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Gelson Fernandes und Johan Djourou posieren waehrend einer Pressekonferenz fuer den Fotografen in der Villa Sassa in Lugano zu Beginn des Trainingscamps am Sonntag, 22. Mai 2016, in Lugano. Das Kader der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft kommt in Lugano zusammen um sich auf die Europameisterschaft, EM, in Frankreich vorzubereiten. (KEYSTONE/SAMUEL GOLAY)

Gelson Fernandes (l.) zusammen mit Johan Djourou in Lugano.
Bild: KEYSTONE

Gelson Fernandes ist immer noch da – darum ist der Mittelfeldmotor nicht mehr wegzudenken

Gelson Fernandes ist aus der Nati nicht wegzudenken. An der WM 2010 wurde er für ein WM-Tor gegen Spanien berühmt – und heute?

etienne wuillemin / nordwestschweiz



Es ist Sonntagnachmittag in Lugano. Soeben hat Gelson Fernandes erfahren, dass der FC Sion gegen Zürich noch ausgeglichen hat. Er jubelt. Noch hofft er darauf, dass es sein Verein des Herzens in die Europa League schafft. Und noch spielt ja sein Cousin, Edimilson Fernandes, in Sion. Was Gelson einmal war, ist Edimilson jetzt: ein Versprechen für das Schweizer Nationalteam.

27.02.2016; Sion; Fussball Super League - FC Sion - FC Luzern; Edimilson Fernandes (Sion) (Martin Meienberger/freshfocus)

Edimilson Fernandes, der 20-jährige Cousin von Gelson. Bild: Martin Meienberger/freshfocus

Gelson Fernandes ist bald 30 Jahre alt. Und er ist so etwas wie die älteste Konstante in diesem Schweizer Team. Gelson ist immer noch da. Was eigentlich erstaunlich ist. Zumindest aus rein fussballerischer Optik. Aber Gelson hat für diese Mannschaft im zwischenmenschlichen Bereich einen derart hohen Stellenwert bekommen, dass er kaum mehr wegzudenken ist.

Teamplayer!

Als er vor der WM 2014 merkt, dass die Stimmung im jungen Schweizer Team vielleicht etwas gar locker ist, schreibt er jedem Spieler und jedem Staff-Mitglied einen kleinen Brief. Von Hand. «Ich hatte das Gefühl, es ist Zeit, einige Worte loszuwerden.» Er will auf keinen Fall, dass die Mannschaft eine vielleicht einmalige Gelegenheit fahrlässig verspielt.

Paris St Germain's Zlatan Ibrahimovic (L) reacts next to Stade Rennes' Gelson Fernandes during their French Ligue 1 soccer match at Parc des Princes stadium in Paris January 30, 2015. REUTERS/Gonzalo Fuentes (FRANCE - Tags: SPORT SOCCER TPX IMAGES OF THE DAY)

Gelson Fernandes spielt derzeit in der Ligue 1 für Rennes, wo er auch gerne mal dem Zlatan auf den Fuss steht.
Bild: GONZALO FUENTES/REUTERS

Auch vor der anstehenden EM ist klar: Gelson Fernandes wird im Schweizer Team dabei sein. Genauso klar ist, dass er kaum (oder gar nicht) zum Einsatz kommen wird. Aber das stört ihn nicht. Seine Rolle? «Teamplayer!» ruft er, fast schon euphorisch. Er geniesst auch diese Rolle.

Wenige Gedanken an das Spanien-Tor

Die Geschichte von Gelson Fernandes im Nationalteam ist eine spezielle. Im August 2007 gibt er gegen Holland sein Debüt. Die Schweiz gewinnt 2:1. Sowohl an der Heim-EM 2008 wie auch an der WM 2010 ist er Stammspieler. Er ist es, der das legendäre Tor zum 1:0-Sieg über Spanien schiesst. Allein, der Sieg bleibt wertlos. Gegen Honduras im letzten Gruppenspiel wird Gelson zur Halbzeit ausgewechselt. Es ist sein Ende als Stammspieler im Nationalteam.

epa02205289 Swiss Gelson Fernandes (2nd R) celebates in front of Spain's goalkeeper Iker Casillas and defenders Gerard Pique (L), Carles Puyol (2nd L) and Joan Capdevila (R) after scoring the 1-0 lead uring the FIFA World Cup 2010 group H preliminary round match between Spain and Switzerland at the Durban stadium in Durban, South Africa, 16 June 2010.  EPA/ALI HAIDER Please refer to www.epa.eu/downloads/FIFA-WorldCup2010-Terms-and-Conditions.pdf

Das unvergessene 1:0 gegen Spanien an der WM in Südafrika.
Bild: EPA

Und trotzdem: Auch sechs Jahre später gehört dieser Gelson Fernandes immer noch zum Team. Er sagt: «Im Jahr 2010 hatte ein Schweizer Nationaltrainer weniger Möglichkeiten, ein Team zusammenzustellen wie heute. Natürlich ist mein Tor gegen Spanien eine schöne Erinnerung. Aber allzu viel denke ich nicht mehr daran. Wir können nicht für immer im Gestern leben.»

Zurück in die Gegenwart. Ob Gelson Fernandes der Schweizer Delegation in Frankreich wieder einen Brief schreibt? Er wird sich spontan entscheiden. Die Sinne im Team scheinen jedenfalls geschärft. Dafür sorgt alleine schon die spannungsgeladene Affiche gegen Albanien zum EM-Beginn. «Fundamental wichtig», nennt er die Partie. Er weiss, wovon er spricht.

Das vorläufige EM-Aufgebot der Schweiz

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