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Die Zuger mit Lino Martschini nach dem Spiel beim dritten Eishockey Playoff-Viertelfinalspiel der National League zwischen dem EV Zug und den ZSC Lions, am Donnerstag, 15. Maerz 2018, in der Bossard Arena in Zug. (PPR/Flueeler)

Lino Martschini und seine Teamkollegen stehen gegen ZSC eine Niederlage vor dem Playoff-Aus. Bild: PPR

Den unheiligen Trend besiegen –  Zug kämpft gegen das frühe Aus und die Geschichte

11 Jahre ist es her, dass der EV Zug das bisher erste und einzige Mal einen 1:3-Rückstand in einer Playoff-Serie aufholte. Wenn die Sommerferien nicht schon vor Ostern beginnen sollen, müssen sie das gegen ZSC wieder tun.

marcel kuchta / Aargauer Zeitung



Damit hat beim EV Zug mit Sicherheit niemand gerechnet. Bereits im fünften Playoff-Spiel der Saison 2017/18 geht es für den Finalisten des Vorjahrs um alles oder nichts. Eine weitere Niederlage in der Viertelfinal-Serie gegen die ZSC Lions, und die lange Sommerpause würde beginnen, noch bevor der Osterhase seine Nester versteckt hat.

Noch haben die Innerschweizer natürlich die Chance, das Schicksal des frühen Ausscheidens abzuwenden. Sie sollten auf ihrer Suche nach positiven Anhaltspunkten aber tunlichst den Blick in die Geschichtsbücher vermeiden. Denn wenn sich der EV Zug während der Playoff-Ära als etwas erwiesen hat, dann bestimmt nicht als Comeback-Künstler.

Der Zug Trainer Harold Kreis waehrend dem Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem HC Fribourg-Gotteron am Dienstag, 17. November 2015, in der Bossard Arena in Zug. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Zug-Trainer Harold Kreis ist gefordert. Bild: KEYSTONE

Seit die Zuger 1990 erstmals an den NLA-Playoffs teilgenommen haben, gelang es ihnen im «Best-of-7»-Format (vier benötigte Siege, um weiterzukommen) erst einmal, einen 1:3-Rückstand noch aufzuholen. Das war in der Saison 2006/2007, als man gegen die Rapperswil-Jona Lakers sogar mit 0:3-Siegen im Hintertreffen lag, dann aber viermal in Serie als Gewinner vom Eis ging.

Gewinnt der Glaube Playoff-Serien?

Aus der damaligen Zuger Mannschaft sind aktuell immerhin noch zwei Spieler dabei: Captain Raphael Diaz und Fabian Schnyder. Damit ist auch klar, wen Diaz im Anschluss an die 0:5-Niederlage vom Samstag in Zürich meinte, als er davon sprach, dass es in der EVZ-Mannschaft «Spieler gibt, die in den Playoffs schon 0:3-Rückstände aufgeholt haben.»

Der EV Zug mit Oleg Petrow und seinen Mitspielern jubelt nach dem Einzug in den Halbfinal nach dem Sieg beim Eishockey Nationalliga A Meisterschafts Playoff Viertelfinal-Spiel, am Samstag, 10. Maerz 2007 des EV Zug gegen die SCRJ Lakers in der Hertihalle in Zug. (KEYSTONE/PHOTOPRESS/Sigi Tischler)

Raphael Diaz freut sich zusammen mit Oleg Petrow über den Halbfinal-Einzug. Bild: KEYSTONE

Immerhin: Insgesamt gelang es in der Best-of-7- Ära (seit 1998) elfmal Teams, sich aus einer vergleichbar unkomfortablen Lage wie jener der Zuger noch zu befreien. Das zeigt: Es ist durchaus möglich. Wenn man daran glaubt.

Letztlich wird sich im Kopf entscheiden, ob das EVZ-Team zu solch einem Steigerungslauf in der Lage ist. Es ist Fluch und Segen des Playoff-Formats, dass Mannschaften, die monatelang relativ sorgenlos durch die Qualifikation gegondelt sind, grosse Mühe haben, auf plötzlich auftretende Widerstände zu reagieren. Zumal in den Playoffs mit dem hohen Spielrhythmus kaum Zeit bleibt, Luft zu holen und sich neu zu organisieren. Auf der anderen Seite profitieren talentierte Teams wie die ZSC Lions, die sich mehr schlecht als recht durchs Programm gequält haben, davon, wenn der berühmte Schalter gekippt worden ist.

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Wer gewinnt diese Viertelfinalserie?

3,038

  • EV Zug26%
  • ZSC Lions74%

«Special Teams» als Problemzone

Der Schlüssel zum Erfolg für ein historisches Zuger Comeback? Fabian Schnyder sagte am Samstag, vermutlich auch in Erinnerung an jene Serie vor elf Jahren, dass «der Wille entscheidend ist». Das ist in der Tat der Hauptpunkt. Trotzdem braucht der EVZ neben mentaler Härte auch spielerische Lösungen auf dem Eis.

Torhueter Tobias Stephan, links, von Zug nach dem 0:2 fuer Zuerich im dritten Eishockey Playoff-Viertelfinalspiel der National League zwischen dem EV Zug und den ZSC Lions, am Donnerstag, 15. Maerz 2018, in der Bossard Arena in Zug. (PPR/Flueeler)

Der EVZ muss sich vor allem in Über- und Unterzahl steigern. Bild: PPR

Zum Beispiel bei den «Special Teams», die während der Qualifikation noch ein grosser Pluspunkt waren, mittlerweile aber zu einer Hypothek geworden sind. Zum Vergleich: die Powerplay-Quote der Zuger in den Playoffs: 8,3 Prozent. In der Qualifikation: 21,3 Prozent. Das Penalty-Killing in den Playoffs: 70,6 Prozent. In der Qualifikation: 83 Prozent.

Immerhin: Der EVZ weiss, wo er ansetzen muss, um die bösen Geister der Vergangenheit zu vertreiben.

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    Alle Leser-Kommentare
  • redeye70 20.03.2018 18:15
    Highlight Highlight Habe auf einen Sieg der ZSC Lions getippt, obschon ich Zuger bin. Im Team des EVZ passt nichts mehr zusammen, seit der Gala im Eröffnungsspiel sind sie irgendwie auseinandergefallen. Z.B. Martschini gleitet ein bisschen mit und schaut zu, wie die Zürcher den zweiten Shorthander erzielen. Wo ist der absolute Siegeswille? Wo der Kampf bis zur Erschöpfung? Der EVZ hat leider kein Feuer im Herzen.
  • Hallo22 20.03.2018 15:27
    Highlight Highlight Wenn Zug heute scheitert, was mir leider mein Gefühl sagt, muss ein neuer Trainer her. Ein guter Taktiker der es ausserdem versteht junge einzubauen. So bald man den neuen Mann hat muss man bei den Spielern über die Bücher. Haben wir die richtigen Ausländer. Wäre es besser gewesen wie letztes Jahr auf 3 ausl. Center zusetzen. Ist Stalberg genug motiviert. Spielte MC in den letzten POs über seinen Verhältnissen? Ist Roe Playofftauglich? Braucht es einen 5. Ausländer der nicht gleichzeitig Acadamy spielt? usw.
    • miarkei 20.03.2018 16:47
      Highlight Highlight Naja statistisch gsehen habe die Jungen in Zug am meisten Eiszeit.

      Quelle war das EVZ Magazin vom Januar.
    • Hallo22 20.03.2018 17:25
      Highlight Highlight @miarkei weiss schon. Darum muss ein allfälliger neuer Trainer trozdem die jungen fördern können.
    • egemek 20.03.2018 18:11
      Highlight Highlight @miarkei: Der einzige Grund dafür waren die vielen Verletzten im November. Wenn du jetzt die Playoffs anschaust, wo man erkennt wie stark der Trainer den Jungen vertraut, sieht es beim HCD und beim ZSC deutlich besser aus.

      Kreis ist der falsche Trainer für den eingeschlagenen Weg mit der Academy. Und das völlig unabhängig vom Ausgang dieser Serie.
  • JJ17 20.03.2018 14:53
    Highlight Highlight Ich finde solche Aussagen von Sportlern wie dass «der Wille entscheidend ist» so etwas von lächerlich. Ganz ehrlich, wann wenn nicht in den Playoffs sollte der komplette Wille einer Mannschaft freigesetzt werden?
  • Hayek1902 20.03.2018 14:12
    Highlight Highlight Lugano und Bern machen heute den Sack zu, Zug wird gewinnen und am Donnerstag dann untergehen. Davos ubd Biel keine Ahnung, beide schaffen es eh nicht ibs Final.
  • juergy 20.03.2018 14:11
    Highlight Highlight Finale kann gar nicht Bern : ZSC lauten....
    Ich tippe auf HCD : ZSC !
    Was haben wir beinahe die ganze Quali geflucht über Arno und seine Jungs. Und jetzt kommt der alte 🦊 und zündet kurz und bündig den Turbo. So was von geil
    .... Das muss einfach mit der Finalteilnahme durch die Hockeygötter belohnt werden.... 😇😇😇
  • Lümmel 20.03.2018 12:42
    Highlight Highlight Danke für den treffenden Bericht!

    Mein Innerschweizer Herz hofft natürlich auf ein Wunder, auch wenn der Kopf sagt dass es höchstwarscheinlich nichts wird.
    Schön wäre jedoch noch mindestens ein oder villeicht sogar zwei Siege für die Zuger. Einfach um noch ein bisschen Spannung zu erzwingen.

    Falls es für Zug nicht reichen sollte, so müsste man eingestehen dass der ZSC besser war und mehr wille gezeigt hat, egal wie das Spiel heute Abend verläuft.

    In diesem Sinne, Hopp Zug!
    • MARC AUREL 20.03.2018 12:59
      Highlight Highlight Sorry, aber die Zuger haben die Zürcher unnötig aufgebaut.. mich enttäuschen die Zuger sehr!
    • Vinz Roberts 20.03.2018 13:25
      Highlight Highlight Da hat der Aurel doch etwas Angst, dass sein SCB nicht das Tripple holt? ;)

      Würde Zug noch nicht abschreiben.

      @Aurel: Dein SCB ist immer noch das Mass aller Dinge, also nicht gleich anfangen zu bibere :D
    • TheDan 20.03.2018 13:27
      Highlight Highlight @Aurel

      Die Zürcher haben den SCB vorletzte Saison unnötig aufgebaut.....

      Hört man da schon etwas Nervosität heraus? Während der Quali war der Z dem SCB jeweils mindestens ebenwürdig.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eifach öpis 20.03.2018 12:29
    Highlight Highlight Zug wird das Blatt nicht mehr wenden können. Der ZSC ist erwacht und hat die Qualität ruhig und selbstbewusst zu bleiben.

    Auch der SCB wird seine Serie heute beenden, weil Genf nie eine reelle Chance hatte.

    Bei Biel und Davos scheint alles möglich. Ich tippe auf ein siebtes Spiel und einen knappen Sieg des HCD.

    Nur bei Lugano wird es nochmals spannend. Die Freiburger sind spielerisch ebenbürtig, wenn nicht besser bisher. Da Gotteron heute nichts mehr zu verlieren hat, wird die Chancenauswertung besser und Lugano wird Nerven zeigen. Mein Tipp: Knapper freiburger Sieg im siebten Spiel.
    • Hallo22 20.03.2018 15:21
      Highlight Highlight @eifachöpis der ZSC ist nicht erwacht sondern Zug ist eingeschlafen. Habe alle Spiele bisher gesehen. Zug wird vermutlich scheitern aber man ist selber schuld.
    • Eifach öpis 20.03.2018 15:28
      Highlight Highlight Hauptsache wir sind uns einig darin ,wer ausscheidet😉🎉
    • Dynamischer-Muzzi 20.03.2018 17:21
      Highlight Highlight Naja der Zug entgleist ganz sicher, wenn sich das Personal weiterhin im Schlafwagen aufhält 😉✌️

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