Klubgeschichte die Champions League.
11.06.2023, 00:3211.06.2023, 13:30
Ralf Meile
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Die Show vor dem Spiel

Ein Champions-League-Final ist kein Spiel wie jedes andere. Die UEFA organisierte deshalb vor dem Anpfiff eine kleine Show, bei der auch die brasilianische Sängerin Anitta auftrat. Sie trat in einem Kleid auf, auf dem sie in Grossbuchstaben ihrem Landsmann Vinicius Junior von Real Madrid huldigte. Der Stürmer, zuletzt wiederholt Opfer rassistischer Beschimpfungen, bedankte sich umgehend bei der 30-Jährigen:

Weniger Freude an der Show hatte Marco van Basten. Hollands Held der EM 1988 befand als TV-Experte, das Brimborium sei lächerlich. «Wieso machen sie es nicht vor dem Aufwärmen der Teams? Die Spieler stehen nun einfach da und müssen warten. Es sollte doch um sie gehen, um den Fussball.»

Der goldene Treffer

In der 68. Minute rückt Manuel Akanji in die Offensive. Er lanciert Bernardo Silva, der zurücklegt auf Rodri und der Spanier wird zum Spieler, der mit seinem Tor den Final entscheidet:

Der Überflieger

Eindrücklich, wie hoch Ruben Dias in die Luft springen kann:

Manchester City's Rodrigo, second right, celebrates after scoring his side's first goal during the Champions League final soccer match between Manchester City and Inter Milan at the Ataturk  ...
Bild: keystone

Der Blick zu den VIP

Gewohnte und ungewohnte Besucher konnten in Istanbul erspäht werden. Natürlich waren die Fussball-Bosse da, FIFA-Präsident Gianni Infantino und UEFA-Präsident Aleksander Ceferin. Aber auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und selbst Manchester Citys Besitzer tauchten auf. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Zuletzt war Scheich Mansour Bin Zayed Al Nahyan vor 13 Jahren bei einem Spiel seines eigenen Teams im Stadion dabei.

Aleksander Ceferin, President of UEFA, Recep Tayyip Erdogan, President of Turkey, Sheikh Mansour, Owner of Manchester City and the City Football Group, and Khaldoon Al Mubarak, Chairman of Manchester  ...
Infantino, Ceferin, Erdogan (von links) und Scheich Mansour (ganz rechts). Bild: www.imago-images.de

Infantino traf Erdogan bereits vor dem Spiel. Der Walliser überreichte ihm dabei ein FIFA-Trikot mit der Rückennummer 23.

epa10683650 A handout photo made available by the Turkish President Press Office shows, Turkish President Recep Tayyip Erdogan (R) and FIFA President Gianni Infantino (L) pose for a photo during their ...
Bild: keystone

Der Salzstreuer

Salt Bae war auch da. Der türkische Metzger, der eigentlich Nusret Gökçe heisst, hatte an der WM in Katar für Aufsehen gesorgt, weil er sich nach dem Titelgewinn Argentiniens bei den Feiern in den Vordergrund drängte.

Das Ei, das sich geirrt hat

«Wir glauben an das Ei», betont dieser Inter-Fan vor dem Final:

Das Ei? Beim Eiertütschen auf Social Media hatte sich dasjenige mit dem Wappen von Inter Mailand durchgesetzt.

Wie sich herausstellte, ist ein Ei keine Krake. Aber das hätte uns Andreas Moser wahrscheinlich schon vorher sagen können.

Das traurige Trio

In jedem Europacup-Final stand in diesem Jahr eine italienische Mannschaft auf dem Platz. Und in jedem Europacup-Final verliess diese den Rasen als Verlierer.

Vor Inter Mailand scheiterten schon die AS Roma (im Europa-League-Final am FC Sevilla) und Fiorentina (im Conference-League-Final an West Ham United).

Das doppelte Treble

Pep Guardiola ist der erste Trainer, dem mit zwei Vereinen ein totaler Triumph gelingt. Wie schon 2008/09 mit dem FC Barcelona schaffte es der Katalane nun auch mit ManCity, Meisterschaft, Cup und Champions League in der gleichen Saison zu gewinnen.

Manchester City's head coach Pep Guardiola kisses the trophy after winning the Champions League final soccer match between Manchester City and Inter Milan at the Ataturk Olympic Stadium in Istanb ...
Bild: keystone

Der Mann mit dem Hut

Im Final hatte Erling Haaland, der Torschützenkönig dieser Champions-League-Saison, kaum Szenen, die in Erinnerung bleiben. Das dürften stattdessen die Jubelbilder. Freundin Isabel Johansen brachte eine norwegische Fahne mit aufs Feld, wo sich der Stürmer auf einem Klappstuhl niedergelassen hatte:

epa10684509 Erling Haaland of Manchester City and his girlfriend Isabel Johansen on the pitch after winning the UEFA Champions League Final soccer match between Manchester City and Inter Milan, in Ist ...
Bild: keystone
epa10684481 Erling Haaland (R) of Manchester City and his girlfriend Isabel Johansen stand on the pitch after winning the UEFA Champions League Final soccer match between Manchester City and Inter Mil ...
Bild: keystone

Anschliessend feierte Haaland nicht nur mit der Fahne, sondern auch noch mit einem Fischerhut auf dem Kopf:

Manchester City's Erling Haaland celebrates after the Champions League final soccer match between Manchester City and Inter Milan at the Ataturk Olympic Stadium in Istanbul, Turkey, Sunday, June  ...
Bild: keystone
epa10684522 Manchester City player Erling Haaland celebrates after the team won the UEFA Champions League Final soccer match between Manchester City and Inter Milan, in Istanbul, Turkey, 10 June 2023. ...
Bild: keystone
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quelle: www.imago-images.de / imago images
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4 Kommentare
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LifeIsAPitch
11.06.2023 08:51registriert Juni 2018
Das mit den Bandauftritten an Finalspielen ist eine der Unsitten, die sich schleichend etabliert hat. Völlig deplatziert und nervend, aber passt zur Entwicklung im Fussball. Inter hat es letztlich besser gemacht als erwartet, aber City war halt einfach besser. Dass drei Serie A-Teams den Final erreichen und alle verlieren, ist jedoch bitter.
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Therealmonti
11.06.2023 10:07registriert April 2016
Marco van Basten hat absolut Recht. So eine Show ist lächerlich und peinlich.
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