Sport
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Ski-Slopestyle, Frauen

1. Sarah Höfflin 91,2
2. Mathilde Gremaud 88,0

3. Isabel Atkin GBR 84,6

epa06534960 Sarah Hoefflin of Switzerland reacts after her final run in the Women's Freestyle Skiing Ski Slopestyle final at the Bokwang Phoenix Park during the PyeongChang 2018 Olympic Games, South Korea, 17 February 2018.  EPA/FAZRY ISMAIL

Sarah Höfflin gewinnt im Slopestyle-Final vor Mathilde Gremaud. Bild: EPA/EPA

«Es ist unglaublich, magisch»: Höfflin und Gremaud holen Doppelsieg im Ski-Slopestyle

Die Schweizer Ski-Freestylerinnen haben an den Winterspielen in Pyeongchang für einen veritablen Coup gesorgt. Sarah Höfflin und Mathilde Gremaud holen im Slopestyle-Wettkampf Gold und Silber.



Die 27-jährige Genferin Sarah Höfflin und die 18-jährige Freiburgerin Mathilde Gremaud boten im Phoenix Snow Park in Bokwang einen nahezu perfekten Wettkampf. Nach der souveränen Qualifikation für den Final der Top 12 setzten sie gleich im ersten von drei Finaldurchgängen eine Marke, welche für die Konkurrenz unerreicht blieb.

Die Goldfahrt von Sarah Höfflin.

Während Gremaud in Lauf 2 und 3 stürzte, konnte sich Höfflin im dritten Durchgang noch einmal verbessern, womit sie ihrer Teamkollegin, die nach einer Kreuzbandverletzung ihren ersten Wettkampf in dieser Saison bestritt, die Goldmedaille wegschnappte. Am Ende trennte die beiden 3,2 Punkte. Bronze ging an die Britin Isabel Atkin, die 3,6 Zähler hinter Gremaud lag.

epa06534996 Gold medallist Sarah Hoefflin of Switzerland (C) with Silver medallist Mathilde Gremaud of Switzerland (L) and Bronze medalist Isabel Atkin of Great Britain (R) after the Women's Freestyle Skiing Ski Slopestyle final at the Bokwang Phoenix Park during the PyeongChang 2018 Olympic Games, South Korea, 17 February 2018.  EPA/FAZRY ISMAIL

Das aus Schweizer Sicht höchst erfreuliche Podest: Gremaud, Höfflin und Atkin (v.l.n.r.). Bild: EPA/EPA

Höfflin ist erst die zweite Schweizer Freestylerin nach Evelyn Leu 2006 in Turin, die Olympia-Gold gewinnt, und die erste welsche Goldmedaillengewinnerin an Winterspielen seit Madeleine Berthod 1956 in der Abfahrt. Für die Schweiz ist es der erste Olympia-Doppelsieg seit den Gebrüdern Schoch im Parallel-Riesenslalom der Snowboarder 2006 in Turin.

Die Karriere Höfflins verlief unkonventionell – und steil. Erst mit 20 Jahren kam die Genferin, die längere Zeit in Manchester lebte, zum Freestyle. Und erst seit der Saison 2015/16 bestreitet sie für Swiss Ski Wettkämpfe. 2017 holte sie den Gesamtweltcup im Slopestyle, an der WM in der Sierra Nevada belegte sie Platz 4. Und zu Beginn dieses Jahres gewann sie an den X-Games in Aspen den Big-Air-Contest, ehe ihr in Bokwang die Krönung der Karriere gelang.

«Es ist ein Traum, der Wirklichkeit wird, eine geniale Erfahrung. Mein Ziel war es, in den Final zu kommen – und als ich dann im Final war, habe ich zu mir gesagt: Jetzt kannst du einfach nur Ski fahren und tun, was du willst.» 

Sarah Höfflin

Zehnter Schweizer Olympia-Doppelsieg

Sarah Höfflin und Mathilde Gremaud bescherten der Schweiz einen Jubiläumserfolg. Das Ski-Slopestyle-Duo aus der Romandie sorgte für den zehnten Doppelsieg an Olympischen Winterspielen.

Die Schweizer Doppelsieger:
1936:
 Musy/Gartmann/Bouvier/Beerli und Capadrutt/ Aichele/Feierabend/ Bütikofer (Viererbob, Männer).
1948: Felix Endrich/Fritz Waller und Fritz Feierabend/Paul Eberhard (Zweierbob, Männer).
1956: Madeleine Berthod und Frieda Dänzer (Abfahrt, Frauen).
1972: Bernhard Russi und Roland Collombin (Abfahrt, Herren). 
1976: Heini Hemmi und Ernst Good (Riesenslalom, Männer).
1984: Michaela Figini und Maria Walliser (Abfahrt, Frauen).
1988: Pirmin Zurbriggen und Peter Müller (Abfahrt, Herren).
1994: Gustav Weder/Donat Acklin und Reto Götschi/Guido Acklin.
2006: Philipp Schoch und Simon Schoch (Snowboard, Parallelslalom)
2018: Sarah Höfflin und Mathilde Gremaud (Ski, Slopestyle).

Bis jetzt war die Goldmedaille bei den X-Games 2016 ihr grösster Erfolg, nun gewinnt Mathilde Gremaud eine Silbermedaille bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea. Zwischen Training und Physiotherapie hat sich die 17-jährige Freiburgerin auf Olympia, ihren grossen Traum, vorbereitet. Nach einer Verletzung am rechten Knie und einer kürzeren Vorbereitungszeit, steht Mathilde Gremaud wieder zielsicher auf den Skiern.

«Es ist unglaublich, magisch. Ich habe mich zuversichtlich gefühlt und keinen Druck gespürt. Ein Schweizer Doppelsieg ist unglaublich, ich habe keine Worte.»

Mathilde Gremaud

Mehrere der Medaillenanwärterinnen waren bereits in der Qualifikation gescheitert. Die französische Weltmeisterin Tess Ledeux schaffte den Cut ebenso nicht wie die beiden Kanadierinnen Dara Howell und Kim Lamarre, die vor vier Jahren bei der olympischen Slopestyle-Premiere in Sotschi Gold und Bronze gewonnen hatten. (sda/jsc)

Der Empfang für Cologna, Feuz und Holdener

Video: srf/SDA SRF

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