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epa07279526 Roger Federer of Switzerland in action during a training session prior to the 2019 Australian Open tennis tournament in Melbourne, Australia, 13 January 2019.  EPA/LUKAS COCH EDITORIAL USE ONLY AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Roger Federer startet am Montagmorgen (Schweizer Zeit) ins Turnier. Bild: EPA

Shot Clock, Hitzeregel, Tiebreak – das ist an den Australian Open neu



Das Preisgeld der Australian Open in Melbourne wurde um rund zehn Prozent erhöht. Insgesamt werden rund 43 Millionen Franken ausgeschüttet. Sowohl bei den Frauen wie bei den Männern erhält der Sieger umgerechnet 2,9 Millionen Franken.

Davon abgesehen gibt es viele Neuerungen beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres. Darunter werden besonders diese drei auffallen:

Hitzeregel

In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern wurde eine so genannte «Hitzestress-Skala» entwickelt, die auf den vier Faktoren basiert: Lufttemperatur, Hitzestrahlung, Luftfeuchtigkeit und Windstärke. Es ist also nicht die reine Temperatur entscheidend, auch die Luftfeuchtigkeit ist ein wichtiger Faktor.

Wird auf dieser Skala ein Faktor zwischen 4,0 und 5,0 erreicht, gibt es nach dem dritten (Männer) oder zweiten Satz (Frauen) eine zehnminütige Pause. Steigt der Wert auf 5,0 oder höher, werden Spiele auf den Aussenplätzen nicht mehr begonnen. Angefangene Matches werden unterbrochen, sobald eine gerade Anzahl Games in einem Satz erreicht oder ein angefangenes Tiebreak beendet ist. Auf den drei Courts mit schliessbarem Dach gilt dieselbe Regel, um das Dach zu schliessen.

So war's letztes Jahr: Monfils und Djokovic leiden bei 39 Grad

Shot Clock

Auf allen Plätzen gibt es eine Shot Clock, welche die Zeit zwischen zwei Punkten herunterzählt. Der Schiedsrichter entscheidet, wann die Uhr nach dem Ende des letzten Punktes zu laufen beginnt. Ab dann hat ein Spieler oder eine Spielerin 25 Sekunden Zeit, um das Spiel fortzusetzen. Bei der ersten Zeitüberschreitung gibt es eine Zeitverwarnung, die noch ohne Konsequenzen bleibt. Ab der zweiten Überschreitung wird der Service als Fehler gewertet (er verliert also den ersten Aufschlag), wenn es den Aufschläger betrifft. Wenn es den Returnspieler betrifft, verliert er den Punkt.

epa07279093 Rafael Nadal of Spain in action during a practice session on the Margaret Court prior to the 2019 Australian Open in Melbourne, Australia, 13 January 2019.  EPA/LUKAS COCH  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Rafael Nadal darf seinen Aufschlag nicht ewig hinauszögern.  Bild: EPA

Tiebreak im Entscheidungssatz

Ein fünfter (Männer) oder dritter Satz (Frauen) wird nicht mehr über 6:6 hinaus ausgespielt. Steht es 6:6, folgt neu ein Match-Tiebreak auf zehn Punkte. Damit gibt es bei den vier Grand-Slam-Turnieren vier verschiedene Modi für das Ende eines Entscheidungssatzes. Beim French Open wird ohne Tiebreak ausgespielt, in Wimbledon gibt es bei 12:12 ein reguläres Tiebreak und beim US Open gibt es bei 6:6 ein reguläres Tiebreak. (ram/sda)

Die Spiele der Schweizer

Roger Federer startet seine Titelverteidigung am Montag in der Night Session. Er trifft um ca. 10.30 Uhr Schweizer Zeit auf den Usbeken Denis Istomin (ATP 99). Bereits am früheren Montagmorgen Schweizer Zeit kommen Belinda Bencic (ca. 5.00 Uhr gegen die Tschechin Katerina Siniakova) und Henri Laaksonen (ca. 4.00 Uhr gegen den Bosnier Mirza Basic) zu ihrem ersten Einsatz.

Am Dienstag starten dann die weiteren Schweizer Stan Wawrinka, Stefanie Vögele, Timea Bacsinszky und Viktorija Golubic. (ram/sda)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Füdlifingerfritz 13.01.2019 15:13
    Highlight Highlight "Sowohl bei den Frauen wie bei den Männern erhält der Sieger umgerechnet 2,9 Millionen Franken." Und das obwohl die Damen bis zum Ende des Turniers zig Sätze weniger gespielt haben werden. Das ist dann wohl diese "Gleichberechtigung" von der immer alle reden.
    • vescovo 13.01.2019 16:13
      Highlight Highlight Sieh es als Unterstützung des Damen-Sports. Wenn die Frauen ständig weniger verdienen, können sie sich nicht gleich gut entwickeln.
      Das führt zu einer immer grösseren Lücke zwischen den Geschlechtern.
      Ausserdem sind die Preisgelder für die Männer auch so ziemlich schön.
    • You will not be able to use your remote control. 13.01.2019 17:10
      Highlight Highlight Nicht nur das, in diesen Disziplinen erhalten die Frauen mehr Preisgeld, weil sie länger arbeiten. Beim Marathon ist es so, dass man erst ab 5 h mit einem Preisgeld rechnen kann.
    • Füdlifingerfritz 13.01.2019 17:24
      Highlight Highlight @reconquista's creed
      Schwacher Vergleich. In der Leichtathletik gibt es verschiedene Disziplinen und innerhalb dieser wiederum Untergruppen. Im Tennis nicht. Da gibt es Einzel und Doppel. Und jeder männliche Einzelspieler muss über 3 Gewinnsätze spielen bei einem GS-Turnier und jede weibliche Einzelspielerin nunmal nicht. Das ist ein Unterschied. Und die Anzahl Sätze ist ja nicht das einzige. Sponsorengelder, Werbeeinahmen, Zuschauerzahlen im Stadion und am TV... all das und mehr ist bei den Damen nunmal de facto tiefer als bei den Herren. Unterschiedliche Preisgelder wären nur logisch.
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