
Katharina Huber überzeugt im Kombi-Slalom und holt gemeinsam mit Ariane Raedler Gold für Österreich.Bild: keystone
Die Schweizerinnen bleiben in der Team-Kombination ohne Medaille. Jasmine Flury/Wendy Holdener werden Sechste. Olympia-Gold geht in Cortina an das österreichische Duo Ariane Rädler/Katharina Huber.
10.02.2026, 15:0710.02.2026, 18:58
Huber nutzte die tolle Ausgangslage, die ihr Rädler mit Rang 2 in der morgendlichen Abfahrt beschert hatte, mit einem angriffigen Slalom-Lauf bei weichen Schneeverhältnissen überraschend zum sensationellen Olympiasieg aus. Das Duo bescherte Österreich damit das erste Alpin-Gold an diesen Winterspielen.
Katharina Huber bringt Österreich im Slalom an die Spitze.Video: SRF
Überraschend war Rädlers und Hubers Triumph vor allem deshalb, weil Gold für die US-Stars Breezy Johnson und Mikaela Shiffrin reserviert schien. Abfahrts-Olympiasiegerin und -Weltmeisterin Johnson hatte mit der Bestzeit am Morgen perfekt vorgelegt, doch die Weltcup-Rekordsiegerin Shiffrin konnte die Vorlage im Slalom nicht verwerten. Die 30-jährige Slalom-Dominatorin zeigte im Stangenwald nicht wie gewohnt eine souveräne Leistung. Letztlich blieb Johnson/Shiffrin mit 0,31 Sekunden Rückstand nur Rang 4.
Mikaela Shiffrin vergibt die gute Ausgangslage.Video: SRF
Das sagte Mikaela Shiffrin:
«Breezy hat eine unglaubliche Fahrt gezeigt. Das war so beindruckend nur 48 Stunden nach dem Sieg in der Abfahrt. Es war extrem speziell, das zu sehen und Teil davon zu sein. Ich muss einige Anpassungen machen, damit ich mich auf dieser Unterlage wohler fühle. Natürlich fühlte ich mich zuletzt sehr gut auf den Slalomski, aber das konnte ich heute nicht zeigen. Ich habe noch nicht viele verschiedene Kurssetzungen trainiert. Der Kurssetzer von heute wird auch nächste Woche einen der beiden Slalomläufe setzen. Also muss ich diese direkten, schnellen Läufe auch noch trainieren.»
Silber ging an Kira Weidle-Winkelmann/Emma Aicher. Die Deutschen lagen nach der Abfahrt und dem Slalom nur um fünf Hundertstel hinter Rädler/Huber zurück. Für Aicher war es im zweiten Olympia-Rennen in Cortina die zweite Silbermedaille. In der Abfahrt hatten ihr gegenüber Breezy Johnson sogar nur vier Hundertstel zu Gold gefehlt. Bronze in der Team-Kombination holten sich Jacqueline Wiles/Paula Moltzan aus den USA (0,25 Sekunden zurück).
Die zwei Schweizer Slalom-Cracks Wendy Holdener und Camille Rast versuchten am Nachmittag alles, fuhren voll auf Angriff. Doch letztlich war die Hypothek ihrer Team-Partnerinnen aus der Abfahrt – Jasmine Flury wie Corinne Suter hatten auf der Piste Olimpia delle Tofane je 1,5 Sekunden auf die Spitze eingebüsst – zu gross. Flury/Holdener (6.) fehlten gut sechs Zehntel zu Rang 3, Suter/Rast (9.) knapp eine Sekunde.
Wendy Holdener und Jasmine Flury im Interview nach dem Rennen.Video: SRF
Mit Janine Schmitt/Mélanie Meillard und Delia Durrer/Eliane Christen blieben ohne Klassierung, weil Meillard wie Christen im Slalom ausschieden. (abu/nih/sda)

Wendy Holdener und Jasmine Flury (r.) machten einige Plätze gut.Bild: keystone
Der Liveticker zum Nachlesen
Der Start gelingt überhaupt nicht, sie fällt schon hinter Huber zurück. 13 Hundertstel Rückstand bei der zweiten Zwischenzeit. Nein, das reicht nicht für den Sieg, sie fällt gar noch vom Podest und wird nur vierte, was für eine Enttäuschung.
Weil Huber die Führung übernommen hat, beträgt Shiffrins Vorsprung im Starthaus nur sechs Hundertstel. Normalerweise hat die US-Amerikanerin natürlich die Fähigkeiten, das auszubauen und Gold zu holen. Aber sie hat auch eine schwierige Beziehung zu den Olympischen Spielen.
68 Hundertstel ist die Reserve der Österreicherin auf Aicher. Reicht das, um die Führung zu übernehmen? Sie verliert oben schon eine grossen Teil davon. Aber unten kann sie verwalten und rettet fünf Hundetstel Vorsprung ins Ziel! Das ist die Medaille für Österreich und das Duo Huber/Raedler.
Holt Italien hier überraschend noch etwas? Dafür muss Peterlini über sich herauswachsen. Eine halbe Sekunde beträgt ihre Reserve auf Aicher. Aber die ist bei der ersten Zwischenzeit schon weg. Dann rutscht auch sie von der Linie weg und scheidet aus. Damit ist die Medaille für Aicher/Weidle-Winkelmann bereits sicher.
Der zweitletzte Trumpf der USA. Moltzan ist immer extrem schnell, aber hat auch ab und an einen Ausfall. Wie geht ihr riskanter Fahrstil auf der weichen Unterlage und dem flachen Gelände auf? Guter Start der Amerikanerin, die oben noch schneller ist als Aicher. Unten verliert sie allerdings Zeit und fällt 20 Hundertstel hinter Deutschland zurück.
Damit steht auch fest, dass die Schweiz heute keine Medaille gewinnt.
Auch Österreich träumt noch von einer Medaille. Dafür muss Kathi Truppe jetzt aber in die Nähe von Aicher kommen – eine schwierige Aufgabe. Im Übergang aufs Flachstück hängt sie an und verliert Tempo. Eine halbe Sekunde Rückstand auf Aicher – das wird eng mit der Medaille.
Ob Deutschland eine Medaille holt entscheidet sich jetzt. Wenn Emma Aicher sich vor Wendy Holdener setzt, sieht es gut aus. Ansonsten wird es schwierig. Wie gut ist ihr die Umstellung von den langen auf die kurzen Ski gelungen? Gut! Sie baut oben den Vorpsrung auf Holdener aus. Im zweiten Sektor verliert sie eine halbe Sekunde, aber flache Sektoren sollte ihr liegen. Ja, sie baut den Vorsprung gewaltig aus und setzt sich 83 Hundertstel vor Holdener. Das ist eine Medaille für Deutschland, da lege ich mich jetzt schon fest!
Die junge Norwegerin ist auch immer stark ausfallgefährdet. Mal schauen obs sie es heute bis ins Ziel bringt. Ja, sie komt ins Ziel, aber nicht an Holdener/Flury vorbei. Sie verliert 44 Hundertstel und fällt auf den 6. Rang zurück.
Ihr Vorsprung auf Holdener beträgt schon sieben Zehntel. Aber sie kommt nicht ins Team. Sie scheitert an der gleichen Kombination wie Melanie Meillard und scheidet aus.
«Ich habe probiert, Vollgas zu geben. Die Linie war am Schluss etwas zu gerade, ich glaube, ich habe angehängt, ich weiss es gar nicht mehr. Eigentlich war ich nicht nervös, ich wollte einfach alles reinhauen.»

Langsam aber sicher geht es hier um die Medaillen. Mit einem angriffigen Lauf kann Gallhuber einen Sprung nach vorne machen. Der Vorsprung auf Holdener beträgt eine halbe Sekunde. Das kann sie nicht über die Ziellinie retten, neun Hundertstel liegt sie unten hinter der Schweizerin.
Gleich noch eine junge Italienerin: Anna Trocker ist 17 Jahre alt. Die legt hier mit viel Risiko los und ist auch schnell unterwegs. Untenraus merkt man dann die fehlende Erfahrung etwas mehr. Aber Trocker macht das sehr gut und liegt nur knapp hinter Camille Rast auf Rang 4.
Kann die junge Französin mit Holdener mithalten? Ganz oben ja, dann fällt sie hinter die Schweizerin zurück. Es bleibt aber eng, sie schiebt sich zwischen Holdener und Rast. Dieses Resultat zeigt uns auch: Holdeners Fahrt war wohl nicht schnell genug, um in die Nähe einer Medaille zu kommen.
Gleiche Ausgangslage direkt danach auch für Camille Rast, die drei Hundertstel Reserve auf Holdener mitnimmt. Oben ist sie noch schneller als ihre Teamkollegin. Dann verliert sie aber Zeit auf Holdener. Ja, Rast kann die Führung nicht übernehmen und fällt 36 Hundertstel hinter das Duo Holdener/Flury zurück.
Damit die Schweiz hier noch eine Medaille holt, muss extrem viel zusammenpassen.
So, jetzt Wendy Holdener. Wenn der Medaillentraum weiterleben soll, dann muss die Schwyzerin hier eine deutliche Bestzeit aufstellen. Oben gibt sie sich einige Tore, um in de Rhythmus zu kommen. Dann gibt sie so richtig Gas. Holdener pusht und baut den Vorsprung deutlich aus. Im Ziel sind es 1,15 Sekunden Vorpsrung. Das ist gut, aber reicht das für eine Medaille? Wir werden es sehen. Natürlich wird die Piste für die Konkurrenz auch nicht besser.
Die junge Österreicherin hat eine halbe Sekunde Vorsprung, die ist aber bei der zweiten Zwischenzeit schon gänzlich aufgebraucht. Im Ziel ist es eine halbe Sekunde Rückstand, das reicht für Platz 3.
Die Slowenin tritt nach dieser Saison zurück und beendet auch dieses Rennen vorzeitig. Sie fädelt an der gleichen Stelle wie Eliane Christen ein und scheidet aus.
Die zweite Schweizerin steht im Starthaus. Kann sie ähnlich angriffig fahren wie Christen zuvor? Die Westschweizerin legt sehr gut los, kann ihren Vorsprung ausbauen. Aber dann verfährt sie sich bei der einzigen komplizierten Stelle im Lauf und scheidet aus.
Die Französin mit dem schottischen Namen ist unterwegs. Sie fährt gut und ohne Fehler und kann die Spitze übernehmen.
Für Eliane Christen (und Delia Durrer) geht es hier nicht wirklich um eine Medaille. Aber die Urnerin kann sich für den Slalom von nächster Woche schon einmal ein gutes Gefühl holen. Und sie zeigt, was sie drauf hat. Christen fährt aggressiv und nahe am Tor – zu nahe! Sie verliert die Balance und scheidet aus. Aber sie hat hier alles riskiert, das gefällt!
Die Slalom-Weltmeisterin von 2023 versucht, den Rückstand von Valerie Grenier aus der Abfahrt zu verkleinern. Das gelingt ihr ordentlich, sie bringt ihre acht Zehntel Vorsprung bis ins Ziel und übernimmt die Führung.
Die junge Italienerin ist erst 16-jährig und darf hier vor Heimpublikum ihre olympische Premiere feiern. Leider kommt sie nicht weit, sie fädelt bei einer Kombination ein, verliert den Ski und scheidet aus.
Jetzt dürften wir eine deutliche neue Bestzeit zu sehen bekommen. AJ Hurt hat flinke Beine und sie nimmt schon viel Vorsprung mit. Im Ziel setzt sie sich 1,39 Sekunden vor Dubovska.
Auch die Kanadierin ist eine etablierte Weltcup-Fahrerin. Sie schafft es nicht, den Vorsprung gegenüber Dubovska zu verwalten und fällt um eine halbe Sekunde hinter die Tschechin zurück.
Die Tschechin nimmt viel Vorsprung mit und ist natürlich ein anderes Kaliber als die vorher gestarteten. Auch wenn sie im Weltcup bislang nicht überzeugen konnte, übernimmt sie hier deutlich die Führung.
Die Argentinierin zeigt einen guten Slalom und setzt sich deutlich vor Labastova. Im Ziel ist der Vorsprung drei Sekunden gross.
Die Tschechin wäre oben etwas langsamer unterwegs gewesen als Vlhova. Im Gegensatz zur Slowakin kommt sie aber ins Ziel.
Es ist zu sehen, dass Vlhova noch die Renn-Erfahrung fehlt. Aber bei ihr geht es auch mehr darum, wieder etwas Renn-Feeling aufkommen zu lassen. Kurz vor einer Kombination bleibt sie am Tor hängen und scheidet aus.
Rund 1,2 Sekunden müssen Wendy Holdener und Camille Rast im Slalom aufholen, um in der Team-Kombination noch den Sprung aufs Podest zu schaffen. Eine Herkules-Aufgabe, für die es sicher auch etwas Schützenhilfe braucht.
Sie ist zurück! Nach über zwei Jahren Verletzungspause bestreitet Petra Vlhova wieder ein Skirennen auf höchster Stufe. Die Slowakin zog sich im Januar 2024 beim Heimrennen in Jasna eine komplizierte Knieverletzung zu und arbeitete seither – und immer wieder geprägt von Rückschlägen – am Comeback. Dieses steht nun an.
Weil ihre Teamkollegin Katarina Srobova in der Abfahrt am langsamsten war, fällt Vlhova die Ehre zu, den Kombi-Slalom zu eröffnen.

Dann geht es mit dem Slalom los. Camille Rast und Wendy Holdener müssen viel Zeit aufholen, wenn sie hier noch eine Medaille gewinnen wollen.
Nach der nächsten Werbepause startet noch Keely Cashman, die gemeinsam mit Slalomfahrern AJ Hurt ins Rennen geht. Danach kommen eher noch Aussenseiterinnen aus Tschechien, Argentinien und der Slowakei sowie Cassidy Gray aus Kanada.
Cashman macht oben schon einen grossen Fehler und ist quasi schon weg. Im Ziel sind es über drei Sekunden Rückstand, womit sie ans Ende des Zwischenklassements zurückfällt.
Das dritte französische Duo besteht aus Cerutti und der jungen Slalomfahrerin Caitlin McFarlane. Cerutit macht beim Sprung in den Tofanaschuss einen Fehler und verliert so schon viel Zeit.
Kanada startet mit Valerie Grenier, die am Sonntag disqualifiziert wurde, weil sie beim Start zu lange hatte und nicht innerhalb der geforderten Zeit startete. Heute ist auch sie chancenlos, und kann Slalomfahrerin Laurence St-Germain keine gute Ausgangslage verschaffen.
Da trauen wir dem französischen Top-Duo mehr zu – wenn Laura Gauche die Leistung vom Sonntag wiederholen kann. Das ist heute nicht der Fall. Sie klassiert sich knapp vor Corinne Suter mit 1,33 Sekunden Rückstand.
Das vierte italienische Duo haben wir heute nicht auf der Rechnung. Nadia Delago kommt mit der Abfahrt in Cortina nicht zurecht. Und Slalomfahrerin Giada d'Antonio ist erst 16-jährig. Delago ist absolut chancenlos und fällt an den Schluss des Klassements zurück.
Die US-Amerikanerin kann ihrer Teamkollegin Nina O Brien keinen Slalom-Auftritt schenken. Sie scheidet bereits oben in der Traverse aus, weil sie ein Tor verpasst.
Auch Corinne Suter braucht eine Steigerung im Vergleich zum Sonntag. Sie verliert im Tofanaschuss etwas weniger Zeit als Flury vorher. Leider macht sie danach eine grossen Fehler, der viel Zeit kostet. So ist es am Ende eine ähnliche Ausgangslage wie bei Flury/Holdener. Drei Hundertstel ist sie noch vor ihrer Teamkollegin. 1,51 Sekunden beträgt der Rückstand auf Johnson/Shiffrin. Auch das wird eine Monsteraufgabe für Camille Rast im Slalom.
So, jetzt hoffen wir noch einmal auf eine Schweizer Steigerung, sodass Jasmine Flury Wendy Holdener in eine gute Ausgangslage bringen kann. Der Start ist schon einmal gut, aber im Tofanaschuss fehlt das etwas Tempo. Bei der zweiten Zwischenzeit ist der Rückstand auf vier Zehntel angewewachsen, da darf nicht mehr viel dazukommen.
Der untere Sektor ist Johnsons bester und zusätzlich macht Flury einen Fehler. Auch unten fehlt das Tempo. Im Ziel sind es anderthalb Sekunden Rückstand. Im Vergleich zum Sonntag ist das eine Steigerung von Flury. Der Rückstand von Holdener aufs Podest beträgt 1,3 Sekunden.
Österreichs viertes Duo besteht aus Mirjam Puchner und Mirjam Hörhager. Puchner kam bislang mit der Piste in Cortina überhaupt nicht zurecht und das zieht sich auch heute durch. Sie verliert durchgehend Zeit und hat im Ziel 1,59 Sekunden Rückstand.
Was zeigt uns die Olympiasiegerin? Mit Mikaela Shiffrin ist sie natürlich erste Goldanwärterin in dieser Team-Kombination. Der Start gelingt gut, aber am Sonntag machte Johnson in den untersten beiden Sektoren den Unterschied. Auch heute ist sie wieder schnell, kommt Raedler immer näher. Im Ziel sind es sechs Hundertstel Vorsprung auf Raedler, das ist eine perfekte Ausgangslage für USA 1.
Was zeigt uns das deutsche Duo? Der DSV pokerte ja und lässt nicht Silbergewinnerin Aicher die Abfahrt fahren, sondern Weidle-Winkelmann, während Aicher den Slalom bestreitet. Oh ganz schlechte Traverse von Weidle, die oben schon eine Viertelsekunde Rückstand kassiert. Jetzt muss sie sich steigern. Das gelingt ihr aber nicht nach wunsch, sie wird immer wieder tief, fährt neben der Ideallinei. Unten hat sie viel Tempo und kann den Rückstand noch etwas verkleinern. Es sind 68 Hunderstel Rückstand auf Raedler/Huber.
Lie hat in der Abfahrt vom Sonntag ganz unten eine Medaille verspielt. Gelingt der Norwegerin das heute besser? Etwas. Oben ist sie wieder gut dabei, untenraus verliert sie aber wieder Zeit. Sieben Zehntel Rückstand reichen für den fünften Zwischenrang.
Die Österreicherin war in der Abfahrt vom Sonntag Vierte. Wenn sie heute eine ähnliche Leistung zeigt, kann ihre Partnerin Katharina Truppe durchaus zu einer Medaille fahren. Guter Start von Hütter, die eine gute Traverse fährt. Auch sie erwischt den technischen Teil gut, kann einigermassen mit Ariane Raedler mithalten. Wobei auch sie im vierten Sektor noch vier Zehntel aufgebrummt erhält. Im Ziel ist es Platz vier mit einer halben Sekunde Rückstand. Das kann Truppe aufholen.
Das nächste italienische Team hat wohl keine Chancen. Nicol Delago kann sicher mithalten, aber Slalomfahrer Anna Trocker ist erst 17-jährig. Aber ja, auch Delago verliert schon viel Zeit auf die führene Raedler. Im Ziel ist es der sechste Zwischenrang mit etwas mehr als einer Sekunde Rückstand.
Das heisseste Eisen im italienischen Feuer ist das Duo Sofia Goggia/Lara Della Mea. Kann Goggia in der Abfahrt vorlegen? Sie kann im Tofanaschuss jedenfalls nicht gleich viel Tempo mitnehmen und kriegt schon etwas Rückstand aufgebrummt.
Oh nein und dann scheidet sie aus! Goggia stürzt, aber kann noch vor dem Netz anhalten und bleibt unverletzt. Aber bitter für Lara Della Mea, deren Rennen somit auch scon gelaufen ist.
So, jetzt kommt ein ernsthaftes Medaillen-Duo. Jacqueline Wiles fuhr am Sonntag auf Rang 4 in der Abfahrt. Paula Moltzan fuhr in dieser Saison auch schon aufs Slalom-Podest. Oben gelingt ihr eine gute Fahrt, im kurvigen Mittelteil verliert sie allerdings eine halbe Sekunde. Kann sie unten nochmals etwas aufholen? Jein, im Ziel beträgt der Rückstand vier Zehntel.
Ein altes Duo aus Slowenien. Stuhec bestreitet wohl ihre letzte Saison, ihre Slalompartnerin Ana Bucik Jogan hat bereits bestätigt, dass sie Ende Saison aufhört. Sie ist eher unterwegs wie die zwei Schweizerinnen bisher: langsam. Am Ende setzt sie sich knapp vor Schmitt.
Im Weltcup wartet man schon lange auf den ersten Podestplatz von Laura Pirovano. Klappt es heute in der Team-Kombi mit Martina Peterlini? Der Start ist schon einmal sehr stark, nimmt Raedler oben fast drei Zehntel ab. Je länger das Rennen geht, desto mehr schmilzt der Vorsprung allerdings. Im Ziel sind es zwei Zehntel Rückstand auf Raedler.
Es geht gleich weiter mit der Schweiz. Nachdem Delia Durrer in der Spezialabfahrt keinen Startplatz erhielt, darf sie sich heute beweisen. Wie Schmitt gerät auch sie in der Traverse etwas zu tief und verliert dort schon Zeit. Auch sonst ähneln sich die Farben. Durrer klebt etwas zu stark auf der Linie und verliert viel Zeit. Im Ziel sind es beinahe zweieinhalb Sekunden Rückstand – eine enttäuschende Hypothek.
Die erste Schweizerin steht am Start. Janine Schmitt fährt ihr zweites Olympiarennen. In der Traverse oben gerät sie deutlich zu tief, das kostet schon viel Zeit. Leider ist Janine Schmitt auch heute chancenlos. Der Rückstand wächst kontinuierlich an und beträgt im Ziel beinahe zwei Sekunden. Fraglich, ob das Melanie Meillard im Slalom aufholen kann.
Raedler kommt mit mehr Tempo durch den Tofanaschuss und geht im Vergleich mit Miradoli deutlich in Führung. Bei der dritten Zwischenzeit ist es eine halbe Sekunde. Im Ziel wächst der Vorsprung auf 72 Hundertstel an. Das ist eine starke Fahrt und eine gute Ausgangslage für Katharina Huber im Slalom.
Im obersten Streckenteil zieht etwas Neben rein. Hoffentlich sorgt das nicht für Verzögerungen. Immerhin stehen nur 26 Fahrerinnen am Start.
Die Österreicherin ist am Sonntag gestürzt. Heute nimmt sie an dieser Stelle etwas raus, fährt weniger überzeugt als Miradoli vor ihr. Entsrpechend hat sie im Ziel etwas Rückstand.
Los geht's mit der Kombi-Abfahrt. Mirdaoli kommt oben problemlos durch die Traverse. Das Tempo scheint insgesamt etwas tiefer als noch am Sonntag. Sie ist rund 1,20 langsamer als die Siegerzeit von Breezy Johnson am Sonntag.
Das Wetter in Cortina ist nicht mehr ganz so strahlend schön wie am Sonntag, aber gut genug für eine Abfahrt. In wenigen Minuten eröffnet Romane Miradoli die Kombi-Abfahrt.
Das deutsche Team ist eigentlich eine besondere Geschichte: Emma Aicher gewann am Sonntag in der Olympia-Abfahrt Silber, nur hauchdünn hinter Breezy Johnson. Trotzdem fährt sie heute nicht die Abfahrt, sondern den Slalom. Die schnelle Disziplin übernimmt Kira Weidle-Winkelmann (Rang 9 am Sonntag). Der deutsche Verband traut wohl Lena Dürr in der aktuellen Form keinen Slalom Expolit zu.
Weidle-Winkelmann und Aicher haben durchaus realistische Medaillenchancen und Aicher kann sich auch schon ein erstes Mal mit der Slalompiste vertraut machen. Andererseits muss sie sich für den Super-G vom Donnerstag dann auch wieder von den kurzen Skis umgewöhnen.

1 Miradoli/Lamure (FRA2)
2 Ortlieb/Gallhuber (AUT3)
3 Raedler/Huber (AUT2)
4 Schmitt/Meillard (SUI3)
5 Durrer/Christen (SUI4)
6 Pirovano/Peterlini (ITA2)
7 Stuhec/Bucik Jogan (SLO)
8 Wiles/Moltzan (USA2)
9 Goggia/Della Mea (ITA1)
10 Delago/Trocker (ITA3)
11 Hütter/Truppe (AUT1)
12 Lie/Westhoff (NOR)
13 Weidle-Winkelmann/Aicher (GER)
14 Johnson/Shiffrin (USA1)
15 Puchner/Hörhager (AUT4)
16 Flury/Holdener (SUI2)
17 Suter/Rast (SUI1)
18 Wright/O Brien (USA 3)
19 Delago/D'Antonio (ITA4)
20 Gauche/Chevrier (FRA1)
21 Genier/St-Germain (CAN1)
22 Cerutti/McFarlane (FRA3)
23 Cashman/Hurt (USA4)
24 Novakova/Dubovska (CZE1)
25 Negri/Labastova (CZE2)
26 Gray/Nullmeyer (CAN2)
27 Begue/Baruzzi Farriol (ARG)
28 Srobova/Vlhova (SVK)
Wenn die Abfahrts-Olympiasiegerin mit der besten Slalomfahrerin der Gegenwart und Geschichte zusammenspannt, dann sind sie natürlich die Topfavoritinnen. Sofern nichts unvorhergesehenes passiert, dann geht Gold nur über das Duo Breezy Johnson und Mikaela Shiffrin. Auch das zweite US-Team mit Jacqueline Wiles und Paula Moltzan muss man auf der Rechnung haben.
Das deutsche Team mit Kira Weidle-Winkelmann und Emma Aicher gehört ebenfalls zu den Top-Favoritinnen, genau so wie Italiens erstes Duo mit Sofia Goggia in der Abfahrt und Lara Della Mea im Slalom. Für Österreich hat das Team bestehend aus Cornelia Hütter und Katharina Truppe die besten Medaillenchancen.
Am Dienstag steht für die Frauen in Cortina d'Ampezzo die Team-Kombination an. Eine ähnliche Ausbeute wie bei den Männern, die am Montag in Bormio im gleichen Wettbewerb Gold und Silber gewannen, darf nicht erwartet werden. Die Schweizerinnen treten mit vier Teams an, wobei dem Duo Corinne Suter/Camille Rast am meisten zugetraut werden darf. Jasmin Flury spannt mit Wendy Holdener zusammen, Janine Schmitt mit Mélanie Meillard und Delia Durrer mit Eliane Christen.
Der Start zur
Abfahrt erfolgt um
10.30 Uhr, die Entscheidung im
Slalom fällt ab
14 Uhr. (abu/sda)
Was heute sonst noch läuft:
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