Sport
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Marco Schoenbaechler beantwortet Fragen in Feusisberg am Montag, 10. November 2014. Die Schweizer Fussballnationalmannschaft bereitet sich in Feusisberg auf das EM-Qualifikationsspiel gegen Litauen vom kommenden Samstag in St. Gallen vor. (KEYSTONE/Walter Bieri)

«Ja guet, wie scho gsait …» Sportler-Interviews sind meist weder informativ noch unterhaltsam. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Dominanz der Langweiler: Warum es im Sport kaum mehr echte Typen gibt

Sport war noch nie so sehr Teil der Unterhaltungsbranche. Doch ausgerechnet jetzt gibt es immer weniger Charakterköpfe, Sportler mit Ecken und Kanten. Die Angst vor Shitstorms, Sperren und wegbleibenden Sponsoren macht viele Athleten zu weichgespülten Schnarchnasen. Jüngstes Beispiel: Der biedere Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg.



Es ist noch nicht lange her, da sprachen Sportler frei das aus, was sie dachten. Heute absolvieren sie schon im jungen Alter Medienkurse. Sie lassen sich auf Initiative ihrer Klubs oder Verbände von Journalisten darin schulen, was sie am besten sagen, um möglichst wenig zu sagen. Die gleichen Journalisten ärgern sich dann darüber, dass es keine knackigen Aussagen mehr gibt. Sondern dass ein Spieler nach seinem Hattrick sagt, es sei egal, wer die Tore mache, solange das Team gewinne.

Was war das für eine Gaudi, wenn Bayern München verloren hatte, vielleicht sogar nach umstrittenen Entscheiden, und die Reporter Lothar Matthäus vors Mikrofon zerrten. Was grinsen wir noch heute darüber, wenn wir an YBs Carlos Varela denken, wie er im Kabinengang den Baslern zuruft: «Heb dä Schlitte, du Schiissdreck!» Und wie legendär ist denn der Ausraster von Bundestrainer Rudi Völler bei «Weissbier-Waldi» Waldemar Hartmann nach einem 0:0 auf Island?

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Weil's so schön ist: Rudi Völler tickt aus. Video: YouTube/ZwWdF

Heute können wir den TV abschalten, wenn der Schiedsrichter die Partie abgepfiffen hat. Denn die Typen, die mehr von sich geben als bloss die immer gleichen Plattitüden, gibt es fast nicht mehr. Und tut es einer doch, so wird er gleich gnadenlos abgewatscht. Beispiel: Fussball-Weltmeister Thomas Müller hinterfragt den Sinn einer Partie wie Deutschland gegen San Marino. Prompt tobt ein Shitstorm. Dieser lässt Müller glücklicherweise kalt: «Ich werde auch in Zukunft meine Meinung klar äussern, auch wenn ich Gefahr laufe, dass es mir um die Ohren fliegt.» Eine Einstellung, die leider selten geworden ist.

Es sind nicht die Sportler, welche die Regeln geändert haben. Es ist die Gesellschaft, in der zwar jeder besonders sein will, aber in der dann auf jeden mit dem Finger gezeigt wird, der tatsächlich ein wenig besonders ist. Gefragt ist grauer Durchschnitt, das Nichtauffallen um jeden Preis. Immer muss alles möglichst korrekt sein. Was sollen denn bloss die Nachbarn denken?

Sonnenklar deshalb, dass Leverkusens Trainer Roger Schmidt für zwei Spiele gesperrt wurde. Er hatte den Hoffenheimer Coach Julian Nagelsmann einen «Spinner» genannt und ihn angewiesen, die Schnauze zu halten. Eine unfassbare Entgleisung. Das geht doch nicht! Stichwort: Vorbildfunktion!

Britain Football Soccer - Everton v Swansea City - Premier League - Goodison Park - 19/11/16 A young Everton fan with a painted face before the match Action Images via Reuters / Ed Sykes Livepic EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or

«Sie Herr Polizist, dä eint Trainer hät am andere öppis Schlimms gsait.» Bild: Ed Sykes/REUTERS

Die Stimmen, welche die Überzogenheit einer solchen Bestrafung kritisierten, waren weniger zahlreich. Dabei ist es wahrlich kein neues Phänomen, wenn im Eifer des Gefechts ein Trainer dem anderen «Heb dä Latz!» zuruft. Neuer ist bloss die Tatsache, dass das Fernsehen Mikrofone aufstellt und sich diebisch darüber freut, wenn einer in die Falle tappt und der Lauschangriff erfolgreich ausgeschlachtet werden kann.

Plötzlich hat man ein wenig Verständnis für den Versuch von Sportlern und Klubs, die Hoheit über ihre Medieninhalte zu haben. Erst kürzlich haben einige der grössten Fussballklubs eine gemeinsame Plattform lanciert, auf der Social-Media-Inhalte geteilt werden. «Dugout» ist die Konkurrenz zu Facebook. Dass dort, wie auf Instagram, Snapchat und Twitter nur die heile Welt gezeigt wird, liegt auf der Hand. Ein guter Ruf ist alles, denn ein guter Ruf verspricht Geld.

Es gibt nur wenige Sportler, die sich um ihr Image foutieren – oder die sich gerade deshalb so aufführen, weil man es von ihnen erwartet. Zlatan Ibrahimovic ist so einer. Kein Interview des schwedischen Fussballers, das keine Schlagzeilen generiert. Aber er kann sich die Grossmäuligkeit nur deshalb leisten, weil er auf dem Platz stets Tor um Tor erzielt. Ein Renato Steffen könnte sich niemals erlauben, so aufzutreten wie Cristiano Ronaldo. Das geht nur dann, wenn die sportliche Leistung stimmt. Auch Muhammad Alis grosse Klappe wäre längst vergessen, hätte er in seinen Boxkämpfen nicht WM-Titel geholt, sondern auf die Mütze gekriegt.

Muhammad Alis beste Sprüche

Junge, aufstrebende Sportler können sich solche Aussagen kaum mehr leisten. Einerseits werden sie nach zwei, drei schwachen Spielen gleich von Medien und Fans vernichtet: «Der soll sich besser auf sein Spiel konzentrieren und nicht immer nur prahlen», heisst es dann. Andererseits bergen kritische Aussagen und ein nonkonformes Auftreten die Gefahr, dass sich Sponsoren zurückziehen. Weil das keiner riskieren will, gilt: im Zweifelsfall die Klappe halten.

Erst wenn sich der Erfolg regelmässig einstellt, wird ein extravagantes Verhalten salonfähig. Rad-Weltmeister Peter Sagan ist eine coole Socke. Aber man nimmt ihn trotzdem ernst, weil er von Frühling bis Herbst fast bei jedem Rennen um den Sieg fährt.

Sagans Outfit für die Gala des Weltverbands.

Der norwegische Langläufer Petter Northug baute betrunken einen Autounfall und legt sich immer wieder mit den Verbänden an. Dennoch ist er das Idol der Massen, weil er im entscheidenden Moment bereit ist und Gold gewinnt. Formel-1-Youngster Max Verstappen begeistert durch eine draufgängerische Fahrweise und ein loses Mundwerk. «Endlich wieder einer wie früher!», jubeln Motorsportfans; einer, über den gestritten werden kann. Derweil gilt der neue Weltmeister Nico Rosberg als fleissiger Arbeiter, der nicht geliebt, sondern höchstens respektiert wird.

Ibrahimovic, Sagan, Northug oder Verstappen: Sie sind die letzten ihrer Art und das ist schade. Denn Sport besteht nicht bloss aus Hundertstelsekunden, Zentimetern und der Anzahl Tore. Sport ist, mehr als jemals zuvor, Unterhaltung. Es ist eine Ironie, dass ausgerechnet in der Entertainment-Epoche, in der wir uns befinden, das Unangepasste keinen Platz mehr zu haben scheint.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Almos Talented 30.11.2016 21:28
    Highlight Highlight Joe Thornton über seinen GM Doug Wilson: "Doug should just shut his mouth"
    jedem hätte das den kopf gekostet. aber thornton blieb und führte die sharks in die finals 😂
  • mrgoku 30.11.2016 16:45
    Highlight Highlight Sind ja nicht die Sportler schuld sondern die Journalisten... wenn ich 10x am Tag die selbe Frage hören muss gebe ich irgendwann auch nur noch Standard Antworten...

    Im Fall von Rosberg ist nicht mal er schuld. Die Formal 1 an sich ist völlig lächerlich. Eine Sportart kann nicht spannend sein wenn nur solche mitmachen die Geld haben anstatt welche die es tatsächlich auch können!
    • Optimistic Goose 30.11.2016 17:00
      Highlight Highlight "Aso wo sie gwunne händ, was esch do i ehne vorgange, was sind das för Emotione?"
    • Zrombi 02.12.2016 15:08
      Highlight Highlight "Was händ sie denkd wo Sie allei uf de Goali zueglaufe sind?"
  • Boogie Lakeland 30.11.2016 14:21
    Highlight Highlight Klar skandalisieren die Medien unnötig viel. Aber auch wir als Leser sind hysterische Memmen geworden.
    Man empört sich so leicht, schnell und gerne- fürchterlich
  • Der müde Joe 30.11.2016 12:42
    Highlight Highlight Ich vermisse im Eishockey Spieler wie Elik, DiPietro, Antisin, Zehnder, von Arx usw. Man mochte sie zwar nicht, aber sie brachten Feuer und Emotionen ins Spiel. Alles ist so professionell geworden, dass es keinen Platz mehr für Persönlichkeiten gibt. Und dann wundert der Verband sich, warum Zuschauerzahlen stagnieren. Kein Wunder, wenn jedes Spiel gleich ist wie das andere! Lasst wieder mehr Emotionen zu und ihr werdet sehen, wie die Zuschauerzahlen steigen.
    • Too Scoop 02.12.2016 08:10
      Highlight Highlight Es ist wie eine, mit Pomade verklebte Frisur. Schmierig und langweilig.
    • Der müde Joe 02.12.2016 12:44
      Highlight Highlight Besser hät ich's nicht formulieren können! :D
  • ThePower 30.11.2016 10:34
    Highlight Highlight Jetzt ist dann langsam gut mit dem Rosberg-Bashing.. Gilt vor allem dann, wenn man letzten Sonntag die Pressekonferenz nach dem Rennen nicht gesehen hat. Aber selbst wenn man "Langweiler Rosberg" nicht mag, immer noch besser als Hamilton, der ständig am Boxenfunk rumflennt.
    • Mia_san_mia 30.11.2016 11:09
      Highlight Highlight Ja so seh ichs auch, so schlimm ists bei ihm gar nicht.
  • Boaty McBoatface 30.11.2016 10:33
    Highlight Highlight Dem Schreiberling ist wohl Conor McGregor entgangen.
    • berrzog 30.11.2016 11:35
      Highlight Highlight Scheint so! Er ist wohl das Mass der Dinge wenn es um Statements geht. Im Kampfsport gehört jedoch auch dazu die Gegner im Vorfeld zu provozieren...
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  • 's all good, man! 30.11.2016 10:17
    Highlight Highlight Naja, inwiefern besoffen einen Autounfall zu bauen damit zu tun haben soll, ein Charakterkopf in der Sportwelt zu sein, darf man sicherlich hinterfragen.

    Ein ziemlich zwiespältiger Artikel. Ich habe echt nicht das Gefühl, dass es zu wenig »Ausbrüche« gibt gegenüber früher. Wie ein anderer schon geschrieben hat, waren auch damals die Ausrutscher eben Ausrutscher, weil alle anderen Langweiliges von sich gegeben haben. Und weil ihr Medien wisst, dass es Klicks beschert, schlachtet ihr irgendwelche Skandälchen genauso genüsslich aus. Verstehe das Anliegen in diesem Text nicht so recht.
  • saukaibli 30.11.2016 09:57
    Highlight Highlight Teilweise werden Shitstorms von den Sportpromotern absichtlig herbeigeführt, weil der Sport selber nichts mehr zu bieten hat. Beispiel Formel1: Wieso musste man Vettels Wutanfall und die damit verbundene Beschimpung Charlie Whitings im TV übertragen? Weil dann die Leute wenigstens über die arschlangweilige F1 geredet haben. In Sportarten wo noch "richtige Männer" gefragt sind wie Rugby, Motorradrennen usw. gibt es auch noch richtige Typen. Ich meine, wer liebt z.B. nicht Interviews mit dem MotoGP-Piloten Cal Crutchlow, der ist noch richtig alte Schule.
  • Bruno Wüthrich 30.11.2016 09:57
    Highlight Highlight Ich freue mich auf künftige Sportlerinterviews:

    Reporter: «Wie fühlen Sie sich nach dem heutigen Sieg?»
    Sportler: «Ariel wäscht weisser, aber Perwoll macht unsere Shirts flauschig.»
    Reporter: «Äähm - Sie haben drei Tore beigetragen.»
    Sportler: «Das fühlt sich an wie drei Jägermeister an einem Abend.»
    Reporter: «Die Gefühlsfrage habe ich aber bereits gestellt.»
    Sportler: «Huch, ich verwechsle immer wieder die Reihenfolge.»
    Reporter: «Nicht so schlimm - Und wie gewinnen Sie das nächste Spiel?»
    Sportler: «Das nächste Spiel? - Ach so! - Wir nehmen einfach den Quick von Leisi.»
  • Pasch 30.11.2016 09:53
    Highlight Highlight Das ist ja wohl ein hausgemachtes Problem liebe Journalisten...
    Schon im frühen Stadium der Karriere gehts ab in die Medienschulung um mit möglichst vielen Worten nix zu sagen. Find den Artikel etwas zwiespältig... auf der einen Seite wird jede Silbe (übrigens nicht nur von Sportlern) zerpflückt auf der anderen wundert man sich das nur noch Eichmännlein dastehen....
    • PHM 30.11.2016 11:50
      Highlight Highlight Spätestens als Herr Meile das Wort 'Medienschulung' selbst in den Artikel geschrieben hat, hätte es ihm dämmern sollen. Skandalisierende Medien sind der Grund. Klar kommt ein Teil des Shitstorms auch immer aus den Social Media, aber die etablierten Medienkanäle sind oft keinen Deut besser und haben immer noch einen grösseren Einfluss auf Sportlerkarrieren.
  • Roaming212 30.11.2016 09:48
    Highlight Highlight Ihr vergesst eines, die legendären Interviews sind nur legendär weil eben die anderen anständig normale Antworten geben. Wenn alle so ungewöhnliche Aussagen machen würden, wäre es normal und so wiederum nicht mehr legendär.
  • marcelrohner44 30.11.2016 09:46
    Highlight Highlight Gleichzeitig "beschweren" sich Portale wie Blick und Watson aber über den "Tennis-Rüpel" Nick Kyrgios wenn dieser mal etwas schlechtes über unseren geliebten Stan the Man sagt...
    • Fairness_3 30.11.2016 10:48
      Highlight Highlight @geilesiech: das hat nichts mehr mit Ecken und Kanten zu tun. Das ist einfach nur beleidigend was dieser Typ von sich gibt.
    • marcelrohner44 30.11.2016 11:29
      Highlight Highlight Ach so, aber wenn Roger Schmidt den Nagelsmann als Spinner oder Varela irgendeinen Typen als Scheissdreck bezeichnet, hat das nichts mit Beleidigung zu tun, sondern dann sind sie "echte Typen"?
    • Fairness_3 30.11.2016 14:04
      Highlight Highlight @geilesiech: Kyrgios ist wiederholt durch sein beleidigendes und Gegner verachtendes Verhalten aufgefallen. Das ist Roger Schmidt nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Herbert Anneler 30.11.2016 09:43
    Highlight Highlight Am langweiligsten sind für mich die Fragen an den/ die Siegerin: "Wie fühlen Sie sich?" Es gint Medienschaffende, die das 1000mal fragen, obschon 1000mal die Antwort gekommen ist: "Ich muss das erst noch verdauen." Das finde ich das Langweiligste. Der erfolgreichste Langweiler ever ist übrigens Roger: Respektvoll, fair - ein Vorbild für viele Menschen! Danke diesem wunderbaren Langweiler! Ein echter Sportler, den man an seinen Taten messen kann und nicht an dummen, herabwürdigenden Sprüchen über andere Menschen.
  • Fairness_3 30.11.2016 09:31
    Highlight Highlight Also einen Nick Kyrgios beispielsweise als einen Sportler mit Ecken und Kanten zu nennen ist Schwachsinn. Dieser unfaire, arrogante und beleidigende Typ sollte mehrere Monate aus dem Verkehr gezogen werden. Anstand und Respekt müssen da sein.
  • Luca Brasi 30.11.2016 09:20
    Highlight Highlight Wer nimmt denn heutzutage noch shitstorms ernst? Das ist meines Erachtens eine weltweite Versammlung von Grüppchen, die im echten Leben niemanden interessieren. Häufig Berufsbeleidigte, Moralapostel, "besorgte" Bürger, Ökos, etc. Gab es früher auch, hiess Stammtisch oder Hippie-Kommune. Sponsoren sollten ja eigentlich froh sein, wenn ein Sportler aus der Masse sticht und "edgy" ist.
    Die Entwicklung zur professionellen PR findet sich aber sowieso überall. Wirtschaft, Politik, you name it.
    Langweilig und gekünstelt.
  • Ohniznachtisbett 30.11.2016 09:11
    Highlight Highlight Gebe dem Schreiberling weitgehend Recht. Es gibt schon noch ein paar mehr. Per Mertesacker, Kevin Prince Boateng, Tom Boonen, Christian Streich, Jürgen Klopp, Nick Kyrgios, Marc Marquess. Die Schwinger sind zwar immer höflich, aber sagen durchaus ihre Meinung.
    • Schreiberling 30.11.2016 09:56
      Highlight Highlight Wobei Nick Kyrgios oft am Ziel vorbei schiesst und wirklich dumme Dinge sagt/tut.
  • anonymer analphabet 30.11.2016 08:58
    Highlight Highlight Jede noch so kleine Emotion wird von den Medien aufgebauscht und anschliessend social-media-mässig ausgeschlachtet. Ich kann es nicht mehr hören wenn ein Journalist ständig die Emotionsfrage stellt, wie haben sie sich beim Zieleinlauf gefühlt was ging ihnen durch den Kopf beim Zieleinlauf usw. Der Fokus sollte auf die sportliche Leistung gesetzt werden dann kommen die Emotionen automatisch.
  • Amboss 30.11.2016 08:55
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht fehlt ein ganz wichtiger Punkt in diesem Artikel:
    Das Niveau im Sport wird immer höher. Man muss gerade in jungen Jahren sehr hart trainieren.
    Es braucht Fleiss, Wille, Trainingsprogramme, Ernähung, Mentalarbeit etc...
    Ein Genie zu sein, genügt heute nicht mehr, um nach oben zu kommen.

    Man muss sich nur ein paar alte Videos von vor 20, 30, 40 Jahren anschauen. Sei es Fussball, Skifahren, Eishockey oder was auch immer.
    Was die damals gemacht haben, hat mit dem Spitzensport von heute aber rein gar nichts mehr zu tun.
  • alingher 30.11.2016 08:55
    Highlight Highlight Ich bin komplett anderer Meinung. Die alten "tollen Hechte" waren häufig auch einfach nur dämlich. Nur weil Massen in Stadien denken, man könne einen Spieler im Kanon als "stinkendes Arschloch" bezeichnen, müssen die Trainer nicht auch auf dieser Welle schwimmen und den gegnerischen Trainer im gleichen Stil beleidigen.
    Ich finde es gut, wenn Leute wie Rosberg, Federer, Cologna etc. dem Sport das Prollige nehmen. Dumme Grossmäuler und Moderatoren mit roten Hosen gibt es bereits genug. Und was will man auf die Frage "wie haben Sie sich gefühlt, als..." auch knackiges antworten... ?
  • Ton 30.11.2016 08:36
    Highlight Highlight Bei einem 18 Jährigen (Max) zu sagen, er sei einer der letzten seiner Art, ist ein Widerspruch in sich.

    Wenn man sich für einen Sport wirklich interessiert, dann ist er auch heute noch spannend. Mir gehts bei der Formel 1 so. Doch ich verstehe jeden, der sagt es sei langweilig. Für mich ist der Skisport z. Bsp. auch langweilig, denn er fasziniert mich zu wenig.
    • Hayek1902 30.11.2016 09:32
      Highlight Highlight Sehe ich auch. Verstappen ist ein Teenager in einem "Macho"-Sport. Wenn er mitte 20 erfolgreich ist, Humor hat und sich immer noch so aufführt, dann kann er sich als nächsten James Hunt sehen. Btw der seriöse Nikki Lauda und der extrovertierte James Hunt kamen gut miteinander aus.
  • N. Y. P. D. 30.11.2016 08:33
    Highlight Highlight Arno del Curto, Kevin Schläpfer, Lewis Hamilton, Peter Sagan, Rudi Völler, Jerome Boateng, Thomas Müller..
    Das sind Typen. Solche Leute will ich vor dem Mikrofon haben.
    Nico Rosberg, mit Verlaub, ist so lieb und korrekt, es ist fast nicht auszuhalten.
    Bei Nico weiss man nach Interviews nicht mehr was er gesagt hat, weil alles so schrecklich korrekt daherkommt.
    Bei Lewis genügt ein Satz, um den Formel 1 Zirkus in Wallung zu versetzen. Deshalb heisst es ja Formel 1 Zirkus.
    • N. Y. P. D. 30.11.2016 10:43
      Highlight Highlight @Pablo Escobar
      Es ist klar, vom Charakter her, ist der Nico Rosberg vorne. Aber im Formel 1 Zirkus will ich Typen wie Lewis.
      Du weisst ja Pablo, im Drogenhandel brauchst du Typen wie Hamilton (vom Charakter her), die Killerinstinkt mitbringen. Den Nico Rosberg hättest Du vermutlich nicht eingestellt ;-)
      Ja, der Sport lebt von Typen, die mit einem Satz den Globus in Wallung versetzen..
  • Karl33 30.11.2016 08:26
    Highlight Highlight Ausgerechnet die Medien, die sonst immer Politische Korrektheit propagieren und jedes Wort von Promis auf die Goldwaage legen, beklagen sich nun über die Langeweile.
    In dem Sinne, Watson: Hört auf zu heucheln und übernehmt Verantwortung für die Langeweile.
    • slashinvestor 30.11.2016 09:37
      Highlight Highlight Ich denke das kann man Watson nicht vorschieben. Watson ist interessent weil sie alle Meinungun haben. Ich weiss ich less Watson deswegen. Tagi, habe ich schon lang aufgehört, und 20minuten wird langsam unerträglich. Watson dagegen hat alles, gute und schlecht, intelligent und dämlich.
  • winglet55 30.11.2016 08:26
    Highlight Highlight Sport ist vorallem Geld, viel Geld! Daher haben wir heutzutage weichgespülte Spitzensportler, die nicht mehr sagen dürfen, was sie denken. Ein Sportler verdient seine Kohlen nicht nur wegen seiner Spitzenleistungen sonder weil er nebenbei Autos, Computer, Fernseher, Suppen, Kleider, Uhren usw. verkauft. Er ist also DER Verkäufer eines Produktes, das sich idealerweise weltweit verkaufen soll! So verkauft ein George Clooney Kapselkaffee, weil er nicht durch Skandale auffällt, sondern als smarter, gutaussehender Typ gilt. Ein Spitzenaussendienst geht ja auch nicht besoffen zum Kunden.

Sagt mal, bin ich hier der Einzige, der Oktoberfest doof findet?

Das Grauen hat einen Namen: Oktoberfest. Findet zumindest unser ansonsten dem Trinken nicht abgeneigter Redaktor.

Ich liebe Party. Partydiktat, aber? Nicht so sehr.

Oktoberfest – das ist nicht einfach mit ein paar Freunden feiern, nein. Denn man muss ja Sitzplätze reservieren, Eintritt bezahlen, zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein und dann sofort in Partylaune sein.

Gemütlichkeit unter Stress, das ist Oktoberfest. Hier geht alles auf Kommando: Jetzt alle schunkeln! Jetzt alle Prosten! Jetzt alle mitgrölen!

Okay, Mitgrölen geht sowieso nicht, denn der Soundtrack ist unterirdisch. Jene …

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